Sanierung und Moderniserung einer Scheune, ytong

Sanierung und Moderniserung einer Scheune, ytongLiebe Community!

Ich beschäftige mich zur Zeit mit einer Sanierung und Modernisierung einer Scheune mit Umnutzung zu einem Wohngebäude. Da dies erstmal nur fiktiv durchdacht werden soll im Rahmen meiner Abschlussarbeit, möchte ich nur eine Rückmeldung bezüglich der Durchführbarkeit haben. Was die Kosten betrifft, weiß ich bereits, dass diese ins unermessliche steigen... :(
Ich habe vor in das Erdgeschoss ein Atelier und eine Waschküche unterzubringen (Basaltsockel) und die Wohnräume im Ober- und Dachgeschoss unterzubringen. Meine Idee ist es nun, eine "zweite Haut" zu integrieren und somit zum einen ein unabhängiges Traggerüst zu generieren und zum anderen den Komfort zu steigern. Ein 30er ytong Stein soll da den entsprechenden Mehrwert bringen...?
Man kann sich das quasi als Haus im Haus-Prinzip vorstellen.

Eckdaten: Scheune mit Basaltsockel (53 cm) ca 2,50 m hoch, darauf Fachwerk mit 14 cm (siehe Bild) und einem Kehlbalkendachstuhl als Satteldach konzipiert. Ensembleschutz. Soviel dazu.

Nun zu meinen Fragen:
- Wie groß muss die Luftschicht zwischen Fachwerk und ytong mindestens sein?
- Ist ytong hier überhaupt empfehlenswert?

Beste Grüße
Marie

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.04.17

Ytong, Luftschichten


und ähnliches sind in diesem Fall wohl als kontraproduktiv anzusehen ;-)).
Insbesondere bei den Übergängen Naturstein- Fachwerk sehe ich ernsthafte Probleme bei der praktischen Umsetzung.
Hier ist wohl der Grundsatz Homogen-kapillar-leitfähig-diffusionsoffen die besseren Möglichkeiten.
Das Haus in Haus wird im Bereich Basaltsockel- Fachwerk aus statischen Gründen problematisch, auch muss die Gründung(Fundamente) überprüft werden.
Das ma nich so einfach hingebastelt;-).
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community
Maurermeister | | 24.04.17

Beispiele für Haus in Haus


http://www.neue-remise.ch/loft-apartments/

http://www.cb-arch.ch/index.php?/project/casa-c/

Das Hauptproblem ist immer das Licht - beim Fachwerkteil sind zusätzliche Fenster nicht möglich. Beim Dach aus edlem Welleternit lässt sich mit einem passenden Ziegeldach und etwas Baldrian für die Denkmalpfleger vielleicht etwas machen.

Der Basaltsockel sollte relativ leicht zu dämmen sein (z.B. mit mineralischer Dämmung wie Multipor, oder Zellulose im Nassverfahren). Beim Fachwerk ist nicht so viel Dämmung möglich. Je nach Vorschriften muss man dann beim Dach und Fussboden versuchen die Energiebilanz für das Gebäude zu retten.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.04.17

Vielen Dank


...für die hilfreichen Kommentare.

Da der Denkmalschutz nur eine Seite der Scheune betrifft (siehe Bild), bin ich hofseitig wesentlich flexibler mit Gauben und Öffnungen (hoffentlich).

Mit einem Haus-in-Haus Prinzip würde ich wohl wesentlich günstiger bei wegkommen, weil sich nicht so viele Engpässe ergeben würden.

Beste Grüße
Marie

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.04.17

ytong-Bilder aus der Bilddatenbank: