Fachwerk.de - Umnutzung Stall Salzanreicherungen

Guten Tag,
ich beabsichtige einen ehemaligen Kuhstall (Bj. ca. 1855, nichtunterkellert) zu Wohnzwecken umzubauen.

Zur Bauweise: Die Außenwände bestehen aus 70'er Lehmwänden bzw. 52'er Ziegelmauerwerk,- jeweils mit Bruchsteinsockel.

Insgesamt gibt es augenscheinlich keine (kaum) Anzeichen aufsteigender Feuchtigkeit, Feuchtigkeitssperren sind sicher nicht vorhanden. Konkrete Messungen zu Salzen o. ä. sind bisher nicht erfolgt.

Der Altputz wurde entfernt. Um die aufgrund der Urin- Einflüsse zu vermutenden Salze zunächst "grob" zu entfernen (Kühe standen jedoch mit den Köpfen zur Wand) soll nun zunächst das Mauerwerk sandgestrahlt werden. Aufgrund Denkmalschutz habe ich keine Außendämmung.

Derzeit ist noch Stallgeruch wahrnehmbar.

Ich suche eine Lösung, für
- eine gering aufbauende (relativ dünne) Innendämmung (insbesondere für den Bereich des Bruchsteinsockels)
- die möglichst gleichzeitig eine Art Geruchsverschluss bildet

Ich Stelle mir eine Art Vorsatzschale vor. Kann ich die Salze zuvor ggf. mit einer "Streichlösung" o.ä. neutralisieren? Sanierputze müßten ja wohl ständig erneuert werden

Wer hat hiermit Erfahrungen, welche Vorsatzschalen oder andere Lösungen kämen grundsätzlich in Frage? .
Substanz bewahren
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Blattner | 10.10.07
Opferputz und Salzsperre.......
Hallo Herr Blattner,
ja es gibt von der Industrie Produkte gegen Salze.
So genannte Salzsperren, allerdings ist der Name irreführend.
Die Lösung bewirkt lediglich das gelöste Salze in schwerlösliche gewandelt werden.
Funktioniert allerdings nicht bei Nitraten(gibt keine schwer löslichen Nitratverbindungen).
Also nur ein Teilerfolg.
Der Sanier oder auch Opferputz muss nicht zwangsläufig erneuert werden, ist er ausreichend stark bemessen, so das er in der Lage ist die vorherschende Menge an Salzen zu speichern kann der Putz durchaus Jahrzehnte unbeschadet überstehen.
Nur bleiben ihnen dann auch die Salze erhalten, was an sich kein sonderliches Problem darstellt es sei denn, die Wand wird feucht.

Das Sandstrahlen ist okay, muss aber unbedingt Trocken ausgeführt werden, also ohne Zugabe von Wasser um den Staub zu binden(die Salze wandern sonst wieder ins Bauwerk ein).
Anschließend würde ich die Innenseite mit einem 4-5cm dicken Opferputz komplett verputzen(dürfte auch etwas von dem Stallgeruch binden) und dann gegebenenfalls die zweite Schale mit Luftschicht aufmauern.
Was ich allerdings für sehr ungünstig halte und nicht tun würde.

MfG Jens
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 10.10.07
Vielen Dank Jens!
Substanz bewahren
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Blattner | 11.10.07

gern geschehen
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 15.10.07
Geruchsverschluss mit Spezialputz

Hallo Blattner,

innen sollten Sie einen Spezialputz anwenden der dauerhaft dampfdiffusionsoffen ist mit einem sehr microfeinem Porensystem versehen ist. Durch die natürlich vorgegebene Dampfdiffusionsdruckrichtung (von Innen nach aussen) ist auch der Weg der Geruchspartikel vorgegeben. Eine horizontale Sperrschicht ist hier zwingend erforderlich. Wenn keine Sperrschicht vorhanden ist, kann die aufsteigende Feuchtigkeit nur über die Wandfläche an das Raumklima abgegeben werden.

Mit freundlichen Grüssen.

Andrea Cyba

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mauertrocken-shop.de | Andrea Cyba | 15.10.07

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