Fachwerk.de - Was ist das für ein Bodenbelag auf den Holzdielen - alles rausreißen?

Hallo Zusammen,

wir haben kürzlich ein Haus Baujahr 1950 gekauft.

Überall im Haus sind Holzdielen, die in einem guten Zustand sind, nur leider mit einem Kunststoffbodenbelag überklebt wurden.

Der Kunststoffbelag hat ein grau-weiß gekräuseltes Muster. Darunter ist so ein braunes Gewebe wie Kokosfaser, das fest mit dem Kunststoff verbudnen ist. Das verglimmt auch wenn ich ein Feuerzeug dranhalte. Der Kleber ist mineralisch und platzt in kleinen Stückchen ab wenn man mit dem Hammer draufhaut.

Wir stehen jetzt vor der folgenden Fragen:

Wir würden gerne die Dielen Freilegen und abschleifen, aber:
- es ist sehr mühsam den Kleber mit dem Hammer zu entfernen,
- außerdem habe ich gelesen, dass früher Kleber eingesetzt wurden, die evtl. Asbest enthalten.

Was noch dazu kommt ist, dass die Böden jetzt dran sind. Viel Zeit für langwierige Überlegungen haben wir nicht.

Ich habe schon überlegt in den weniger "wichtigen" Räumen den Kunststoffbelag draufzulassen. Aber was ist das? PVC? Als wir den Belag im Flur herausgerissen haben, hat es wirklich übel (stechend) gerochen. Das kam von dem Gewebe unter dem Kunststoff.

In erster Linie ist es mir wichtig, in gesunden Räumen zu leben. Wie können wir das am besten herstellen?

Die Dielen rauszureißen fände ich wirklich zu schade! Dann schon lieber nur den Kunststoffbelag raus und eine Ausgleichsmasse drauf. Aber welche Masse - und welche Endbeschichtung, die einigermaßen preisgünstig ist???

Grüße,
Jörg
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Jörg Negtra | 29.04.08
Foto Kunststoffbodenbelag
Foto KunststoffbodenbelagHier ein Muster vom Bodenbelag
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Jörg Negtra | 29.04.08
2. Foto
2. FotoUnd so siehts unter der Kunststoffbeschichtung aus. Auf dem Foto sieht man zum Teil die Dielen auf denen der mineralische Kleber schon entfernt wurde.

Im unteren drittel des Bildes erkennt man die braunen Fasern, die unter die mit der Kunststoffschicht des Bodenbelages verbunden sind.
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Jörg Negtra | 29.04.08
Asbesthaltiger Kleber
Hallo Jörg Negtra,

Wenn Sie den Verdacht haben , das Im Kleber Asbest enthalten ist, würde ich das überprüfen lassen. hier ein Link:
www.asbesttest.eu . Oder fragen Sie einmal in einer Apotheke nach.
Asbestfasern in der Raumluft sind gefährlich.

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
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Architekturbüro | Robert Göbel (Dipl. Ing . FH) | 29.04.08
Bodenbealg
Hallo

schaut nach einfachem Linoleum aus.
Welcher Kleber verwendet wurde, kann man nicht sagen, oft war es ein Kleber, der mittlerweile seine "flüchtigen" Bestandteile verloren hat und darum spröde wird mit der Zeit (50 Jahre).

Boden rausreissen oder drinnen lassen!

Ersteres: Viel Arbeit -aber evtl. schönen Dielenboden nach dem Abschleifen.
Den dann mit Leinöl einlassen oder wenn notwendig mit Kreidezeit Grundierung und Hartöl behandeln. entweder dort (Kreidezeit) nachschauen oder bei (www.leinölpro.de) informieren.

Viel Erfolg
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | Florian Kurz | 30.04.08
Für einige Walzenschleifmaschinen...
... gibt es HM-Bestückte Walzen, die sollten damit fertig werden.

Ist das faserige Zeugs vielleicht einfach eine aufgeklebte Rohfilzpappe?

Von asbestbelasteten Klebern habe ich noch nichts gehört. Solltest Du da etwas in Erfahrung bringen, wäre eine Info schön.

Auf Leinöl pur würde ich im Bodenbereich grundsätzlich verzichten. Auf hellen Hölzern sowieso, der sich entwickelnde starke Gelbton findet nur wenige Freunde. Außerdem trocknet es wesentlich langsamer als Hartöl für Fußböden, zusammen mit den auf harzhaltigen Hölzern möglichen Trocknungsverzögerungen kann das sehr aufhalten.

Eine Grundierung ist unter Fußbodenhartölen nicht erforderlich, ich habe beste Erfahrungen mit den Produkten von Naturhaus und Natural gemacht, letztere haben auch ein sehr gutes Heißverfahren für besonders strapazierfähige Oberflächen.

Gutes Gelingen

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 30.04.08
Abschleifen geht nicht immer
Ich habe mir eine Schleifmaschine ausgeliehen. Nach drei Stunden Arbeit für drei Quadratmeter im Flur habe ich das Schleifen aufgegeben. War immer noch nicht fertig. Das hat eine Riesen-Sauerei gegeben (Staub). Der Kleber ging relativ leicht runter. Die Dielen sind aber äußerst störrisch.
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Jörg Negtra | 06.05.08
Nachtrag
Bezüglich Asbest habe ich mich bei verschiedenen Leuten informiert und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass der Kleber höchstwahrscheinlich keines enthält.

Als Vorsichtsmaßnahme habe ich mir eine sehr gute (Vollgesicht - Gummiprofil über Mund und Nase) Feinstaubmaske angeschafft, die ich mittlerweile schon öfter benutzt habe. Eine solche ist bei staubigen Arbeiten sehr zu empfehlen.
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Jörg Negtra | 30.05.08
Was war das...
...für eine Schleifmaschine, Teller oder Walze?

Grüße

Thomas
Mut zum Holz
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Restauratio GmbH | Thomas W. Böhme | 31.05.08

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