Fachwerk.de - Massivholzdiele Robinie - giftig ???

Hallo, nachdem ich mich für Massivholzdielen aus Robinie für den gesamten DG-Ausbau (70 qm) entschieden habe, habe ich heute im Internet gelesen, daß das Holz giftig sei und man beim Verlegen - sprich sägen und Schleifen - entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen soll. Hat jemand hiermit Erfahrung? Wie ist es, wenn der Boden fertig verlegt ist? Für schnelle Antworten wäre ich dankbar, ich habe die Dielen bereits bestellt...
Eile mit Weile - nicht immer machbar!
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Kathrin Gayko | 11.06.07
Robinie
RobinieHallo Kathrin

Die Robinie enthält vorwiegend in ihrer Rinde giftige Eiweiße, sogenannte Toxalbumine.
Vor allem Kinder, die Rinde oder Samen kauen sind hier gefährdet, auch deshalb, weil die Rinde süßlich riecht und schmeckt. Die ersten Symptome einer Vergiftung können bei Verzehr von 4 Samen schon nach ca. 1 Stunde auftreten. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen, Krämpfen und Durchfall. Der Patient leidet unter Schwindel und starker Müdigkeit, auch die Pupillen können sich weiten. Als Erstmaßnahme wird die Einahme von größeren Mengen medizinischer Kohle empfohlen (~1g/kg Körpergewicht).

Beim Bearbeiten des Holzes kommt es nur in seltenen Fällen durch Einatmen des Staubes zu Vergiftungen. So gilt es trotzdem beim Schleifen und Bearbeiten von Robinie, wie auch bei allen anderen Hölzern, die Regeln des Arbeitsschutzes einzuhalten.

Also bitte Atemschutz benutzen, denn in der Lunge hat außer der reinen Luft nichts anders zu suchen. Nach Abschluß der Arbeiten kannst du das Holz natürlich vollkommen unbedenklich als Bodenbelag nutzen.

Gruß

L. Parisek
Mutabor
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PARISEK saniert GmbH & Co KG | L. Parisek | 11.06.07
Dem schließe ich mich
vollinhaltlich an.

Übrigends: Das Altern der Robinie (schöner warmer Braunton) kann durch Räuchern mit Ammoniak, ähnlich wie bei Eiche, befördert werden.

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 11.06.07

Ergänzend noch, falls Sie selber Schleifen wollen:
Atemschutz mit Partikelfilter Schutzstufe P2 bzw. FFP2 benutzen, geeignet für Einsatz beim Verarbeiten von krebserregenden Stoffen wie z. B. Eichen- oder Buchenholzstäuben, Fasern von Mineralwolle oder Asbest sowie Rauche. Bis zum 10-fachen des Grenzwertes MAK.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies
P.S.: Thomas hat natürlich recht, aber hantieren Sie bitte nicht selber mit Ammoniak rum. Das Räuchern sollte schon
gekonnt sein.
"Alles ist ähnlich, nichts ist gleich. Und diese feine Vielfalt erzeugt Identität." (Caminada)
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Techniker der Baudenkmalpflege | Bernd Kibies | 11.06.07
Robine - giftig? - wird nun doch verlegt!
Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben. Nach Euren Antworten habe ich mich relativ beruhigt entschieden, die Robinie doch zu verlegen. Wir haben drei kleine Kinder, da überlegt man halt etwas genauer (aber die sollen ja auf dem Boden spielen und ihn nicht essen!). Vielen Dank! Kathrin
Eile mit Weile - nicht immer machbar!
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Kathrin Gayko | 11.06.07
tach
alle giftstoffe werden beim Verarbeiten rausgenommen...
lol


lol-man 24 | 25.05.09

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