Fachwerk.de - Lehmgefach ausbessern

LehmgefachBei einigen Gefachen musste der bisherige Zementputz runter. Teilweise ist der Inhalt des Gefaches (Lehm mit Holzstaken) nicht mehr ganz in Ordnung (Bröselig, teilweise ging der alten Putz bis auf die Holzstaken). Wie kann man das am besten wieder reparieren, welche Materialien sind da am besten geeignet? Reicht Lehm vom Baustoffhändler mit Strohhäckseln?
Wie gehen wir am besten mit den rechts unten nachträglich eingefügten Ziegeln um?

Vielen Dank vorab für die Hilfe

Fam. Kanzleiter
und wieder eine Bausünde entdeckt.....
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Fam. Kanzleiter | 01.05.08
Bei mir...
...sah es teilweise ähnlich aus!

Hallo Fam. Kanzleitner,

ich würde in jedem Fall erst einmal den losen, nicht mehr festhaftenden Lehm entfernen. Dann kann man sich vieleicht auch ein Urteil über den Zustand der Stakung machen. Wenn die noch in Ordnung ist, würde ich das Ganze wieder mit Lehm aufbauen (vorher die alten Puztreste entfernen).

Die Ausfachungen sehr gut vornässen, etwas quellen lassen, und dann frischen, mit Stroh versetzten Lehm anwerfen (Kellenschnitt nicht vergessen).
Wenn sie Kinder haben, diese werden es lieben endlich mal erlaubterweise "Dreck" an die Wand schmeißen zu dürfen.;-)

Das Stroh hat hierbei aber auch "haltendede" Funktion. Zum einen für den Lehm selbst, zum Anderen ist es für die mechanische Haftung des nachfolgenden Kalkunterputzes nötig. Kalk geht mit dem Lehm keine chémische Verbindung ein, somit ist die mechanische Haftung wichtig. Das Stroh sollte deshalb relativ lang sein. Lehm mit Strohhäckseln würde ich da für das falsche halten (weil Häcksel zu kurz und zu fein).

Ich hatte das "Glück" noch einen Berg Lehm und viel Stroh in der Scheune liegen zu haben, den ich dafür verwandt habe.
All zu mager sollte der Lehm, aus meiner Sicht auch nicht sein.

Den losen, entfernten Lehm kann man, sofern er sauber und nicht schimmlig ist, auch wiederverwenden.

Grüße
Martin Wittwar
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 01.05.08
Endfläche?
Gefachreparatur 3Wie soll nachher die Endfläche gestaltet sein oder werden?
Davon hängt die Herangehensweise ab.

Den Ausführungen von Martin stimmen wir mit zu.
Doch sind einige Details der Ausführungsvarianten von der Endgestaltung abhängig.
Also bei Kalkverputz sollte mind. 15 mm Rücksprung vom Bestandsgefach gegeben sein.
Auch bringen wir eine vollflächige Gewebeeinlage mit ein (Riss minimierend).

Handwerklicher Gruß

Udo Mühle
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 04.05.08
Könnte in etwa....
Könnte in etwa.......so aussehen.

Kellenbewurf aus Kalkputz, mit Gewebe für den deckputz vorbereitet. Der "Rücksprung" ist noch zu sehen.

Da hat Udo natürlich Recht. Es kommt auch darauf an, wie die weitere Vorgehensweise geplant ist. (bin einfach von Kalkputz ausgegangen).

Gruß
Martin
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 04.05.08
weitere Vorgehensweise
von Außen kommt Kalkputz drauf. Ich habe die letzten beiden Hinweise leider erst heute gesehen und am Wochenende haben wir die Wand mit dem Lehm wieder zugemacht.
Aber wir haben zufällig(?) knapp 10 - 15 mm noch Luft für den Putz.
Von Innen kommt dann aber Lehmputz drauf.

Viele Grüße
Andreas
und wieder eine Bausünde entdeckt.....
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Fam. Kanzleiter | 05.05.08

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