Finanzierung Sanierung über SAB/KfW "Energieeffizient sanieren"?

Finanzierung Sanierung über SAB/KfW "Energieeffizient sanieren"?Hallo zusammen! :0)
Ich habe soeben de Kaufvertrag für ein altes Bauernhaus aus dem Jahre 1576 unterschrieben und nun geht es daran, die Finanzierung der Sanierung konkret zu planen. Gemacht werden müsste auf jeden Fall einmal Heizung komplett (angedacht ist eine Holzpelletsheizung, bis jetzt gibt es nur zwei Kachelöfen, die ich aber auch gerne erhalten möchte), alles, was mit Sanitär zu tun hat und die Fenster im Erdgeschoss. Auch die Fußböden im Erdgeschoss (an diesen Stellen nicht unterkellert) müssten heraus und bei der Gelegenheit soll gleich eine Fußbodenheizung mit installiert werden. Was alles noch zusätzlich kommt, wenn man einmal anfängt, wird sich zeigen... :0) Ich war nun zur Beratung bei der SAB, die auch KfW-Kredite zinsverbilligt weitergibt. Die Beraterin schien mir aber etwas konfus und ich bin mir nicht sicher, ob sie mir zum richtigen raten kann. Sie wollte mich vom Programm "energieeffizient sanieren" überzeugen, aber ich glaube fast nicht, dass ich mit dem alten Gebäude die Werte irgendwelcher Effizienzhausklassen erreichen kann. Hat jemand damit Erfahrung? Es besteht kein Denkmalschutz am Haus, ich könnte mir jedoch die "erhaltenswerte Bausubstanz" von der Gemeinde bestätigen lassen.
Ich freue mich auf Eure Antworten!
Viele Grüße aus dem Erzgebirge,
Benjamin.
:0)
Legt dir das Leben Zitronen in den Weg, mach' Limonade daraus! :0)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.12.12


Erst mal Glückwunsch zum neuen Haus. :)

Energieeffizient sanieren wäre schon das passende KfW-Programm. Du hast die Wahl zwischen Komplettsanierung und Einzelmaßnahmen. Bei dir kämen dann die Einzelmaßnahmen in Betracht. Da könntest du dann Fenster und die Heizung finanzieren.

So schwer ist das gar nicht im Komplettprogramm den Denkmal-Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Das wirklich nervige dabei ist allerdings die Sache mit dem Sachverständigen. Denn für ein Denkmal müssen die in dieser Liste eingetragen sein: http://www.energie-effizienz-experten.de/
Aktuell sind es deutschlandweit beeindruckende 220 Einträge. Wenn du also Pech hast ist es schwer, da wen zu finden. Überleg dir also, ob du das willst.

Bei den Einzelmaßnahmen musst du einmal schauen, was genau da gefördert wird. Aber dabei gelten die Vorschriften nur für das, was gefördert wird. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher dass Holzpelletheizungen NICHT förderfähig sind.

Gruß,
Tina
Traumhaus gefunden
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.12.12

Sanierungsmaximum


Sie können sich ja erst einmal die "technischen Mindestanforderungen" der kfw zu den entsprechenden Programmen durchlesen und sich dann entscheiden, ob Sie sich realistisch darauf einlassen wollen.

Und ob es dem Charakter Ihres HAuses entspricht. Die Anforderungen in der energetischen Sanierung sind gegenüber der EnEv noch einmal verschärft, auch, was die Anlagentechnik angeht.

Alles in allem eine ziemlich anspruchsvolle und komplexe Angelegenheit.

Ohne massive Dämmmaßnahmen zur Minimierung der Transmissionswärmeverlsute wird es nicht gehen. Betriebswirtschaftlich -allerdings nur eine Sicht der Dinge- rechnen sich die MAßnahmen erst nach ca. 15-20 Jahren..

Dieses ganze Szenario können Sie nur mit einem Architektewn + GEB nach Bafa-Standard durchplanen, der Ihnen die einzelnen Varianten der energetischen Sanierung in allen Aspekten durchrechnet. Und dazu gehört auch die fachkundige Beurteilung der MAßnahme im Gesamtzusammenhang der Sanierung, auch ihre bauphysikalische und baukonstruktive Stimmigkeit.

Ob z.B. eine Pelletheizung dann das richtige ist oder diese mit einer FuBo-Heizung (Widerspruch) kombiniert werden sollte, ergibt sich dann im Weiteren.

Einzelmaßnahmen sollten allerdings immmer nur im Gesamtzusammenhang betrachtet, berechnet und bewertet werden.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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pickartz architektur | | 13.12.12

Geschenke gibts vom Weihnachtsmann …


aber bitte nicht von einer Bank

diese ach so "günstigen" Kredite haben immer Auflagen, die eingehalten werden müssen, die dann teuerer sind als eine "sinnvolle" Sanierung nach nachhaltigen Begebenheiten …

Die ganze Thematik des Dämmens wird die Gereichte in den nächsten Jahren immer stärker beschäftigen, denn die Versprechen über die Effizienz bewahrheiten sich nie und mimmer …

dann ist das Geld auch futsch und eine weitere Sanierung steht an und Schäden sind auch nicht immer nicht vorhanden …

Gesamtkonzept
Ansprüche herunter
Einfachheit von Materialien und Konstruktionen …

Florian Kurz
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 14.12.12

Konjunkturförderungsmaßnahme


Bitte nicht immer alles so schwarz sehen!

Auch wenn der groß postulierte eigentliche hehre Zweck, nämlich unser Klima zu retten, wohl komplett verfehlt werden wird und natürlich wohl kaum ein Bauherr trotz Beihilfe unterm Strich groß etwas einsparen wird, so gibt die Maßnahme doch einer riesigen Armee der damit mehr oder weniger professionell befassten Menschen Lohn und Brot, das dürfen wir schließlich auch nicht vergessen.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.12.12

Hallo Bensch


bevor du mit irgendwelchen Programmen zu Maßnahmen gezwungen wirst, die evtl. nicht notwendig, nicht winnvoll oder gar falsch sind, überlege erst mal, was an dem Haus wirklich gemacht werden muss und was nach und nach erledigt werden kann. So mag für dich als erstes die Dämmung der obersten Geschossdecke und eine neue Heizung das nötigste sein. Damit hast du schon mal viel gewonnen bzw. gespart. Danach kannst du in Ruhe alles weitere überlegen (Fenster, Dachausbau) usw.
Im Übrigen stehe ich da auch eher auf der Seite von FK und de Meineweg.

VG J. Simon
Die Alten erhalten!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.12.12

Fußboden- oder Wandheizung?


Hallo Benjamin!

Kleiner Tipp am Rande: Vielleicht sollten Sie auch über eine Wandheizung als Alternative zur Fußbodenheizung nachdenken. Wandheizungen vertragen sich bei richtiger Installation sehr gut mit Pelletsofen und der wahrscheinlich nötigen Innendämmung. Der Vorteil wäre, dass Sie den Fußboden nicht jetzt schon aufnehmen müssten, sondern ganz zum Schluss, wie man es immer beim Bau eigentlich machen sollte; ein Holzfußboden leidet immer, wenn nach seinem Einbau noch andere Sanierungsmaßnahmen (Verputzen, etc.) vorgenmmen werden. Fußkälte ist bei einer Dämmschüttung zwischen den Traghölzern unter dem Fußboden kein Problem.

Toi toi toi beim Abenteuer Bauen!

Erik Heinrich.
Der Holzweg. Besser als sein Ruf.
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HOLZ LEBT - Märkische Kieferndielen | | 17.12.12

Sanierung-Bilder aus der Bilddatenbank: