Fachwerk.de - Dachpappe zw. Balken und Ringanker?
z.Zt. bin ich mit der Planung meines Garagendaches beschäftigt. Die Garage besteht aus Hohlblocksteinen mit Ringanker und undichtem Flachdach. Nun soll ein Satteldach erstellt werden. Der Zimmermann meines Vertrauens empfiehlt zw. den Balken (Fußpfette) und dem Ringanker Dachpappe zu legen um den Balken vor Feuchtigkeit aus dem Ringanker zu schützen. Meines Wissens ist dies Stand der Technik. Auf meinem Backsteinhaus habe ich allerdings keine Dachpappe gesehen aber es gibt auch keinen Ringanker. Gibt es Alternativen in Bezug auf den Feuchteschutz des Balkens? Evtl. eine diffusionsoffene Variante?
Gruß
Marco
Wenn die Luft freien Zutritt zum Balken hat und das Dach dann irgendwann einmal dicht ist, sehe ich keinen Grund, warum da Feuchtigkeit ein Problem sein sollte - es sei denn, in der Wand gäbe es aufsteigende Feuchtigkeit bis zur Oberkante.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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Jens Paulsen | 10.08.10
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Jens Paulsen | 10.08.10
Ich behaupte
mal kackfrech, Pappe unter einem Balken richtet keinen Schaden an. Stand der Technik seit langer Zeit, und alle Schäden, die ich in diesem Bereich gesehen hab´, waren eindeutig auf andere Ursachen zurückzuführen.
MfG
dasMaurer
mal kackfrech, Pappe unter einem Balken richtet keinen Schaden an. Stand der Technik seit langer Zeit, und alle Schäden, die ich in diesem Bereich gesehen hab´, waren eindeutig auf andere Ursachen zurückzuführen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 10.08.10
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 10.08.10
aufsteigende Feuchte ist kein Problem.
Probleme macht eher die absteigende Feuchte durch die Undichtigkeit im Dachrinnenbereich. Der Außenputz aus Zement hat sich als Scheibe abgelöst und konnte einfach weggestemmt werden.
Nach Neudeckung und ausreichender Durchtrocknung möchte ich mit einer Baustellenmischung Luftkalkmörtel neu verputzen. Dies soll auch über die Pfetten geschehen. Die Pfetten werden durch Regen nicht naß. Der Ringanker könnte allerding auf der Regenseite Feuchtigkeit abbekommen, da der Dachüberstand auf dieser Seite leider sehr gering ausfallen wird. Problem oder kein Problem mit Dachpappe?
Gruß
Marco
Probleme macht eher die absteigende Feuchte durch die Undichtigkeit im Dachrinnenbereich. Der Außenputz aus Zement hat sich als Scheibe abgelöst und konnte einfach weggestemmt werden.
Nach Neudeckung und ausreichender Durchtrocknung möchte ich mit einer Baustellenmischung Luftkalkmörtel neu verputzen. Dies soll auch über die Pfetten geschehen. Die Pfetten werden durch Regen nicht naß. Der Ringanker könnte allerding auf der Regenseite Feuchtigkeit abbekommen, da der Dachüberstand auf dieser Seite leider sehr gering ausfallen wird. Problem oder kein Problem mit Dachpappe?
Gruß
Marco
Und ich behaupte mal…
das die Pappe die unter dem Holz eingebaut werden soll das Holz daran hindern kann seine Feuchte auszugleichen.
Zumindest in Richtung der Pappe und das kann zur Dauerbefeuchtung der Auflage führen.
Was, wenn an den Auflagern, die sind prädestiniert dafür, zeitweise Kondensat ins Spiel kommt?
Durch die Pappe trocknet das nicht weg.
Die DIN 68800 fordert hier den “Luftumspülten” Einbau des Holz.
Also ohne Pappe, Trocken drauf.
Grüße aus Schönebeck
anonymus | 10.08.10
das die Pappe die unter dem Holz eingebaut werden soll das Holz daran hindern kann seine Feuchte auszugleichen.
Zumindest in Richtung der Pappe und das kann zur Dauerbefeuchtung der Auflage führen.
Was, wenn an den Auflagern, die sind prädestiniert dafür, zeitweise Kondensat ins Spiel kommt?
Durch die Pappe trocknet das nicht weg.
Die DIN 68800 fordert hier den “Luftumspülten” Einbau des Holz.
Also ohne Pappe, Trocken drauf.
Grüße aus Schönebeck
anonymus | 10.08.10
@ Oli, damit
rüttelst Du aber an den Grundfesten der Fachwerker- und Ing.-ausbildung im Bauhandwerk. Selbst im Mönck ist unter jedem Auflager eine Pappe klar beschrieben.....
Als Bauleiter würde ich Dir das als Mangel ankreiden. Wie würdest Du Dich rechtfertigen ?
rüttelst Du aber an den Grundfesten der Fachwerker- und Ing.-ausbildung im Bauhandwerk. Selbst im Mönck ist unter jedem Auflager eine Pappe klar beschrieben.....
Als Bauleiter würde ich Dir das als Mangel ankreiden. Wie würdest Du Dich rechtfertigen ?
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 11.08.10
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Olaf aus Sachsen | 11.08.10
@ Olaf
Mit der DIN 68800 würde ich das rechtfertigen.
Oder, wenn der Planer oder Bauherr Pappe drunter haben will halt Bedenken anmelden.
Grüße aus Schönebeck
anonymus | 11.08.10
Balkenauflager
Das mit der Pappe unter dem Balkenauflager ist ein gutes Beispiel, wie sich Dinge ändern.
Mir wurde als Bauleiter auch mal so eine fehlende Pappe bei der Abnahme bemängelt, aber das ist 15 Jahre her.
Heute sehe ich das nicht mehr als Mangel an.
Der damalige Gutachter begründete das mit dem früheren Stand der Technik, nach dem sich an solchen Bauteilen wie Beton Kondenswasser auf der Oberfläche bildete, an der schlechter wärmeleitenden Pappe nicht.
Die kapillare Wasseraufnahme vom Holz sollte so behindert werden.
Ich halte das heute für keine Gefahr, die Ringanker liegen wie die Balkenköpfe und Mauerlatten innerhalb der Gebäudehülle im warmen Bereich, Kondensatbildung tritt nur bei offensichtlichen Dichtigkeitsmängeln auf. Und da ist etwas Kondensat am Beton noch das geringste Übel.
Außerdem liegen die Holzteile in der Regel nicht vollflächig auf, zur Ausrichtung werden Hartholzplättchen usw. eingesetzt. Das ist auch statisch günstiger (Übrigens ein interessantes Thema, Zwängungen durch Verformung unter Last, Feuchte- und Temperaturänderungen).
Es gibt nur selten einen Ringanker bzw. Ringbalken, dessen Oberfläche überall auf den mm passt.
Bei alten Häusern gibt es zwar keine Ringanker, dafür aber Maueranker.
Viele Grüße
Das mit der Pappe unter dem Balkenauflager ist ein gutes Beispiel, wie sich Dinge ändern.
Mir wurde als Bauleiter auch mal so eine fehlende Pappe bei der Abnahme bemängelt, aber das ist 15 Jahre her.
Heute sehe ich das nicht mehr als Mangel an.
Der damalige Gutachter begründete das mit dem früheren Stand der Technik, nach dem sich an solchen Bauteilen wie Beton Kondenswasser auf der Oberfläche bildete, an der schlechter wärmeleitenden Pappe nicht.
Die kapillare Wasseraufnahme vom Holz sollte so behindert werden.
Ich halte das heute für keine Gefahr, die Ringanker liegen wie die Balkenköpfe und Mauerlatten innerhalb der Gebäudehülle im warmen Bereich, Kondensatbildung tritt nur bei offensichtlichen Dichtigkeitsmängeln auf. Und da ist etwas Kondensat am Beton noch das geringste Übel.
Außerdem liegen die Holzteile in der Regel nicht vollflächig auf, zur Ausrichtung werden Hartholzplättchen usw. eingesetzt. Das ist auch statisch günstiger (Übrigens ein interessantes Thema, Zwängungen durch Verformung unter Last, Feuchte- und Temperaturänderungen).
Es gibt nur selten einen Ringanker bzw. Ringbalken, dessen Oberfläche überall auf den mm passt.
Bei alten Häusern gibt es zwar keine Ringanker, dafür aber Maueranker.
Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 12.08.10
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 12.08.10
@ Georg,
Deinen Zeilen pflichte ich bei, da der Ausgleich mittels Beilagen in der Praxis auf der Pappe erfolgt, dass selbst zwischen Pappe und Balken immer Luft bleiben wird.
Deinen Zeilen pflichte ich bei, da der Ausgleich mittels Beilagen in der Praxis auf der Pappe erfolgt, dass selbst zwischen Pappe und Balken immer Luft bleiben wird.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Olaf aus Sachsen | 12.08.10
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Olaf aus Sachsen | 12.08.10