nochmal oberste Geschossdecke

nochmal oberste Geschossdeckehallo Fachleute. Wir haben, nachdem es im Laufe der Jahre mehr und mehr im oberen Wohnraum roch, die Isolierung (diverse Schichten) entfernt. Die oberste Geschossdecke soll im Dachraum, der nicht ausgebaut und belüftet ist, mit Rockwool, z.B Tegarock, ausgelegt werden. Im Datenblatt für Tegarock steht, dass unter der Dämmschicht eine dichte Folie verlegt werden soll. Bekommen wir dann nicht Probleme mit der Feuchtigkeit im Wohnzimmer darunter. Hier der Aufbau von unter: 1. alte Holzbalken, durchgehend, (diese sollen sichtbar bleiben, dazwischen eine Holz-, bzw. Rigipskonstruktion). 2. Bretterboden im Dachboden, bisher begehbar, auf diesen wollen wir die Rockwoolschicht legen.
Frage: wo geht die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum hin, wenn auf dem Bretterboden, wie von Rockwool vorgeschlagen, eine undurchlässige Folie liegt. Alternativen? Eilt. Danke!

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Hanna Leonhardt | | 06.07.17

Dachbodendämmung


"...wo geht die Feuchtigkeit aus dem Wohnraum hin..."
Beim Lüften durchs Fenster nach draußen.

Diese Dampfbremse ist erforderlich solange Sie keine an der Unterseite Ihrer Decke montieren.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 06.07.17

nicht so einfach


Hallo, wir vergessen oft und das zunehmend, das es verschiedene Einflüsse gibt. Wenn Sie mit Steinwolle dämmen wollen ist sicher eine Dampfsperre wichtig. Vielleicht führen meine Ausführungen zu weit, aber ich will trotzdem was zu den anderen Einflüssen schreiben, damit Sie den Zusammenhang erkennen. Ihr unterer Abschluss ist monentan auf dem Foto Holz. Ihre Sperre würden Sie darüber anbringen. Man kann rechnerisch ermitteln wieviel Diffusion stattfindet und ob ein Tauwasseranfall stattfindet. Das hängt z.B. nicht unbedingt vom Fabrikat sondern eher von der Dämmstärke ab und wie der Aufbau weiterhin beschaffen ist. Grundsätzlich ist es immer besser eine Lösung zu finden, die ohne Sperre auskommt, da durch Fehler in der Verarbeitung und die Fraglichkeit, wie lange es hält es Risikofaktoren gibt. Wie ich gesehen habe, haben sie die alten Heizkörper durch Röhrenheizkörper ersetzt. Das ist ein entscheidender Unterschied, der oft nicht erwähnt wird. Das Problem Strahlungswärme, ist für den Baukörper energetisch ein geringfügiger höherer Verbrauch, senkt aber das Risiko der kalten Wände und Decken, was den Feuchtetransport wesentlich verbessert. Wenn Sie noch mit einer Vorlauftemperatur von ca 65°C die Anlage betreiben und die gegenüberliegenden Absorbtionsflächen nicht weiter wie ca. 5m entfernt sind, haben Sie gute Voraussetzungen, das selbst bei Steinwolle als Dämmstoff, Sie auf die Sperre verzichten können. Beschichten Sie das Holz entsteht eine natürliche Sperre, die aber nicht 100%ig dicht sein kann. Es wäre anzuraten mit einem Fachmann vor Ort, der nicht nur "TÜF-Energieberater" ist den Sachverhalt genau zu erörtern. Vergessen Sie nicht, Sie machen es wahrscheinlich selbst und es ist Ihr Haus. Sie brauchen nicht unbedingt eine Gewährleistung, weil Sie aufmerksam ihrem Hausgegenüber sind. Wenn Sie wollen, sehe ich es mir gern auch an und rechne es sicherheitshalber auch mal durch. aber dazu bedarf es eben einige Daten mehr.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt
Auch unsere dritte Haut braucht regelmäßige Pflege und nicht einen Notarzt!
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der hausdoktor - holz- & bautenschutz | | 06.07.17

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