OSB auf Holzbalken - Schwingen, Schall und Stabilität

Hallo zusammen,

Mal wieder eine „OSB auf Holzbalken Frage“ mit der Bitte um fachmännischen Rat.

Bei unserer Haussanierung (BJ 51) haben wir im DG (Balken 160/100 Abstand 60cm) 25er OSB mit 70er Vollgewindeschrauben (Abstand ca. alle 20 cm) verschraubt. Unebenheiten haben wir mit kleinen Holzplättchen ausgeglichen, bis uns die Fläche eben genug war ausgeglichen. Das DG soll als Abstell- bzw. Gästeraum genutzt werden. Für den Nutzungsanspruch genügt uns das Ergebnis größtenteils. Abschnittsweise haben wir das Gefühl, dass der Boden etwas schwingt. Im OG wollten wir bisher gleich vorgehen.

Im OG (Balken 180/100 Abstand 60cm) soll ein Bad und Räume für Kinder entstehen – also eine höhere Nutzung und unser Anspruch, dass von den Fliesen (Bad) zum Teppichboden (überall sonst) wenn möglich kein Höhenunterschied entsteht.
Deshalb unsere Überlegung hinsichtlich dem Aufbau:

Bad:
- Fliesen 30x30 mit Kleber (13 mm)
- Entkopplung (2 mm)
- OSB fest verschraubt (25 mm)
- Höhenausgleich mit kleinen Holzplättchen, stellenweise
- Zudem: Mehr Schrauben und ggf. Einziehen von weiteren Balken um die Abstände zu verringern.

Rest-Raum:
- Teppich (8,5 mm)
- OSB fest verschraubt (12 mm)
- OSB fest verschraubt (22 mm)
- Höhenausgleich mit kleinen Holzplättchen, stellenweise

Dadurch haben wir mit 2,5mm einen geringen Höhenunterschied der im Türbereich ausgeglichen wird und im „Rest-Raum“ einen stärkeren Unterbodenaufbau als im DG.

Die Balkendecken sind derzeit noch „leer“. Wir wollen auf jeden Fall noch dämmen (keine Schüttung). Im Kopf haben wir zurzeit:
- Holzflex (Homatherm)
- Steinwolle (zb. Rockwool)
Dach ist übrigens wärmegedämmt und EG, OG, DG warm.

Allerdings werden wir die Angst nicht los, dass wir eventuell das Schwingen nicht loswerden, bzw. „Trampeltiere“ bei jedem Schritt hören werden.

Was meint ihr – sind wir auf einem falschen Pfad? Da die Raumhöhe OG-DG (Balkenabstand) lediglich 2,2m ist wollen wir nicht mehr Höhe verlieren.
Oder können wir noch etwas verändern?

Um Rat und Tipps sind wir dankbar!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.05.17

Trampeltier-Paradies


Also für Trampeltiere schafft Ihr so auf jeden Fall ideale Bedingungen. Trittschall lässt sich in erster Linie mit einer hohen Masse in den Griff kriegen, zudem würde ein schwimmend verlegter Boden etwas bringen. Eine Dämmung statt Schüttung ist daher ebenso kontraproduktiv, wie der verschraubte Boden. Vor allem: Wenn schon alle Geschosse beheizt sind, wozu dann einer Dämmung den Vorzug geben?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.05.17


Okay - also untere OSB verschrauben, obere schwimmend wär dann eine Verbesserung!

Bzgl. Schall und Masse: wir haben keinen Staiker zur Hand und das Thema Tragfähigkeit ist mir natürlich immer im Hinterkopf.

Die Deckenuntersicht im EG wollten wir bisher mit Dachlatten quer zum Balken und Rigips machen. Wäre eine Lösung auf die Dachlatten dünne Platten (wie Zb Schrankrückwand) und darauf Blähton / Liapor?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.05.17

normaler Aufbau


Typisch bei einer Holzbalkendecke ist ein Einschub mit einer schweren Schüttung. Hatte es das nicht ?

Zum neu oder wieder einrichten - Latten unten seitlich an die Balken schrauben, darauf OSB-Verlegeplatten mit Nut und Feder.

Als Schüttung z.B. Liapor, getrockneter Sand, Splitt...

Den Hohlraum unter dem Einschub haben wir mit Trennwandmatten (Sonorock) gefüllt.

Von Fliesen auf OSB halte ich nichts, wir haben einen zementären Trockenestrich verlegt und auch nach allen Regeln der Kunst abgedichtet.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.05.17

Holzplättchen-Bilder aus der Bilddatenbank: