ENEV. zwang zum dämmen?

heut hab mich meine frau aufgescheucht. von wegen dass es ja ein muss ist zu dämmen. jetzt frage ich mich, was macht man wenn man in einem alten haus wohnt und schlicht und ergreifend im moment nicht das nötige kleingeld hat sein haus nach dieser Verordnung zu dämmen? müssen wir strafe zahlen? ich hab versucht ein bisschen zu googlen, so schlau bin ich da draus jedoch nicht geworden.
hier kann mich sicher jemand über dieses EnEv aufklären :)
Ich schaff das schon… :-/
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| 20.12.11

Eine Alternative…


… wäre der Verkauf. Ein ungedämmtes Haus ließe sich zwar nur deutlich unter Wert verkaufen, aber jetzt, wo die ganzen Gebühreneintreiber von der GEZ demnächst arbeitslos werden und neue Betätigungsfelder benötigen?
---
Am besten einen Fachmann oder Gutachter fragen. Der kostet zwar eine Stange Geld, aber nur er kann eine detaillierte Planung zur energetischen Sanierung ihres Hauses erstellen.
---
oder z.B.:
http://www.b4bbaden.de/nachrichten/karlsruhe_artikel,-Befreiung-von-der-EnEV-2009-wegen-Unwirtschaftlichkeit-_arid,41903.html
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
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| 20.12.11


ich will ja bloß wissen ob ich dämmen muss… das haus ist über 100 jahre alt
Ich schaff das schon… :-/
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| 20.12.11


Nein, so einfach kann Sie keiner dazu zwingen.
Eine solche Maßnahme muss immer um Pflicht zu werden, 1. Wirtschaftlich sein und 2., das vergessen die meisten gern, den a.a.R.d.T. entsprechen.
Grade die Fassadendämmung am Altbau fällt bei einer Wirtschaftlichkeitsberechnung oft durch.

Wenn es sich bei dem Haus um ein Denkmal handelt kann es von der EnEv ohne hin befreit werden.



anonymus | 21.12.11

Guten Morgen Hasn,


auf Deine Frage ein eindeutiges Nein.

Da ich zu Faul bin einen Artikel abzuschreiben, geh mal auf diese Seite: http://www.hausundgrund.de/hug-report.nl,NTg=.html

Viele Grüße
Alles ist erhaltenswert
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Holzbau Schobig | | 21.12.11

Zwang ode Schutz vor uns selbst ...


Hallo Hans,

Meint Deine Frau, daß sie aus Überzeugung dämmen möchte oder hat Sie Furcht vor "Vater" Staat?

Am besten Du lädst Dir mal die EnEv aus dem Netz und ließt dir die mal in Ruhe durch. Hier steht - zwar nicht unbedingt immer im best verständlichen Deutsch - alles drin was Du wissen mußt, bzw. möchtest.

Als kleiner Ansatz: ... die ENEV verlangt nicht explizit die eine oder andere Maßnahme von einem Hauseigentümer. (Ich geh hier davon aus, daß ihr selber in dem Haus wohnen werdet. Für Mietshäuser gelten noch andere Auflagen. )Ziel ist zuerst einmal die Erreichung eines Energieverbrauchswertes für ein sogenanntes Vergleichsobjekt. Für Euer kleines Häuschen, liegt dieser geschätzt so um die 100kWh/m²a. Mag mich da aber auch irren. ... Wie sieht's denn bei Euch aus? Könnt Ihr dies in etwa aus den Verbrauchswerten der letzten Jahre abschätzen wo Ihr liegt?

Falls nicht sucht Euch einen Energieberater mit guten Referenzen. Laßt Euch am besten vor Vertragsunterzeichnung mal einen Musterbericht zeigen (ich hab's leider nicht gemacht) und informiert Euch bei der BAFA nach den zu erfüllenden Kriterien. Augenmerk sollte dabei nicht auf irgendwelchen spektakulären Wärmebildern liegen, sondern vielmehr auf einer sorgfältigen Analyse der Bausubstanz (Wandaufbauten, Materialien, Wärmebrücken). Hier könnt Ihr entsprechend durch Vorarbeiten oder verfügbare Unterlagen entscheidend zum Gelingen beitragen.

Ein solcher Bericht kostet ab etwa 600€, jeh nach Aufwand und wird von der BAFA bis zu 50% gefördert. Die Beantragung der Förderung würde dabei bequem über den Energieberater laufen.

Aus einem solchen Bericht kann man, vorausgesetzt der Berater weiß was er tut, recht gut die Schwachstellen an seinem Haus ablesen, und eine energetische Sanierung somit viel gezielter angehen. Das hilft am Ende nicht nur Geld zu sparen, sondern auch ggf. unnötige Dämmaßnahmen zu vermeiden. Bei alten Häusern ist oft schon viel durch einen Austausch der Fenster und des Heizungssystems sowie eine Dämmung der oberen und unteren Geschossdecken erreicht. Bei massiven Wänden bräuchte es so vielleicht nicht mal eine Fassadendämmung. Ein weiterer Ausweg aus den Dämmauflagen wäre die Verrechnung der CO2 Vermeidung durch Nutzung "regenerativer" Energiequellen für die Wärmeversorgung. Das wäre Biomasse (Holz, Biogas, Bioöl), Solar, oder Umweltwärme.

Kurz und knapp! Es gibt durchaus viele Wege und Lösungen die dazu führen können auch ohne evl. bauhistorisch und bauphysikalisch bedenkliche Fassadendämmung unseren täglichen, verschwenderischen Wahnsinn im Umgang mit endlichen Energieträgern nachhaltig Einhalt zu gewähren. ... Man muß nur anfangen!



Hoffe ich konnte ein wenig helfen,
Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
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| 21.12.11

Ich weiss nicht ob einige die ENEV kennen?


Bei mir liegt sie immer auf dem Schreibtisch.Grundsätzlich müssen sie die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz einhalten.
Da sie kein Denkmal haben fällt der § 24Ausnahmen für sie flach. Sie können nur nach § 25 Befreiungen für unbillige Härte eine Befreiung "beantragen" beim zuständigen Bauamt.
Sonst kann es passieren, dass sie Massnahmen nach § 27 Ordnungswidrigkeiten erwarten.
Trick´s und Kniffe gibt es immer gute Kompromisse zu finden.
Ich bin auch Gegner der ENEV, denoch ist sie ernst zu nehmen, da sie Gesetzesgrund besitzt und eine staatliche Verordnung ist.


anonymus | 21.12.11


@Hieronymus

Die Dämmaßnahme muss Wirtschaftlich sein, wenn sie das nicht ist gibt es auch keine Verpflichtung zum Dämmen.


anonymus | 21.12.11

Sehr geehrter Herr Struve


Wem haben sie diese Tatsache denn nachzuweissen und vor allem wie? §25 ENEV!Wer befreit denn davon?


anonymus | 21.12.11


@Hieronymus

Ich mache ne Eingabe an Angie ;-)

Ich dachte Du hast die EnEv auf dem Tisch liegen?


anonymus | 21.12.11

Hab ich auch genau vor mir!


Zitat § 25 (1)" Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf "Antrag" ............"

Liebe Leute bevor Ihr Irgendjemanden euer gefährliches Halbwissen weitergebt, beschäftigt euch mit den Texten und nicht was Ihr mal gehört habt oder meint zu Wissen.
Wer ist nach Landesrecht die zuständige Behörde?


anonymus | 21.12.11


gibt es auch Preise?


anonymus | 21.12.11

ENEV - Abschnitt 3 - Bestehende Gebäude und Anlagen


Eine Verpflichtung zur Ertüchtigung in Eurem Fall besteht nur wie unter § 10 beschrieben (wenn Ihr aber ein "Bauteil" saniert, greift § 9 ... vgl.: http://www.gesetze-im-internet.de/enev_2007/index.html)

§ 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden

(3) Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m2·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist.

(4) Auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume ist Absatz 3 nach dem 31. Dezember 2011 entsprechend anzuwenden.

(5) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 4 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang. Sind im Falle eines Eigentümerwechsels vor dem 1. Januar 2010 noch keine zwei Jahre verstrichen, genügt es, die obersten Geschossdecken beheizter Räume so zu dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m²·K) nicht überschreitet.

(6) Die Absätze 2 bis 5 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.
„Ich weiß, dass ich nichts weiß!“ Sokrates
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| 21.12.11


Also der Steuerberater iss es nicht, den hab ich grade angerufen, der weiß nicht mal was ne EnEv iss. ;-(


Der Halbwissende forscht weiter.


anonymus | 21.12.11


Shit,
die Straßenverkehrsbehörde hat auch keinen Schimmer.

Ich versuche es jetzt mal im Umweltministerium, die müssen das ja wissen ;-)


anonymus | 21.12.11

Der Preis ist...


...die Erkenntnis :-)


anonymus | 21.12.11


Im Umweltministerium geht im Moment keiner ans Telefon, die sind sicher grade die Welt retten.


anonymus | 21.12.11

Die nach Landesrecht zuständigen Behörden


http://www.google.de/#hl=de&cp=41&gs_id=6&xhr=t&q=Die+nach+Landesrecht+zust%C3%A4ndigen+Beh%C3%B6rden&pf=p&sclient=psy-ab&site=&source=hp&pbx=1&oq=Die+nach+Landesrecht+zust%C3%A4ndigen+Beh%C3%B6rden&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=&gs_upl=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=ca5489144d81fb0a&biw=1024&bih=614
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.12.11

Hallo Hans,


ein unmittelbarer Zwang zum dämmen besteht nicht, sinnvoll ist aber auf jeden Fall die Dämmung der obersten Geschossdecke, wenn darunter geheizt wird. Das spart gut Energie und kostet je nach Ausführung nicht die Welt. Dafür hast du ja auch eine gewisse Übergangsfrist.Über eine weitere Dämmung brauchst du, wenn du keine Kohle hast, auch nicht nachzudenken.

Damit du eine Strafe zahlen musst, muss erstmal einer da sein, der dich betrafen will. Bei uns machen die Bauämter bisher keine Anstalten, "säumige Dämmer" zu bestrafen.

Also lass dich nicht verrückt machen. Es wird nix so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und wenn es mal soweit ist, dann schreib mir mal.

VG J. Simon
Die Alten erhalten!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.12.11


@ Hasn


§25
(1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

Mach Dich doch erst einmal schlau, was denn eigentlich gemacht werden muss, Stichwort Gutachten (s.o.)

Dann rechne nach, was das kostet und was es bestenfalls bringt. Dann kannst Du doch abschätzen ob "die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen ... erwirtschaftet werden können"

Bis Du das fertig hast, wird sicher jemand herausgefunden haben, wo Du dann Deinen Befreiungs-Antrag plazierst. Wenn nicht, frag' den Gutachter, der bei Dir war. Dessen Hilfe wirst Du dann ohnehin brauchen.

Schöne Feiertage

wünscht Götz
es gibt viel zu tun, fangt schon mal an
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| 21.12.11


Habe jetzt wen im Umweltministerium erreicht, die meinen ich soll mal beim Bauordnugsamt nachfragen.
Mach ich doch mal.


anonymus | 21.12.11


Ohhh,
ich werde verbunden, es scheint ich bin ganz nah dran.
Iss das alles aufregend.


anonymus | 21.12.11


... um jetzt mal den Gedanken von Oliver abzuschließen, damit hier nicht der Server noch überläuft. ...

Kann mir gut vorstellen, daß man als Privatmann auf dem Bauamt nur dumm angeschaut würde, wenn einer wirklich mal seinen Antrag auf Befreiung einreicht wie nach EnEv gefordert. Da es derzeit keinen wirklichen Vollzug gibt (wirkungsvolle Kontrollen) hätte man wohl ohnehin vor Gericht gute Chancen dies als Begründung anzuführen sich die durch einen Befreiungsantrag entstehenden Kosten gespart zu haben. Der Richter würde wohl einen Freispruch verhängen. Kenne mich da aber nicht so aus.

Trotzdem!
Die ENEV ist nicht nur zum Leute ärgern und Baudenkmäler vernichten geschaffen worden. Sie enthält trotzdem keine Muß-Kriterien, sondern jede Maßnahme ist immer auf das Gesamtobjekt zu beziehen.


(§9, Absatz 1, Pkt 1&2)

"... Die Anforderungen des Satzes 1 gelten als erfüllt, wenn

1. geänderte Wohngebäude insgesamt den Jahres-Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes nach § 3 Absatz 1 und den Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts nach Anlage 1 Tabelle 2,

2. geänderte Nichtwohngebäude insgesamt den Jahres-Primärenergiebedarf des Referenz-gebäudes nach § 4 Absatz 1 und die Höchstwerte der mittleren Wärmedurchgangs-koeffizienten der wärmeübertragenden Umfassungsfläche nach Anlage 2 Tabelle 2

um nicht mehr als 40 vom Hundert überschreiten."





Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
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| 21.12.11

@Oliver


Was war denn jetzt mit dem Bauordnungsamt?

Du kannst uns doch jetzt nicht vor Weihnachten auch noch alle auf die Folter spannen.......

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.12.11

na was


...Volltreffer

Schiff versenkt ;-)

Was man hier alles so lernt.


anonymus | 21.12.11

Ausnahmen der EnEV 2009


Dämmpflicht besteht nicht, wenn
1. Das Ein- oder Zweifamilienwohnhaus am 1. Februar 2002 vom Eigentümer selbst bewohnt war.
2. Das Dach oder die oberste Geschoßdecke bereits geringfügig gedämmt ist.
3. Wenn die Aufwändungen zur Dämmung nicht durch Energieeinsparung in einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden können.

Zu Punkt 2 hat die Fachkommision "Bautechnik" der Bauministerkonferenz sich wie folgt geäußert:
"Es besteht keine Pflicht zur nachträglichen Dämmung(…), wenn die oberste Geschoßdecke oder das Dach bereits über eine durchgehende, allenfalls durch Balken oder Sparren unterbrochene Schicht eines Dämmstoffes verfügt.
Die oberste Geschoßdecke gilt auch als gedämmt, wenn sie dem Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2:2003-07 entspricht; davon kann (…) bei massiven Deckenkonstruktionen die seit 1969 errichtet wurden, und bei Holzbalkendecke aller Baualtersklassen ausgegangen werden".

In puncto Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen hat die Fachkommision keine Erläuterungen veröffentlicht :-)

Ich hoffe, ein wenig Licht in die Sache gebracht zu haben.

Viele Grüße
Alles ist erhaltenswert
Mitglied der Fachwerk.de Community
Holzbau Schobig | | 21.12.11

Welche Vorrausetzungen müssen für eine Befreiung von den Anforderungen der EnEV erfüllt sein?


Eine Befreiung(§25 EnEV)kommt in Betracht, wenn die Umsetzung der EnEv im Einzelfall eine unbillige Härte bedeutet.
Dies wird insbesondere dann in Betracht, wenn die Aufwendungen sich nicht innerhalb der Nutzungsdauer amortisieren, wenn also die Umsetzung der EnEV unwirtschaftlich ist.

Im Einzelfall können weitere Sachverhalte eine unbillige Härte begründen. Es kommt dabei auf die schlüssige Darlegung gegenüber der zuständigen Behörde an.

Sachverhaltsbeispiele, die eine Befreiung begründen:

1. Die zusätzliche Wärmedämmung eines bereits gedämmten Daches bringt nur eine geringfügige Verbesserung des Wärmeschutzes. Der Aufwand wäre wirtschaftlich nicht vertretbar.

2. EnEV-konformer Einbau einer provisorischen Heizung ist unverhältnismässig teuer.

3. Es fehlt zur der Umsetzung der EnEV das erforderliche Geld

4. Der Bauherr hat ein hohes Alter und wird die Amortisation vermutlich nicht erleben.

---- Eine Berfeiung tritt nicht automatisch ein, sondern sie ist vom Bauherrn explizit zu beantragen.-----


Welche Behörde zuständig ist, richtet sich nach Landesrecht.
Es ist meistens die untere Bauaufsichtbehörde (Kommunalebene), es kann aber auch die obere Bauaufsichtsbehörde sein (Landesebene, z.B. in Baden Württemberg)

In einigen Bundesländer muss der Antrag durch einen Sachverständigen oder durch das ausführende Fachunternehmen bestätigt werden.
Sachverständiger oder Fachunternehmen bestätigen, dass eine unbillige Härte vorliegt und begründet dies ausreichend.

Entscheidend ist die schlüssige Begründung des Antrags.
Bei plausibler Darlegung dürfte die Bauaufsichtsbehörde in aller Regel dem Antrag zustimmen.

Grüsse


anonymus | 22.12.11

@Thomas Kehle:


Wieviel Jahre setzt man denn als Nutzungsdauer an?

Nimmt man die Gesamtlebenszeit, gucken die meissten Forumsteilnehmer ganz schön in die Röhre.......

@Stephan: Wenn ich die 40% umrechne komm' ich auf 0,666 W/(m²K) bei freistehnden EFH unter 350qm bis zu 1,08W/(m²K) für Anbauten. Was ist "K"?

Grüsse, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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| 22.12.11


Bei WDVS müssten die Investition nach maximal 10 Jahren
Nutzung durch die einhergehende Energieeinsparung der
Dämmung ausgeglichen sein. Dann wäre die Maßnahme nach
EnEV wirtschaftlich.

Nie Nutzung eines WDVS ist natürlich länger, nur verursachen die notwendigen Wartungsintervalle immer wieder neue Kosten.

Mann kann sich natürlich auch hinstellen und sagen: Veralgung ist nur ein visuelles Problem.
Das stimmt dann aber auch nur solange bis es kaputt friert.

Grüße

PS
“K” ist (in diesem Fall) 1 Grad Kelvin

[pubimg 27444]


anonymus | 22.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Hieronymus


bevor Du hier irgendein Halbwissen aus Deinem am Schreibtisch festgeklebten EnEv Ordner saugst:


§25
(1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können


Die "angemessene Frist" beläuft sich nach aktuellen Rechtsurteilen auf 10 Jahre. Dh, innerhalb von 10 Jahren müssen die Kosten für die Dämmmaßnahmen durch Energieeinsparungen ausgeglichen werden. Ein fast Ding der Unmöglichkeit...


Man beachte das "haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien", das heißt konkret, die Behörde hat weder Ermessensspielraum, noch Auslegungsspielraum noch die Kompetenz, "rumzueiern".
Sie müssen die Befreiung geben, auch wenn hinterher ein Stück aus der Tischkannte fehlt.


Zitat: "Sonst kann es passieren, dass sie Massnahmen nach § 27 Ordnungswidrigkeiten erwarten." <<< Darauf warte ich noch... Frei nach dem Motto: und willst Du nicht meiner Meinung sein, reiß ich Dir die Hütte ein???



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 22.12.11

EnEV


Übrigends, die EnEv ist von der Dämm(stoff)lobby geschrieben worden und dann dem Gesetzgeber übergeben worden...
genau von DER Dämmlobby, die jetzt wegen unerlaubter Preisabsprachen vom Kartelamt verknackt wurde....


Ein Golodkowski, der Arges dabei denkt...
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
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| 22.12.11

Faustformel?


Dann sähe die Faustformel also so aus:

Heizkosten (im langjährigen Mittel) x Einsparung in % X 10 Jahre = Maximalkosten der Massnahme

Mal ein fiktives Beispiel:

2500€ Öl/Jahr x 15%(Einsparung bei Fassadendämmung) x 10 = 3750€ für die Fassadendämmung.

Dafür kriegste nichtmal einen Maler mit Gerüst......

Wenn das so stimmt brauch' sich wohl niemand mehr Sorgen zu machen, oder?

Grüsse, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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| 22.12.11

Gibt's...


... für sowas eigentlich Fördergelder?

Oder reicht die Förderung der eigenen Lebensqualität?
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
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| 22.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Boris



Genau so ist es... Dämmung im Verbund mit anderen Maßnahmen, die wenig bis nix kosten (Heizungsoptimierung zB macht Dir eine gute Firma in ca 2 Stunden), bringen mehr als teure, hektische WDVS an die Wände pappen.



@Schwarzwild

Ja, auch dafür werden Steuergelder verbraten...


Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
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| 22.12.11

Ich wundere mich jedesmal...


... in wie vielen Häusern noch nicht einmal die dünnen Wände in den Heizkörpernischen gedämmt oder auf normale Wanddicke zugemauert werden.

Bei meinen Eltern meinte ein Energieberater der Stadtwerke der auch die Thermographieaufnahmen gemacht hat, dazu, dass es außer Taupunktproblemen nix bringen würde und man um eine WDVS-Außendämmung nicht herumkäme. Zur Info: Das Haus meiner Eltern ist in der ersten Etage außen umlaufend mit Schiefer verkleidet.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
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| 22.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Schwarzwild


Was hat der bei der Thermografie festgestellt? Daß die Sonne die Fassade aufgeheizt hat und die dadurch rot dargestellt wurde?
70% aller Thermografien sind falsch oder fehlerbehaftet...weil, am Tage oder am Abend gemacht wurden, die Geräte nicht einjustiert wurden oder Bedienfehler die Ergebnisse verfälscht haben...



Andreas


Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
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| 22.12.11

Nö, ...


... das stellen die doch immer nur bei Konrad Fischer fest, oder?
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
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| 22.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Schwarzwild




pppppppppppppppppppppppppppppsssssssssssssssssssssssssssss!


Du weckst den Troll....


Mir wollte Baumax für 99 Euro eine Thermografie machen, Termin war für 14:30... das sagt doch alles, da sind meine 80cm Feldsteinwände so warm von der Sonne, daß die nachts um 21:00 Uhr noch den Schnee vom Gehweg strahlen...



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
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| 22.12.11

Sehr geehrter Herr Kapitzke


Der Bauherr bzw. sein Vertreter hat die Wirtschaftlichkeit oder Amortiationswerte rechnerich nachzuweisen. Und seit wann gilt die EnEv für euch Schluchtenjodler?:-)
Und von wem die ENEV gemacht ist oder ob ich das teile was darin geschrieben steht spielt keine Rolle. Ob ich es richtig oder falsch finde, dass in Ortschaften 50Km/h zu fahren sind spielt auch keine Rolle, wenn ich ertappt werde gibts Strafe ob ich will oder nicht. Und wenn ich denk du hast kein Plan dan schreib ich das ob du willst oder nicht. Du hast kein Plan.


anonymus | 22.12.11

An die "Experten"


"Wer nichts weiß, muß alles glauben."
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

...


"
@Stephan: Wenn ich die 40% umrechne komm' ich auf 0,666 W/(m²K) bei freistehnden EFH unter 350qm bis zu 1,08W/(m²K) für Anbauten. Was ist "K"?
"

Schnell die EnEv rausgesucht und 40% aus Anhang 1, Tab. 2! Ja, kann stimmen. ... Und? ...


Die sich hiernach ermittelnden Werte beziehen sich auf die Gesamthüllfläche, soll heißen, auf die Summe der Einzelverluste über Dach/Decke, Fassade, Fensterflächen, Boden, etc. Freilich hat eine normale Ziegel- oder Fachwerkwand keinen U-Wert von < 1W/m²K! Wenn aber über Einzelmaßnahmen wie Dämmung der oberen und unteren Geschoßdecke, sowie Austausch der Fenster bereits recht viel für den Wärmeschutz getan wurde, reicht vielleicht auch eine weniger (Wärmedämmputz), bis gar nicht gedämmte Fassade aus, um die verordneten Grenzwerte zu erfüllen. Der richtige Weg wäre hier also mal eine Abschätzung über Flächenanteile und angenommene Werte für den Transmissionswärmeverlust anzustellen. www.U-Wert.net hilft dabei!

Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11


Die angemessene Amortisationszeit, wird in einem überschaubaren Zeitraum von ca. 10-15 Jahren angenommen.
Rechnet sich die Maßnahme in diesem Zeitraum nicht mit der tatsächlichen Energieeinsparung, liegt somit eine unbillige Härte vor.

Wobei man beachten sollte, dass die Sowiesokosten von den Gesamtkosten der Maßnahme(z.B.WDVS) abgezogen werden sollten, dann relativiert sich so einiges.
Denn diese Differenz ist ausschlaggebend für die Amortisationsrechnung.
Rechnet sich der Differenzbetrag nicht im überschaubaren Zeitraum ist die Maßnahme unwirtschaftlich.

Die Befreiung muss der Bauherr Selbst beantragen und plausibel begründen und/oder von einem Energieberater bzw. ausfürhendem Fachunternehmen bestätigen lassen.
Ist die Erklärung (und das ist entscheidend) plausibel, "muss" die Behörde dem Antrag zustimmen.

Man kann sich nun darüber Streiten was der richtige Weg ist, aber Sanierugungsmaßnahmen sollten zumindest von einem Fachmann geplant und begleitet werden.
Selbst Hand anzulegen und zu denken, dass ein im Netz eingestellter U-Wert Rechner die lösung bringt ist ein Irrtum tut mir leid diese Materie ist etwas komplexer als sie scheint, denn leider werden all zu oft die damit entstehenden Wärmebrücken nicht beachtet.
Denn diese können den Transmissionswärmeverlust mal ganz schnell in die Höhe treiben und somit das Risiko der Schimmelbildung erhöhen.

Grüsse Thomas


anonymus | 23.12.11


Mein Hinweis auf www.u-wert.net war nicht zum selber Hand anlegen (planen) gemeint, sondern zunächst nur als Hilfsmittel für eine orientierende Abschätzung (Kontext).

Darüber hinaus bin ich mir sicher, daß ein bauphysikalisch interessierter Laie früher oder später auch auf das Thema Wärmebrücken stößt. Vermutlich hat er hierfür am Ende sogar ein besseres Auge, als ein vielleicht engagierter Energieberater, der in seinem 1h-Vorrortthermin schon genug damit zu tun hat Maße und andere grundlegende Details zu dokumentieren. Wärmebrücken werden hier bekantermaßen eher pauschaul und mit dem dicken Daumen berücksichtigt.

Ob sich Hans einen wirklichen Planer mit mehr Zeit für's Detail leisten kan oder will muß er selbst entscheiden. Raten kan man Ihm nur sich auch selber in die Materie einzuarbeiten, und sich seine eigene Meinung zum Thema zu bilden. Durch den Trend zur "Akademisierung" des Bauwesens ist das klar keine einfache Übung und braucht vor allem Zeit ... hilft aber Kapitulationshaltungen wie:

- Dämmung? Alles Quatsch! ... oder aber
- Ganz Einfach! Mach das So und so.

vorzubeugen. Uninformierte Fachleute findet man nicht nur in Baumärkten sondern auch unter denen mit Visitenkärtchen. Pauschal sein Vertrauen aussprechen sollte man daher Keinem. Samaritische Hilfe erwarten sowieso nicht. ... Schließlich geht es immer ums Verkaufen, bei dem Einen mehr, bei Anderen weniger. ... Da wir alle irgendwie von was leben müssen, und das System ja auch Wachstum braucht, ist letzteres dann meist auch OK!

Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

Wärmebrücken


Liber Stephan,
Wärmebrücken werden "bekanntermaßen"
ENTWEDER
über einen Abminderungsfaktor
ODER
durch Einzelrechnung bzw. Wärmebrückenkatalog
berücksichtigt.
Da ist nix mit dem dicken Daumen.

Allerdings hast Du mit solchen Möchtgern- Fachleuten und Energieberatern recht. Mir ist ein Energiepass eines Maklers untergekommen der sich auch Energieberater nennen darf.
Das war nicht gut.

Dann habe ich eine Energiekonzeption eines Ing.- Büros für eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme in die Hand bekommen. Das Ergebnis war ein Haufen Ärger für mich als Baubetreuer, da einige Maßnahmen technisch nicht und einige nur mit erheblichen Risiken für den Erhalt des Bauwerkes umsetzbar waren.
Warum wird sowas gemacht: Die Kunden sind in der Regel scharf auf die Fördermittel, die sich nach dem Grad der energetischen Sanierung richten.
Da darf es dann gern ein wenig mehr sein. Ob diese geplanten Maßnahmen umsetzbar oder überhaupt sinnvoll sind spielt da erst mal keine Rolle, Hauptsache die Kohle kommt erst mal rüber.

Viele Grüße

p.s. Der Abminderungsfaktor spart zwar dem Berechner etwas Zeit und Arbeit, kostet dem Bauherren aber u.U.einen Haufen mehr an Aufwand und Geld.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 23.12.11


Hallo Georg,

ich kann hier auch nur aus meinen Erfahrung sprechen.
Mag sein, daß das Anderenorts anders läuft! ...

Hingesetzt und die Wärmebrücken nach Einzelrechnung oder Katalog berücksichtigt hätte sich zumindest bei mir keiner der angefragten Herren Energieberater. Das ist dann wohl auch eher Planersache. Der letztendlich zum Einsatz gekommene Abminderungsfaktor ist und bleibt ein nach mehr oder weniger intensiven, visuellem Eindruck und somit vielleicht nicht unmittelbar pauschal aber dennoch grob angesetzter Faktor des dicken Daumens.

Für eine simple Heizlastberechnung oder aber Entscheidung Dämmung nach EnEv ja oder nein, ist das sicher alles nicht weiter schlimm, solang man sich nicht im Philosophieren über Prozentpünktchen verliert. Für eine Detailplanug und die Vermeidung von Feuchteschäden freilich schon! Das ist aber das, was ich meine wo es dann das Fachwissen oder aber den interessierten Laien braucht. Da sind wir durchaus auf einer Linie, die uns aber von der eignetlichen Frage entfernt.

Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

Details?


Als absoluter Laie muss ich mich allerdings schon fragen, mit wie wenig Eckdaten relevante Werte wie Heizlast oder U-Wert berechnet werden. Was soll man sich da noch in Details ergehen?
---
Die meisten ehrlichen Gegenrechnungen führen m.E. zu dem Ergebnis, dass die KfW-Förderung teuer erkauft wird.
Ich weiß allerdings nicht, ob die Förderrichtlinien in allen Bundesländern gleich sind, bzw. ob es z.B. in Sachsen noch ganz andere Fördertöpfe als z.B. in NRW gibt.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

Nochwas ...


"Die Kunden sind in der Regel scharf auf die Fördermittel, die sich nach dem Grad der energetischen Sanierung richten.
Da darf es dann gern ein wenig mehr sein. Ob diese geplanten Maßnahmen umsetzbar oder überhaupt sinnvoll sind spielt da erst mal keine Rolle, Hauptsache die Kohle kommt erst mal rüber."

... Ist das so? ... Höhrt sich an, als ob man über Fördermittel Geld verdienen könnte! So ist es ja wohl eher nicht. ...

Denke das Ding ist eher, daß die meisten Leute meinen sie bekommen mehr, bei wenig mehr oder sogar geringeren Kosten. Die allgemeine Förderpolitik ist da ja nicht unbedingt hilfreich und dämmen tun ja sowieso die Wenigsten wegen ihres weiten Blicks über den eigenen Tellerrand hinaus, sondern vor allem des eingeredeten aber oft nicht realistischen Geldspareffekts wegen.

Dem Kunden deswegen Betriebsblindheit vorzuwerfen ist da aber wohl das falsche Hausmittel gegen. Ein seriöser Fachmann sollte im konkreten Fall immer Argumente finden können dem Einhalt zu gebieten. Tut er's absichtlich nicht gehöhrt das in meinen Augen wegen Betrugs bestraft. Gegen Unwissenheit wäre damit aber immer noch kein Kraut gewachsen, womit wir wieder bei der staatlich verordneten EnEv wären.

Über Probleme aus falschen und richtigen Dämmaßnahmen kann man hier bei viel Zeit und Nerven genug lesen und vielleicht auch lernen. Von staatlicher Seite, und von den Industrie und Handelskammern gibt es dagegen in meinen Augen derzeit nicht nur keine wirksames Konzept, sondern sogar nur ein tiefes Schweigen gegenüber der breiten Öffentlichkeit. ... Ich persöhnlich bin dabei der Meinung daß man am Ende vielleicht sogar mehr für alle erreichen würde wenn es anstatt finanzeiller Anreize aus übervollen Fördertöpfen wirklich fachliche und dabei kostenlose Unterstützung im Zuge von Planugshilfen und Bauüberwachung durch staatlich eingesetzte und geprüfte Fachberater oder Baubegleiter gäbe.

Die entscheidende Frage ist dabei natürlich ob man das Ganze als Wirtschaftsförderungs- oder aber als CO2-Verminderungsprogramm verstehen will. Aktuell, und da gebe ich den Kritikern recht, ist es wohl eher das Erstere.

Gruß aus Berlin,
Alt ist relativ!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11


Der Hinweis auf den u-wert Rechner ist zwar gut gemeint, führt aber bei falscher und unvollständiger Anwendung zu einem verfälschten Ergebnis, es kommt bei uns immer wieder vor, dass man uns, aus besagtem Rechner Berechnungen vorlegt und wir dann feststellen, dass die Berechnungen schlicht und ergreifend falsch sind.

Welcher Stellenwert das Thema Wärmebrücken am Baukörper hat muss jeder selbst entscheiden.
Es ist natürlich einfacher nach dem pauschalen WB Faktor zu rechnen als sich die Arbeit zu machen diese detailliert zu beruteilen und nachzuweisen.
Wenn aber ein detaillierter Nachweis dazu führt, dass nicht nur die Energiebilanz sich verbessert, sondern die Dämmstärke (z.B. an der Wand von 18 cm auf 12 cm) reduziert werden kann, hat sich der Aufwand schon gerechnet.
Aber das darf jeder sehen wie er will, denn einer Reduzierung der Dämmstärke kann sich durchaus im höheren 4 stelligen Euro Bereich bewegen, je nach Grösse des Objektes.

Bei der Detailplanung sollte das miteinander von den jeweiligen Parteien, wie Energieberater und ausführender Firma oder Bauleiter, schon funktionieren ansonsten geht es schief.

EnEV ist nicht gleich KFW! Das sind zwei Paar Stiefel.
Die Vorgaben der EnEv unterscheiden beträchtlich von den Vorgaben der KFW Förderung (z.B. U-Wert Dach: EnEV 0,24 W/(m²x K), KFW 0,14 W/(m²x K)).
Schlussendlich hängt es davon ab, wie das Vorhaben finanziert werden soll, der Aufwand und die Kosten einer KFW geförderten Maßnahme ist beträchtlich höher als eine Maßnahme nach EnEV. Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Grüsse Thomas


anonymus | 23.12.11

Hieronymus


"Der Bauherr bzw. sein Vertreter hat die Wirtschaftlichkeit oder Amortiationswerte rechnerich nachzuweisen. Und seit wann gilt die EnEv für euch Schluchtenjodler?:-)
Und von wem die ENEV gemacht ist oder ob ich das teile was darin geschrieben steht spielt keine Rolle. Ob ich es richtig oder falsch finde, dass in Ortschaften 50Km/h zu fahren sind spielt auch keine Rolle, wenn ich ertappt werde gibts Strafe ob ich will oder nicht. Und wenn ich denk du hast kein Plan dan schreib ich das ob du willst oder nicht. Du hast kein Plan."



Bevor Du Dich hier als verbalen Wadenbeißer betätigst, präge Dir die goldene Regel aller Wadenbeißer ein: "Kannst Du nur in eine Wade beißen, dann rechne damit, daß Dich der andere Fuß in den A... trifft"


Wenn Du mein Profil und meine HP gelesen hast, (ja, im Gegensatz zu Dir bin ich hier nicht halbanonym unterwegs)wüßtest Du, daß ich aus DE komme.
Und unser zänkisches Nachbarbergvolk kopiert gerne über kurz oder lang jeden Dummfug, der aus DE kommt.

ZB gibt es hier inzwischen einen Energiepass, der im Prinzip nix aussagt, als daß irgendwer Zeit hatte, irgendwelche frisierten Zahlen in eine PC Maske einzugebén und dann auf drucken zu gehen.


Daß der Bauherr oder sein Vertreter die Wirtschaftlichkeit oder Unwirtschaftlichkeit nachweisen muß, hab ich nicht bestritten. Ich hab nur beschrieben, daß die Behörde von der ENEV auf Antrag befreien muß.

Und daß die ENEV von der Lobby geschrieben wurde, war nicht zum diskutieren sondern nur als Fußnote gedacht...

Ob ich einen oder keinen Plan hab, kannst Du nicht entscheiden. Ich hab sogar mehrere Pläne..., sogar zwei Pläne von meinem Haus...aus 1946 und 2004, den aus 1600 haben die Türken gefladert...




Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11


Lieber Hieronymus,

“Und von wem die EnEv gemacht ist oder ob ich das teile was darin geschrieben steht spielt keine Rolle.”

Das ist eine beeindruckende Logik, sieh Dir mal die Geschichte, vorzugsweise nur die deutsche, an.
Wer da alles welche Gesetze verfasst, und mit welchen folgen auch durchgedrückt hat.

Die meisten nachträglichen Dämmaßnahmen die wir im Ein- und Zweifamilienhausbau so sehen sind unwirtschaftlich.

Es steht nix in der EnEV das man schönrechnen muss.




anonymus | 23.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


Ich vermute, der TE meinte diese Sache:


"Oberste Geschossdecke oder Dachschräge muss bis Ende 2011 gedämmt sein. Energieeinsparverordnung EnEv verlangt Nachrüstung. Ausgenommen sind kleinere Häuser, die die Eigentümer schon länger selbst nutzen.

Der Termin rückt rasch näher: Bis 31. Dezember 2011 müssen bisher ungedämmte oberste Geschossdecken unbeheizter Dachräume gedämmt werden. Alternativ ist auch die Dämmung der Dachschrägen möglich. Festgelegt ist die Pflicht in der 2009 novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV). „Hausbesitzer sollten von einem Energieberater prüfen lassen, ob bei ihnen Handlungsbedarf besteht“, sagt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg. Nicht betroffen sind Hausbesitzer, die im eigenen Wohngebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten leben und das Haus schon vor dem 1. Februar 2002 bezogen haben. Wer ein solches Haus zwischen dem 1. Februar 2002 und Ende 2009 erworben hat und darin wohnt, für den gilt der Stichtag 31. Dezember 2011. Häuser mit bis zu zwei Wohneinheiten, die 2010 oder später gekauft wurden, haben ab Kaufdatum zwei Jahre Zeit für die Dämmung. Informationen dazu gibt es beim Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Nach der Dämmung muss die Geschossdecke einen kleineren Wärmedurchgangskoeffizient als 0,24 Watt pro Quadratmeter mal Kelvin aufweisen. Ungedämmt sind bis zu zwei Watt üblich. „Existiert bereits eine alte Dämmung, gibt sich der Gesetzgeber damit zufrieden“, weiß Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN). „Das gilt auch dann, wenn sie die aktuellen Anforderungen der EnEV nicht erfüllt.“

Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist unter den Maßnahmen einer energetischen Gebäudesanierung eine der profitabelsten. Die Kosten liegen zwischen 50 und 70 Euro pro Quadratmeter und sind damit vergleichsweise gering. Die Investition hat sich nach wenigen Jahren ausgezahlt. „Pro Jahr können Besitzer eines Eigenheims um die 600 Euro an Energiekosten einsparen“, schätzt Dannecker.

Mit dem Inkrafttreten der novellierten Energieeinsparverordnung EnEV im Oktober 2009 wurden die energetischen Anforderungen an Sanierungen um 20 bis 30 Prozent erhöht. Nachrüstregeln schreiben unabhängig von einer Sanierung energetische Verbesserungsmaßnahmen vor"

(Quelle: Haustechniker Dialog)





Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11


Ach ja,

“Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten“
Salomo(Sprüche 24,3


anonymus | 23.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Oli


Ich hab die Sendung auch gesehen. Interessanterweise sind die Zahlen für die kosten noch zu niedrig angesetzt: Heizung für 4500 Euro? Wo, in Polen oder China? Für 4500 Euro bekommst Du nur einen billigen neuen Kessel, aber Pumpen, Rohrdämmung und Heizkörper oder die Umstellung auf eine andere Heiztechnik wie Fubo oder Wand kostet extra.

Das, was manche "Energieberater" beraten, grenzt schon fast an vorsätzlichen Bertug oder Irreführung...


Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

Dämmpflicht und andere Gerüchte


@ Oliver
"

Ach ja,

“Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten“ Salomo(Sprüche 24,3"


"Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Umsicht gewinnt es Bestand. (Buch der Sprichwörter 24/3)
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Hieronymus | 22.12.11"


Pass auf, daß Dich unser Wadenzwicker nicht verklagt...fg
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11


Nee, nee

Das steht schon so in der Bibel
.


anonymus | 23.12.11

Bevor man über die EnEV


Schimpftriaden ablässt, sollte man die EnEv lesen, verstehen und anwenden können.
Aber ich sehe schon ausser viel Unwissenheit von einigen die den Massnahmenkatalog der KFW dauernd mit der EnEV verwechseln, lese ich hier nicht viel sinnvolles tut mir leid.
der eine zitiert die EnEV und legt sie nicht richtig aus, der andere weiss nicht mal wer für die Befreiung zuständig ist und ruft die halbe Regierung durch und zitiert dann auch noch die Bibel die er vermutlich genausogut kennt wie die EnEV

Wenn ich dann die Profile mir ansehe frage ich mich ernsthaft ob ich diese Herren ernst nehmen kann oder nicht?????

was andere tun weiss ich nicht ich für meinen teil kann es auf jedenfall nicht und finde dass diese kein gutes Licht auf das Forum werfen.

Ich kann nur sagen Wissen ist Macht.....aber nichts Wissen macht nichts....

so denn ....ich wünsche ein frohes Weihnachtsfest

HM Krause


HM Krause | 23.12.11

Sehr geehrter Herr Kapitzke!


Wenn sie sich mit mir intellektuell über Bautechnik, Denkmalpflege, Restaurierung, EneV, Bauökologie, Kunst und Kulturgeschichte und röm-kath.Theologie auseinandersetzen möchten, dann können Sie dies gern tun. Auskunft über meine Anonymität geben die Websites der IGB und der Liste der Frauenhofer IRB für Handwerksbetriebe in der Denkmalpflege. Wenn noch mehr Fragen sind über meiner Person kann ich gern noch Auskunft geben, solang es nicht zu intim wird.

Danke


anonymus | 23.12.11


Oh,
wie Schmerzfrei ist den das HM Krause?

Wenn Du schon in den Profilen so mancher stöberst (ohne selbst eins zu haben), dann stöbere richtig und pass Deine Kommentare auch Inhaltlich dem ertöberten an.

Wenn Du was nicht verstehst iss nicht schlimm, dann beiß Dir aber auf die Zunge anstatt hier derartigen Blödsinn über Personen zu schreiben die Du nicht kennst.


anonymus | 23.12.11

Hauptmann Krause…


… feiert heute:

http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/krauses-fest,107024440097.html
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

@Th. Kehle:


"Wobei man beachten sollte, dass die Sowiesokosten von den Gesamtkosten der Maßnahme(z.B.WDVS) abgezogen werden sollten, dann relativiert sich so einiges.
Denn diese Differenz ist ausschlaggebend für die Amortisationsrechnung.
Rechnet sich der Differenzbetrag nicht im überschaubaren Zeitraum ist die Maßnahme unwirtschaftlich."

Heisst das dann "WDVS Komplett minus Maler & Gerüst = Grundlage für die Amortisationsrechnung?

Und müsste Hans dann jeweils 3 Handwerker mit Angebotsanfragen plagen, nur um nachzuweisen, dass sich das bei ihm nicht amortisiert?

Gruss, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.12.11

Lieber Oliver Struve und Kollege


Den Blödsinn den "Du" derzeit verzapfst ist ja noch schlimmer.
Du führst Dich auf wie ein pupertierender Jüngling der gerade mit sich selbst unzufrieden ist und denkt jeden peinlich auf den Arm nehmen zu müssen, glaubst Du im ernst, dass Dich und Deine Äusserungen s. o. ernst nehmen kann. Definitiv NEIN denn Du nimmst andere ja auch nicht ernst.
Als Holz und Bautenschützer solltest du Dich anders benehmen oder hat man Dir das bei unserem Lehrgang so beigebracht?
Im Moment bist Du ersteres von deinem MottoSpruch

Lieber Herr Schwarzwild

netter Versuch....

Krause


HM Krause | 24.12.11


Hallo Boris,

die sogenannten Sowiesokosten sind die Kosten, die im Laufe der Nutzungsdauer so oder so anfallen.
z.B. bei einer fälligen Fassadenerneuerung werden deren Kosten von den Kosten für eine Aussenwanddämmung abgezogen um die Investitionskosten für die Energiesparmaßnahme(sprich Dämmung) zu ermitteln.
Dieser Differenzbetrag sollte sich dann in dem dementsprechenden Zeitraum amortisieren.
ähnlich ist es bei Dach, Decke, Fenster....
(ob sich das ganze rechnet oder nicht, tut hier mal nichts zur Sache es geht nur darum wie sich die Investitionskosten der Amortisation zusammensetzen)
Da die Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Grundlage der Energieberatung ist, macht dies ein Energieberater im Zuge einer Beratung sowieso mit.

Bei Hans ist so wie er es geschrieben hat schlicht und ergreifend kein Geld für eine Dämmmaßnahme vorhanden, somit kann dies so formuliert werden und stellt im Sinne der EnEv eine unbillige Härte dar.

Grüsse


anonymus | 24.12.11


@HM Krause

Augenscheinlich kannst Du nicht mal lesen.

Geh ruhig davon aus das ich in den Kreisen die mir wichtig sind schon ernst genommen werde, was Typen wie Du von mir halten ist mir ehrlich gesagt scheißegal.
Man kanns halt nicht jedem recht machen es sei dann man kricht jedem in den Arsch.

Wie ich mich benehme Mister Anonym, das überlass mal schön mir.

Du bist übrigens einer von dreien die ich hier im Forum nicht ernst nehme, die andern beiden haben sich hier in diesem Thread aber nicht zu Wort gemeldet.


anonymus | 24.12.11

Soll recht sein Struve


bin nur 49 km von Dir entfernt, werde mir überlegen Dich mal zu besuchen wenn ich in der Gegend bin. Gesehen habe wir uns ja schon mal am Lehrgang von der HWK Münster.

Krause


HM Krause | 24.12.11


Was soll denn da “recht sein”?
Hab ich dich eingeladen?

Ich an Deiner stelle würde es erstmal mit einem Besuch bei einem Physiologen versuchen.


anonymus | 24.12.11

Hallo Herr Stöpler,


lieber Hartmut,

bitte beenden Sie bitte diese unsägliche Diskussion.
Das Forum wird ja immer schlimmer! und das auch noch zu Weihnachten!

Meine Herren, bitte kehren Sie zu einem etwas sachlicheren Ton zurück. Danke.

J. Simon
Die Alten erhalten!!
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| 24.12.11


Mal wieder was zum
Thema


anonymus | 24.12.11

Interessant


ist die Seite 15 der Jülicher Studie zu lesen.
Ob diese Vorgehensweise langfristig die richtige ist wird sich zeigen.
Hier stellt sich die Kritische Frage, an was der Gesetzgeber nun interessiert ist?
An einer nachhaltigen Energie und Ressourceneinsparung oder nur an einer kurtftistig bilanzierten Einsparungsstatistik, die sich theoretisch(schön-)rechnet aber sich praktisch schwer umsetzen läßt.

Vergleicht man die Instandhaltungskosten von nachträglich hoch gedämmten Konstruktionen mit denen von massiven Konstruktionen, sieht man dass diese ungleich höher sind.

Ließe man die belegbaren Bauschäden mit in eine Energiebilanz einfließen, entstünde eine völlig neue Perspektive auf die energiesparenden Qualitäten der heute so hoch gelobten konventionellen energieeffizienten Sanierungen.

Nachaltiger Erfolg steht vor kurzfristigem Erfolg, besonders in dem sensiblen Bereich der Gebäudesanierung.
Hier geht es nicht nur um Energieeinsparung, sondern auch um Wohngesundheit.
Dämmtechnische Rundumschläge sind in diesem Bereich fehl am Platze.
Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.


anonymus | 25.12.11

Dämmwahn


@Thomas


"Vergleicht man die Instandhaltungskosten von nachträglich hoch gedämmten Konstruktionen mit denen von massiven Konstruktionen, sieht man dass dies ungleich höher sind.

Ließe man die belegbaren Bauschäden mit in eine Energiebilanz einfließen, entstünde eine völlig neue Perspektive auf die energiesparenden Qualitäten der heute so hoch gelobten konventionellen energieeffizienten Sanierungen."


Darauf läuft ja die gesamte Ökopolitik im Moment hinaus: kurzzeitige "Einsparprojekte" auflegen, ohne die wirkliche Gesamtbilanz von der Förderung des Öls bis zur Entsorgung der Dämmstoffe am Lebensende zu berechnen. Von den Kosten für die Beseitigung von Bauschäden wird gar nicht erst gesprochen, auf diesen Kosten bleibt eh der Eigentümer sitzen und die Bauindustrie reibt sich die Hände.

Das ist alles genau so schwachsinnig wie die Produktion von Strom aus Wind und Solar, ohne die Möglichkeit der preiswerten Speicherung. Vom Rohstoffeinsatz bis zur Entsorgung durchgerechnet bekommt hier der Wahnsinn Methode...


Und das "Klima" beeinflusst der Mensch nicht, sondern die Sonne. Co² ist als "Klimakiller" nur ein Goldesel, Klimakatastrophen gibt es nur im Geiste des Menschen und nur für den Menschen. Klimawandel ist normal, seit es die Erde gibt, nur unsere Politiker wollen sich anmaßen, den Anstieg der Temperatur um 2°C zu verhindern!!!
Ein normaler Mensch würde in die Klapse wandern, wenn es solchen Mist von sich gibt...




Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11

Welch ein Riesenpotential für die Baukonjunktur kommender Jahrzehnte:


Nicht nur die Beseitigung und umweltgerechte der vergammelten Dämmung, Sanierung der evtl. Schäden an entsprechenden Gebäuden, sondern auch ggf. die aufwändige Restauration optisch zerstörter Fassaden, anhand alter Fotos oder anderer Bestandsdokumentationen.

Eine schöne Aufgabe, am besten für genau diejenigen, die es ein paar Jahre vorher verbockt haben, inzwischen aber klüger geworden sind, bzw. ihre Wendehälse mal wieder in Richtung der fettesten Futter- bzw Subventionstöpfe gedreht haben.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11

Dämmwahn


Zitat Schwarzwild (eigentlich Christian Bisping), von ihm in einem anderen Beitrag zur Fassadendämmung vor ein paar Tagen geschrieben:

..."Leider kein Einzelfall, sondern tägliche -zigtausendfache Realität in Deutschland.
Nur wegen der Wirtschaftlichkeitsrechnung wird in hohem Maße insuffizient gedämmt. Statt optimaler 30 cm ist die Polystyrol-Dämmschicht oft nur gerade mal so dick, wie die gesetzlichen Vorgaben es verlangen. Hier zeigt sich mal wieder, wie falsch die "Geiz ist geil!"-Mentalität ist. Zu Lasten der Mieter, die hohe Heizkosten haben und zu Lasten der Umwelt, die durch das Mehrheizen stärker geschädigt wird. Fortsetzung der DDR-Misswirtschaft mit anderen Mitteln." Zitat Ende.

Schöne Weihnachten
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 25.12.11

Unsinnige Dämmstärken


@ Georg


"Man muß seine Feinde studieren, um sie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen...."


@ Schwarzwild


"Nur wegen der Wirtschaftlichkeitsrechnung wird in hohem Maße insuffizient gedämmt. Statt optimaler 30 cm ist die Polystyrol-Dämmschicht oft nur gerade mal so dick, wie die gesetzlichen Vorgaben es verlangen.".... welch ein Unfug und Verschwendung von Resourcen...



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11


Ihr müsst ihm auch ne Chance geben, iss doch Weihnachten.
Er war grade auf dem Wege der Besserung.

Schöne Weihnachten


anonymus | 25.12.11

Meine Güte, seid Ihr merkbefreit…


… der Hartmut muss mir wir wirklich mal erklären, wie man hier Ironiesmileys setzt.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11

Man sind die Diskussionenen......


in diesem Forum Sinnfrei geworden. Von der Fragestellung zur Anwendung der EneV-Verordnung wird nun wiedermal vom Sinn oder Unsinn vom dämmen und Dämmstoffen geulkt. In der Schule hätte der Lehrer gesagt " am Thema vorbei 6 setzen".

gesegnete Weihnachten


anonymus | 25.12.11


ich fühle mich geehrt ob der vielen antworten, da muss ich jetzt erst mal durch scheint mir ;-)
zum verständnis noch einmal, wir planen zwar irgendwann einen neues Dach und da soll auch Wohnraum rein, dieses wird dann schon entsprechend der regeln geschehen. wir fragten uns in der tat eher ob uns vorher etwas passieren kann wenn wir im selbst bewohnten haus keine dach und Fassadendämmung oder gar neueste Fenster besitzen?
Ich schaff das schon… :-/
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11

Dämmung


@ Hasn


Kurz und bündig.... NEIN



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.12.11

@ Hasn


keine Maßnahme, keine EnEV
vor Beginn der Maßnahme Dach diese prüfen lassen.

@ Anderas

Dass der Staat diese Förderprogramme nur ansetzt um kurzfristigen Erfolg zu ernten ist klar, denn mit den selbigen kann man sehr schön die z.B. die Arbeitslosenzahlen schönen oder das BIP kurzfristig nach oben treiben.

bis zur Geamtbilanz ist noch ein weiter Weg, derzeit gilt die Formel

Primärenergiebedarf = Endenergiebedarf + vorgelagerte Verluste (bezogen auf Wärmebedarf des Bauwerks im Winter und Kühlungsbedarf im Sommer)

Der Endenergiebedarf setzt sich zusammen aus

Heizwärmebedarf = Wärmeverluste - Wärmegewinne
und
Nutzenergiebedarf = Heizwärmebedarf + Brauchwasserwärmebedarf

somit wird vereinfacht gerechnet

Endenergiebedarf = Nutzenergiebedarf + Anlagenverluste + Hilfsenergie

Der Haken liegt beim Nutzenergiebedarf, weil hier das unterschiedliche Nutzerverhalten nicht mit berücksichtigt wird.
In der kompletten Berechnung wird nur die notwendige Energie berücksichtigt, die notwendig ist um ein Bauwerk Wärmetechnisch zu betreiben.
Würde man nun den gesamten Energiebedarf mit einbeziehen der Notwendig ist um ein Bauwerk energetisch aufzuwerten und auf Niedrigenergiestandard zu bringen und Instand zu halten, würde das Ergebnis vermutlich sehr unangenehm sein.

Was die Erneuerbaren Energien, wie Windkraft und PV anbelangt, gebe ich dir nur zu Teil recht.
Dass die Speichertechnik im grossen noch in den Kinderschuhen steckt ist unbestritten, aber was spricht gegen das Abdecken des eigenen Strombedarfs tagsüber mit selbst produziertem Strom? Vorarlberg macht es uns vor und es funktioniert.
Sinnvoll eingesetzt werden Ressourcen geschont und Energie eingespart.
Aber leider fängt es auch an in diesem Bereich auszuarten.

Grüsse


anonymus | 26.12.11

Man fragt sich…


… nur, ob eine bisher schwachsinnige Subventionspolitik nicht letztendlich eher eine Bremse war, bzw. lediglich Subvebtionsabgreifer im großen Stil auf den Plan gerufen hat.

s.auch Pleite von Solar Millenium

oder dubiose Finanzierung von offshore-Windparks.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.12.11

Dämmung


@ Thomas


"aber was spricht gegen das Abdecken des eigenen Strombedarfs tagsüber mit selbst produziertem Strom? Vorarlberg macht es uns vor und es funktioniert."


Ähm, Thomas? Das hast Du doch hoffendlich nicht aus der Blöd-Zeitung?

Wetter hier heute in AT Vom hell werden bis dunkel werden: Windstill und Nieselregen und tagsüber das Licht im Haus an. Was glaubst Du, wo da die "Erneuerbare Energie" herkommt?


Solche Arumente erinnern mich immer an die Latrinenparolen der Ökofaschisten:
"Die Sonne schickt keine Rechnung", ne- DAS macht der Energieversorger mit Netzabgabe und Ökosoli (auf der letzten Rechnung 49%! der Gesamtrechnung)

"Irgendwo auf der Welt scheint immer die Sonne"- ja ne is klar, und das Zeugs kommt dann per Ökopäckchen ins Haus...




Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.12.11

Ist ja erschreckend,


womit Ihr Euch über's Fest so beschäftigt habt.

Da liest der Blinde dem Tauben den Struvelpeter für, hinter dreifach verriegeler Tür...

Waren reihenweise die Gänse an- und die Jubelstauden abgebrannt?

Gut unterhalten fühlt sich

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 27.12.11

Hallo


Herr Böhme,

Sie Schlingel! Sie wollen doch nicht etwa sagen, daß es der Diskussion an Ernsthaftigkeit mangelt?

Na, ja, egal. Gute Unterhaltung sieht für mich anders aus.

Schöne Grüße an alle
J. Simon

der weiterhin auf seinem Kulturdenkmal Sonnenstrom erntet und sich das natürlich fürstlich subventionieren lässt ;-)
Die Alten erhalten!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.12.11


Ähm Andreas deine Frage ist jetzt hoffentlich nicht ernst gemeint?
Wetter bei uns neblig bis dichter Nebel, Tagesertrag PV heute 1,8 kwh/kwp im Mittel. Das sollte ausreichen um das Licht zu betreiben.

Unsere Quellen sind unabhänig und objektiv, deren Zahlen, Daten, Fakten sprechen für sich. Wir benötigen und lesen die B-Presse nicht.
Ausserdem bringt die Eigenstromnutzung noch den angenehmen Nebeneffekt, dass der Primärenergiebedarf EnEv konform gesenkt werden kann und das wirkt wiederum in der Energiebratung aus.

Du hast deine Ansichten und ich meine, das ist auch gut so.
Aber in solchen Disskussionen sollte ein gewisses Niveau nicht unterschritten werden. z.B. die einen denken darüber nach wie der Strom aus der Steckdose kommt,für die andern kommt der Strom aus der Steckdose.
Die einen wollen den Austieg aus der Atomkraft, die andern nicht. Alternativen müssen so oder so gefunden werden, aber die lassen sich nicht aus dem Hut zaubern.

Thomas


anonymus | 27.12.11

@ J. Simon


Nööö, nur die sittliche Reife :-)))

Noch ein Spruch? Der tauchte gerade oben rechts im Bild auf: "Zu wissen, was man nicht weiß, ist der beste Teil des Wissens. Laotse"

Ahnungslose Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 27.12.11

Dämmung


@ Thomas K


"aber was spricht gegen das Abdecken des eigenen Strombedarfs tagsüber mit selbst produziertem Strom?"


Ja, wenn dem so währe, dann gäbe es nichts zu meckern. Aber die Wahrheit erinnert mich eher an die DDR Subventionspolitik: Äpfel billig vorne in der Kaufhalle Kaufen und dann hinten an der Rampe teuer "abliefern" und kassieren.
Nur hier läufts umgekehrt: Strom wird produziert und teuer an die Energieversorger verkauft und der Verbraucher muß ihn dann teuer kaufen. Wenn der Erzeuger nur den Strom Verkaufen würde, den er überschüssig hat und dann dafür einen moderaten Preis bekäme, währe der ganze Spuk ganz schnell zu Ende.



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.12.11

Massnahmen-Bilder aus der Bilddatenbank: