Kellersanierung

KellersanierungHallo Zusammen!
Erstmal ein großes Lob an dieses Forum, wir konnten schon sehr viele nützliche Tipps hier finden die uns weitergeholfen haben.

Aktuell sind wir mit der Kellersanierung beschäftigt. Wir haben gerade bei den feuchten Stellen (nicht nass!) den Putz abgeschlagen um das Problem zu erforschen. Es hat sich herausgestellt, dass der Bereich, wo der Putz aufgeblüht ist, genau die Stelle ist, wo die Wand von Stampfbeton in Ziegelwand übergeht.
Der untere 1m hohe Stampfbetonteil macht einen soliden Eindruck und die Verputzung sitzt in diesem Bereich sehr fest. Der Putz des darüberliegenden Ziegels ist relativ lose.
Der gesamte Keller liegt im Erdreich.

Wir fragen uns gerade, wie am besten saniert werden kann. Der Putz im unteren Bereich ist wie gesagt augenscheinlich in Ordnung und wir würden den Bereich Ziegelwand mit einem Kalkputz wieder anputzen, damit dieser die Feuchtigkeit gut in den gelüfteten Keller überträgt. Ist diese Vorgehensweise richtig?

Vielen Dank für eure Meinungen!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.04.17


Das sieht ja alles noch rech solide aus. An der Stelle wurde ja schon mal repariert.

Wenn dort verstärkt Mauersalze ausgeblüht sind, würde ich den Putz soweit dieser mürbe ist enfernen. Wenn auch die Fugen mürbe sind auch diese auskratzen. Denn Bauschutt schön sauber zusammenkehren und entsorgen. Dann zumindest die Fugen oberflächenbündig verschließen. Auch kann wieder verputzt werden. Hierfür reicht ein Putzmörtel aus Sand und Kalkhydrat aus.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.04.17

Zur Sanierung


gehört ein umfassendes Sanierungskonzept, das alle Problempunkte, Sanierungsanforderungen und Ihre eventuellen Umbau- und Modernisierungswünsche berücksichtigt und aufeinander abstimmt. Als unbedingte Vorleistung dazu sollte eine komplette Bauaufnahme des Gebäudes vorgenommen werden, die den Erhaltungszustand und etwaige Bauschäden -meistens Feuchteschäden- im Detail erfasst und analysiert.

Zur Lösung des Problems "Feuchter Keller" gehört auch die Berücksichtigung der Einbausituation, der Gebäude- und Grundstücksentwässerung und der vorhandenen/nicht vorhandenen Bauwerksabdichtung.

Die Stampfbetonkellerwand ist relativ dicht und wenig kapillaktiv wirksam. Hier ist nicht mit einem Feuchtetransport zu rechnen. Allenfalls bildet sich hier Kondensat aus der Raumluft an der kalten Kellerwand. Die aufgemauerten Ziegel transportieren Feuchtigkeit kapillar, besonders über die Fugen. Ohne eine vertikale Bauwerksabdichtung aussen und eine Analyse der Entwässerungssituation wird auch eine Fugensanierung und ein neuer Putzauftrag nicht unbedingt eine dauerhafte Lösung sein.

Ich empfehle Ihnen dazu die beschriebene Bauaufnahme und die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes durch einen Fachplaner. Es gibt bestimmt auch noch andere Themen, die darin berücksichtigt werden sollten: die energetische Sanierung des Hauses, neue Haustechnik/Heizung, eventuelle Umnutzungswünsche (Dachausbau), Grundrissveränderungen etc.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
Mitglied der Fachwerk.de Community
pickartz architektur | | 14.04.17

Nichts gegen eine Sanierungsempfehlung, jedoch..


..solte man auch nicht übertreiben.
Vorab die Frage: wie wird der Keller genutzt?
Wird geheizt oder soll dieser kalt bleiben?
Und für mich stellt sich die Frage: wie viel Wasser dringt denn ein?
Alles gegen feuchte Wände und Keller
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.04.17

Kellersanierung-Bilder aus der Bilddatenbank: