Innendämmung, Lehmputz,

Hallöchen
Wir haben jetzt endlich Zeit unser denkmalgeschüztes Fachwerkhaus von 1666 zu verschönern. Letztes Jahr haben wir die Wände die nicht an der Außenwand liegen mit Lehmputz und Lehmfarbe von Claytec verschönert.
Irgendwie aus Zeitmangel, Anfängerfehler haben wir einige Beulen und Abrrücke auf der Wand. würde sie gerne glätten.
aber wie?
Diese Jahr sollen die Außenwände von innen neu gemacht werden. Nächsten Sommer werden die Gefache repariert oder wenn nötig neu ausgemauert. Wie bekommen wir das am besten hin???????????
Bin eifrige Leserin hier............aber hier bräucht ich Auskunft vom Profi. Auch wegen geliebten Denkmalschutzamt.
Genial wären auch ein paar Preise. Helft úns und dem altem
Häuschen.
Ati
Unser Häuschen heißt Oma
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.12.05

abdrücke, beulen und innendämmung


hallo ati,
zuerst zu der frage nach abdrücken und beulen; vielleicht könnt ihr sie ja lieb gewinnen, anfängerfehler sind ja nicht unbeding unästhetisch , können ja auch eine spur in der eigenen, handwerklichen, entwicklung sein. gut, wenn ihr sie trotzdem glätten wollt, kann man den Lehmputz wieder vornässen, vielleicht großzügig über die beulen hinaus schwämmen und ein wenig mit gleichem lehmputz auffüllen. dabei geht der lehmfarbenanstich sicherlich verloren und ihr müsst wohl die betroffenen wände nach der Trocknung komplett neu streichen.
zur bearbeitung der aussenwände - eine möglichkeit:
wenn ihr die Innenseite der aussenwände dämmen möchtet, empfiehlt sich auf der innenseite der aussenwände eine aufgemörtelte, kapillar hoch leitfähige Holzweichfaserplatte ( Fabrikate - Pavatex, Unger Diffutherm, o. gleichwertig),ca 6 - 8 cm , die anschließend mit lehmputz verputzt wird.
dieser Aufbau setzt vorraus, dass die ausfachungen vorher repariert sind ( entweder alte gefache überabeiten oder neu mit lehmziegeln ausmauern). zuerst die Wärmedämmung aufzumörteln und dann später von aussen die gefache zu reparieren halte ich bei diesem aufbau für kaum möglich, da es wichtig ist, dass die aufmörtelungsschicht + weichfaserplatten + gefache ohne luftschicht miteinander verbunden sind, so dass die kapillare Leitfähigkeit des gesamten aufbaus gewährleistet ist.
ich schlage also vor, den aufbau von aussen nach innen herzustellen( bis auf den aussenputz). dies bedeutet entsprechend einen anderen zeitplan für euch.
nach der vielen theorie: ich maile euch gerne einige fotos des vorgeschlagenen aufbaus oder lade sie hier herunter.
gute denkmalschützer sind mit diesem aufbau vertraut.

viele grüße aus bochum

uwe schlauch
Uns fällt immer was ein, und wenn es der Bau ist
Mitglied der Fachwerk.de Community
Holz - und Lehmbau GmbH | | 09.12.05

Reihenfolge und Jahreszeit


Hallo ich halte es prinzipiell mit dem von Uwe Schlauch gesagtem. Ich sage sogar: Egal wechen Innenaufbau man vorsetzt, sollte erst die ursprüngliche Fachwerkwand wieder "in Schuss" gebracht werden.
Nur als Ergänzung wenn weitere Innendämmungen angeboten/betrachtet werden: Wenn man sich statt Platten für eine Leichtlehmschüttung als Innendämmung entschließen sollte, ist ganz besonders auf die Austrocknung der Schüttung zu achten, bevor die Inenseite verputzt und Feuchte eingesperrt wird. Dabei wird dann auch ein Bauzeitenplan wichtig, da solche Schüttungen nur im späten Frühling bis frühen Sommer gefertigt werden sollten um schnell genug zu trocknen.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
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Planungs-/Gutachterbüro Arnold | | 09.12.05