Gutachter oder Architekt?

Hallo!
Nachdem wir jetzt einige Zeit nach einem Fachwerkhaus oder Altbau gesucht haben(und zwischenzeitlich schon mit dem Gedanken an einen Fachwerk-Neubau spielten), haben wir vor kurzem ein Haus besichtigt, das uns auf Anhieb sehr gut gefallen hat.Das Haus ist eine hier ortsüblich Altbau-"Villa" von 1927. Wir denken ernsthaft daran das Haus zu kaufen, haben aber natürlich Angst vor einem "Sanierungssupergau". Augenscheinlich ist das Haus in Ordnung, da wir aber nicht vom "Fach" sind, würden wir das Haus gern erneut mit einem Fachmann besichtigen.
Nun die Frage:
Muß man gleich ein Gutachten durch einen Sachverständigen (vereidigter Gutachter) und wenn ja welche Fachrichtung bestellen oder reicht für die Kaufentscheidung auch ein Architekt?
Kann uns jemand einen Sachverständigen oder Architekten für die Besichtigung in unserer Region empfehlen, der sich mit Häusern dieser Art/Alters auskennt?

Mit vielem Dank im Voraus
Sabine Steinwehr-Zimmermann
und Sven Zimmermann
Ein Haus wird mit dem Alter immer besser :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 03.05.05

ich


bin immmer mit archi und sachverständigem (für holzschutz) gegangen - wobei mir dadurch keine kosten entstanden sind. der archi htas im rahmen der akquise kostenfrei gemacht (weil sicher war, dass ich ihn beauftragen werde, wenn's richtige häusel gefunden ist) und der kannte halt den sachverständigen, der im gleichen club ist...(und natürlich eventuelle aufträge auch bekäme).
ich würde viel auch vom gefühl abhängig machen, dass ihnen die verkäufer-seite vermittelt: haben sie das gefühl, dass sie ehrlich sind? wird ihnen Zugang gewährt (mal ne Diele anheben u.ä.)? wie ist der gesamtzustand? mich hat der Sachverständige jedenfalls einmal vor einem fehler bewahrt: ich sah mit archi ein haus an, der archi hatte bedenken in einem feuchtraum wegen des bodenaufbaus - holzi hinzugerufen und der wußte schon beim eintritt ins haus, dass Schwamm da sein muss (hat es gerochen, wir nicht). er hat den Schaden dann schnell gefunden (ging von diesem feuchtraum aus). an einer stelle im dach, die wir für "verbockt" hielten, gab er dagegen entwarnung. ich hätte das haus trotzdem gekauft, wenn sich der verkäufer preislich so bewegt hätte, dass die Sanierung des schwammes möglich gewesen wäre. ich denke, dass kommt auch für sie hin: der sanierungserfahrene archi weiß eigentlich, wo die gefährdeten stellen sind - notfalls dann eben sachverständigen hinzuziehen. wenn sie sachverständigen von anfang an dabei haben wollen, würde ich einen für Holzschutz nehmen - Holz ist eben das, was bei den älteren bauten konstruktiv viele aufgaben hat - aber auch anfällig ist: für pilze und insekten und feuchte.
jeder der beiden kann halt was anderes: der archi sieht mehr das große und ganze und ein paar details, der jeweilige Ingenieur eben die details.
wenn sie im übrigen über schwere mängel vom verkäufer arglistig getäuscht werden, ist dies ein rücktrittsgrund.
der vereidigte sachverständige ist übriegns nicht unbedingt ein gütesiegel: sie würden nicht glauben, was für schlampige, miese Gutachten ich bisweilen lesen muß. überall gibts eben schwarze schafe, die ihre position nur als lizenz zum gelddrucken verstehen. aber das sind sicher ausnahmen.
Zwei linke Hände und Spass dabei
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.05.05

gutachten


hallo "alter schwede"
haben Sie hier im forom schon geschaut?
unter der PLZ -suche die suche nach 25 oder 50 km nahen mitgliedern starten.
wenn Sie dann nichts finden und alles Stricke reissen melden Sie sich noch mal bei mir

Glück auf aus Nürnberg

Florian Kurz
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 04.05.05

Gutachten oder Bauberatung


Guten Tag Sabine Steinwehr-Zimmermann
und Sven Zimmermann
ihre Frage ist Berechtigt, bevor ich eventuell Ihnen helfen kann möchte man wissen wo das Objekt steht ?

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | | 04.05.05

Gute Architektin /Sachverständigerin


Hallo, Familie Zimmermann,
keine Fachkenntnis zu haben ist keine Schande. Daß Sie vorher alles hinterfragen, ist okay und ganz wichtig.! Man wächst mit der Aufgabe.
Klingeln Sie mal bei Sonja Behrens, Region Bergstraße, an: Weinheimer Str. 6, 69488 Birkenau, Tel. 06201-255730, sonja.behrens@t-online.de
(Ihr Mann ist übrigens hier auch Community-Mitglied.)

Viel Erfolg wünscht
D.Fr.
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dipl.-Restaurator (akad.) | | 04.05.05

@Bettina Ingenkamp


Hallo Bettina
ich glaube das sie als Rechtsanwältin eine Menge Gutachten lesen aber das mit dem Gütesiegel der sachverständigen kann ich Nichtso auf mir sitzen lassen
Kommentar
der vereidigte Sachverständige ist übriegns nicht unbedingt ein gütesiegel: sie würden nicht glauben, was für schlampige, miese gutachten ich bisweilen lesen muß. überall gibts eben schwarze schafe, die ihre position nur als lizenz zum gelddrucken verstehen. aber das sind sicher ausnahmen.


Denn ich als öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger im Zimmererhandwerk Besuche eine Menge Fortbildungslehrgänge und diese werden auch von meiner Handwerkskammer geprüft und auch verlangt diese Kosten auch eine Menge Geld deswegen finde ich nicht das das eine Lizenz zum Gelddrucken ist ( Muss ein guter Rat umsonst sein?!)

Und dass die öffentliche Bestellung und Vereidigung ein Gütesiegel ist brauchen wir jawohl nicht zu diskutieren denn sie wissen bestimmt das der Titel Sachverständiger nicht geschützt ist und sich jeder Sachverständiger nennen kann wie z. B. Sachverständiger für das öffnen von Streichholzschachteln.

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | | 04.05.05

Schwarze Schafe


Hallo miteinander,

mir ist auch schon etwas Schwarzes mit Gütesiegel untergekommen, auf Empfehlung meines Rechtsanwalts. Nach anschließender Fach-Diskussion hat er allerdings auf das Erstellen einer Rechnung verzichtet.

Liebe Grüße aus BS

Bernd


anonymus | 04.05.05


@ Lieber Andreas Vollack,
manchmal ist es gut, wenn man seinen eigenen Beitrag nochmals durchliest, bevor man ihn ins Netz stellt.
Außerdem hat hier jedes Community-Mitglied sein eigenes Gästebuch, in dem man Kritik anbringen kann. Denn dies hat rein garnichts mehr mit der Eingangsfrage von Familie Zimmermann zu tun.
Wohlwollende Grüße nach Hann.Münden
D.Fr.
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dipl.-Restaurator (akad.) | | 04.05.05

Unter schon wieder habe ich in ein wenig überreagiert!!


Ich möchte mich erstmal entschuldigen.
Aber wenn ich so ein Beitrag lese konnte ich heute Morgen nicht mehr an mich halten.
Und des weiteren möchte ich auch klarstellen das ich nicht der einzige gute Fachmann hier im Forum bin. Ich glaube aber doch das ist kein so schlechter Fachmann bin und meine Ausbildung als Zimmerer Meister und die ständige Fortbildung wie z. B. durch Lehrgänge und oder auch die öffentliche Bestellung und Vereidigung als Sachverständiger habe mich eine Menge Zeit Geld und Nerven kostet deswegen kann ein Gutachten nicht umsonst bzw. für wenig Geld zu bekommen zu sein ( Geld ist aber auch manchmal relativ).
Und das mit den freien Sachverständigen und den öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen ist ein ständiges Leidende Streitthema.
Man sollte aber dafür ausgehenden wenn man einen öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen beauftragt das man dann unparteiisch und dass es ganz wichtig ein neutrales Gutachten bekommt.
Und dass es auch schwarze Schafe unter uns öffentlich bestellte und vereidigten Sachverständigen gibt bin ich mir ganz sicher aber wenn einem Kunden zu was passiert sollte er doch dieses bei der Handwerkskammer oder Industrie und Handelskammer anzeigen damit sowas nicht nochmal passieren kann den dieses ist seinen gutes Recht


Mitentschuldigenden Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | | 04.05.05

ich versteh das nicht


hallo
@Herr Vollack
die Frau Ingenkamp hat sich doch überhaupt nicht negativ über Sachverständige ausgelassen - sondern nur aus Ihrer Erfahrung geschrieben - Sie hatte doch positiv über ihren SV geschrieben.

Ob die Ausbildung nun teruer, zeitaufwändig und sanst was war und ist, bezweifelt auch keiner.

Nur der Herr Zimmermann mit Frau :-) hat warscheinlich jetzt nicht viel davon, wenn wir über Grundätzlichkeiten und über weiße und schwarze Schafe schreiben.

Die wollten und wollen nur wissen:
Wer macht sowas in Südhessen / im Kreis Bergstrasse??

Nicht mehr und nicht weniger!

Kriegsbeil begraben und Friedenspfeife rauchen!

Gruß aus Nürnberg

Florian Kurz
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 04.05.05

Entscheidend ist, wie weit der Sachverständige kompetent ist,


sonst nix. Dazu einige Tipps auf dem Link, ansonsten - wer das Haus nach EnEv zu vergewaltigen rät, ist kein Sachverständiger und nicht ehrlich, da er die EnEV-Ausnahme-§§ 16, 17 verschweigt.


http://www.konrad-fischer-info.de/3gutacht.htm



http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 26.05.05

Gutachten-Bilder aus der Bilddatenbank: