Kaminofen aufstellen

Hallo,

ich möchte einen Kaminofen auf Parkett stellen. Dass eine Bodenschutzplatte vor den Kamin muss ist mir klar, doch muss die Platte auch unter dem Kamin?

Ich würde sonst eine Platte davor legen, die man dann im Sommer weg nehmen kann.

Danke
Jens
weniger ist mehr
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| 04.11.09


Der Sinn der Platte ist, dass keine herausfallende oder herumfliegende Glut einen Brand verursachen kann. Deshalb gibts auch einzuhaltende Mindestmasse.
Da keine Glut unter einen Kamin fallen kann, der einen geschlossenen Sockel hat, muss dort auch keine Platte sein. Bei einem Ofen, der auf Füssen steht, würde ich darunter schon im eigenen Interesse etwas Brandhemmendes anordnen.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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| 04.11.09

Schwimmender Estrich?


Guten Tag,
wenn der Ofen auf einem schwimmenden Estrich abgestellt wird, sollte die Druckbelastbarkeit einmal abgeschätzt werden. Vor allem dann, wenn es erforderlich ist eine Platte auch unter dem Ofen anzuordnen. Ich kenne einen Fall, wo ein gußeiserner Ofen in einer Raumecke auf schwimmendem Estrich gestellt wurde. Die Bodenschutzplatte aus Glas reicht auch unter den Ofen. Der Ofen hat den Estrich heruntergedrückt. Als Folge steht die Vorderkante der Glasplatte nun hoch und es hat sich ein unschöner Spalt zwischen Parkett und Glasplatte gebildet.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
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Planungs-/Gutachterbüro Arnold | | 04.11.09

...


Der Kamin steht auf Parkett und das ist auf einer Holzdecke auf Dielen angebracht.
weniger ist mehr
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| 04.11.09

Hallo jensemamm,


warum nicht gleich unter einen Hut?

...im Winter erforderlich und praktisch, im Sommer stylisch...

Gruß...J.
Hauptsache alles ist schön
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| 04.11.09

Grundsätzlich


sind für alle Feuerstellen und Abgasrohre Mindestabstände zu brennbaren Materialien vorgeschrieben. Bei Holzfussböden und Holzbalkendecken kann es durchaus sein, dass eine Bodenschutzplatte nicht ausreichend ist. Am besten Kontakt zum Schornsteinfeger aufnehmen, wenn feststeht, welcher Ofen es werden soll und die technischen Informationen vorhanden sind.
Zum zweiten: viele Öfen übersteigen durch ihr Gewicht die zulässige Belastung der Decken. Dann sind Verstärkungsmassnahmen nötig. Von einem Statikerfahrenen Fachmann beraten lassen, das kommt preiswerter, als eine durchgebogene oder sogar beschädigtes Deckentragwerk.
Um Erscheinungen, wie sie Herr Arnold beschrieben hat, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, den Fussbodenbereich des Ofens durch eine Dehnfuge vom restlichen Fussboden abzutrennen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 04.11.09

gute Güte,


kann man denn neuerdings nicht mehr ein Öfchen irgendwo hinstellen dürfen, ohne daß man Gefahr läuft, daß einem der Himmel auf...

Gruß...J.
Hauptsache alles ist schön
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| 04.11.09

...


naja, ich hätte mir denken können, dass ich mit meiner Frage wieder alle Bedenkenträger auf den Plan rufe. Der Ofen wiegt 200 kg und steht auch schon im Wohnzimmer. Wenn es danach geht, müsste ich ja nen Statiker rufen, bevor ich mehrere Leute auf einmal in mein Wohnzimmer lasse... Sorry
weniger ist mehr
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| 04.11.09

Moin Jensemann,


wenn deine Kumpels alle so'ne Heringe sind wie ich, gehts auch ohne Statiker.....;-)

Wenn du satt einheizt, strahlt der Ofen auch ganz tüchtig nach unten ab - dat macht Spalten im Parkett - untern Ofen was hin ist also kein Fehler.

Die Platte vorn würd' ich an den Füssen aussparen, dann reicht sie ein bisschen noch drunter, kann aber weggenommen werden.

Gruss, Boris

P.S. Schorni hat das letzte Wort.....
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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| 05.11.09

200 Kg,


das ist wirklich nur ein Öfchen, da gibts ganz andere Kaliber. Dafür brauchts keinen Statiker.
Aber vielleicht beim nächsten Mal klarstellen, dass nur bestätigende Antworten für das Vorhaben gewünscht werden, und dann in absehbarer Zeit die daraus resultierenden Probleme posten ;-)).
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | | 05.11.09

So sieht der Ofen bei uns aus.


So sieht der Ofen bei uns aus!Hallo Jensemann,
wir haben eine Stahlplatte (ca. 5mm) auf die Dielen gelegt. Mit Backsteinen (mit Lehmmörtel) haben wir eine Erhöhung gemauert und den Ofen darauf gestellt.
Dieser Aufbau bleibt ganzjährig so stehen.
Nötig ist das Ganze jedoch nicht, da der Ofen unten keine Hitze entwickelt. Vermutlich kühlt die Frischluftzufuhr das Blech an der Unterseite bzw. auch Rückseite des Ofens und somit besteht dort keine Brandgefahr. Aber verhackstücke das mit Deinem Schorni.
Falls es uns irgendwann nicht mehr gefallen sollte, ist ein Rückbau durch Abklopfen des Lehmmörtels und Entfernen der Backsteine relativ einfach möglich.
Anbei das Bild vom Ofen.

Gruß Marco
Neubauen (lassen) kann jeder.
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| 06.11.09

Ofen-Bilder aus der Bilddatenbank: