Fachwerk.de - Vorspritzen mit was ?

Hallo
nach Monate langem lesen, hab ich mich auch mal angemeldet.

Habe leider nix zu meiner Frage gefunden, daher stelle ich sie jetzt.

Wir haben ein um 1900 altes Haus gekauft und wollten unseren Gewölbekeller verputzen.

Der Keller trägt keinen Putz, er besteht aus alten Feldbrandsteinen die sehr unregelmäßig vermauert wurden.

Da die Fugen überall schon gute 3-4 cm "ausgewaschen" sind, wollten wir einen Putz drüber werfen und anschließend mit einem Quast einigermaßen glattstreichen.

Die unebenheiten stören uns nicht, da es ein Keller bleiben soll. Es ist noch zu sagen das der Keller eine gewisse grundfeuchte aufweist. Wichtig ist uns nur das die Fugen wieder zu sind.

Wir haben heute einige Säcke QickMix Putz und Mauermörtel ich glaube K01 steht auf dem Sack, es ist ein Kalk-Zementmörtel der Diffusionsoffen ist gekauft.

Die Frage ist nun die, wie behandel ich die Wand vor???
Gelesen habe ich was von Vorspritzen aber mit was, nehm ich da den Putz und Mauermörtel und mach ihn nur etwas dünner und werfe ihn dann an die Wand, oder kann ich einfach Tiefengrund nehmen oder gibt es schon so eine Art Fertigvorspritzmörtel?
Wolln wir das schaffen, ja wir schaffen das :-)
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Rpeitsche | 06.01.11
falsches Pferd
Hallo

setzen Sie nicht auf's falsche Pferd (wie so viele)

Wir haben heute einige Säcke QickMix Putz und Mauermörtel ich glaube K01 steht auf dem Sack, es ist ein Kalk-Zementmörtel der Diffusionsoffen ist gekauft.

Der Zement hat im Kalk nichts zu suchen sondern macht die guten Eigenschaften des Kalkes nur zu nichte.

An sonsten ist ein "Vorspritz" ein meist grobkörniger sehr dünnflüssig gehaltener Putz.
Bei solchen alten Kellern könnte man auch evtl vorher mit Staubkalk etwas die Steine und Fugen "füttern".
Lesen Sie mal bei www.solubel.de nach.

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 07.01.11
Tiefengrund??
Dann ist die diffusionsoffenheit ja gleich zum Teufel ;-)).
Und Zement- und Kunstharzbestandteile in den gängigen Fertigprodukten verringern die Diffusionsfähigkeit beträchtlich. Besser mit reinem Kalkmörtel arbeiten.
Bei dem geplanten Rapp- und Pinselputz brauchts keinen Vorspritz, gut vornässen, die tieferliegenden Fugen erstmal zusetzen, am nächsten Tag die Fäche dünn überziehen und nach dem ansteifen mit dem Quast einebnen und dann Kalkanstrich.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 07.01.11
Danke
erstmal für die Infos, also hab ich erstmal das falsche Zeug gekauft. Egal es gibt ja noch genug zu Mauern, daher ist es nicht weggeschmissen.

Bekomme ich so einen Kalkputz auch als fertig Mischung zu kaufen? Wir wollen erstmal nur einen Keller verputzen, da hier Regale rein müssen und wir später nicht wieder alles ausräumen müssen. Dafür jetzt extra einen Mischer besorgen und Sand anfahren lassen wollte ich eigentlich nicht.
Wolln wir das schaffen, ja wir schaffen das :-)
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Rpeitsche | 07.01.11
achso
falls ja, muß ich beim Kauf vorher auf irgendwas achten? bei Bahr gab es jedenfalls keinen reinen Fertigkalkputz.
Wolln wir das schaffen, ja wir schaffen das :-)
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Rpeitsche | 07.01.11
Wirklich reine
Kalkmörtel als Fertigmischung gibts nur von sehr wenigen Herstellern, und dann recht teuer.
Putz- und Mauersand 0-2mm, Weisskalkhydrat CL90 beim Baustoffhändler bestellen und im Verhältnis 1:3 - 1:4 selber anmischen. Preiswerter gehts nicht.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 07.01.11

Selbst mischen ist das preiswerteste, wie schon Herr Warnecke sagt. Ihr Händler vertreibt Quick-Mix-Produkte. Mit zur Quick-Mix-Gruppe gehört die Fa. Tubag, hier können Sie gewiss den Tubag NHL bestellen, sowohl zum verfugen (F) als auch zum verputzen (P).

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 07.01.11

ich denke dass hier wohl die oben von Herr Kurz angeprochene Lösung mit mit den Produkten von Solubel die einfachste und sinnvollste sein wird, und den erfolg bei richtiger Ausführung auch garantiert ist.
Selber mischen in Ehren keine Frage, die wohl kostengünstigste Variante.
Aber dies setzt Erfahrungsgemäss eine gewisse Grundkenntnis und Erfahrung mit dem Umgang der Komponenten vorraus.

Grüsse Thomas
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
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NEW.... | Th. Kehle | 07.01.11
Ob sich dieser Aufwand lohnt?
Sie machen sich viel Arbeit und wie wollen Sie den Keller nutzen?
Es wird immer feucht bleiben und somit ist die Nutzung stark eingeschränkt.
Es ist völlig gleich welchen Verputz Sie wählen.
Die einen sind zu fest - somit haben Sie Haftungsprobleme, die anderen gut dampfdurchlässig und somit erhöhte Feuchte und auch Salze an der Wand.
Alles gegen feuchte Wände und Keller
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Bromm Edmund | 08.01.11
So habe fertig,
Kellerraum ist mit Kalkputz verputzt, wenn man das Putz nennen kann :-) Wir haben nur die Fugen zugeworfen und mit einem Quast alles abgepinselt, nächste Woche gibt es einen Kalkanstrich und das nächste Projekt kann beginnen.

An Bromm Edmund:
Der Keller soll wirklich nur als Keller genutzt werden, das bisschen Feuchtigkeit stört mich nicht, die Sperrschichten sind alle noch OK wir haben hier teilweise bei 24er Wänden von beiden Seiten bis zu 4cm ausgewaschene Fugen gehabt, das fand ich zuviel, sollte wirklich nur der Instandsetzung dienen :-)

Danke an alle!
Wolln wir das schaffen, ja wir schaffen das :-)
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Rpeitsche | 08.01.11
...und was haben sie nun verwendet?
Sicherlich Fertigware vom um die Ecke liegenden Baustoffhändler.
Oder?
Fertigputze aus Reinkalk gibt es mittlerweile auch schon einige.
Hessler z.B. oder auch Gräfix gänge.
Wichtig sind die zusätzlichen Inhaltsstoffe.
Viele haben im Kalkputz nichts verloren und im Keller können sie unliebsame Erscheinungen hervorbringen.
Den Kalkanstrich sollten sie aber unbedingt freskal aufbringen.

Viel Erfolg
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 15.02.11

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