Fachwerk.de - Loch in Brauchwasserrohr untem Haus

Hilfe!
Vor eingen Wochen habe ich ein altes Haus (teilweise Fachwerk) gekauft. Nun hat ein Handwerker mit einer Sonde im Abwasserrohr des Brauchwassers ein Loch (Faustgroß) entdeckt in das ein Großteil des Wassers verschwindet. Das Loch befindet sich ca. 50 cm unter dem Haus. Die Rohrleitung ist aus Beton.
Der Handwerker meinte wir müssten den Boden (im Haus) bis Rohr öffnen und dann das Rohr austauschen. Kostenpunkt ca. 1000,- €. Ein andere Handwerker meinte, das wäre nicht dramatisch, da das Wasser im Boden versickere.
Unser Dorf liegt auf einem kleinen Hügel.

Wie gefährlich ist solch ein Loch wirklich?
Gibt es noch eine Alternative zum öffnen des Bodens?

Hat jemand Erfahrungen? Tipps?
Vielen Dank
Rainer


Rainer | 19.01.07
Naja,
die zuständige Wasserwirtschaftsbehörde wird das wahrscheinlich anders sehen und von fahrlässiger Grundwasserverschmutzung oder so reden. Klar, die müssen das erst mal raus bekommen.

Ich würde es aber schon auch aus Umweltschutzgründen sanieren lassen.

Zumindest im industriellen Bereich gibt es auch andere Verfahren, für die man nicht alles aufbuddeln muss.

Viele Grüße
Stephan
keine Panik!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Stephan Schöne | 19.01.07
Wie jetzt?
Abwasser im Haus ist nicht dramatisch? Da wird hier viel diskutiert wie den Keller Trocken bekommt, wie es zu aufsteigender Feuchtigkeit und Salzbelastungen kommt und wie man sicherstellen kann dass die kalten Bodendielen bei Dämmung nicht feucht werden. Doch jetzt behauptet ein Handwerker dass das Versickern von einem Großteil des Abwassers im Haus nicht dramatisch wäre!

Na gut heute und morgen passiert nicht gleich etwas. Aber das muss gemacht werden. Nun könnten sie Glück haben, dass der "Sickerschacht" unter ihrem Haus recht günstig ohne mit dem Fundament in Berührung zu kommen den Berg hinunter fließt. Würde ich mich aber nicht darauf verlassen. Weiterhin führt so was mit der Zeit zu Setzungserscheinungen des Hauses. Auch wird durch den Boden unter ihrem Haus das Abwasser so zu sagen gefiltert. Das heißt, es bleiben Bestandteile des Abwassers im Boden zurück. Diese werden dann durch Bakterien usw. mit der Zeit abgebaut. Dies führt dann zu recht unschönen Gerüchen. Nicht so extrem wie ein Komposthaufen aber in die Richtung. Dies kann allerdings recht lange dauern. Gerade wenn es 50 cm in der Erde ist. Wenn sie es aber erst mal riechen, dann können sie Erdmassen (ein paar Eimern werden da nicht reichen)unter ihrem Haus herausschaffen und theoretisch entsorgen lassen(ggf als Sondermüll).

Wenn Sie es reparieren (lassen), dann überlegen sie vielleicht ob sie gleich komplett neue Rohre verlegen? Kommt auf lange Sicht billiger!

Aber das sind nur die Ansichten eines Nicht-Profis.

Gruß

Marko
...und immer an der Zukunft bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Marko Lindner | 19.01.07
Nicht verharmlosen!
Sie können sich leicht Teile des Fundamentes ausspülen, die dann plötzlich absacken und Ihr Haus stark gefährden.
Ist von der Baugrundbeschaffenheit abhängig, aber nie ungefährlich.

Alles Gute
Die Alten haben sich schon was dabei gedacht...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Jan F. Schubert | 19.01.07
und Methan
und ich möchte dann noch anfügen, dass sich auch Faulgase bilden können ... Methan u.a. Das könnte sich im Keller ansammeln und ... bumm (na ja, dazu Bedarf es schon einiger Mengen).

Bei mir hatte auch ein Abwasserrohr einen Riss, hat mich den ganzen Fussboden gekostet (Befall der Balken und Dielen mit Holzwürmern ohne Ende, beginnende Pilzbildung).

Vielleicht kann man ja ein Innenrohr einziehen? Ansonsten: auf den Rat des Handwerkers hören.

Grüsse (hej Jan, hej Marko)
Stefan
Let the children play
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Stefan | 20.01.07
Hallo Stephan.
Den zweiten Handwerker schickst Du mal fix in die Wüste, und holst ihn da auch nicht wieder weg...Brauchwasser: Seife, Lösungsmittel, Speisereste, Shampoo, WC-Reiniger, diverse "alte Bekannte" und so fort. Das willst Du doch nicht alles unter Deinem Haus versickern lassen, oder? Außerdem ist das verboten, Du bist dazu verpflichtet, die Abwasserleitungen in Ordnung zu halten, damit nichts ins Grundwasser gelangen kann. Zu den Instandsetzungsmöglichkeiten: In-Line-Verfahren wird wohl nicht klappen, bei der Größe des Loches. Also entweder den Boden öffnen und sanieren, am besten dann gleich alles, weil der Übergang von Beton auf PVC schwierig zu bewerkstelligen ist. Kann man die Leitung nicht außerhalb des Hauses komplett neu Verlegen lassen? Nur mal als Anregung...Beiß in den sauren Apfel, laß es ordenlich machen, und schlafe fortan mit ruhigem Gewissen. Gutes Gelingen wünscht Mario Albrecht
Eigene Selbstschuld...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Mario Albrecht | 20.01.07

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