Rückbau altes Landhaus.......aber wie?

Hallo,
wir stehen vor einem kleinen Problem. Wir wollen im Herbst einen Neubau beginnen in dem wir viel historisches Material verbauen wollen. ( Balken,Reichsformat, Dielen Türen usw....)
Jetzt steht auf dem Grundstück noch ein altes Landhaus, aus dem wir das Material beziehen. Um soviel Material wie mögl brauchbar zu erhalten,wollen wir es selbst abtragen. Sind um jeden Tip und Ratschlag dankbar. Gibts dafür ein spez. Rezept,bzw. Vorgangsweise?
STEIN AUF STEIN...............
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| 03.02.11

Mein Tipp:


tragende Bauteile erst zum Schluß ausbauen, sonst fällt alles zusammen !!! Im Ernst: war nur Spasss. Aber was soll man auf Ihre Frage antworten ?
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 03.02.11

das dacht ich mir..........


meinte eher die vorgehensweise ;-))
erst Dach runter bis nur noch die Trägerbalken stehen?Dann diese abheben........
Dann Mauerwerk abtragen.......dieses dann Stockwerkweise wiederholen?
STEIN AUF STEIN...............
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| 03.02.11

Genau !


Wie beim Aufbau, nur umgekehrt. Der einzig brauchbare Tipp, der mir dazu einfällt ist: beim Abbruch von Mauerwerk oder beim Abdecken des Daches nicht zu viel Material auf den Zwischendecken lagern. Beim Neubau sind diese i.d.R. mit 2,5 kn/m2 = 250 kg/m2 belastbar, beim Altbau würde ich das nicht unbedingt ausreizen. 1 m2 Ziegel, 2 Lagen hoch kann da schon zu schwer sein.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 03.02.11

hallo, ein Bild wäre gut,


dann könnte man mal etwas grobe Ideen ablassen. So ist das doch etwas arg im Trüben gestochert.

Gruß J.
Hauptsache alles ist schön
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| 03.02.11


Danke......Innenansicht Dachboden....da werden wir wohl irgendwie starten ;-))
STEIN AUF STEIN...............
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| 03.02.11


die Träger lassen wir wohl am längsten stehen.....
STEIN AUF STEIN...............
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| 03.02.11

Abriss


Ich empfehle Ihnen damit eine Abrissfirma zu beauftragen.
Für Sie als Laien wird das zu gefährlich.
Ich hoffe, Sie haben dafür eine Abbruchgenehmigung erwirkt.
Vergessen Sie nicht, den Beitrag an die Berufsgenossenschaft für die Unfallversicherung zu zahlen!

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 04.02.11

Ist das Ganze...


...nicht vielleicht doch sanierbar?

Die Verwendung alter Baumaterialien beim Neubau ist Euch wichtig, vermutlich der Optik und des Handwerklichen, das alte Baumaterialien ausstrahlen, wegen. Das fände sich natürlich recht gut im vorhandenen Gebäude...

Ob der Neubau mit alten Komponenten so schlüssig wirkt, oder die alten Teile wie aufgepapptes Dekor daherkommen? Ich hab beides schon gesehen.

Stell doch 'mal ein Foto vom Haus ein.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 04.02.11


Aus Gründen, die durch Ihre Fragen gut illustriert werden, ist ein solches Vorhaben - Rückbau in Eigenarbeit - in NRW ausdrücklich verboten, was heißt, das es Geld kostet.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 04.02.11

Moin,


hängt erstmal davon ab, wieviel helfende Hände zur Verfügung stehen, sach ich.

Im Prinzip(!!!) steht Fachwerk + Dach von alleine, also erst Wände und Decken raus = es bleibt dir trockener Lagerraum bis zum Schluss.....

Alles weitere hängt auch vom Grad der Wiederverwertung ab, gerade was die Balken und ihre Verbindungen angeht.

Zimmermann fragen!

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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| 04.02.11


Danke.......... eigentlich wollen wir uns das Geld für eine Abrissfirma sparen. Außerdem denken wir, dass dabei zu viel kaputt gehen kann. Der Abriss ist bereits genehmigt. Aus verschieden Gründen wollen wir hier keine Fotos von der Außenansicht reinstellen. Nur soviel, das Haus hat die Maße 20x17m, ohne Keller u ist zum großen Teil mit Reichsformat gemauert.
Freuen uns auf weitere Tipps............
STEIN AUF STEIN...............
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.02.11


Die Unfallgefahr ist bei solchen Arbeiten wirklich nicht zu unterschätzen. Wenn Sie ein Team mit einem Hydralikbagger finden, das mit dem Rückbau umgehen kann (keine Rambos), können Sie die eingesparte Zeit für sinnvollere und weniger gefährliche Arbeiten einsetzen.
Selbstverständliche sollen Sie Türen und dergleichen vorher ausbauen, aber spätestens wenn ans Tragende geht, würde ich die Profis ranlassen.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.02.11

Vorsicht!


Auf einem Bild sind Wellasbestplatten zu sehen - von einer Fachfirma abbauen lassen.

Viele Grüße
Alles ist erhaltenswert
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Holzbau Schobig | | 05.02.11


Hallo, glaube Sie täuschen sich, in dem Bau sind keinerlei Wellasbestplatten verbaut. Was meinen Sie genau auf dem Foto?
Den Kamin?
STEIN AUF STEIN...............
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 05.02.11


Auf dem zweiten Bild rechts, da wo ein Brett des Unterdaches fehlt.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 05.02.11

Verbogene Welt!


Sie schreiben von sich:
DIE GEFAHR DES GUTEN IST IMMER DAS BESSERE
und dann noch:
Begeistert von Altem, Rustikalem…

Warum muss es dann daran glauben: das Alte?

Ich denke eher, dass die Gefahr des Guten nicht unbedingt das Bessere ist, sondern manchmal auch die Unwissenheit, die Dummheit, Arroganz oder Ignoranz.
Es wird mehr altes tradiertes Kulturgut aus Überheblichkeit etc. vernichtet als aus dem "Besseren".

Ich finde es immer gut "alte" Materialien zu verwenden - aber warum muss man dafür immer vorher etwas kaputt machen?

Ich verstehe da oft die Argumente nicht!

trotzdem

Alles Gute

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 11.02.11

Rückbau-Bilder aus der Bilddatenbank: