Neubau Wandaufbau nach ENEV 2014

Servus an die Fachwerker,

ich lese schon einige Jahre hier im Forum mit und möchte mich erst mal für die vielen guten Informationen bedanken.

Meine Frau und ich suchen schon seit über zwei Jahren ein schönes Bauernhaus zwischen Dresden und Bautzen, welches wir nach den alten Regeln der Kunst renovieren wollten. Leider konnten wir bisher in unserem begrenzten Suchraum kein geeignetes Objekt finden.
Ein Neubau kam bisher nicht in Frage, da uns die aktuellen „Industriebaumaterialien“ ökologisch nicht zusagen.

Vor kurzem sind wir aber auf einen Handwerksbetrieb gestoßen, welcher Zimmerei- und Lehmbauleistungen anbietet.
Nach einem sehr ausführlichen Gespräch waren meine Frau und ich uns einig, wenn Neubau dann nur in dieser Form.

Was bedeutet dies?
- Holzskelettbauweise aus unbelasteten Vollholz
- Wände in verschiedenen Lehm-/Kalkausführungen
- Holzdielen
- Wandheizung
- Wenn möglich so wenig wie möglich Kunststoffe und belastetes Material einsetzen

Das Unternehmen hat uns schon einige nützliche Informationen gegeben, da ich aber von Natur aus eher etwas skeptisch bin, habe ich mich in den letzten Wochen selber auf die Suche nach Informationen gemacht. Unteranderem wurden einige Fachbücher zum Lehmbau angeschafft.

Das größte Problem vor dem ich aktuell stehe ist die aktuelle EnEv und wie man diese mit einem „Fachwerkhaus“ vereinbaren kann.
Sprich, wie führe ich die Außenwand aus und genau hier würde ich euch um eure Hilfe bitten.

Der Wandaufbau der Außenwand soll wie folgt ausgeführt werden (Innen nach Außen)
Den Aufbau kann man so bei U-Wert.net identisch nachbilden.

1. 30mm Kalkputz
2. 60mm Holzfaserdämmplatte STEICOprotect H
3. 180mm Holzskelettbauweise mit Hanf-Stampf-Lehm Ausfachung (Vergleichbar LLS 400)
Lamba = 0,08 W/mK; c=1500J/(kh*k), Mü = 5; Dichte = 400-600 kg/m³ (je nach Verdichtung)
4. 20mm Schilfrohr
5. 60mm Lehmputz inklusive Wandheizung (Rohre)

Außentemperatur -16°C mit 80% rel. Luftfeuchte

Laut U-Wert.net kommen jetzt folgende Ergebnisse raus:
- U-Wert 0,221 W/m²K
- Tauwasser 0,53Kg/m²
- Holzfeuchte 0,0%
- Trockungsdauer 16Tage
- Phasenverschiebung 26h
- Speicherfähigkeit 285kj/m²K
- Gesamtenergie >538kwh/m²

An sich scheint der U-Wert erst mal in Ordnung.
Was ich aber nicht nachvollziehen bzw. werten kann ist die Tauwasseransammlung zwischen dem Kalkputz und der Holzfaserdämmplatte.
Kann man diese Menge vernachlässigen oder muss ich mir hier Gedanken machen?

Ich würde mich über qualifizierte Antworten freuen.

Gruß Mirko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.11.15

Warum


rechnest du mit -16°?


Methusalem | 09.11.15

Hier


kannste alles Nachlesen:
http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Bauphysik-Tauwasserbildung-Nachweise-und-nachweisfreie-Konstruktionen_4421843.html


Methsalem | 09.11.15


Danke für den Link, ich werde mir es mal durchlesen.

Die "-16°C" habe ich mal aufgefasst für den Standort Dresden. Weiß aber leider nicht mehr woher ich das habe und wie der Fachbegriff war.

Ich bin mir aber auch nicht zu 100% sicher, welcher Wert herangezogen werden sollte. Dies entscheidet aber maßgeblich darüber, wie Stark der Feuchteeintrag ist.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.11.15

DIN


Laut Din rechnet man mit -5°


Methusalem | 09.11.15

AW Neubau


Für dieses Vorhaben ist eine Planung durch einen Bauvorlageberechtigten (Architekt) erforderlich.
Dieser kennt die Vorgaben der EnEv und wird sie entsprechend bei seiner Planung umsetzen.
Dabei muss das gesamte Gebäude und nicht nur ein Teil betrachtet werden.
Einzelaspekte im Forum zu klären ist nicht zielführend.
-16*C ist für die Lausitz ok.
Geht nicht gibt's nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community
ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 09.11.15

Was soll heißen "ist ok"?


Soll er die Wand für eine Min. Themperatur auslegen? Was soll das bringen?


Methusalem | 09.11.15

Außentemperatur


@ Methusalem
Die Normaußentemperatur wird zur Heizlastberechnung benötigt.
Deutschland ist in Klimazonen eingeteilt. Und die genannte gilt für die Lausitz.
Je niedriger die Außentemperatur, desto mehr Energie wird benötigt um die gewünschte Innentemperatur zu erreichen.
Geht nicht gibt's nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community
ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 09.11.15

Aha


Ich war geistig noch beim Feuchteschutz!


Methusalem | 09.11.15

Holzständerwand- Neubau


Die Angaben kommen mir etwas seltsam vor-
60 mm Putz innen, dann ein viel zu günstiger Lambda- Wert für den Stampflehm etc.
Ich komme, selbst bei Annahme von nur 60 mm dickem KVH, im 62,5 cm Raster, wie von Steico vorgesehen auf einen U-Wert der Wand von 0,34.
Feuchtigkeit ist bei so einem Wandaufbau ohnehin kein Problem- eher der relativ schlechte U-Wert.

Hier der link zu meiner Berechnung:
https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?&d0=6&L0=1444912956&mid0=4036&d1=2&L1=63942443&mid1=45082&d2=18&L2=444860874&mid2=46623&x2=5.65&d3=18&L3=444860874&mid3=36&x3=6&d4=6&L4=1997121006&mid4=262&d5=3&L5=1&mid5=75&bt=0&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=0

Warum nicht Statik und Gewicht für Schalldämmung als eine Funktion erfüllen und Dämmung in einer separaten Schicht.
Dann könnten schwere Lehmsteine in Gefachen eingebaut werden und außen davor eine separate Dämmschicht mit sehr guter Wärmedämmung.

Bei der jetzigen Planung ist es eher ein Zwitter.
Die korrekten Lambda-Werte sollte eure Firma euch angeben können
Andreas Teich

Neubau


Nach meiner Erfahrung würde das Umsetzen Ihrer Vorstellungen einen höheren Preis, Probleme bei der Finanzierung, Probleme bei der Genehmigung und ein signifikant erhöhtes Schadensrisiko bedeuten.
Der Wiederverkaufswert, egal wann ein Verkauf einmal erfolgen sollte, wird unter dem normalen Verkehrswert von Häusern vergleichbarer Größe und Baualter liegen.
Inhomogene, aus vielen verschiedenen Baumaterialien zusammengesetzte Außenwände sind zum Beispiel risikobehafteter als monolithische Wandaufbauten.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.11.15

Ergänzung


Danke für die zahlreichen Antworten.

Vielleicht nochmal zum Grundverständnis.
Das Projekt bzw. die Idee steckt noch in den Kinderschuhen. Wir haben erst ein Treffen mit dem oben erwähnten Betrieb gehabt und ich versuche jetzt an Hand der bisher erhalten Informationen die Sache aufzuarbeiten.
Das Unternehmen bietet über Statik bis zum einreichen des Bauantrages und die komplette Baubetreuung/Organisation alles an. Schlüsselfertig wäre auch kein Problem, aber ich lege dort wo es Sinn macht doch Lieber selber Hand.

Die technischen Angaben zum Hanf-Stampflehm habe ich mir zusammen gesucht. Die Lamda-Werte schwanken von 0,08 bis 0,1W/mK. Die Angaben habe ich bei verschiedenen Lehmbauern bzw. "Lehmhändlern" gefunden, ich gehe daher davon aus, dass diese soweit stimmen.


@Herrn Teich
Schwere Lehmsteine sollten in die Gefache der Innenwände, aber dies könnte an auch gut an den Außenwändn praktizieren.
Wir haben aber das Glück, dass wir den Lehm aus einer Lehmgrube im Nachbardorf bekommen können. Wir würden daher einiges an Transportkosten sparen und natürlich kostengünstig beim "Erzeuger" kaufen. Dort gibt es aber wie gesagt nur den Lehm aus der Grube.

@Herr Böttcher
Vielen dann auch für Ihre Kritik/Einwände.
Einen monolitischen Aufbau mit Porotonsteinen hatten wir ganz zum Anfang auch in Betracht gezogen, aber konnte uns bisher nicht überzeugen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.11.15

Öko-Hausbau


Welche Materialien gewählt werden ist letztlich eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Fast 100 % Öko und schadstofffrei wäre zB, Holzbalken/Fachwerk/Ständerbau mit selbstgemachten massiven Lehmsteinen oder Grünlingen auszumauern und davor eine Wand aus Strohballen zu setzen und die mit einem Kalkputz zu versehen.

Dabei würde nur das Holzgerüst benötigt werden- am besten gleich mit Dach bestellen, damit man sofort im Trockenen den gesamten Ausbau machen kann, der sich ggf auch alleine ausführen läßt.
Statt verputzten Strohballen kann die Dämmung auch mit Hanf, Zellulose, Wolle, Holzfaserplatten etc erfolgen.
Dabei kann problemlos auch Passivhausstandard erreicht werden.
Fast alles wurde schon gebaut und genehmigt

Andreas Teich

Fachwerkneubau


Das dem Chef der Firma bei der Aussicht auf so einem Auftrag schon der Sabber aus dem Mund läuft kannman sich denken. Formbarer Bauherr, Leistungen die preislich kaum vergleichbar sind und deren Höhe mit dem Ökoargument begründet werden können- das lockt natürlich. Er wird Ihnen deshalb in dieser Phase alles versprechen nach dem Motto: Kann alles, weiß alles macht alles, kostet aber bisschen weil Öko.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.11.15

Bei


Bei der Bodenplatte und Abdichtung nach unten hört es dann auch schon wieder auf mit Öko.
Seid Ihr denn bereit, für so ein Haus 50 bis 100% Aufpreis zu zahlen?
Habt Ihr überhaupt schon ein paasendes Grundstück? Die Suche danach gestaltet sich manchmal schwieriger als das anschließende Bauen!


Methusalem | 10.11.15


Guten Morgen Herr Teich,

genauso haben wir uns das vorgestellt.

Holzskelettbauweise inklusive Dach durch das oben erwähnte Unternehmen erstellen lassen, somit steht erstmal der gröbste Teil im trockenen. Das ausfüllen der Gefache würde dann von Oben nach Unten ausgeführt, damit die Last schon langsam auf die Konstruktion drückt. Spannungs- und Setzungsrisse sollen so minimiert werden.

Die Lehmsteine selber herstellen ist auf jeden Fall eine gute Idee! Ich werde mich zur Herstellung belesen. Tipps sind gern gesehen.

Bei der Außenwand halte ich die HANF-Stampflehm-Ausfachung nach wie vor für eine brauchbare Lösung. Wenn ich mich recht erinnere hat das erwähnte Unternehmen einen Zwangsmischer und eine Fördermaschine (Fachbegriff?). Somit ist man deutlich schneller bei den Ausfachungen der Wände (Zeit ist Geld!) und man hat eine gleichbleibende Zusammensetzung.

Um noch mal auf Herrn Böttcher zurück zukommen, er hat definitiv Recht damit, dass ein monolitischer Wandaufbau weniger risikobehaftet ist als ein „Verbundsystem“. Meiner Meinung arbeiten aber auch Kalkputz, Holzfaserdämmplatte, Holzkonstruktion und Hanf-Stampflehm sehr gut miteinander, deswegen auch der Ansatz in dieser Richtung, obwohl ich auch eher ein Freund des monolitischen Wandaufbaus bin. Aber wie überall, gibt es Vor- und Nachteile, diese müssen halt nur in einem tragbaren Verhältnis stehen.

Was die Probleme bei der Genehmigung angeht, dort vertraue ich mal auf das „beauftrage“ und ausführende Unternehmen, dafür gibt es ja die Verträge. Als größtes Fragezeichen sehe ich aber die ENEV-Vorgaben, deswegen bin ich aber auch hier, um mich vorher schlau zu machen, ob die Vorschriften überhaupt sinnvoll erreicht werden können oder ob das Unternehmen mir hier einen Bären aufbindet.

Zum Thema Finanzierung und Wiederverkaufswert, diese Kritik ist durchaus angebracht. Deswegen soll Eigenleistung nur dort erfolgen, wo es wirtschaftlich überhaupt Sinn macht. Eigenleistung wird ja leider nicht so gut angerechnet wie bezahlte Dienstleistung, diese Erfahrung mussten wir schon im engeren Familienkreis machen, deswegen werde ich dort auch besonders drauf achten.
Der Wiederverkaufswert wird ja durch mehrere Faktoren bestimmt. Standort, Infrastruktur, Energiebedarf etc. Ich denke, dass diese ökologische Bauweise im Zukunft aber immer mehr gefragt sein wird. Wir werden natürlich auch moderne Stilelemente aufnehmen um auch dort auf Höhe der Zeit zu sein.


Ich möchte aber nochmal auf meine Ausgangsfrage zurück kommen.
Hier nochmal ein etwas angepasster Wandaufbau.

Außen: Temperatur -16°C; 80% rel. Luftfeuchte
1. 30mm Kalkputz
2. 60mm Holzfaserdämmplatte STEICOprotect H
3. 240mm Holzskelettbauweise mit Hanf-Stampf-Lehm Ausfachung (Vergleichbar LLS 400)
Lamba = 0,1 W/mK; c=1500J/(kh*k), Mü = 5; Dichte = 400-600 kg/m³ (je nach Verdichtung)
4. 20mm Schilfrohr
5. 60mm Lehmputz inklusive Wandheizung (Rohre)
Innen: Temperatur 20°C; 50% rel. Luftfeuchte

Laut U-Wert.net kommen jetzt folgende Ergebnisse raus:
- U-Wert 0,244 W/m²K
- Tauwasser 0,52Kg/m²
- Holzfeuchte 0,0%
- Trocknungsdauer 16Tage
- Phasenverschiebung 24h
- Speicherfähigkeit 288kj/m²K
- Gesamtenergie >577kwh/m²

Der U-Wert ist durch den geänderten Lambda-Wert natürlich nicht mehr so günstig, um überhaupt in die richtige Richtung zu kommen, musste die Wandstärke erhöht werden. Der Feuchteinfall ist immer noch vorhanden, ist er nun vernachlässigbar oder nicht?


Gibt es einen grundlegenden Denkfehler bei diesem Wandaufbau? Was gilt es besonders zu beachten?

Gruß Mirko

PS: Anbei mal als Vergleich ein monolitischer Wandaufbau. Ob dieser jetzt sinnvoll aufgebaut ist, stell ich mal in Frage.


Außen: Temperatur -16°C; 80% rel. Luftfeuchte
1. 30mm Kalkputz
2. 365mm Poroton T9
3. 20mm Schilfrohr
4. 60mm Lehmputz inklusive Wandheizung (Rohre)
Innen: Temperatur 20°C; 50% rel. Luftfeuchte

Laut U-Wert.net kommen jetzt folgende Ergebnisse raus:
- U-Wert 0,213 W/m²K
- Tauwasser 0,52Kg/m²
- Holzfeuchte 0,0%
- Trocknungsdauer 16Tage
- Phasenverschiebung 26h
- Speicherfähigkeit 279kj/m²K
- Gesamtenergie >521kwh/m²

Im Ansatz erscheint dieser Wandaufbau sinnvoller.




@Methusalem
Nein, ein passendes Grundstück ist noch nicht da, bzw. ist es noch nicht spruchreif. Deswegen möchte ich mich vorher schlauch machen um nicht dann auf Grund von Zeitdruck überschnellte Entscheidungen zu treffen. Das der ökologische Gedanke nicht zu 100% umsetzbar ist, ist uns bewusst und wir werden dies auch nicht auf Biegen und Brechen erzwingen. Kosten-Nutzen muss in einem gesunden Verhältnis stehen.


@Herr Böttcher
Wie schon gesagt, wir sind gerade in der Findungsphase und Hinterfragen natürlich die Aussagen des Unternehmens und glauben diese nicht Blauäugig. Wir haben bereits eine relativ offene Kalkulation gesehen und diese sah im groben und ganzen erst mal tragbar aus. Wir werden uns natürlich auch mit Kunden der Firma in Verbindung setzen um herauszufinden wie glaubwürdig sie sind.

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| 10.11.15

Mich


würde mal der Name des beauftragten Unternehmens interessieren?

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 10.11.15

Vorerst nicht notwendig!


Spielt das Unternehmen eine Rolle?

Ich bin da etwas vorsichtig irgendwelche Namen zu veröffentlichen. Ich habe bisher keine positiven oder negativen Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht und ich möchte nicht, dass durch eventuelle Missverständnisse ein Eindruck entsteht der nicht der Wahrheit entspricht.

Wir sind nur per Zufall auf das Unternehmen gestoßen, mehr als ein Kennelerngespräch ist bisher nicht erfolgt.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

Außen: Temperatur -5°C?


In der Lausitz wird's draußen kälter, da sollte man schon die richtige Temperatur zugrundelegen. Sonst sind die Schlussfolgerung falsch.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 10.11.15

Fachwerkneubau


Fangen Sie nicht mit dem Unternehmer an sondern mit einem Planer/Architekten. Den sollten Sie erst einmal suchen ehe Sie sich Gedanken machen wie dick der Kalkputz wird und ob der Kalk darin mit biologisch-dynamisch gewachsenem Mondphasenholz gebrannt und von drallen Jungfrauen eingesumpft werden muss.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.11.15

Öko-Hausbau


Sobald bei der Porotonwand Schilfmatten verwendet werden ist es nicht mehr monolithisch- das gilt nur bei Wandaufbauten aus mineralischen Baustoffen.
Wobei Leichtziegelwände auch nicht unproblematisch sind:
Wärmebrücken, Bröselziegel mit schwieriger Befestigungsmöglichkeit,
Zugerscheinungen in der Wand wegen durchgehender Luftkammern bis in Steckdosen und in Schlitzen etc
Wenn statisches Gerüst und Ausfachung und Dämmung getrennt werden könnte jeder Holzbaubetrieb die Konstruktion erstellen und den Rest macht man selbst oder sucht sich auf jeweilige Teilbereiche spezialisierte Betriebe.
Lehmsteine bzw massive Grünlinge kann man falls Trocknungs- und Stapelmöglichkeiten fehlen evt besser kaufen.
Der Hauptpunkt ist sicher eine gute Planung, Budget- und Kostenplan,selbstbaugeeignete Bauweisen finden, ein wirtschaftliches ökologisches Heizsystem ermitteln und die vielen Details zu klären wie Dachaufbau und -dämmung, Boden- und Deckenkonstruktion, Haustechnik, ob barrierefrei etc etc
Dann Gebäudeplanung mit Optimierung solarer Wärmegewinne-
wobei die Möglichkeiten von örtlichen Bestimmungen abhängen und natürlich vom Grundstück.
Dämmtechnische günstig sind kompakte Gebäudeformen, zB ein in einen Südhang gebautes, mit allen Öffnungen nach Süden orientiertes Gebäude, Doppelhaushälften etc- das kann leicht schlechtere U-Werte ausgleichen.

Andreas Teich

Danke


@ Herr Esztermann
Ich habe die Temperatur und die Daten angepasst, war ein Bedienfehler meiner Seits.

@Herr Böttcher
Diese Reihenfolge ist mir durchaus bekannt, ich möchte es aber verstehen und lernen. Auch ein Planer/Architekt kann mir erzählen was er will.

Ich will mir aber vorher bewusst sein, was ich möchte!


@Herr Teich
Genau das sind die Punkte, warum uns der Porotonstein noch nicht abschließend überzeugen konnte. Porenbeton fällt noch aus anderen Dingen flach.

Das besagte Unternehmen ist ein Zimmereibetrieb welcher sich auch im Lehmbau spezalisiert hat. Planer und Architektenleistung bieten Sie auch an (in Kooperation). Die einzelnen Gewerke können und würden auch nochmal gesondert ausgeschrieben.

Richtig ist auch, dass der Wandaufbau nur die halbe Miete ist, aber letztendlich ist er auch das "Fundament" unseres Hauses wo ich gern genau Wissen möchte wie was ausgeführt wird und warum. Natürlich muss dann noch ein Heizsystem und die Ausrichtung des Hauses bedacht werden.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

eins after dem anderen (Egon Olsen)


Wenn Sie mit Ihrer Frau den nächsten Urlaub planen beginnen Sie auch nicht damit festzulegen wer denn am Fenster schläft und ob das Dinkelspelzenkissen mit muss.
Fangen Sie damit an wohin die Reise geht und wieviel sie kosten darf.
Das Verrennen in Details versperrt den Blick aufs Ganze.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.11.15

Herr Böttcher


Ihr Wissen in allen Ehren, aber Ihre bisherigen Kommentare bringen mich nicht weiter.

Gedanklich sind wir schon viel weiter, als es vielleicht hier den Anschein macht. Ich wäre Ihnen daher über konkrete Kritik/Ratschläge zu meiner Ausgangsfrage dankbar!

Wie Sie sicherlich Wissen, ist diese Art von Wandaufbau nicht gerade weit verbreitet, deswegen versuche ich vorher rauszufinden ob ich mich auf einem Irrweg befinde oder nicht!


Gern halte ich im Dezember auf den Weg nach Egeln bei Ihnen an und hole mir Ihre "Tipps für Hauskäufer" persönlich ab, ich will ja nicht die Katze im Sack kaufen!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

Planung Neubau


Das liegt daran das ich (und jeder Planer) anders denke als ein Nichtbaufachmann wenn es um die Planung eines Gebäudes geht.
Das Stichwort heißt ganzheitliches Denken.
Planen bedeutet nicht die Aneinanderreihung von Einzellösungen denn das Ganze ist nicht die Summe von solchen Teillösungen.
Deshalb ist es unproduktiv sich über einen Wandaufbau auszulassen wenn die anderen Faktoren nicht bekannt sind.

Wenn Sie eine akademische Grundsatzdiskussion über diese genannte Wand wünschen: Ich halte diesen Aufbau grundsätzlich für suboptimal und würde ihn- egal an welchem Gebäude- nicht empfehlen. Das ist meine persönliche Meinung.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.11.15

Danke


das ist doch mal ein Wort.

Vielleicht kann ich auch noch weitere nützliche Informationen preisgeben damit eine ganzheitliche Betrachtung möglich ist, hierfür müsste ich aber Wissen müssen was Sie an Angaben für eine ganzheitliche Betrachtung brauchen?

Budget? Standort? Heizart? etc.?
Gern versuche ich weitere Angaben zu machen.

Ihre persönliche Meinung ist auch gern gesehen, welche Gründe gibt es, dass Sie diesen Wandaufbau eher Suboptimal finden? Die Schichtdicken können ja noch angepasst werden, liegt es an dem verwendetem Material?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

Planung Neubau


Ich habe den Eindruck Sie versuchen hier mal schnell einen Lehrgang in Neubauplanung abzufackeln.
DAS GEHT NICHT.
Ich habe Ihnen die ersten Teile meines Vademecums zugesandt; vielleicht führt das bei Ihnen zu der Einsicht das ohne professionelle Hilfe so etwas nicht funktioniert- siehe Planer.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.11.15

Falscher Eindruck!


Sehr geehrter Herr Böttcher,

ich denke Sie haben einen falschen Eindruck.

Der oben aufgeführte Wandaufbau wurde uns von dem erwähnten Unternehmen genannt. Ich versuche lediglich herauszufinden, ob dieser Aufbau grundsätzlich Problembehaftet ist. Der mit dem Unternehmen kooperierende Planer wird dies natürlich nicht offen sagen, sofern es so sein sollte.

Was bringt es, wenn ich das System nicht verstehe und dem Planer Blauäugig glaube und mir dann die Bude unterm Hintern weggammelt?

Gerade hier im Fachwerk-Forum hatte ich auf Erfahrungen gehofft, da ja mit den gleichen Rohstoffen gebaut werden soll wie schon vor vielen Jahrzenten. Nur mit dem Unterschied, dass bei den Außenwänden das Fachwerk nicht mehr zu sehen ist.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

Ökohausbau


Ich habe kürzlich gelesen, dass Lehm, je nach Abbauort, auch erhebliche Radonbelastung haben kann. Inwieweit dies verifizierbar ist, kann ich nicht einschätzen.
Gruß Pope
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15

Beispiele zeigen lassen


So kommen wir nicht weiter. Du musst dir von der Firma Beispielprojekte nennen lassen. Dann machst du die Bewohner ausfindig und fragst die ganz freundlich wies gelaufen ist. Könnte interessant werden. Interessanter sogar als irgendwelche Nachkommastellen im U-Wert-Rechner.


Methusalem | 10.11.15

Radonbelastung


Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber ja.
Je nach Örtlichkeit kann die Radonbelastung erhöht sein.

Überblick verschaffen z.B. solche Karten.

http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/3331.htm


@Methusalem
Das ist auch vorgesehen, das Unternehmen hat uns auch schon Kunden/Referenzen genannt.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.15


Einen guten Abend,

zwischen Dresden und Bautzen ein schönes Bauernhaus zu finden ist momentan nicht unmöglich. Es kommt darauf an, was man sucht – also Größe des Hauses, des Grundstückes, des Bauzustandes, der Gesamtkosten .... . Die alten Regeln der Bau-Kunst einzuhalten ist nicht leicht, jedoch nicht unmöglich. Auch ein Neubau heutzutage nach baubiologischen Kriterien einwandfrei hinzubekommen ist mit heutigen Baumaterialien möglich. Schwieriger sind da schon geeignete Firmen zu finden die den Wissensstand haben und fair sind.

Was bedeuten die Konstruktionen – das war Ihre Frage.
- Holzskelettbauweise aus unbelasteten Vollholz ? im Prinzip ist es ein bestimmtes Holzständersystem welches wahrscheinlich mit einheimischen Holz hergestellt wird. Wichtig wäre hier, welche Restholzfeuchte es aufweist.
- Wände in verschiedenen Lehm-/Kalkausführungen ? da lässt sich viel spekulieren – bei Lehmen muss sehr darauf geachtet werden welche eingesetzt werden, nur wenige Lehme sind für den Außenbereich geeignet, einige Lehme haben organische Bestandteile die bei Feuchtigkeit schimmeln können, es gibt auch einige Lehme, die nicht nur aus Lehm bestehen
- Holzdielen –-> oh, das ist auch ein weites Feld – wichtig ist hier die Verwendung von Massivdielen, welche nicht aus mehreren zusammengeleimten Schichten bestehen
- Wandheizung ? auch das ist ein weites Feld – es gibt hier gute und sinnvolle Rohrsysteme und aus meiner Sicht ist es am Wichtigsten wie diese verlegt werden. Der Heizungsbauer verlegt seine Leitungen nach einem anderen Prinzip als es ein Planer machen würde. Mir sind hier die Problemstellen des Objektes wichtig.
- Wenn möglich so wenig wie möglich Kunststoffe und belastetes Material einsetzen ? dass lässt enormen Spielraum zu – was sind in deren Augen Kunststoffe und was ist belastet? Bei dieser Schreibweise können Materialien mit vielen chemischen Stoffen, die bedenklich sind, eingesetzt werden. Denn es soll ja nur wenn möglich, so wenig wie möglich von Kunststoffen und belastete Materialien eingesetzt werden. Kurz um, die können fast bauen wie die Firma es will. Auch heute noch werden z.B. reine Kalkputze mit nicht unbedenklichen Mengen an krebserregenden chemischen Beimischungen im Handel angeboten. Auf jeden Fall würde ich mir zu diesem Punkt alles genauestens erklären lassen. Verlangen Sie immer zu den Produkten die Volldekleration.

1. 30mm Kalkputz ? so dick habe ich das noch nie gehört – auf jeden Fall wird diese Fassade nach ca. 16 Jahren grün werden, wegen der Algenbildung (bestätigt auch ein Hersteller von Dämmfassaden aus Holzfasern)
2. 60mm Holzfaserdämmplatte STEICOprotect H ? mit oder ohne Nut, wie werden die Stöße befestigt? (Steico würde ich jedenfalls nicht für das Dach nehmen! ) Wie werden die Stöße ausgeführt?
3. 180mm Holzskelettbauweise mit Hanf-Stampf-Lehm Ausfachung (Vergleichbar LLS 400)
Lamba = 0,08 W/mK; c=1500J/(kh*k), Mü = 5; Dichte = 400-600 kg/m³ (je nach Verdichtung) ? wie wird das Hanf-Lehm-Gemisch eingebaut? Vor Ort auf der Baustelle? – sicher ein interessanter Wandaufbau – bei möglicher Eigenleistung sollte unbedingt die Trocknung als wichtigstes Thema genauestens durchgesprochen werden. Gerade bei Hanf können schnell schöne Pilze sprießen oder die Hanf-Lehm-Masse von innen heraus verrotten. Beim Einbau muss sehr viel beachtet werden und es gäbe Alternativen zum Vororteinbau. Auch ob der eigene Lehm genügend Klebekraft besitzt. Auch sollte überlegt werden ob es setzungsärmere Materialien mit Lehm gibt.
Wollen Sie die Lehmmischung mit der Maschine selbst einbauen/einblasen. Aus Erfahrung gehört da viel Wissen und Erfahrung des Handwerkers dazu, denn meines Erachtens wird der Lehm separat zu den Hanfschäben gemischt. Und die Zuführung/Zusammenführung ist der Knackpunkt. Ich kenne leider einen Fall, da ging nicht alles eben glatt wie gedacht. Wie viele Objekte hat diese Firma schon ausgeführt und seit wann?
4. 20mm Schilfrohr ? das kenne ich gar nicht
5. 60mm Lehmputz inklusive Wandheizung (Rohre) ? meist wird hier nur 3 – 3.5 cm aufgeputz – doch umso mehr Lehm, umso besser

Den U-Wert würde ich beachten, jedoch persönlich würde ich diesen lieber höher nehmen um Energie zu speichern. Denn was von innen nicht heraus soll, kann auch von außen nicht rein. Und damit meine ich die Sonnenwärme.

Wie wird bei diesem System die Wandaussteifung gewährleistet? Welche Arbeiten führt die Firma hier vor Ort aus und welche Sie? Kommt die Firma auch wenn Halbtagesarbeiten zu erledigen sind auf die Baustelle? Ließe sich nicht mit einer hiesigen Zimmerei Ihr Projekt umsetzen? Und wie sind überhaupt die Kosten? Und es gäbe noch so viele Fragen, die ich stellen könnte.

gutes gelingen,
Michael Reisinger
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 10.11.15

Vielen Dank


Hallo Herr Reisinger,

vielen Dank für diese ausführliche Antwort und vor allem für Ihre konstruktiven Anmerkungen. Sowas hatte ich mir vorgestellt!
Ich werde mich nach meinem Urlaub bei Ihnen nochmal persönlich melden, vermutlich Anfang Dezember.

Gern möchte ich hier trotzdem auf Ihre Punkte eingehen, vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

Sie haben definitiv Recht, zwischen BZ und DD gibt es noch Bestandsobjekte, welche in unser Raster (Bauernhaus mit Scheune Bj. um 1920) fallen würden. Wir möchten aus privaten und sozialen Gründen unseren Suchradius aber nicht erweitern.
Dass das bauen nach den „alten Regeln der Bau-Kunst“ nicht ganz einfach ist, ist uns bewusst. Deswegen ist es für mich umso wichtiger, dass zu verstehen was wir tun und wie die verwendeten Materialien miteinander arbeiten/harmonieren.

Zur Ihren Anmerkungen:

Holzskelettbauweise:
Richtig, diese soll aus unbelastetem Vollholz entstehen. Das Sägewerk befindet sich vor den Toren der Oberlausitz. Knapp 30Minuten vom aktuell geplanten Bauplatz entfernt. Ein Besuch bei diesem Sägewerk ist noch geplant, dort könnte man das mit der Restholzfeuchte klären.

Lehm:
Richtig, auch beim Lehm muss aufgepasst werden was verwendet wird. Die Lehmgrube aus welcher der Lehm schon seit vielen Jahren bezogen wird, ist knapp 10Minuten vom Bauplatz entfernt und weißt für die Region eine verhältnismäßig geringe Radonbelastung auf. Deswegen wird der Lehm auch unteranderem von dem ausführendem Unternehmen bevorzugt.

Holzdielen:
Richtig, wenn Holz als Fussbodenaufbau genommen werden soll, dann nur ungeleimte und unbehandelte Vollholzdielen.

Wandheizung:
Richtig, diese soll vom einem Fachmann geplant werden. Das Anbringen der Wandheizung werden wir dann aber in Eigenleistung übernehmen.

Kunststoffe und belastetes Material:
Diese Anforderung haben wir uns selbst gestellt. Das Unternehmen kann nach eigenen Aussagen viele Alternativprodukte anbieten, natürlich stellenweise mit einem ordentlichen Aufpreis. Z.B. Armierungsgewebe, alternative wäre Jute; Lacke & Farben; etc. Die Frage ist aber ob der Kosten-Nutzefaktor überhaupt sinnvoll ist. Das muss dann immer von Fall zu Fall entschieden entweder. Anderseits kommt man bei manchen Sachen nicht um Kunststoff drum herum. Z.B. Verbundrohr Wandheizung oder die ganze Elektrik.
Das Thema Kunststoffe und belastetes Material ist meiner Meinung nach sehr Komplex und muss mit Bedacht angegangenen werden.
Wir werden versuchen, bei jedem eingesetzten Material/Produkt uns über „natürliche/unbelastete“ Alternativen Gedanken zu machen.
Der Hinweis mit der Volldeklaration werden wir beachten!


Zum geplanten Wandaufbau:

1. 30mm Kalkputz
Dies ist ein Erfahrungswert des ausführenden Unternehmens. Aber Danke für den Hinweis, ich werde es hinterfragen.

2. 60mm Holzfaserdämmplatte
Der Hersteller ist noch nicht fix, entweder mit Nut oder dann in zwei Lagen versetzt angeordnet.
Der Hersteller der Aufsparrendämmung ist ebenfalls noch nicht fix!

3. 180mm Holzskelettbauweise mit Hanf-Stampf-Lehm
Der Hanf-Stampflehm wird durch das Unternehmen vor Ort selber mit einem Zwangsmischer gemischt. Eigenleistung ist nicht vorgesehen, wenn dann nur eine Beteiligung. Das Unternehmen besitzt hier schon einige Jahre Erfahrung mit dem oben genannten Lehm. Ziel ist es auch nochmal mit Kunden zu reden, welche vor 10-15Jahren gebaut haben, auch wenn die ENEV-Vorschriften und damit der Wandaufbau ein anderer war.

4. 20mm Schilfrohr
Kann, muss aber nicht. Ganz genau kann ich den Hintergrund nicht mehr erläutern. Wenn ich mich Recht erinnere, ist diese Schicht um der Trägheit der Wandheizung entgegen zu wirken. Genaueres muss ich nochmal in Erfahrung bringen.

5. 60mm Lehmputz
Ist ebenfalls ein Erfahrungswert des Unternehmens.


Unser Ziel ist es nicht, auf Biegen und Brechen einen geringen U-Wert zu erzielen. Wir sind der Meinung, nicht so viel wie möglich sondern nur wie nötig. Die U-Wert-Reduzierung ist natürlich mit enormen Kosten verbunden.

Das Thema Wandaussteifung ist ein Detail, mit dem ich mich bei dem Erstgespräch nicht auseinander gesetzt habe. Wird nachgeholt.

Die Firma ist etwa 30 Minuten vom Bauplatz entfernt, ich denke das ist tragbar, da Bauplatz und Firma jeweils direkt an der A4 liegen.
Welche Eigenleistung wir übernehmen muss noch bewertet werden. Aktuell denken wir, dass wir uns nur den Rohbau stellen lassen und den kompletten Innenausbau selbst vornehmen.

Bisher konnte ich keine Zimmerei in der näheren Umgebung ausfindig machen dies sich mit solchen Projekten auseinander setzt. In Frage kommende Zimmereien, sind dann nochmal ein Stückchen weiter weg, als das bisherige Unternehmen.

Zum Thema Kosten würde ich mich öffentlich ungern auslassen, da dies vermutlich wieder zu einer Grundsatzdiskussion führen würden.
Nur so viel, wir haben eine relativ offene Kalkulation für eine aktuelles Projekt (150m2) vorgelegt bekommen, die für mich im Groben und Ganzen schlüssig war. Der Kostenrahmen lag nicht signifikant über den Angeboten, welche wir uns bisher bei Fertigteilhausanbietern eingeholt haben. Klar ist, diese Angebote sind nicht 1zu1 Vergleichbar, aber der Kostenrahmen liegt trotz eines eingeplanten Aufschlag/Puffer von 10-15% in unserem gesetztem Budget.


Gruß Mirko


Hopfensack | 11.11.15

"Alter" Neubau


... noch zwei Anmerkungen:
Wandheizung geht auch mit Kupfer.
Egal wie der Wandaufbau ist, die EnEv muss eingehalten werden. Aber das sollte die in Aussicht genommene Firma ja wissen.
Viel Erfolg.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 11.11.15

Richtig


Sie haben Recht, Wandheizung geht auch mit Kupfer, ein Verbundrohr erscheint mir aber als sicherere Alternative.

Ich werde berichten wir es weiter geht.


Hopfensack | 11.11.15

Wandaufbau


Wenn Sie dem " dem Planer Blauäugig glaube und mir dann die Bude unterm Hintern weggammelt?"
Mit dieser Haltung dürfen Sie niemandem glauben. Auch nicht dem Bauunternehmer. Nur sich selber.
Planer haben eine Berufshaftpflichtversicherung und Sie das Recht auf Schadenersatz.
Ich hoffe Sie haben dann auch eine Haftpflichtversicherung falls Sie die Arbeit eines Planers selber übernehmen wollen.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.11.15

Wandheizung


... und warum erscheint Ihnen Verbundrohr als die sicherere Alternative?
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 11.11.15

Wandaufbau Neubau


Hallo Mirko
Viel dickwandigeres Kupferrohr ist sicher bei der Heizungsinstallation haltbarer und techn günstiger als Verbundrohre, die nur sehr dünne Alueinlagen haben.
Zudem ist die spätere Reparaturmöglich viel besser sowie die Wärmeleitfähigkeit, Wärmeübertragung etc und die Wärmeausdehnung deutlich geringer. Bei der Wasserinstallation hat Kunststoff oder Verbundrohr oder Edelstahl Vorteile.
Das sind aber nur kleine Details, die später geklärt werden können.

Es ist sicher hilfreich sich schon im Vorfeld über die Möglichkeiten zu informieren, wie Boden- und Deckenkonstruktionen, Dach- und Wanddämmung etc
Bei Dämmung würde ich mich an eigenen Wünschen und nicht der EnEv als Minimalvorgabe orientieren- besser ist immer möglich und je nach Heiztechnik sinnvoll.
Die ENEV wird ohnehin ständig novelliert und tendiert zu den bei Passivhäusern gültigen Werten.
Die eigenen Wünsche und Vorstellungen müssen ohnehin die Planungsgrundlage des Planers sein, der die auf Realisierungsmöglichkeit überprüfen und ggf anpassen muß.
Das Problem ist nur den zu finden, der die eigenen Wünsche erfüllen kann.
Auch Planer machen Fehler- die meisten sicher bei Sanierungen als bei Neubauten, die technisch viel einfacher sind.

Die theoretische Möglichkeit evt, nach 5-10 jähriger Bauprozeßdauer Recht zu bekommen hilft auch nicht weiter, da teure Bauprozesse auch finanziert werden müssen. Es gbt im Forum genügend Erfahrungen dazu.

Wer ein Haus mit Flair und Geschichte vorzieht kann aber auch gut einen unverbastelten Altbau nehmen, die es zur Genüge gibt.
Sanierungsmöglichkeiten werden hier genügend dargestellt.

Andreas Teich

EnEV


@ AT
"Bei Dämmung würde ich mich an eigenen Wünschen und nicht der EnEv als Minimalvorgabe orientieren- besser ist immer möglich und je nach Heiztechnik sinnvoll."
Es ist ein Neubau! Da ist die EnEV zwingend.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 11.11.15

@ Michael Reisinger


Zitat "Den U-Wert würde ich beachten, jedoch persönlich würde ich diesen lieber höher nehmen um Energie zu speichern. Denn was von innen nicht heraus soll, kann auch von außen nicht rein. Und damit meine ich die Sonnenwärme."

Was hat jetzt der U Wert mit der Speicherfähigkeit für Sonnenenergie zu tun?
Hier reden sich einige um Kopf und Kragen!


Methusalem | 11.11.15

@ Michael Reisinger


Zitat "Den U-Wert würde ich beachten, jedoch persönlich würde ich diesen lieber höher nehmen um Energie zu speichern. Denn was von innen nicht heraus soll, kann auch von außen nicht rein. Und damit meine ich die Sonnenwärme."

Was hat jetzt der U Wert mit der Speicherfähigkeit für Sonnenenergie zu tun?
Hier reden sich einige um Kopf und Kragen!


Methusalem | 11.11.15

ENEV


Das meinte ich auch- die EnEv ist die Minimalvorgabe, die beachtet werden muß- besser geht natürlich aber nicht schlechter.

Ob Speicherfähigkeit oder guter (= niedrigerer) U-Wert besser ist wird unterschiedlich bewertet.
Da aber die jährlichen Durchschnittstemperaturen außen deutlich unter den gewünschten Innentemperaturen liegen bevorzuge ich bessere Dämmungen.
Um solare Energieeinträge zu ermöglichen zB Südausrichtung der Fenster vorsehen und um nächtliche Wärmeverluste zu verringern dichte Fensterläden installieren.

Prinzipiell bewirkt Südausrichtung des gesamten Gebäudes deutlich geringere Heizenergiekosten.

Nur hängt das von den örtlichen Gegebenheiten ab- die können aber bei der Grundstückssuche berücksichtigt werden.

Andreas Teich

Unentschlossen


Abend Herr Teich,

bisher Wissen wir nur, dass wir Wandheizung verbauen möchten und in den stark begangenen Räumen auch Fussbodenheizung. Über die genaue Ausfürhung habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht.
Ich glaube mich zu erinnern, dass Kupferohre sich im Putz aufscheuern können. Lasse mich hier aber gern eines Besseren belehren.

Bei der Südausrichtung sind wir voll bei Ihnen. Wir versuchen unser Grundstück nach der Ausrichtung auszusuchen, da wir gern soviel Sonnenenergie wie möglich einfangen wollen.

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| 11.11.15

Wandheizung mit Kupferrohren


Aufscheuern ist völlig ausgeschlossen bei der minimalen Bewegung der Rohre- es gibt jahrzehntelange Erfahrungen dazu, die mir einer der ersten Wandheizungsbauer mitgeteilt hat, der schon seit über 30 Jahren solche Systeme installiert.

Wenn Wand- und Fußbodenheizungen parallel betrieben werden sollen besser als zusätzlicher, separat zu steuernder Kreis, da Fußbodenheizungen viel niedrigere Vorlauftemperturen haben müssen.
Überhaupt haben Wandheizungen Vorteile, da sie wegen geringerer Überdeckung schneller ansprechen und die Wärme in dem Körperbereich abgegeben wird, wo sie hauptsächlich benötigt wird.
Wegen möglichen höheren Oberflächentemperaturen benötigen Wandheizungen kleinere Flächen.

Andreas Teich


Sägewerk befindet sich vor den Toren der Oberlausitz
? ? sicher das Sägewerk aus der Nähe von Schiebock (Bischofswerda) ? - er kennt mich, er weiß wie ich ticke und was ich fordere, es wird nicht einfach – wenn man so tief in der Materie drin steckt, ist es nicht einfach mit einem – das Sägewerk ist gut, nur müssen die Rahmenbedingungen genau abgesteckt werden – ich unterstütze prinzipiell einheimische Firmen und auch ihn
? Ich finde es prima, dass Sie einheimische Sägewerke bevorzugen und ich stehe total auf ortsansässige Firmen. Das ist schon aus ökologischen Gründen fast eine Pflicht
? Wichtig ist bei Sägewerken, dass das Holz langsam und lange heruntergetrocknet wird. Gerade bei dem was Sie vorhaben, ist es wichtig wenig Schwund in der Konstruktion zu haben.
? Radonbelastung: ich weiß, viele werden den Kopf schütteln, andere mich als sonst was hinstellen – ich bin der Meinung, dass das Radon in Ihrem Gebiet nicht maßgebend ist. Sie bekommen dies mit kostenlosen einfachen Mitteln allein wunderbar geregelt. Man(n) darf sich nur nicht verrückt machen lassen !
? Holzdielen: und seit vielen Jahren bauen wir die Dielen behandelt wie ein Möbelstück ein. Das ist wichtig, denn die Dielen sollen ja nicht schüsseln oder ewig an den Rändern nachgeschnitten werden.
? Wandheizung: hier bestehen gravierende Unterschiede zwischen den Unternehmen und den alternativ denkenden Planern
? Kunststoffe und belastetes Material: Jute verwenden wir seit über 20 Jahren nicht mehr, damals waren sie stark mit toxischen Mitteln belastet und deshalb haben wir sie nicht verwendet, zudem haben sie einige Probleme wenn sie zu viel Wasser aufsaugen (Deckenbereiche),
? Lacke und Farben: nein hier sollte nicht der Kosten-Nutzenfaktor stimmen, sondern, wie man(n und frau) sich in ihrem Haus wohl fühlt – die Unterschiede sind gravierend !
? Kunststoff z.B. am Verbundrohr: korrekt, doch es gibt Alternativen
? Und auch bei der Elektrik gibt es gute Möglichkeiten
? Wandheizung: korrekt, das diese auch mit Kupfer geht, doch dieses sollte nicht pur eingebaut werden, das haben einige versucht und sind auf die Nase gefallen
? ENEV: es ist korrekt das diese eingehalten werden muss, doch es können Ausnahmen beantragt werden, die Einhaltung besteht in dem nicht mitmachen dieses aufdiktierten Blödsinnes, so verstehe ich dies - man muss sich auch der Konsequenzen bewusst sein und das Spiel mit den Materialien ist so begeisternd, doch betrüblich ist es, wie leider viele Planer (egal ob Architekten oder Bauingenieure) gar nicht verstehen was sie so planen und was die verschiedenen Materialeigenschaften so bewirken – naja, ein langes Thema
? Haftpflichtversicherung: nach BGB sind dies immer noch 30 Jahre ! Und wer um die „Ecke“denkt ist immer noch besser dran, als die Vorschläge der Industrie zu folgen
? U-Wert: korrekt ist es, wenn ich beschreibe: wenn die Rohdichte höher ist, - wir haben Objekte wo wir fast 200 m² wohnfläche gebaut haben und geringe Energiekosten zu verzeichnen haben, obwohl wir eine Rohdichte der Außenwandbaustoffe von 800 kg/m³ verwendet haben, wenn die Bauherren massiv bauen wollten – Baustoffe mit niedrigen Speicherfähigkeiten wie Mineralwollen oder Schaustoffen können keine Energie zwischen speichern,
? ENEV: Bekannte haben sich erst letztes Jahr einen Vollwärmeschutz für knappe 60 T€ einbauen lassen. In meinen Augen eine Schweinerei und Betrug. Rechnen wird sich dies NIE, schon gar nicht innerhalb von 10 Jahren, und als ich das Haus das letzte Mal sah, war der Putz nicht der schlechteste. EnEv ? lieber dreimal geschaut und nachgedacht, als alles nachgemacht
? ENEV: mich würden eigentlich die wirklichen Energieverbräuche mehr interessieren, als das errechnete und vor allem würden mich die Energieverbräuche interessieren die bei Vergleichsobjekten in der Realität wirklich eintreten !
viele Grüße
Michael Reisinger
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 11.11.15


die Fragezeichen hatte ich als Pfeile markiert
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 11.11.15

Danke


Guten Morgen Herr Reisinger,

wieder einmal vielen Dank für die ausführlichen und konstruktiven Antworten.

Sägewerk:
Ich kenne das Sägewerk in Bischofswerda nur flüchtig, ich denke wir reden von dem Sägewerk was vor Jahren mal zum Teil abgebrannt war? Es freut mich natürlich, dass dieses Sägewerk auch in Frage kommen könnte, da er geplante Bauplatz keine 10KM entfernt liegt.

Ortsansässige Firmen:
Ja, die innere Einstellung von uns hat sich in den letzten Jahren etwas gewandelt, eigentlich seit dem wir regelmäßig Urlaub im Alpengebiet machen. Dort wird halt noch Wert darauf gelegt, die ortsansässigen Handwerker/Firmen und Bauernhöfe zu bevorzugen damit es der Region allgemein besser geht und das diese sich entwickeln kann.

Radonbelastung:
Im Grund gebe ich Ihnen Recht, auch dieses Thema ist etwas hochgepuscht, aber wenn ich es mir aussuchen kann bevorzuge ich es natürlich weniger belastetes Material einzusetzen. Letztendlich bringt es mehr, die Ursache anzugehen als dann nachträglich die Symptome zu bekämpfen.

Holzdielen:
Hier kann ich Ihnen nicht ganz folgen, aber das ist auch ein Detail was später noch genau geklärt werden kann.

Wandheizung:
Können Sie hier bitte etwas genauer werden?

Kunststoffe und belastetes Material:
Der Vergleich von Jute war nur als Beispiel gedacht. Ich denke hier kann man getrost auf die Kunststoffarmierung zurückgreifen.
Beim Thema Verbundrohr und Elektrik bin ich auf die Alternativen gespannt.

Lacke und Farbe:
Da bin ich voll bei Ihnen, ich habe das Beispiel vielleicht nur etwas falsch in meiner Argumentation platziert.
Aber das Thema ist auch sehr weitreichend um es jetzt im Detail zu besprechen.

ENEV:
Ein sehr kontrovers diskutiertes Thema, wie schon von einigen angemerkt muss das Gesamte betrachtet werden.
Aber Ihre Herangehensweise gefällt mir und entspricht auch meiner Denkensweise.


Gruß Mirko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.11.15

ENEV


Sehr geehrter Herr Reisinger:

"Haftpflichtversicherung: nach BGB sind dies immer noch 30 Jahre ! "
Quatsch.
Das BGB hat nichts mit der Haftpflichtversicherung eines Architekten oder einer Baufirma zu tun, auch nicht mit der eines Bauherren und noch nicht mal mit der Berufsgenossenschaft.
Das BGB regelt die Gewährleistungspflichten bei Liefer- und Werkverträgen. Die betragen bei Bau- und Planungsleistungen bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Vorsatz) 5 Jahre.

" Und wer um die „Ecke“denkt ist immer noch besser dran, als die Vorschläge der Industrie zu folgen "
Damit suggerieren Sie einem Bauherren das er als Versuchskaninchen für unerprobte und ungeprüfte Baustoffe und Verfahren herhalten kann weil die besser sein sollen als erprobte und allgemein anerkannte Techniken und Materialien.
Man erfindet das Bauwesen mal so eben neu.
Das geht dann schon in die Richtung Vorsatz, wenn Sie als Planer Kunden so etwas empfehlen und nicht auf die Rechtslage und die Risiken hinweisen. Es gibt ein Bauproduktengesetz, EU- Richtlinien, eine Bauregelliste, Herr Reisinger. Das sind keine privatrechtlichen Regeln wie eine DIN sondern Gesetze. Selbst wenn der Bauherr so etwas ausdrücklich wünscht stehen SIE in der Gewährleistung.

"? ENEV: mich würden eigentlich die wirklichen Energieverbräuche mehr interessieren, als das errechnete und vor allem würden mich die Energieverbräuche interessieren die bei Vergleichsobjekten in der Realität wirklich eintreten !"
So etwas gibt es schon lange, mehr als einmal wurde diese Problematik Praxistests unterzogen und veröffentlicht.
Sie können die Ergebnisse aus der Fachliteratur oder bei Weiterbildungen erfahren.
Beispiel: Der m.W. erste größere Praxistest fand in Bochum- Werne ab 1995 statt und wurde vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart betreut.
Ähnliche Ergebnisse können Sie bei Innendämmungen finden.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 12.11.15

@Herr Reisinger


Zitat "wir haben Objekte wo wir fast 200 m² wohnfläche gebaut haben und geringe Energiekosten zu verzeichnen haben, obwohl wir eine Rohdichte der Außenwandbaustoffe von 800 kg/m³ verwendet haben, wenn die Bauherren massiv bauen wollten"

Frage: Wie dick war diese Wand und welche EnEv haben Sie damit erfüllt? Bin gespannt!


Methusalem | 12.11.15


Guten Tag,
@ Mirco:
Radonbelastung:
bei einem Objekt hatten wir mal Messungen durchführen lassen und hohe Werte verzeichnen müssen. Auf dem Diagramm war eine fast gleichbleibende Linie zu verzeichnen und dann ein abrupter Absturz auf Null. Die Eigentümer waren drei Wochen im Urlaub und als diese wiederkamen lüfteten sie.

Holzdielen:
mein Schwiegervater war Tischler und hat mir da ganz gute Tipps vermittelt.
Wandheizung:
Können Sie hier bitte etwas genauer werden? ----- ich lasse die Leitungen nach unseren Prinzipien verlegen. Der Heizungsbauer muss „nur“ die Räume warm bekommen, wir müssen jedoch Bauschäden ausschließen und kennen gewisse Gewohnheiten der Bauherren. Und darauf gehen wir ein.

@ Herr Böttcher:
Selbstverständlich meine ich die 30 Jahre – diese werden ja auch mittlerweile von jeder Haftpflichtversicherung mit abgedeckt (30 Jahre Nachhaftung) und der Architektenvertrag ist ein Werkvertrag.
..................." Und wer um die „Ecke“denkt ist immer noch besser dran, als die Vorschläge der Industrie zu folgen " .... Damit suggerieren Sie einem Bauherren das er als Versuchskaninchen für unerprobte und ungeprüfte Baustoffe und Verfahren herhalten kann weil die besser sein sollen als erprobte und allgemein anerkannte Techniken und Materialien. ................
Das sehe ich eben anders – sind wir nicht die Versuchskaninchen der Industrie? Wenn dies in der Automobilbranche möglich ist, warum nicht auch in der Bauindustrie. Und warum sollen wir das alte Wissen der alten Baumeister wegwerfen. Woher nehmen Sie an, dass wir unerprobte und ungeprüfte Baustoffe verwenden? Ja, wir gehen alternative Wege und darauf bin ich auch stolz und auch darauf, dass wir dies schon seit über 20 Jahren tun dürfen und es Bauherren gibt, mit denen man ebenbürtig diskutieren kann. Es steht doch in der DIN selber, dass der Anwender jedweder DIN-Vorschrift sich selbst Gedanken machen soll. Und nur das tun wir.
........................ Man erfindet das Bauwesen mal so eben neu. Das geht dann schon in die Richtung Vorsatz, wenn Sie als Planer Kunden so etwas empfehlen und nicht auf die Rechtslage und die Risiken hinweisen. Es gibt ein Bauproduktengesetz, EU- Richtlinien, eine Bauregelliste, Herr Reisinger. Das sind keine privatrechtlichen Regeln wie eine DIN sondern Gesetze. Selbst wenn der Bauherr so etwas ausdrücklich wünscht stehen SIE in der Gewährleistung. ......................
Das ist korrekt mit den Richtlinien, den Bauproduktengesetzen .... und das ist mir bewusst. Sie kennen meine Arbeitsweise nicht und werfen mir vor, dass ich den Bauherren als Versuchskaninchen benutze und ihm wichtige Gesetze vorenthalte. Ich finde dies eine bösartige Unterstellung. Doch Sie können getrost und beruhigt sein, alles ist gut. Und da wir einige Bauherren hatten, die sich in rechtlichen Dingen sehr gut auskennen, bin auch ich beruhigt, da auch diese sehr zufrieden sind, wie gebaut wurde.

Praxistest: Das ist korrekt, jedoch muss man schauen wer der Auftraggeber dieser Tests war. Welche kennen Sie? Doch mich interessieren auch die privaten Nutzer.

@ Methusalem:
Daten zum Haus: 2 P., Höhe über Null mit ca. 300 m, ca. 190 m² Wohnfläche, EG + OG, massives Mauerwerk mit einer Rochdichte von 800 kg/m³, diffusionsoffener Fußboden, Decke nach oben gedämmt 20 cm, Heizung leider als Luft/Wasser-Wärmepumpe, Zusatz kleiner Holzofen im WZ – Kosten für Heizung und Warmwasser ca. 750 € im Jahr 2008
Mit vielen Grüßen
Michael Reisinger
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsbüro für gesundes Bauen | | 12.11.15

Gewährleistung


Sehr geehrter Herr Reisiger,
ich bitte Sie um Aufklärung WO bzw. in WELCHEM Paragrafen des BGB die Festsetzung einer dreißigjährigen Gewährleistungsfrist enthalten ist.

Das eine Versicherung so etwas auf Wunsch anbietet- das kriegen Sie auch für 50 Jahre oder für die Gefahr eines Komenteneinschlages auf Ihr Haus; alles ist nur eine Frage des Preises.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.11.15

Unnütz


Sehr geehrter Herr Böttcher,

ich würde Sie bitten sich jetzt nicht an Details aufzuhängen. So hatten Sie anfänglich auch mir gegenüber argumentiert!

In meiner Fragestellung ging es eigentlich um was anderes.
Was zum Teil auch schon beantwortet wurde.
Herr Teich und Herr Reisinger sind die einzigen die bisher überhaupt auf meine Fragestellung eingegangen sind.

Das einzige was Sie bisher geschafft haben, ist das ganze Thema immer wieder aus dem Zusammenhang zu reißen.


@Herr Reisinger
Ja die Radonbelastung kann man durch gutes lüften verringern. Einen ähnlichen Versuchsaufbau haben wir bei meinem Schwiegervater durchgeführt, er arbeitet in Altwahnsdorf bei der staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt.

Ihr angesprochenes Objekt klingt interessant, ich hoffe doch das eine Objektbegehung möglich ist?

Gruß Mirko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.11.15

@Herr Reisinger


Danke für Ihre Mühe, aber wie dick war die Wand denn nun? Das war meine Frage!


Methusalem | 13.11.15

Planung


Womit wir wieder am Anfang wären...
Sie ergehen sich in - für diesen Zeitpunkt- unwichtige Details.
Wenn Sie über Gott, die Welt und das Bauen an sich diskutieren wollen- bitte. Ich bin da raus.
Bis auf eine Aushahme: Wenn sich Fachleute mit falschen Aussagen hier einbringen.
Das sollte mir eigentlich egal sein aber Laien als Leser können nicht unterscheiden was richtig und was falsch ist. Ich möchte nicht in diesen Topf mit geworfen werden, deshalb nehme ich mir die Freiheit auf Fehler in Beiträgen hinzuweisen. Ein/die Leser kann/können dann besser entscheiden.
Ob meine Meinung nicht ins Weltbild des Lesers passt oder die Form zu ruppig erscheint stört mich nicht.
Das hier ist nicht der Jungfrauenschutzverein Mariahilf.
Sich zu irren sehe ich nicht als Schande oder Makel an.
Ich irre mich auch ab und an. Wenn man mich mit objektiven Argumenten überzeugt bin ich dankbar, so lerne ich was dazu.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.11.15

Div Fragen zum Hausbau


Michael R.@
Nur einige techn Fragen:

Warum keine nicht ummantelten Kupferrohre?
Der mir bekannte Heizungsbauer ist einer der ersten überhaupt, der seit über 30 Jahren reines Kupferrohr für seine Wandheizungen verwendet und noch nie Probleme hatte.
Wenn jemand reinbohrt wäre das zudem viel leichter zu reparieren als ummanteltes- vom besseren Wärmeübergang ganz abgesehen.

Wie sieht ihr diffusionsoffener Bodenaufbau aus?
ohne Beton und Feuchtigkeitsabdichtung?

Welchen Wandaufbau und Deckenaufbau würden sie nehmen, wenn keine Präferenzen geäußert werden?

Wie bekommt man Ausnahmen von der EnEv bei Neubauten oder bezog sich das auf Altbauten?

Warum Steico nicht für das Dach?

Welcher Lehm ist für außen geeignet (auch ohne Kalkputz ?)

Wie war der Wandaufbau, der mit unter 800 kg/m³?

Vielen Dank-vielleicht ergibt sich daraus eine Diskussionsgrundlage

Andreas Teich

Neubau-Bilder aus der Bilddatenbank: