Maus oder Marder? Und was kann man tun?

Ich bin gerade auf dieses interessante Forum gestoßen und muss gleich mal von uns berichten. Wir haben seit ca. 2 Monaten Tiere in unserer Decke (Decke zwischen 1. und Dachgeschoss) im ca 100 Jahre alten Fachwerkhaus. Mal sind es leise Kratz- und Knabbergeräusche und dann gibt es Momente wo man denkt die Decke bricht zusammen. Außerdem sind unsere Unterbewohner tag- und nachtaktiv. Und vor unseren Klopfen und Schlagen zeigen sie keine Reaktion. Erschreckender Weise laufen sie mittlerweile auch in unseren Wänden rum. Was wir uns wegen der Lattungen gar nicht erklären können. Auf dem Dachboden sind keine Kotspuren zu sehen, weder Marder noch Maus. Jedoch ist auch bei uns Dämmwolle abgerissen und verteilt. Eingänge von draußen gibt es sicherlich noch ein paar wenn auch keine großen. Nun haben wir Angst dass uns dieses Tierchen unsere ganze Dämmung und die Decken kaputt machen. Kann uns jemand Ratschläge geben? Wir leben auf dem Dorf, daher sind wahrscheinlich alle Tiere möglich. Wir haben auch schon an Waschbären gedacht.
Altes Haus, da weiß man was man hat
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.08

Moin,


da hilft Ihr örtlicher Kammerjäger. Der ausgebildet und kann mit Fallen und Giften bestens umgehen. Hier sollte "heimwerkeln" die letzte Alternative sein.
sinnvolles Bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.08

Gelbhalsmäuse und Haselmäuse sind möglich,


sage ich mal aus der Ferne. Denn beim Marder und Waschbären finden Sie reichlich Kotspuren und eingebrachtes Fressen. Auch sind die etwas gross für einen ständigen Aufenthalt in Decke und Wänden. Auch die Zeit sollte passen, sie wandern gern im Spätherbst ins Haus. Aber auch eine seltene Gruppe Hausratten ist nicht auszuschliessen. Sie müssen also nach dem Frassbild und Kotspuren suchen und können mit den gebräuchlichen Schlagfallen (anbinden!) feststellen, welche Grösse die unbekannten Zuwanderer haben. Köder: Erdnusscreme. Die Zugänge sollten alle komplett verschlossen werden. Falls es doch Marder sein sollten, werden Sie einen Wechsel zwischen Dachraum und Aussenwelt finden, dazu eignet sich ein leichter Schneefall wie in den letzten Tagen besonders gut.
Viel Geduld!
Im Zweifel für das Alte
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.08

Das können allerlei Tiere sein,


wie auch schon die anderen Autoren geschrieben haben. Achtung: Falls es sich um Marder handelt, dürfen nicht alle Schädlingsbekämpfer die Tiere einfangen, diese unterliegen dem Jagdrecht. Deshalb muss der Fänger über einen sogenannten Fallenschein verfügen.
Erfahrenen Schädlingsbekämpfern gelingt es aber meistens die Tiere mit verschiedenen Techniken aus dem Haus zu vertreiben. Wichtig ist aber zunächst die Feststellung worum es sich überhaupt handelt (ich tippe auch auf kleinere Tiere). Erst dann können Maßnahmen ergriffen werden.
Gesunde Menschen in gesunden Häusern
Mitglied der Fachwerk.de Community
bioCon | | 03.12.08

Marder-Bilder aus der Bilddatenbank: