Wofür sind diese Hölzer in der Außenwand gut?




Hallo zusammen,

zuerst einmal wünsche ich Allen ein frohes Osterfest :o)

Momentan entkerne ich ein altes Haus aus Bimsstein, Baujahr 1938. Beim Entfernen des Bodenaufbaus im Erdgeschoss bin ich auf mehrere "Hölzer" in den Außenwänden gestoßen. Ein Holzklotz war so vergammelt, dass ich ihn ohne große Mühe entfernen konnte.
Die Tiefe der Klötze beträgt etwa 10cm, die Außenwand (Schwemmsteinhohlblockmauerwerk) ist 25cm dick.
Mich interessiert, wofür diese Holzklötze eingebaut wurden.
Ich vermute, dass die Bodenleisten daran befestigt wurden. Könnte das sein? Obwohl einzelne Nägel davon auch einfach in die Wand geschlagen wurden.

Ich würde die Holzklötze aus der Wand entfernen, Ziegel zurechtschneiden und diese dann mit Mörtel in die entstandenen Aussparungen einbauen. Wäre das so korrekt?

Später wird ein neuer Estrich eingebaut und ich befürchte, dass dann die Holzklötze, durch die neu eingebrachte Feuchtigkeit, vergammeln könnten.

Vielen Dank :o)

Gruß
Markus



Ich denke, Sie liegen mit Ihrer Vermutung richtig.



Weil man früher die heutigen Dübeltechniken noch nicht kannte, wurden früher des Öfteren Holzklötze eingemauert, um Bauteile zu befestigen. Ähnliche Holzklötze kann man beispielsweise im Bereich der Türen oder Fenster finden.
Es spricht nix dagegen, die Holzklötze zu entfernen und die Löcher auszumauern - wenn möglich, bitte Quellmörtel aus dem Fachmarkt verwenden, damit die Löcher auch wirklich wieder komplett ausgefüllt werden.

Gruß Andreas



Vielen Dank



Hallo Andreas,

vielen Dank für die interessanten Infos. Ich werde es genau so machen wie vorgeschlagen und die Löcher mit Ziegel (Ytong ist denke ich nicht das Mittel der Wahl?) ausmauern und Quellmörtel aus dem Baustoffhandel zu nutzen.

Ich wünsche Allen noch einen sonnigen Ostermontag.

Gruß aus dem schönen Siegerland
Markus



den



Kostenaufwand mit dem Quellmörtel kannst Du Dir sparen.
Loch sauber ausstemmen, ordentlich annässen, Mauermörtel (einfache Sackware) in kleiner Menge anrühren (es würde auch ein Putzmörtel reichen, einen passenden Ziegel etwa 3 cm flacher als das Loch und je Rand etwa 1-2 cm kleiner hacken oder "Ytong" sägen, den kurz im Eimer tauchen, vom losen Staub gesäubertes und gründlich nochmals angenässtes Loch mit Mörtel etwa zu Hälfte auswerfen und den Stein einsetzen, indem er mit dem Hammer oberflächenbündig reingeschlagen wird (zügiges Arbeiten ist wichtig). Den überquellenden Mörtel mit der Keller abkretzen, verbleibende Löcher noch zuschmieren und mit nassen Pinsel kurz verstreichen. Das hält für die Ewigkeit, wichtig ist hierbei das Wasser, damit der Mörtel nicht auf dem alten trockenen Mauerwerk "verbrennt". Wenn man zu langsam dabei ist, dann kann der Stein natürlich wieder locker werden. Dann halt nochmal. Wer mit der Kelle das Loch nicht trifft - mit Hand (und Handschuh!) geht auch.
Putz 2 tage später drüber und "ferdsch". Den Riss natürlich auch gleich untersuchen und ausbessern.



Mörtel....



Danke für den Tipp! Wenn es preislich günstiger geht und im Endeffekt das selbe Ergebnis dabei herauskommt, werde ich diese Variante vorziehen. Die Wände müssen sowieso teilweise neu verputzt werden. Dabei wird direkt ein, oder mehrere, Putzgitter eingelegt, sodass die Risse überbrückt werden.

Ein Architekt hat sich die Risse im Haus schon angesehen. Laut meiner Oma sind das alte Kriegsschäden, weil nur wenige hundert Meter entfernt im 2. Weltkrieg Bomben gefallen sind. Die Risse gehen teilweise durch das Mauerwerk.
Laut Meinung des Architekten kein Problem. Aber in Kürze wird sich das sowieso nochmal ein Statiker anschauen.
Das Fenster auf dem Foto wird im Rahmen der Sanierung nach unten geöffnet und durch eine Terassentür ersetzt. Deswegen haben sich - zumindest diese zwei Risse - schonmal erledigt :o)

Gruß
Markus



Hmmm...



10 Zentimeter sind für Konsudübel an denen nur Sockelleisten hingen schon ziemlich mächtig... aber bei Bimsmauerwerk war das vielleicht notwendig. Bei Lehmziegeln würde ich das u.U. heute noch so machen (bzw. habe das in unserem Haus für Vorhangstangen etc. ziemlich fix vor).





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