Fachwerk.de - Das Alte mit Neuem verbinden?

Hallo an alle,
wir sind gerade stolze Besitzer eines 4 Familien Hauses geworden. Das Haus wurde 1896 gebaut. Altbau mit 3,30 hohen Decken. Wir sind gerade dabei die Wohnungen im 1. und 2.OG zu Eigennutzung zu renovieren. Allerdings stellt sich für uns eine große Frage. Was machen wir mit Innenwänden??? Ein Teil des Putzes fällt ab und es bleibt sichtbares Mauerwerk. Jetzt haben wir gedacht die Wände noch abzuklopfen und was runter fällt, fällt halt runter und was dran bleibt würden wir auch dran bleiben lassen. Aber womit sollten wir dann den alten Putz an den Wänden ausgleichen?? Mit neuem Putz? Welchem? Mit Platten? Welchen? Da wir auf diesem Gebiet total unerfahren sind, wären wir für eine fachliche Unterstützung sehr dankbar. Dana
Das Alte mit neuem verbinden
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dana | 07.01.10

wenns nur innenwände sind besteht noch die möglichkeit einer Vorsatzwand. Ein Ständerwerk mit GK-Platten verkleiden. Sollte aber wirklich nur an Innenwände geschehen. Ansonsten, rausfinden woraus der alte Putz besteht (Gips,Kalk) und dann eben mit dem Material wieder verputzen.
Bilder wären hilfreich.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Schildgen | Sascha | 07.01.10

Danke. Ja, es geht nur um Innenwände. Aber wenn wir GK-Platten nehmen, ist da nicht die Gefahr von Schimmelbildung groß, den dadurch haben wir Hohlräume. Ich werde heute Bilder machen und reinstellen.
Das Alte mit neuem verbinden
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dana | 07.01.10

deswegen meine ich ja das die Vorsatzwand nur bei innenwänden ok ist, also nicht gemeint sind die "innenseite der Außenwand". Solange es die Wände sind, die zur Raumtrennung dienen, gibt es keine Probleme mit Schwitzwasser, Schimmel o.ä.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Schildgen | Sascha | 07.01.10

o.k., dann muss ich meine aussage korrigieren, also es sind nicht nur trennwände betroffen sondern auch die Innenseite der außenwände.
Das Alte mit neuem verbinden
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dana | 07.01.10

diese kannst du nur neu verputzen, wenn du hier mit Vorsatzwänden arbeitest, bekommt ihr Schimmelprobleme.
Ich würde jetzt, ohne es zu sehen, mal behaupten das ihr Gipsputz an den Wänden habt.
Der Dachdecker
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Schildgen | Sascha | 07.01.10
Putz
Hallo,

es kommt nun darauf an, ob Sie die schnelle oder die ordentliche Lösung bevorzugen. Schnelle Lösung auf Innenwänden ist die GK-Platte, mit all ihren Nachteilen auch für Befestigungen. Als ordentlich bezeichne ich einen mehrlagigen Luftkalkputz, wobei Sie das Ständerwerk (Holz)mit einem Putzträger, wie z.B. Rippenstreckmetall überbrücken und dasselbe auf dem Mauerwerk (!!) befestigen müssen.

Die Innenseite der Außenwände liesse sich bei dieser Gelegenheit gleich dämmen. Also losen Putz abklopfen, beiputzen, mit einer Holzweichfaserplatte oder mit Calziumsilikatplatte bekleiden und mit lehm- oder Luftkalkputz verputzen. Sollte es aber Gipsputz sein, bitte hier komplett entfernen, wenn innenseitig gedämmt werden soll.
Die schnelle Lösung sähe auch hier so aus, daß lediglich passend ergänzt würde.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 07.01.10
eher Kalkputz
Hallo Dana,

bei einem verm. drei/viergeschosser aus dieser Zeit in Stadtmitte, bei dem es sandet und bröselt tippe ich mal eher auf einen Kalkputz.
Was locker ist sollte ab, dann kann wieder beigeputzt werden, am Besten mit einem Kalkputz.

Von den Gipskartonplatten solltest Du Abstand nehmen, die Stöße reißen auf Dauer gerne und sind trotz Vlies & Spachtel irgendwann sichtbar. Bei den Außenwänden besteht zusätzlich Schimmelgefahr.

Bilder wären hilfreich, vielleicht fällt ja noch etwas auf, wenn Du gar nicht zurecht kommst kann ich mir das mal ansehen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 07.01.10
beiputzen
an den alten Putz macht handwerklich nur Sinn, wenn die abfallenden Stellen mengenmäßig kleiner sind als der verbleibende gute Putz. Denn jeder Beiputz bedint Übergänge, die man sieht und über die man sich vielleicht später ärgert.
Wenn weniger als die Häfte stehen bleibt (außer, es sind große geschlossenen Felder), dann diese "Inseln" auch abschlagen. So muß man sich beim Neuputz nicht nach den alten Putzhöhen richten. Große Flächen glatt durchputzen ist besser als viele kleine mit vielen Beiputzkanten. Wollt Ihr selber von Hand putzen oder soll es eine Firma mit Technik erledigen ?
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Olaf aus Sachsen | 07.01.10
Vielleicht auch ungeputzt lassen..
Sieht auch sehr schön aus finde ich.. Einfach mal ne Wand ordentlich abklopfen, abbürsten und dann neu verfugen.. Gibt nen rustikalen Touch..
Einzug ist im Dezember.. Nur welches Jahr?
Mitglied der Fachwerk.de Community()
britta.aus.nackel | 07.01.10

Passende Bilder aus der Bilddatenbank:

Lehmputz und Wandheizung - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
feuchte Wände - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Kappendecke verputzen - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Waschmaschinen/Heizkesselraum - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Flur Erdgeschoss Sanierputz - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Sanierputz-Schimmel - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo