welcher Putz ist der "Richtige"

Hallo Leute,

habe gerade ein Haus von 1900, das mit Bruch-/Sandsteinen gebaut ist, gekauft. Habe den alten Putz entfernt und nun stellt sich für mich die Frage, welcher Innenputz sinn macht. Soweit ich weiß müssen die Steine "Atmen" können, also muss ein Diffusionsoffener Putz verwendet werden. Ich hab mir sagen lassen, dass Lehmputz am Besten wäre aber der ist recht Teuer und ich hab ca. 700m² Wandfläche, die ca. 6cm dick verputzt werden müssen.
Was kann ich noch verwenden, welche Erfahrungen habt ihr?
Gibt es noch ne andere Möglichkeit, als Putz?

Vielen Dank im Voraus.

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

verwenden


könntest Du noch Kalkputze mit entsprechenden vorbereitenden Maßnahmen. Wurde hier schon oft (!) beschrieben.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

Was heisst teuer,


man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ich kann doch für den Preisvergleich nicht ein völlig ungeeignetes Material als Basis nehmen.
Als geeignete Putze stehen hier lediglich Lehm- und Kalkputz zur Verfügung. Bei den Putzstärken ist ein mehrlagiger Auftrag mit entsprechenden Trocknungszeiten erforderlich. Bei beiden Arten werden die Kosten vergleichbar sein.
Wenn man natürlich den ungeeigneten Maschinengipsputz als Referenz ansetzt, ist das teuer.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 25.11.09

...


...es soll kein ungeeignetes Material verwendet werden, das geht ja aus meiner Frage schon hervor!
Habe nach einer Alternative für den Lehmputz gefragt, ob es günstigere Putze gibt, die auch den Zweck erfüllen und nicht mehr kaputt, als ganz machen!
Welche Alternativen habe ich denn sonst noch?

MfG
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

Warum


denn 6 cm ?

Bei diffusionsoffener Putzen kommen nur Kalk oder Lehmputze in Frage.

Der Lehmputz hat wenn er richtig eingestellt hat den Vorteil das er einlagig in großen Schichtdicken aufgeftragen werden kann.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 25.11.09


Du kannst natürlich Isolierputz auf Mineralbasis (z.B. mit Perlit) nehmen. Es gibt viele Anbieter.
Aber warum stellst Du Dir die Frage erst, nachdem Du den Innenputz abgeschlagen hast? 700 m2 Innenwandfläche sind ja schon nicht mehr ein ganz kleines Gebäude, für so ein Projekt würde man doch vorher ein Sanierungskonzept einschliesslich Materialwahl und Kostenvoranschlag machen.

Für das Wohnklima ist ein wärmedämmender Aussenputz viel besser. Wenn es das Haus wert ist, dürfte das über die Lebensdauer gerechnet nicht teurer sein als ein "modernes" WDVS - von dem niemand weiss, wie es altert - von den bauphysikalischen Eigenschaften mal ganz abgesehen. Die Quadratmeterpreise allein sind nicht das einzige Kriterium.
An weiteren Kosten kommen beim Aussendämmputz leider noch Anpassungen der Fenstergesimse, Fensterläden, Dachfallrohre usw. hinzu.
Falls es Fördermittel geben sollte (nachfragen!), muss man die immer vor Beginn der Arbeiten beantragen.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

@ jens


.... es ging um Innnenputz !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

Alternative


Zum Punkt und zu Deiner Frage. Es gibt eine Alternative zum Lehm und wie Olaf und das Maurer schon gesagt haben ist diese Kalk.

Viele Grüße
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.09

und den Luftkalkmörtel


könnte man mit 1 : 3 Weißkalkhydrat : Sand am billigsten auch selber herstellen.

Er trocknet auch besser als Lehmputz und mag kalkgetüncht nicht beschimmeln.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 25.11.09

.....


...vielen Dank, für Eure Antworten!
Kann mir jemand Hersteller solcher Putze nennen?
Gibt es eine genaue Anleitung, wie man so einen Kalkputz selbst herstellt und was man hierzu alles benötigt?

Ist es eigentlich möglich, dass man als "nicht Fachmann" z.B. eine Wand ca. 3m x 5m (6-8cm Putzdicke) selbst verputzt, ohne Maschine usw.?
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Sumpfkalk selbermischen oder fertigen historischen Kalkputz


Im Fachwerkbereich mische ich mir den Putz mit Sumpfkalk, Stuckhaaren und Sand i.d. R. selber. Es gibt auch guten fertigen Kalkmörtel nach historischem Rezept. Da ist es für einen Laien einfacher ein gleichmäßiges Material hinzubekommen. Konkrete Hinweise gebe ich gerne auf Anfrage.
Gunther
Natürlich Bauen und Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Glöckner Naturbaustoffe | | 26.11.09

Selbermachen


ist keine Apotheker-Kunst und wesentlich billiger. Es muß auch kein teurer Sumpfkalk sein, der wurde auch früher nur fürs feine Weißeln gebraucht.

Weißkalkhydrat CL 90!
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 26.11.09

Putzstärken von 6-8 cm


Hallo,

bei Putzstärken von 6-8 cm, und bei einer Fläche von 700m2, würde ich Ihnen zu einem fett eingestellten Lehmputz raten. Den können Sie in einem Arbeitsgang 3-4 cm stark auftragen. Nach dem Trocknen dieses Unterputzes käme dann als Oberfläche ein zweilagiger, armierter Lehm- oder Kalkputz in Frage.
Wenn Sie die Arbeiten selber erledigen wollen, würde ich Ihnen raten eine entsprechende Maschine zum Auftragen des Lehmputzes auszuleihen. Damit kriegen Sie die Putzstärke relativ einfach gleichmäßig hin. Bei der Menge würde sich das sicher lohnen.

Grüße
Remke
Architekur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Mitglied der Fachwerk.de Community
REMKE - ARCHITEKTUR UND INGENIEURLEISTUNGEN | | 26.11.09

...


...habt Ihr ne Adresse, von einem Hersteller/Lieferanten solcher Putze?
Wie nennt sich so eine Maschine, zum auftragen von Putz?
Ist diese einfach zu bedienen?
Wenn man einen Teil der fläche verputzt hat und muss aus Zeitgründen abbrechen, kann man dann einfach am nächsten Tag weiter machen?

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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| 26.11.09

Putzmaschine


Hallo,

ich kenne die Maschinen einfach als Putzmaschine. Bitte mal googlen, da gibt es Bilder und bestimmt auch Adressen in Ihrer Umgebung. Die Bedienung ist nicht kompliziert.
Hersteller solcher Putze sind beispielsweise die Firmen Claytec oder Lehmkontor.
Arbeitspausen sind bei Lehm eher unproblematisch.

Gruß
Remke
Architekur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Mitglied der Fachwerk.de Community
REMKE - ARCHITEKTUR UND INGENIEURLEISTUNGEN | | 26.11.09


@Olaf aus Sachsen:
ja, es geht um Innenputz, hab ich schon begriffen.
Hast Du meinen Beitrag einschliesslich Fragen ganz gelesen?

700 m2 in 6cm Dicke gibt 42 Kubikmeter Material?
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Putzmaschinen leihen


macht nicht jeder. Ist auch nicht ganz so einfach.
Vielleicht findest Du einen Handwerker, der Bereit ist sich incl. Maschine zur Verfügung zu stellen. Dann hast Du einen Fachmann vor Ort, der sich auskennt. Alleine würde ich das auf keinen Fall versuchen.
Bei der Menge Material sollte in jedem Fall eine gute Truppe zur Verfügung stehen um mal so locker diese Menge Lehm zu verarbeiten.
[1 Tonne trockener Lehm reicht für ca. 50 m² in 5 mm Stärke = 1 to x 14 = 700 m² in 5 mm x 12 = 84 tonnen für 60 mm. Wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe] Das ist schon ordentlich und nicht in kurzewr Zeit zu verschaffen!
Du kannst auch einen Teil "steinsichtig" verputzen. Dann brauchst Du nicht so viel Material und es kann auch schön aussehen. Besonders im Kontrast zu ebenen Flächen.
Wo ist denn das BV?
Gunther
Natürlich Bauen und Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Glöckner Naturbaustoffe | | 26.11.09

Innenputz


Wieso eigentlich Innenputz mit 6 cm Stärke?
Wieso nicht die üblichen 10 bis 15 mm?

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 26.11.09

Und warum nicht


gleich 10 bis 15 cm? Wer hat, der hat, und wer ko, der ko!

Wobei es wahrscheinlich um den Ausgleich von Unebenheiten geht. Und die guten Leutchen vielleicht keine Ahnung haben, was es da außer Putzschwarten für sinnvolle Alternativen gäbe.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 26.11.09

...


...damals wurde nicht so genau gearbeitet, mit den Steinen! Um die Wände so gut es geht ins "Blei" zu stellen muss an manchen Stellen bis zu 10cm Putz aufgetragen werden. Die 6cm hab ich so als Durchschnittsdicke (Putzauftragung) ausgerechnet.
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Putzstärken


Warum wollen Sie unbedingt genau senkrechte und ebene Flächen?
Sie haben einen Altbau mit Natursteinmauerwerk, also stehen Sie auch dazu und versuchen Sie bitte nicht, Ihr Haus innen wie einen Neubau aussehen zu lassen.
Nur bei einzelnen Wänden, wo die Ebenheit und Flächigkeit notwendig ist, können Sie dann auch als Kontrast zum Bestand Ebenheit in Lot und Flucht herstellen.
Das geht bei Innenwänden auch mit Vorsatzschalen aus Trockenbauelementen.
Ansonsten folgen Sie mit dem Putz einfach der Wandoberfläche und achten Sie nur auf eine etwa gleichmäßige Dicke.
Das spart Geld, Zeit und vermindert drastisch den Wassereintrag in Wänden und Fußböden.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 26.11.09

@georg böttcher


Sag ich doch!
Natürlich Bauen und Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Glöckner Naturbaustoffe | | 26.11.09

Putzstärken


Dem Beitrag von Herrn Böttcher ist nichts hinzuzufügen. Tun Sie sich den Gefallen, und leben Sie mit den "krummen" Wänden. 10cm Putz aufzutragen ist, gelinde gesagt, Unsinn.

Viel Erfolg,
beste Grüße
Remke
Architekur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Mitglied der Fachwerk.de Community
REMKE - ARCHITEKTUR UND INGENIEURLEISTUNGEN | | 26.11.09

...


...es ist schon klar, dass die Wände nicht 100% gerade werden, ist technisch auch nicht möglich, bei diesem Bau!
Ich hab es schon mit einbeozogen, ein gesundes Mittelmaß zu finden. Trotzdem ist es diese Dicke, die im Schnitt aufgetragen werden muss. Menn man es nicht "einigermaßen" gerade macht, dann hat man ja um so mehr Probleme mit den Fuß- und Deckenleisten!
Von davorstehenden Wänden wurde mir abgeraten, weil dann im freien Raum die Luft steht und dann für Zirkulation gesorgt werden muss. Was sagt Ihr hierzu, ist das so richtig?
Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Selbstverständlich keine Schichttorte,


die wird innen naß. Und selbstverständlich die Fußleisten den krummen Wänden anpassen, nicht umgekehrt. Unglaublich, wie schwierig das Einfachste ist! ;-)
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 26.11.09

Innenputz


Lieber Fragesteller!
Irgendwie habe ich das Gefühl, das Sie nicht an Ratschlägen in der Art interessiert sind, die Sie hier erhalten.
Zuerst waren es 6 cm, jetzt 10 cm, "weil damals nicht so genau gearbeitet wurde"
Das ist Quatsch, auch um 1900 wurde lotrecht und in Flucht gemauert und geputzt.
10 cm Toleranz halte ich für Unsinn.
Auch weil in den letzten 100 Jahren die Eigentümer dann schon für Abhilfe gesorgt hätten, wenn es so schlimm ist.
Wenn Sie solche Dellen in der Mauer haben, dann Kleben Sie die vor dem Putzen mit ein paar Ziegelschalen aus und Schluß.

Viele Grüße

p.s. Bei den Vorsatzschalen schrieb ich ausdrücklich von Innenwänden und nicht der Außenwand. Das sowas fachgerecht installiert werden muß, versteht sich wohl von selbst.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 26.11.09

...


...lieber Herr Böttcher,
natürlich lese ich interessiert die Ratschläge, die eingestellt wurden nur lesen manche eben meine Frage nicht richtig bzw. das, was ich zwischendurch schreibe, wie sie!
Das mit den 6 und 10cm können Sie ich ja nochmal durchlesen!
Sie können sich auch kein Urteil erlauben, wie gerade bzw. ungerade meine Wände sind. Definitiv gibt es Toleranzen von bis zu 10cm.
Das mit den Ziegelschalen wäre vielleicht eine Idee, aber dann brauche ich ja auch sehr viele, muss ich mal durchrechnen.
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

lieber emroko,


nur um dir klar zu machen, auf was Du Dich da einlässt mit selbermachen und so als Laie (ist nicht abwertend gemeint, in Deinem Beruf wirst Du Dich sicher 10x so gut auskennen wir wir hier):
Für das Putzen einer Wand ca 7x 3 m mit Mischung selber machen, Transport und Nachbehandlung (Filzen) aus Kalkputz braucht ein Putzer etwa 7 Stunden, als Anfänger mindestens das doppelte. Da Du nicht mal weißt, was eine Putzmaschine ist, wird es wohl auch damit etwas langsamer gehen.
Mein Rat - hole Dir jemanden d a z u, der Putzen kann und es Dir zeigt sowie Dir sagt, ob es lohnt, garade zu putzen oder ab man sich der Wand richte. Nach dem ersten Zimmer (Abstellkammer oder ähnliches) bist Du schlauer und kannst neu entscheiden. Die Frage nach dem Material mußt Du selber entscheiden, die Möglichkeiten wurden genannt. Nun ran an die Arbeit, geschrieben ist genug. Sonst bist Du zu Ostern noch nicht fertig .....

Im Übrigen sind bei Deinen Mengen etwa 40 Paletten Sackware notwendig - ich würde auf Sand+Weißkalk und etwas (!!) Zement umschwenken, für das gesparte Geld aber am Anfang einen Fachmann holen.
Außerdem: Ich denke: Ziegelschale = Dachziegel mit Mörtel aufkleben....

Ansonsten wünschen wir Dir viel Erfolg.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Meine Frage bleibt ...


war natürlich an emroko gerichtet, nicht an Olaf, Entschuldigung ...

Warum Innen- und nicht Aussenputz? Warum Materialwahl erst jetzt?

Manche Kaufen sich Häuser mit krummen Wänden, obwohl sie gerade und rechtwinklige Wände wollen. Viel Aufwand für wenig Effekt (was genau ist beim Wohnen besser, wenn alles gerade, rechtwinklig und im Blei ist?)
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

Bleifrei


ist doch modern, oddä?

Na ja, für jemanden, der aus der Platte kommt oder zur Platte strebt, vielleicht doch nicht so ...

Altbauten sind eben was für moderne Individualisten. Die anderen sollen halt neu bauen.
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 26.11.09

uneben


statt so etwas unebenes gänzlich zu Verputzen könnten man "vielleicht" ja auch eine Leichtlehmdämmung wählen, dann wirds gerade und dann kannste sauber "normal" verputzen. Ich weiß nur nicht ob Du ne Innendämmung gebrauchen kannst. Jedenfalss Kinderleicht zum Selbermachen auch für ungeübte (ok die Lattung sollte dann schon gerade befestigt werden) ;-)
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.11.09

...


...
an Olaf aus Sachsen: vielen Dank, für deine sehr gute Antwort, mit dieser kann ich echt was anfangen. Genau so hab ich es vor, hole mir zu beginn einen Fachmann und dann probiere ich einfach in der Abstellkammer. Dann kann ich immer noch entscheiden, wie es weitergeht!
Wie macht man das genau "Sand+Weißkalk und etwas (!!) Zement"? Macht das mit den Ziegelschalen sinn, spart das Zeit und Kosten?

an Herrn Paulsen: es geht um den Innenputz, das ganze hat mit außen nix zu tun. Kann die Bruchsteinwände ja nicht einfach so unverputzt lassen! Es hat sich jetzt erst herausgestellt, dass der Putz runter muss. Die Wände sollen ja nicht 100% gerade werden, ein gesundes Mittelmaß, mit dem ich "leben" kann soll entstehen!

an Huepenbecker: gerne würde ich innen dämmen aber man bekommt doch einen Luftraum hinter den Platten, der sich schlecht auswirkt, oder? Habe schon von kalziumsilikatplatten gehört!

vielen Dank, an alle!
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.11.09

Planung


Hallo,

für die (Er-)Klärung aller Fragen die Sie sich stellen sind normalerweise Architekten zuständig. Und wenn Sie sich einen aussuchen würden der über Erfahrungen im Altbau verfügt bekämen sie eine unabhängige Beratung mit allen Vor- und Nachteilen für die verschiedenen Varianten.

Sowas muss man natürlich bezahlen.

Eine vernünftige Planung / Beratung vor Baubeginn wird in jedem Fall Baukosten sparen, erst recht bei Ihrem Bauvolumen.
Da müssen Sie sich nun überlegen, wo Sie das Geld lieber ausgeben wollen.

Beste Grüße
Architekur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Mitglied der Fachwerk.de Community
REMKE - ARCHITEKTUR UND INGENIEURLEISTUNGEN | | 27.11.09

@emroko


Hallo, nee bei der Leichtlehmschüttung machst Du quasi eine Schalung vor das Mauerwerk und füllst dahinter z.B. mit einer Hanf Lehmmischung (Erdfeucht)und vedichtest leicht. Ist keine Luft dazwischen. die Schalng nimmt man sofort wieder weg. Nach dem trocknen der Schüttung kanst Du die dann einfach verputzen.

Viele Grüße
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.11.09

schön viele Antworten


Hallo,

was hält denn der Fragesteller einfach mal von der Idee, die Wände mit Lehmbauplatten zu verkleiden(Handhabung fast wie Gipskartonplatten) und diese anschließend zu verputzen. Daher weniger Material und weniger Aufwand als wenn 10 cm stark geputz werden soll.

Bei unserer Variante brauchst du nur die Lehmbauplatten auf ein Ständerwerk klammern und schon hast du eine fast ebene Wand. Die restlichen kleinen Unebenheiten gehen durch eine 5 mm starke Schicht Universallehmputz weg und schwupps gibt es eine gerade Wand die du dann mit Lehmfarbe, Lehmstreichputz oder Lehmedelputz farblich dir gestalten kannst.

Wenn dich das interessiert kannst du ja gern mal bei uns anrufen, wir beraten dich gern und erstellen Dir selbstverständlich auch ein Angebot incl. der Fracht zu Dir.

Liebe Grüße aus der wunderschönen Oberlausitz.

Jacqueline Hunger
Lehmdiscount-Handel mit Naturbaustoffen(Inh.M.Zähr
a
Mitglied der Fachwerk.de Community
Lausitzer Naturbaustoffe GmbH | | 27.11.09

Telefon vergessen


Hier die Tele-Nr. 035932-355 14 Lehmdiscount
a
Mitglied der Fachwerk.de Community
Lausitzer Naturbaustoffe GmbH | | 27.11.09

ob


eine Lehmbauplatte bei einem unebenen Untergrund das richtige ist??

Ich finde die Idee von Huepenbecker intessant, vorrausgesetz es wird eine zusätzliche leichte Wärmedämmung gewünscht. So lassen sind 2 Fliegen mit einee Klappe...

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 27.11.09

Warum nicht?


Ne Gipskartonplatte nimmste doch auf für sowas. Nur das ne Lehmbauplatte aus ökologischen Materialien besteht!
a
Mitglied der Fachwerk.de Community
Lausitzer Naturbaustoffe GmbH | | 27.11.09

Hohlraum


Was machen Sie dann mit dem Hohlraum hinter der Lehmbauplatte?
Architekur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand.
Mitglied der Fachwerk.de Community
REMKE - ARCHITEKTUR UND INGENIEURLEISTUNGEN | | 27.11.09

...


...vielen Dank, für die weiteren Beiträge!
an Herrn Huepenbecker: Die Methode der Leichtlehmschüttung hört sich für mich gut an, gibt es hierzu vielleicht ne Komplettanleitung, wie man dabei genau vorgeht und welche Materialien und Werkzeuge man benötigt?

an Frau Hunger: Ihre Idee hört sich auch sehr gut an aber auch hier bekommt doch einen Luftraum hinter den Platten, der sich schlecht auswirkt, oder? Gibt es da solche Abstandshalter zur Wand, um die Unterschiede auszugleichen?
Natürlich nehme ich aber auch gerne telefonisch mit Ihnen Kontakt auf.

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.11.09

Der bleibt


da muss nix dahinter! Die Unterkonstruktion muss halt nur so gestaltet werden, dass dann eine gerade Wand entsteht.
a
Mitglied der Fachwerk.de Community
Lausitzer Naturbaustoffe GmbH | | 27.11.09

Da sollte


aber auf jeden Fall was dahiter!!

Alles andere würde zum Bauschaden führen.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 27.11.09

also


ich habe hier einen ganz lieben Verarbeiter aus den Raum in Berlin, der hat mir was anderes gesagt. Wer will kann sich ja mit Ihm mal unterhalten, wenn mir nicht geglaubt wird.
Wenn Bedarf gebe ich gern die Nummer.
a
Mitglied der Fachwerk.de Community
Lausitzer Naturbaustoffe GmbH | | 27.11.09

Putzausgleich


Hallo,

Guck s du hier:

http://www.claytec.com/download/fachwerk-innendaemmung/3-1_innenschalen_aus_leichtlehm.pdf

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
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Architekturbüro | | 27.11.09

Hallo Fachwerkfreunde,


läuft das jetzt unter "Basteln für Anfänger"?
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 27.11.09

Leichtlehmschüttung


Du kannst auch mal bei Ziegelwerk Gruen googlen, die haben tolle Anleitung per Bilddokumentation.
Solltest nur nen Fachmann wegen den Deckenanschlüssen schauen lassen
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.11.09

Warum eigentlich nicht gleich Wasser reinschütten?


Wenn hier besonders feuchterückhaltende Biobaustoffe im Gespräch sind.

Das wäre bestimmt billig zu haben. Tauchsieder rein und schon ist das Heizungsproblem mit erledigt.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 27.11.09


>läuft das jetzt unter "Basteln für Anfänger"?

Klar, Sind ja bloss 700 m2, das macht sich in ein paar Wochenenden und ab und zu geht noch ein Feierabend drauf.

Vorschlag (nicht ganz ernst gemeint:) Pro Zimmer je einen der hier gebrachten Vorschläge ausprobieren, das bringt etwas Abwechslung in die Sache. Nach den ersten 300m2 wirds ja sonst vielleicht langweilig.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 29.11.09

Wer


schon mal mit z.B. Holzleichtlehminnenschalen gearbeitet hat weiß wie wunderbar das funktioniert und wie sicher diese Innendämmvariante eingestuft wird.
Wäre mal interessant warum Lehm als "feuchterückhaltend" eingestuft wird.
Das ist gerade zu absurd!
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 30.11.09

Wie hoch


ist die durchschnittliche praktische Ausgleichsfeuchte von Leichtlehm im Vergleich zu Ziegel und Kalkmörtel? Wie lange dauert die Austrocknung je cm Lagenstärke im Vergleich zu anderen Alternativen?
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 30.11.09

Bei


Lehm ca. 5 %.

Pauschale Trocknungszeiten gibt es beim Lehm net.

Das kommt auf den Lehmbaustoff an, ob es schwerer Putz oder Leichtlehm oder oder ....
Auch das Wetter die Luftfeuchtigkeit und die Belüftung spielt ein Rolle.
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 30.11.09

...


...nochmals vielen Dank, für die ganzen Antworten, die guten Ideen usw.

Jetzt würde mich noch eins interessieren.
Die Innenwände (Wände, die keinen Kontakt nach außen haben) sind zum Teil aus Backsteinen und aus Hohlblocksteinen. Macht es Sinn, dort den "standard" Maschinenputz aufzutragen und keinen Kalkputz? Müssen auch diese Steine "Atmen" können?
Welche Vor- und Nachteile hätte diese Variante?

Vielen Dank im Voraus.
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.09

...atmen


Tu Dir selbst einen Gefallen und lass Sie atmen (Kalk-Lehm) wegen Raumklima und Schimmel

Viele Grüße
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.09

@Gerd Meurer: Und der


Ziegel und der Kalkmörtel?

Und was trocknet schneller, Lehm oder Kalkputz?

Man fragt ja nur.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 01.12.09

...


...also ich bin nun der Auffassung, dass es am Besten ist, wenn ich im ganze Haus Kalkputz verwende.
Wenn ich das alles nun richtig interpretiert habe, dann nimmt dieser die meiste Feuchtigkeit auf und schützt am Besten vor Schimmel! Ist der dann doch etwas besser, als Lehm?
Gibt es bei den einzelnen Kalkputzen Qualitätsunterschiede?
Auf was sollte geachtet werden, nennt mir mal ein paar Hersteller/Lieferanten!

Vielen Dank im Voraus
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.09


http://www.limestone-kalkbaustoffe.de/
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Malermeister | | 01.12.09


Es gibt viele falsche, aber auch mehr als eine richtige Lösung.
Irgendwann muss man sich entscheiden. Bei der Fläche wäre die Frage, wie effizient man das Zeug an die Wände bringt, auch relevant.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.12.09

...


...das stimmt allerdings, Herr Paulsen.
Ich bin mir natürlich auch noch nicht ganz im klaren, welche Art für mich am sinnvollsten ist aber beim Kalkputz ist mir die Methode zumindest am "sichersten".
Was meinen Sie denn genau mit effizient?

Es kommt denk ich auch drauf an, was das Gebäude für eine Verwendung hat und was man dem Mieter bieten möchte!
Es können dann ja nur entsprechende Farben und Tapeten verarbeitet werden, beim Lehm-/Kalkputz.
Für den Mieter braucht man auch nicht den teuren Lehmputz denke ich.

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.12.09

@KOnrad Fischer


die Frage ist unpräzise.

Meinen Sie das Anmachwasser oder meinen Sie die Feuchgtigkeitsaufnahem und Abgabe nach der Trocknung.

Klar ist und das belgen auch Untersuchungen das Lehmbaustoffe deutlich schneller Feuchtigkeit aufnehmen und abegeben als alle andere Putze (einschließlich der Kalkputze).
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 02.12.09

OK,


und wo wächst im Feuchtefall eher Schimmel drauf?
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 03.12.09

Auf


Gips?

Da wo es richtig nass werden kann würde ich Lehm nicht empfehlen.

Aber im Wohnbereich ist das eher nicht der Fall.

Was denken Sie denn welcher Putz sich schneller enfeuchtet, z.B. im Badezimmer.
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 03.12.09

Na klaro,


der Lehmputz. Wenn er ideal gemischt und rezeptiert wird (Anteil der quellfähigen Tonmineralien etc.). Problem ist nur, daß seine quell- und sorptionsfähige Substanz eben wesentlich mehr Wasser aufnimmt und damit einen wesentlich höheren Wassergehalt bekommt, als ein Luftkalkmörtel.

Und wenn nun im Bad (ich hatte da eine Bauberatung, da wer es auch die Abstellkammer und das Kinderzimmer) nicht immer absolut perfekt geheizt und gelüftet wird, dann kann da im aufgequollenen Lehmputz eine Menge Wasser zur Verfügung sein, die dem Schimmelpilz wirklich äußerstes Vergnügen bereiten kann.

Und dieser Zustand ist ja auch aus dem ewigen Abgetrockne des Anmachwassers wohlbekannt, bestimmt auch Ihnen.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 03.12.09

Herr


f
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 04.12.09

Herr Fischer,


ich glaube das unsere Vorstellung nicht so weit auseinander liegen.
Natürlich erreicht Lehm irgendwann seine Sättigung und bis dahin ist nimmt der Lehm mehr Wasser aus als Kalk.
Aber dafür müssen schon Extreme zusammenkommen, oder wie ich es aich schon erlebt habe, dass in einem kleines Bad ohne Fenster die Decke (4,5m²) mit Lehmputz (2mm)abgespachtelt war und schimmelte.
Aber für so etwas muß man sich schon sehr dämlich anstellen.
Mein Aussagen zielen mehr auf die Geschwindigkeit der Feuchtigkeits-Aufnahme und Abgabe und hier schlagen die Lehmbaustoffe alles.
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 04.12.09

Lieber Herr Meurer,


das war wieder mal eine lustige Baustoffvorlesung auf hohem Niveau. Hoffen wir mal, daß Sie den Mitlesern auch was gebracht hat / bringen wird.

So long

Konrad Fischer
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 04.12.09

...


...kann man abschließend folgende Aussagen treffen?

- Lehmputz nimmt mehr und schneller Feuchte auf, als Kalkputz
- Lehmputz ist etwas teurer, als Kalkputz
- Kalkputz ist an extrem feuchten Stellen besser, als Lehmputz
- Kalkputz ist weniger anfällig von Schimmelbildung
- Kalkputz ist an extrem feuchten Stellen besser, als Lehmputz
- Lehm- und Kalkputz lässt sich ähnlich gut Verarbeiten (Arbeitsaufwand ist ungefähr gleich?)

Gibt es hier ergänzend weitere Argumente / Vor- und Nachteile bezüglich der Verwendung von Lehm- und Kalkputz?

Vielen Dank im Voraus

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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| 04.12.09


keine.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 04.12.09


Lieber emroko,

besorge Dir drei ausführliche Bücher über biologisches Bauen und Renovieren von verschiedenen Autoren und lies alle durch, speziell die Kapitel über Putz.
Das, was in allen dreien steht, stimmt wahrscheinlich; abweichende Aussagen über gleiche Materialien sind Anssichtssache des Autors (oder Ideologie, um es weniger nett zu sagen).
Und dann entscheide Dich und fang endlich einmal an, damit wir das Thema hier beenden können.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.12.09

...


...mit meiner letzten Nachricht möchte ich eigentlich nur sichergehen, dass ich das alles korrekt verstanden habe. Wenn die Aussagen so stimmen, dann habe ich die Beiträge also richtg interpretiert. Natürlich ist mir klar, dass es da verschiedene Ansichten gibt.

Vielen Dank an Euch alle, für die für mich wichtigen Beiträge!

Gruß emroko
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.12.09

Innenputz


Zur Ergänzung:
Wenn ich mal die bis 10 cm Putzdicke zugrunde lege:
- bei Kalkputz dafür bis über 3 Monate Fertigungs- und
Trocknungszeit für diese Riesenschwarten,
- Kosten dafür weit über 100,- E pro m²,
- bei Lehmputz ebenfalls Kosten jenseits von Gut und Böse,
- Trocknungs- und Verarbeitungszeiten 5- 10 Monate,
- erhebliche Mehrkosten für die zu verbreiternde Türfutter
- etliche mittlerweile genervte Forumsleser und -schreiber.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 04.12.09


Wieso denn jetzt???????? Gehts nicht weiter oder wie soll ich das verstehen?

Mir hats jedenfalss riesigen Spaß gemacht und ich denke es hat auch ein bisschen was gebracht. Emroko ist fast schon ein theoretischer Putzfachmann geworden. Nu kömmt die Praxis - Glück auf (bei den Massen)

Viele Grüße

P.S. eine Frage hab ich noch wie verträgt sich eigentlich Kalk mit Gipsputz? (Ernst gemeint)
Hab ich mich denn vermessen?
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| 04.12.09

@Huepenbrecker


Als Lehrlinge mussten wie Betondecken, schalungsrau mit Gips "stucken". Ein paar schlaue aus unserer Truppe hatten Kalk untergemischt unter den Gips, damit er nicht so schnell abbindet. Außer den verätzten Händen waren mir keine negativen Folgen bekannt und auch der "weiße Zement" beim Putzen von Stürzen mit Kalkputz hatte keine augenscheinlichen Nebenwirkungen. Aber ob zwei verschieden Putzlagen sich auf die Dauer miteinander vertragen, wage ich zu bezweifeln.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 04.12.09

Oh mei,


Beton, Zement und Gips und Wasser: Explosion durch Treibmineralbildung! Ettringit!

Das kann man nun doch wirklich überall lesen. Wofür gibt's eigentlich Kuckel? Hier ist doch keine Hilfsschule. Oder vielleicht doch?
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 06.12.09

an Alle...


...vielen Dank, an alle, die einen guten und hilfreichen Beitrag, mit ihren Antworten geleistet haben. Ich habviel gelernt und kenne nun die Vor- bzw. Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten/Materalien. Nun kann mir keiner die Entscheidung abnehmen, wie ich es mache. Hatte am WE einen Stuckateurmeister im Haus und hab nun folgendes Konzept mit ihm erarbeitet:
Im EG wird der Innenputz der Außenwände mit Rotkalkputz gemacht und die Zwischenwände, bei denen keine "Feuchtegefahr" besteht, mit Maschinenputz.
Im OG lasse ich den vorhandenen Kalkputz und Tapeziere ihn mit diff.offener Tapete. Von der Feuchte her gesehen sieht es der Stuckateurmeister bei meinem Haus nicht kritisch, es wäre in einem guten Zustand. Nur im Keller ist Feuchte aufzufinden.

So dann noch mal vielen Dank.

Gruß
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.12.09

Und jetzert


fragen Sie mal den Meister nach der Rotkalk-Volldeklaration. Hydraulen? Zellulosen? Usw. Halt alles, was da reingepanscht wird, und nie in einem handwerklichen Luftkalkputz war, weil es dort auch nichts zu suchen hat und dort nur die Endeigenschaften betr. Feuchte u.a. bauphysikalisch wichtigen Eigenschaften nachteilig verändert. Damit jeder Simpl das Zeugs noschmieraxln ko.

Oder midm Maschinderl rumschbridsln.

PS. Schimmelpilz liebt Zellulose. Damit er es richtig gut hat, bitte Mineralfarbe=Silikatdispersion obnaufigehm. Weil Plaste mag er auch.

PPS. Und um den Meister maximal zu beglücken: Sanierputz in den Keller. Nix hilft weniger gegen Feuchte (siehe Homepage).
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 07.12.09

lang hats gedauert Herr Fischer...


..bis ich auf Ihre kleine Entgleisung antworte, aber Sie wären sicherlich entäuscht wenn überhaupt keine Reaktion käme ;-).

"Oh mei,

---Forenreferenz-----------
Oh mei, -
Beton, Zement und Gips und Wasser: Explosion durch Treibmineralbildung! Ettringit!

Das kann man nun doch wirklich überall lesen. Wofür gibt's eigentlich Kuckel? Hier ist doch keine Hilfsschule. Oder vielleicht doch? mehr ...
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Beton, Zement und Gips und Wasser: Explosion durch Treibmineralbildung! Ettringit!

Das kann man nun doch wirklich überall lesen. Wofür gibt's eigentlich Kuckel? Hier ist doch keine Hilfsschule. Oder vielleicht doch?"

Also ich schätze Ihre fachliche Erfahrung und Ihr Querdenken - nur so bleibt nicht immer alles beim Alten und man macht sich vielleicht auch mal über konstruktive Kritik gedanken. Man schaut über den Tellerrand bezieht das ein oder andere mit in die zukünftigen Überlegungen mit ein - so sollte es glaube ich sein. Meine Frage war in bei einer Kellerwand die mit Gipsputz versehen ist und der Sockel ca. 10cm in der Höhe wegbröselt, diesen zu entfernen und gegen einen Kalkputz zu ersetzen der dann nach oben an den Gipsputz stößt. Gibt es dabei ein Problem?
Ihrer Aussage nach gibts ja kuckel, dann frage ich mich wieso ich hier in einem Forum für so etwas bin?
Die Hilfsschule können Sie sich getrost dort hin schieben wo Sie diese gebrauchen können. Ich wusste nicht, das das Forum hier von Ihnen als Fachforum genutzt wird, indem Sie sich mit Leidenschaft austoben um draufzuhauen. Was wollen Sie denn damit erreichen - vielleicht das man Ihnen zuhört? Stehen Sie so über den Dingen hier als Oberlehrer zu fungieren? Ich habe mal gelernt das es keine dummen Fragen gibt sondern nur dumme Antworten wie war das dann mit der Hilfsschule bei Ihnen?
Nicht das Sie mich falsch verstehen ich bin für Frozeleien immer zu haben, wenns in einem ordentlichen Rahmen bleibt. Selbstdarstellung ist sicherlich nichts was eine Gemeinschaft weiterbringt. Überdenken Sie vielleicht doch einmal die Art Ihrer Kritik, ich denke Sie haben einen wertvollen Erfahrungsschatz der weitergegeben werden sollte auch wenn ich (oder Andere) nicht immer Ihrer Meinung sind. Dann macht doch ein solches Forum Sinn, Gemeinsam ein Umdenken zu bewirken um wieder lebenswertere und gesündere Behausungen zu schaffen. Aleine wirds von uns wohl keiner schaffen die Allgemeinheit so zu beieinflussen das sich grundlegend was ändert.

Ich gehe gerne weiterhin in Ihre "Hilfsschule" bei ernstgemeinten und brauchbaren Ratschlägen ;-)

Viele Grüße aus Hessen
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.12.09

Gruß nach Hessen:


Verlesen! Oh mei ging nach Sachsen. Und hat rein gar nix mit Ihrer Frage, sondern nur mit der Gips-Beton-Antwort zu tun.

Ansonsten ist es freilich grausam, was man hier alles lesen muß. Therapeut gesucht!
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | | 10.12.09

Aha


...sorry aber naja auch wenn,Sachsen sieht das vielleicht ähnlich. Können Sie einen Therapeuten empfehlen? ;-)

Eine schönen Dezembertag noch
Grüße aus Hessen
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.12.09

Putz-Bilder aus der Bilddatenbank: