Punkfundament Hauptständer im 2-Ständerhallenhaus

Hallo,

da dieses Thema etwas speziell ist möchte ich hierzu lieber einen eigenen Bereich aufsetzen.

Ich muss, aufgrund der Tatsache das Ständer entfernt und durch Wände ersetzt wurden, 3 Hauptständer im Haus erneuern bzw. wieder herstellen.

Hierzu werden Fichtenpfähle geschält (120-140mm Durchmesser, 3 Meter länge) unter die Standpunkte gesetzt. Im Stallbereich lässt sich der Aufbau gut erkennen. Hier sitzt ein Pfahl und darauf ist dann die gemauerte Auflage für den Ständer.

Nun bestünde ja ebenfalls die Möglichkeit einen Betonsocken 400 x 400mm (Circa..) als Basis zu setzen anstatt zu mauern.

Was würdet ihr bevorzugen, bzw. wie ist eure Meinung dazu?
Wie würdet ihr das aufbauen?

Viele Grüße,
Christian


Christian Cordes | 05.08.14

Knicklast => Euler


Selbstverständlich geht das auch mit einem Betonfundament, aber: Ohne einen Statiker das Ganze mal abschätzen / durchrechnen zu lassen sollte da nicht einfach etwas eingesetzt / ausgetauscht werden. Niemand hier vermag abzuschätzen wieviel Gewicht in den 12cm-Ständer eingeleitet wird.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | | 05.08.14


Wenn ich etwas rekonstruiere, um einen früheren Zustand wieder herzustellen, dann würde ich nach Möglichkeit immer nur traditionell herangehen. D.h. einen früheren Holzständer würde ich immer wieder in Holz (gleiche Holzart) ersetzen wollen.
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
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Dipl.-Restaurator (akad.) | | 06.08.14

Ursprungszustand


Hallo,

im Moment sind keine Ständer mehr vorhanden, die wurden ja leider vom Vorbesitzer entfernt. Im Moment stehen Drehsteifen auf dem alten Beton der ja noch entfernt wird.

Da dieser ja neu gemacht wird müssen vorher Punktfundamente gesetzt um die Ständer wieder herzustellen. Dieses Ständerwerk ist später sichtbar im Wohnraum.

Ich würde gerne auf den zu setzenden Pfählen Mauern, denn das wäre ja auch Originalzustand. Allerdings weiß ich nicht wie man sowas genau aufbaut.



Viele Grüße,
Christian


Christian Cordes | 06.08.14

Vor ab


ich werd nicht helfen können.

Wenn ich das richtig verstanden habe ,wird ein 3m langer Pfahl im Torf versengt ,darauf das Punktfundament aufgebaut ,darauf der Ständer?
Warum dann Fichte als Pfahl?

Grüße Martin


Martin Linden | 06.08.14

In den Klei damit..


Die Fichtenpfähle werden versenkt bis sie im Klei unterm Moor stehen. Denn das Punktfundament alleine auf dem Moor abzustützen würde nicht halten. Deswegen die Unterstützung durch das Pfählen.


Viele Grüße,
Christian


Christian Cordes | 06.08.14

Pfähle im Moor


mir geht es nur um die Holzart und ich weiß das Fichte im Erdberührten Bereich nicht besonders dauerhaft ist.

Grüße Martin


Martin Linden | 06.08.14

Neue Platte


Nach Absprache mit einem Tiefbauunternehmer:

http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/227222$.cfm#227348

Die Ständer werden später auf der neuen Betonplatte stehen.
Nun möchte ich natürlich die ursprüngliche Optik wieder herstellen, sprich auch die Kopfbänder wieder einsetzen.

Mit viel Glück finde ich diese noch auf dem Heuboden, wenn nicht muss ich diese Anfertigen.

Als Maschinenbaumeister traue ich mir diese Arbeit durchaus zu, allerdings fehlt mir die Erfahrung im Arbeiten mit Holz.
Die Holznägel sollen ja z.B. leicht konisch sein und aus dem gleichen Material. Kann man diese irgendwo beziehen?

Sonst würde ich mir die Nägel selbst auf der Drehmaschine herstellen


Christian Cordes | 07.08.14

Holznägel


die werten Herren Zimmerleute haben bei uns die Holznägel aus passender quadratischer Vierkantleiste vor Ort mit der Stoßaxt (google Bilder) hergestellt, Material Robinie.

Dabei werden eigentlich nur die Ecken des Querschnitts zum innenliegenden Ende hin mehr und mehr abgestoßen, so dass ein in etwa runder Querschnitt entsteht, während das außenliegende Ende mehr oder weniger quadratisch bleibt.
So entsteht beim Einschlagen ein guter Kraftschluss.

Das ging recht fix!


GEhlerding | 07.08.14

Fundamente


FundamenteHallo Christian,
vielleicht versuchen Sie mal einen neuen Threat und stellen dort eine exakte Fragestellung ein, Ihre Zwischenkommentare widersprechen den Fragstellungen und teilweise Ihren eigenen Kommentaren.
Ich blicke jetzt komplett nicht mehr durch was Sie überhaupt wollen.

Wieder ein Beispiel:
"Die Fichtenpfähle werden versenkt bis sie im Klei unterm Moor stehen. Denn das Punktfundament alleine auf dem Moor abzustützen würde nicht halten. Deswegen die Unterstützung durch das Pfählen."
"Eine Pfahlgründung ist aufgrund der Tatsache das das Haus schon steht schlecht möglich und nicht bezahlbar."
"Eine Pfahlgründung würde bei 12 Meter Pfahllänge losgehen und wurde bisher nur bei Neubauten mit Stahlpfählen ausgeführt."
"Hierzu werden Fichtenpfähle geschält (120-140mm Durchmesser, 3 Meter länge) unter die Standpunkte gesetzt."

"Das machen die Ständer, und die haben glücklicherweise keine Sorgen. Sie stehen seit 200 Jahren an ihrem Platz."
"im Moment sind keine Ständer mehr vorhanden, die wurden ja leider vom Vorbesitzer entfernt."

Anscheinend wollen Sie doch Pfahlgründungen, jetzt unter 3 Punktfundamente.
Unabhängig von der Frage wie Sie 3 m lange Fichtenpfähle + Rammhaube und Rammschuh im Haus in den Boden kriegen wollen habe ich bis her immer verstanden das Sie eine (oder drei?) Bodenplatte als Gründung innerhalb des Hauses einbauen wollen, die sowohl die Lasten aus den Innenwänden als auch die Punktlasten aus den drei Stützen ableiten soll. Die Platte(n) soll einmal schwimmend und ein andermal freitragend auf die Streifenfundamente der Außenwände gestützt aufgelagert werden. Da kann sich jeder das heraussuchen was ihm am besten zusagt.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 07.08.14

Zutreffende Aussage...


Hallo Herr Böttcher,

korrekt ist es das der Aufbau der neuen Bodenplatte und die herangehensweise bisher viele Varianten aufbrachte. Nun habe ich allerdings eine Meinung von einem Fachmann der dieses seit Jahrzehnten macht und mich beim Bau unterstützt.

Die Ideen Pfähle zu setzen sind die Vorschläge und Ideen aus dem Bekanntenkreis die mir gemacht wurden. Wir gingen davon aus wir wären auf Klei gestossen und haben überlegt uns daran abzustützen.

Durch den genannten Tiefbauer ist mir nun aber einiges vernünftig erklärt worden, wir sprechen von erforderlichen Rammtiefen von mindestens 12 Meter. Das wird hier nur bei Neubauten gemacht.

Die neuen Biegesteifen Bodenplatten werden nun Flächig auf dem Moor liegen und sich am Rand auf den Streifenfundamenten aufstützen. Hierbei wird bei der ersten Platte der Baustahl 80-100cm in die nächste zu gießende Platte eingebunden. Es wird also 3 mal gegossen so das nachher "eine" Platte entsteht.. Ich hoffe ich kann das so einigermaßen erklären.

Die Ständer die entfernt wurden werden dann später auf der neuen Bodenplatte neu aufgebaut.

Das ist die Vorgehensweise die der Unternehmer auch in den Nachbarshäusern angewendet hat und an die ich mich halten werde.

Ich bin vorerst sehr beruhigt durch den Bauunternehmer die Beratung, Unterstützung und leihweise, kostenlos die Werkzeuge zu bekommen. Mit 25 Lebensjahren ist es nicht einfach ein solches Projekt alleine zu stemmen, und der derzeitge Fussboden hat mich schon Recht in Panik versetzt...


Christian Cordes | 07.08.14

Gründung


Abschließend meine letzten zwei Bemerkungen:

2. In all Ihren Beiträgen sind die Worte: "gemäß Statik bzw. statischer Nachweis", "Gemäß Bewehrungsplan","mein SIGEV- Betreuer", "mein Baubetreuer", "Geotechniker", "Baugrundgutachten", "geotechnische Kategorie 3" usw. nicht aufgetaucht. Ich hoffe das bedeutet nicht das diese Begriffe keine Rolle bei Ihrem Vorhaben spielen.
2. Ich habe bei der Sache ein ungutes Gefühl.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 07.08.14