Fachwerk.de - Mauer, balken, anker, wand, Dübelanker
wie schließe ich eine Ziegelmauer an das Fachwerk an.
Ich habe irgentwo mal nagelartige? Anker gesehen die in das Holz eingeschlagen? wurden, die andere Seite bestand aus einem flachen teil der mit eingemauert wurde (vermute ich).
wie heißen diese Teile und wo bekomme ich die her?
Ich beschreib mal die Situation:
ich habe ein Fachwerk-außen-wand. diese soll durch eine Ziegelmauer verlängert werden (36er poroton). die Wand endet mit einem Balken.
an diesen Balken soll die Ziegelmauer angeschlossen werden, die Mauer wird also verlängert.
auf den balken wird eine Leist angebracht, die Steine werden genutet (also wie Nut und Feder). Ich möchte nun den Balken mit der Ziegelmauer "kraftschlüssig" verbinden. und brauche dies Anker dafür, oder was ähnliches.
wie wird das richtig gemacht?
Grüße aus der Eifel
Steffen
Die Katastophe will beherrscht sein
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Steffen Heinz | 26.08.08
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Steffen Heinz | 26.08.08
Dübelanker mit Holzschraubgewinde
Hallo Herr Heinz,
um Mauerwerk mit Holzkonstruktionen kraftschlüssig zu verbinden werden Dübelanker mit Holzschraubgewinde verwendet. Diese sind aus Edelstahl und werden ohne vorbohren und ohne Dübel in das Holz gedreht und sind gewöhnlich bauaufsichtlich zugelassen.
Aber: Soweit ich mich entsinne nur für Vorsatzschalen.
Zu beziehen sind die über den normalen Baustoffhandel (nicht Baumarkt, die können noch nicht einmal eine Heraklith-Platte besorgen). Im Internet können die auch bestellt werden.
Weshalb soll denn die Mauer kraftschlüssig angebracht werden? Eine 36er Porotonwand steht eigentlich alleine. Arbeitendes Fachwerk kann da eher unerwünschte Kräfte in die Wand bringen, die zu Rissbildung führen können.
Auch ein beregneter, nasser Stein an einen Holzständer gemauert ... fühlt sich gar nicht gut an.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Hallo Herr Heinz,
um Mauerwerk mit Holzkonstruktionen kraftschlüssig zu verbinden werden Dübelanker mit Holzschraubgewinde verwendet. Diese sind aus Edelstahl und werden ohne vorbohren und ohne Dübel in das Holz gedreht und sind gewöhnlich bauaufsichtlich zugelassen.
Aber: Soweit ich mich entsinne nur für Vorsatzschalen.
Zu beziehen sind die über den normalen Baustoffhandel (nicht Baumarkt, die können noch nicht einmal eine Heraklith-Platte besorgen). Im Internet können die auch bestellt werden.
Weshalb soll denn die Mauer kraftschlüssig angebracht werden? Eine 36er Porotonwand steht eigentlich alleine. Arbeitendes Fachwerk kann da eher unerwünschte Kräfte in die Wand bringen, die zu Rissbildung führen können.
Auch ein beregneter, nasser Stein an einen Holzständer gemauert ... fühlt sich gar nicht gut an.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 26.08.08
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Anschluß Mauer
Auf keinen Fall
sollten Sie die Wand kraftschlüssig an das Fachwerk anschließen.
Verschiedene Hersteller bieten für Anbauten Gleitschienensysteme an, die form- aber nicht kraftschlüssig funktionieren.
Beschreiben Sie doch bitte mal Ihr Vorhaben etwas genauer, ein Foto vom Bestand wäre auch nicht schlecht.
Viele Grüße
Auf keinen Fall
sollten Sie die Wand kraftschlüssig an das Fachwerk anschließen.
Verschiedene Hersteller bieten für Anbauten Gleitschienensysteme an, die form- aber nicht kraftschlüssig funktionieren.
Beschreiben Sie doch bitte mal Ihr Vorhaben etwas genauer, ein Foto vom Bestand wäre auch nicht schlecht.
Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 26.08.08
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Maueranschluß
erstmal danke für die Antwort (ging aber schnell)
ich soll also direkt neben dem Balken die Mauer hochziehen (2,5m)? das es steht ist schon klar! zum Balken brauch ich also keine Verbindung?
DIe Dübelanker, wie sehen die aus? Werden die wie beschrieben in die Fuge eingefügt?
der örtliche Baufachhandel konnte mir übrigens da nicht helfen, auch Bierbach Befestigungstechnik nicht.
Ein Link wäre nichts chlecht, oder der Name des Teils.
Foto vom Bestand geht nicht! die mauer ist geplant, drauf zu sehen wäre halt der Abschlußbalken vom Fachwerk.
Grüße aus der Eifel
Steffen Heinz
erstmal danke für die Antwort (ging aber schnell)
ich soll also direkt neben dem Balken die Mauer hochziehen (2,5m)? das es steht ist schon klar! zum Balken brauch ich also keine Verbindung?
DIe Dübelanker, wie sehen die aus? Werden die wie beschrieben in die Fuge eingefügt?
der örtliche Baufachhandel konnte mir übrigens da nicht helfen, auch Bierbach Befestigungstechnik nicht.
Ein Link wäre nichts chlecht, oder der Name des Teils.
Foto vom Bestand geht nicht! die mauer ist geplant, drauf zu sehen wäre halt der Abschlußbalken vom Fachwerk.
Grüße aus der Eifel
Steffen Heinz
Die Katastophe will beherrscht sein
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Steffen Heinz | 26.08.08
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Steffen Heinz | 26.08.08
Auch ich sehe in der kraftschlüssigen Verbindung keinen Sinn.
Ich würde vielmehr eine 1,5-2 cm breite Fuge lassen und diese gestalten:
Hohlraum mit Stopfhanf füllen, Außen eine Schlagleiste aufnageln.
Dann können beide Gebäudeteile sich unabhängig voneinander bewegen, vor allem kann die neue Mauer sich rißfrei setzen.
Mit Feuchtigkeit gibt es keine Probleme.
Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 26.08.08
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Dübelanker mit Holzschraubgewinde
Hallo Herr Heinz,
ansehen können Sie die bei www.hrgmbh.de. Aber verwenden Sie die nicht, das wird nichts auf Dauer => wie oben beschrieben.
Eine gutfundamentierte 36er Poroton-Wand steht - je nach Länge - von alleine. Eine Aussteifung durch die Dübelanker ist vollkommen sinnlos, da die Richtung in der Ausgesteift werden soll, überhaupt nicht unterstützt wird und die Anker eine solche Wand in falscher Kraftrichtung nicht halten könnten.
Eine Aussteifung durch hervorspringende Pfeiler, Steine ist denkbar.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Hallo Herr Heinz,
ansehen können Sie die bei www.hrgmbh.de. Aber verwenden Sie die nicht, das wird nichts auf Dauer => wie oben beschrieben.
Eine gutfundamentierte 36er Poroton-Wand steht - je nach Länge - von alleine. Eine Aussteifung durch die Dübelanker ist vollkommen sinnlos, da die Richtung in der Ausgesteift werden soll, überhaupt nicht unterstützt wird und die Anker eine solche Wand in falscher Kraftrichtung nicht halten könnten.
Eine Aussteifung durch hervorspringende Pfeiler, Steine ist denkbar.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 26.08.08
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 26.08.08
Kraftrichtung
Also, das mit der Kraftrichtung ist vielleicht nicht so einfach nachzuvollziehen. Ich versuche das mal mit einem Beispiel:
Zunächst gehen Sie mal in Ihr Wohnzimmer und öffnen die Wohnzimmertür, genau auf 90°, also orthogonal zum Rahmen. Nun hängen Sie das Blatt aus und stellen es in exakt die gleiche Position.
Jetzt nehmen Sie Ihren Akkuschrauber und schrauben von jeder Seite etwa acht 10cm-Lange Spaxschrauben unten durch das Türblatt tief ins Parkett. Jetzt müsste die Tür einigermaßen stabil im Raum stehen.
Wenn Sie nun auf die Türblattschmalseite in Richtung Wand/Rahmen drücken wird sich die Tür - wenn Sie gut geschraubt haben - keinen Millimeter bewegen.
Wenn Sie sich nun der Ansichtsseite der Tür nähern und oben kräftig drücken werden Sie die Tür problemlos drücken und ziehen können bis Ihnen unten Tür und Parkettteile entgegenkommen. Nun haben Sie die Richtung gefunden, in der die Tür gegen Kippen gesichert werden müsste.
Wenn Sie nun eine Spaxschraube oben durch das Blatt in den Rahmen Schrauben und wieder in der gefährdeten Richtung drücken werden Sie merken, dass die Befestigung nichts wesentliches an der Instabilität ändern wird.
Das ist natürlich nur ein hoffentlich verdeutlichendes Beispiel und soll nicht nachvollzogen werden ...
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Also, das mit der Kraftrichtung ist vielleicht nicht so einfach nachzuvollziehen. Ich versuche das mal mit einem Beispiel:
Zunächst gehen Sie mal in Ihr Wohnzimmer und öffnen die Wohnzimmertür, genau auf 90°, also orthogonal zum Rahmen. Nun hängen Sie das Blatt aus und stellen es in exakt die gleiche Position.
Jetzt nehmen Sie Ihren Akkuschrauber und schrauben von jeder Seite etwa acht 10cm-Lange Spaxschrauben unten durch das Türblatt tief ins Parkett. Jetzt müsste die Tür einigermaßen stabil im Raum stehen.
Wenn Sie nun auf die Türblattschmalseite in Richtung Wand/Rahmen drücken wird sich die Tür - wenn Sie gut geschraubt haben - keinen Millimeter bewegen.
Wenn Sie sich nun der Ansichtsseite der Tür nähern und oben kräftig drücken werden Sie die Tür problemlos drücken und ziehen können bis Ihnen unten Tür und Parkettteile entgegenkommen. Nun haben Sie die Richtung gefunden, in der die Tür gegen Kippen gesichert werden müsste.
Wenn Sie nun eine Spaxschraube oben durch das Blatt in den Rahmen Schrauben und wieder in der gefährdeten Richtung drücken werden Sie merken, dass die Befestigung nichts wesentliches an der Instabilität ändern wird.
Das ist natürlich nur ein hoffentlich verdeutlichendes Beispiel und soll nicht nachvollzogen werden ...
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 26.08.08
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 26.08.08
Alte und neue
Gebäudeteile sollten nicht starr verbunden werden.
Eine Dehnfuge ausbilden, in der Dehnfuge eine Ankerschiene am Balken anschrauben und Maueranker einhängen, z.B. von Halffen, dann hats ausreichend Halt und Spielraum für die zu erwartenden Setzungen.
MfG
dasMaurer
Gebäudeteile sollten nicht starr verbunden werden.
Eine Dehnfuge ausbilden, in der Dehnfuge eine Ankerschiene am Balken anschrauben und Maueranker einhängen, z.B. von Halffen, dann hats ausreichend Halt und Spielraum für die zu erwartenden Setzungen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 26.08.08
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 26.08.08
Ich würde ein
Kantholz senkrecht an den Balken nageln. Dann den Poroton etwas großzügig ausschneiden und in die "Nut" etwas Hanf geben. Dann den Spaß rangeschoben an das Kantholz aber einen Spalt zum Balken lassen. Nun ggf. in der Nut seitlich zwischen Poroton und Kantholz etwas Hanf nachstopfen. Wenn die Mauer steht, den Spalt zum Balken auch noch ausstopfen.
So sollte eine Art Nut-Feder-Verbindung entstehen die dem Balken noch genügend Bewegungsfreiheit läßt und die Wand trotzdem nicht kippen läßt.
Gruß Marko
Kantholz senkrecht an den Balken nageln. Dann den Poroton etwas großzügig ausschneiden und in die "Nut" etwas Hanf geben. Dann den Spaß rangeschoben an das Kantholz aber einen Spalt zum Balken lassen. Nun ggf. in der Nut seitlich zwischen Poroton und Kantholz etwas Hanf nachstopfen. Wenn die Mauer steht, den Spalt zum Balken auch noch ausstopfen.
So sollte eine Art Nut-Feder-Verbindung entstehen die dem Balken noch genügend Bewegungsfreiheit läßt und die Wand trotzdem nicht kippen läßt.
Gruß Marko
...und immer an der Zukunft bauen!
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Marko Lindner | 26.08.08
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Marko Lindner | 26.08.08