Alternative zu Rigipsplatten

Weil der Bauträger gepfuscht hat muss ich den gesammten Dachausbau wg. Schimmel rückbauen, also Rigipsplatten, Dampfbremse, Mineralwolle raus.
Anstelle der Mineralwolle möchte ich als Dämmung 8-10 cm hohe Holzweichfaserplatten einbauen - damit auch die sommerliche Hitze drausen bleibt, als Dampbremse kommt eine Folie der neuen Generation, sehr difusionsoffen.
Nur Rigipsplatten, speziell den Dreck mit Styropor auf der Rückseite, möchte ich nicht mehr verwenden, was gibt es hier für Altenativen auch Öko?

Gruß

Willi
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 12.05.10


Hallo Willi,

---“als Dampfbremse kommt eine Folie der neuen Generation, sehr diffusionsoffen.”--

Was macht eine Dampfbremse eigentlich???

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 12.05.10


Äh, eine Dampfremse bremst den Dampf ok

Zur Erklärung: der Schimmelschden entstand weil a) die Dampfbremse löchrig und zum Teil überhaupt nicht an den Seiten eingebaut war, die Dreckschweine hatten das einfach wieder hochgeschoben. b) es wurden zum Teil Feuchte Konterlatten verwendet also zwische Dampfbremse und Rigips/Styropor Platte feuchte Latten, dazu diese sch... Folie S100 oder so, lässt also soviel Wasser difudieren wie hundert Meter Luft, die neuen ungefähr wie 10 Meter Luft.

Ein Dachdecker der kürzlich da war erzählte mir das Sie im Geschäft eine Versuch gemacht haben: zwei Holzlatten in Wassr gelegt, danach eingepackt, einmal in die neue Folie, einmal in dei alte Folie. Nach zwei Monaten wieder ausgepackt, das Holz mit der neuen Folie war trocken, das Holz mit der alten Folie war nass und schon leicht schimmelig, so ist das nämlich. Die ander Seite der Medalie ist allerdings wenn das Dach undicht ist kommt die Nässe auch leicht von oben durch, wobei ich das eher als Vorteil empfinde, weil man dann merckt das was Faul ist und nicht monate oder jahrelang Wasser oben rein läuft und keienr merkt was.
Deswegen die neue Folie und die fachgerecht verlegt, nicht wie diese Oberpfuscher von einer "Fachfirma" die heute noch eingesperrt gehören.

Also welche Alternative zu den Rigipsplatten??, deren Gips in der Regel ein Abfallproduckt aus den Kraftwerken oder sonstiger Industieüberbleibsel ist.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 12.05.10

[forum 142578


Wenn Sie HWF- Platten zwischen den Sparren verbauen wollen,
dann möchten Sie die ganze Geschichte ja diffusionsoffen haben. Zu was da ne "Dampfsperre"?
Sie können, wenn Sie möchten auf der Sichtseite eine Holzverkleidung anbringen, oder - wenn Sie es möchten und den finaziellen Aufwand betreiben wollen, das ganze mit nem 2-lagigem Lehmputz versehen.
MfG; M.Mehlhose
geht nicht gibts nicht ! - historische Baustoffe-
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ResAnDes | | 12.05.10


diffusionsoffene Dampfbremse gibts nicht, vielleicht meinst du eine Klimamembran-Folie.
Welchen Fusch hat der Bauträger denn begangen ?

Als Alternative zu Rigipsplatten gibt es einiges, kommt darauf an, welche Endverkleidung dir vorschwebt, z.B. Tapete, Streichputz, Farbe usw.
Der Dachdecker
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Schildgen | | 12.05.10

Dampfbremse adé


Hallo Willi,

Dampfbremse ist eine Plastikfolie...stell Dir vor, Du hast alle Deine Socken in der Wäsche und nimmst statt dessen eine Plastiktüte vom Lidl. Überlege selbst.

Also vergiss diesen neumodischen Kram:
Lehmbauplatte, Kalkputz (Rotkalk), ggf. Wandheizung. fertig!


www.oekologisch-bauen.info
www.lehmhaus.de
www.conluto.de
www.alabasta.de
www.konrad-fischer-info.de


Merol Barkas | 12.05.10


Willi,

immer schön aufpassen und nicht das Brems- mit dem Gaspedal verwechseln.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 12.05.10

Also


in der Regel pfuscht nicht der Bautrger, sondern der Planer, der Handwerker und der Bauleiter, der Bauträger organiesiert nur (ich zähle zu den Handwerkern...).
Ich verstehe auch Deinen Unmut zu den Pfuschern - aber gleich eingesperrt ??? - Ich glaube, auch Du wirs in deinem Leben mal irgendeinen Pfusch machen - willst Du da gleich in den Knast. Warum hast Du den Bau nicht überwachen lassen ??? Soweit zu den Ursachen der täglichen Bauprobleme.

Nun ist die Frage, wo der Schimmel aufgetreten ist. Wenn auf der GK-Platte, dann kann das nach dem Einbau einer funktionierenden Bremse sogar noch schlimmer werden. Also mehr Infos, wenn Du die Arbeit nicht 3x machen willst (schau mal auf mein Motto).
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 12.05.10

Alternative für Gips/Bauen mit Holz Info


Gucke mal hier, vielleicht finden Sie eine Lösung zwischen den vielen Holzbaubeschreibungen:

http://goforwood.info/de/search.php?name=&country=DE&category=499-334&search=Find!

Durchverbinden einfach durch Klick auf Pictogram 'Website'

MFG
Roland
www.goforwood.info


Roland Derveaux | 13.05.10

Rigips


Hallo Willi,
was ist an dem Reha- Gips in den Platten so schlimm?
Gibt es Schadstoffbelastungen?
Wenn ja wie hoch?
Gibt es andere negative Effekte im Vergleich zum normalen Gips?
Wo und von wem sind die dokumentiert worden, wo kann man das nachlesen?

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.05.10

Alternative zu Rigipsplatten mit Styropor


Machen Sie den Rückbau wie beschrieben, dann haben Sie u.a.
folgende Möglichkeiten.

Variante 1

Lehmbauplatten 22 mm (oder Rigis- Fermacellplatten)
Unterkonstruktion
feuchtevariable Dampfbremse z.B.Intello plus
Lehm-Hobelspan-Dämmung

dies wäre dann einer der ökologischen alternativen.

Variante 2

Stauss Fassadengewebe mit Luftkalkmörtel verputzt
Windbruch Thermo-BP
Unterkonstruktion
Thermo-Fill S als Dämmstoff

und hier eine weitere

Grüsse Thomas


anonymus | 13.05.10

Alternative zu Rigipsplatten


Hallo Willi,
Spalierlatten mit 70-er Schilfmatten und dann mit Kalk verputzt.

Grüße

Mladen
gesund bauen
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Mladen Klepac | | 14.05.10

Was mir noch einfiele:


verputzte Heraklithplatten. Sind mechanisch äußerst stabil, was man von Spalierlattung nicht unbedingt behaupten kann (es sei denn man nimmt 20mm starke Latten, bei Bauernhausdecken auch schon gesehen)... mein jüngster Bruder hat hier grad ein einem Übermutsanfall auf dem Hochbett liegend die Decke eingetreten (15mm-Lattung, Rohr und Putz).
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.05.10

Alternative zu Rigipsplatten


Daran denke ich: Herstellung, Nutzung, Entsorgung,

Aber ja es gibt die Mgnesitgebundene "Heraklith"-Platten, ganz o.k.
Für Platten braucht es eine Unterkonstruktion und ein Armierungsgewebe (Kunststoffgewebe?).

Grüße

Mladen
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Mladen Klepac | | 16.05.10

Früher


nahm man zum Armieren von solchen Plattenwänden Jutestreifen, wie gut das funktioniert hat kann ich nicht beurteilen, kenne es nur aus der Literatur (die Streifen wurden vor dem Verputzen über die Fugen genagelt).
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.05.10

Früher


Im Gegensatz zu früher, sind heute die Löhne höher und gewisse Baustoffe werden einem fast nachgeworfen...
Ein Armierungsgewebe muss im letzten drittel der Putzstärke eingebaut werden und ich meine eine Putzstärke von 1,5 cm.
Freilich, man hat früher die Stösse einzeln mit Jutegewebe armiert, heute ist man aber in der Lage mit Putzmaschinen in kurzer Zeit grosse Flächen anzuspritzen und es bleibt einem die Zeit, die Armierung ganzflächig einzubauen.

@Kellergassenkatze
"(die Streifen wurden vor dem Verputzen über die Fugen genagelt)" ?
In der Literatur gibt es manch komisches;-)also nicht alles glauben.

Viele Grüße
Mladen
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Mladen Klepac | | 18.05.10

noch


wissen wir noch immer nicht, wo der Schimmel aufgetreten ist, da würde ich mir wegen der Dateils nicht so die Finger wund schreiben.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 18.05.10

Schimmel


Der ganze Dachboden ist verschimmelt bzw. die Mineralwolle.
Von einem darunterliegenden Kinderzimmer habe ich von der oberkante Wand/Decke ein Stück Tapete untersuchen lassen, auch hier leicht verschimmelt.
Hier mal ein paar Bilder:
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.05.10


Speziel im Bereich der Bodentreppe.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 20.05.10


Die Dampbremse habe ich Gestern festgestellt ist eigentlich nirgens vorschrischtsmäßig eingebaut, mal mehr mal weniger reingestopft.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 20.05.10


Was unter handwerkern gerne als "Verfärbungen" bertrachtet wird ist Schimmel, wohl nicht immer hier aber schon.
Nach Auskunft des Labors ein grüner Wasserschimmel, d.h. nach der Bauerstellung war hier Jahrelang alles patschnass, jetzt is es trocken aber der Schimmel und seine Sporen sind natürlich noch da.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 20.05.10


undsoweiter und sofort, mal mehr mal weniger große Flächen.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.05.10


Bezgl. der Lehmbauplatten habe ich noch eine Frage: da ich diese gerne nehmen würde habe ich mich eingelesen (ok bin ein Kalkfan) Lehm hat einen niedrigen pH-wert d.h. Schimmel wächst daruf lieber als beim hohen pH wert des Kalk.
Es gibt wohl immer wieder Probleme mit frischem Lehmputz bzgl. Schimmel!

Sind die Lehmbauplatten aus getrocknetem oder gebrannten Lehm?
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 20.05.10

Alternative zu Rigipsplatten


Lieber Willi,
wenn die Dampfbremse wieder mangelhaft eingebaut wird, dann ist das Ergebnis mit den Lehmplatten noch fürchterlicher, denn die sind nicht wasserfest.
Das Problem liegt im Aufbau der Schichten und nicht in der Decken- und Wandverkleidung.
Neben der Dampfbremse gehört dazu auch die winddichte Verlegung der Dämmung.
Dann sollten Sie sich Gedanken über die Lüftung der Räume machen. Es scheint so, das eine erhebliche Feuchtelast in der Raumluft darunter vorhanden war/ist.

Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 21.05.10


Danke Herr Böttcher,

wie kann dann ein Aufbau der Schichten unter so einem Dach aussehen?

Gruß

Greiner
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| 21.05.10

Dachaufbau


Ihr Problem kennen wir, auf dem Bild sieht man eine Sanierungsmassnahme vorher, nachher.

Hier wurde die alte Dämmung entfernt eine Luftdichtungsbahn eingebaut und die Gefache mit Lehm-Hobelspan-Dämmung eingebaut.
Diese Dämmung wurde mit ca. 125 kg/m³ eingebaut, sie reguliert das Raumklima, bringt Speichermasse für winterlichen Wärmeschutz und sommerlichen Hitzeschutz. Zusätzlich verbessert sie auch noch den Schallschutz.

Sollten Sie noch Fragen haben, dann melden Sie sich einfach.

Grüsse Thomas


anonymus | 21.05.10


Hallo Herr Kehle, habe Sie schon mehrfach angeschrieben.
Das ganze sieht recht gut aus und könnte mir gefallen.
Wie sieht es mit den Dachschrägen aus, kann man ebenfalls hier die Spänne einfüllen? Es ist aber nur eine diffusionsoffene Dachunterspannbahn vorhanden und keine Holzverschalung.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 03.06.10


Hier mal eine Interessante Diskusion uber Rigips

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/112570/Sind-Rigipsplatten-gesundheitsschaedlich-

http://www.epochtimes.de/articles/2009/04/17/433704.html
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 03.06.10


Hallo Willi

Danke für die Hinweise...solche Beispiele werden wohl nie an Aktualität verlieren.
Alles Gute und gutes Gelingen;
Natur,-Kalk,-Lehm,-Steine,-Holz waren und sind Baustoffe

Gruß

Mladen
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Mladen Klepac | | 03.06.10

Zu den Links:


ich vermisse da ein paar Punkte. REA-Gips: es ist logisch, daß Gips Schwefel enthält, das besagt schon die chemische Summenformel. Die Frage ist nur, was aus der Rauchgasreinigung sonst noch so alles überbleibt beziehungsweise von was für Verbrennungen der REA-Gips stammt! Wenn das ein Kohlekraftwerk ist halten sich meine Bedenken in Grenzen, bei einer Müllverbrennungsanlage würde ich schon gerne serh genau wissen, ob Schwermetalle usw. vor der Entschwefelung gefiltert werden!

Zum China-Gipskarton-Skandal: das scheint nach allem was ich gelesen habe in Wirklichkeit eins ehr lokal begrenztes Problem gewesen zu sein, es dürfte sich nämlich nur um 1 oder 2 Schiffsladungen gehandelt haben und nicht eine ganze Lieferserie.

Auch ist soweit ich weiß nie bekannt geworden, ob der Gips aus der Rauchgaswäsche stammte oder ob es sich um Naturgips mit organischen und in der Platte verrottenden Rückständen handelte.

Weiterführende Diskussionen mit Links auf Englisch:
http://www.electrical-contractor.net/forums/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/190059/Searchpage/3/Main/20780/Words/chinese+drywall/Search/true/Chinese_drywall_house.html#Post190059

http://www.electrical-contractor.net/forums/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/192060/Searchpage/1/Main/20976/Words/chinese+drywall/Search/true/Chinese_drywall_devices.html#Post192060

http://www.electrical-contractor.net/forums/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/193607/Searchpage/1/Main/21165/Words/chinese+drywall/Search/true/FYI_Chineese_Sheetrock_Update.html#Post193607
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 03.06.10


Hallo Kellergassenkatze,

Hast Du auch Infos zu Faserferstärkten GKP`s und zu Porenbildenden Zusatzstoffen?

Grüße

Mladen
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Mladen Klepac | | 03.06.10

Leider nein,


ich bin da auch nur zufällig drüber gestolpert (ich bin an sich Elektrotechniker, ein bißchen Kraftwerks- Feuerungs- und Rauchgasreinigungstechnik gehörte zu meiner Ausbildung aber auch dazu), mehr als das kann ich leider nicht bieten.
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 03.06.10

Gipskarton


Hallo Willi,
nach diesen Beiträgen sind GK- Platten aus deutschem Reha- Gips also unbedenklich.
Das trifft auch bei meinen Informationen zu. Weder der Gehalt an Schwermetallen noch der Gehalt an radioaktiven Elementen ist bei Reha- Gips höher als bei Naturgips.
(Siehe Ökologisches Baustofflexikon von Gerd Zwiener, Verlag C.F.Müller)
Wieso also die Aversion gegen Gipskarton? Nur weil er aus Kraftwerken kommt?
Dein Auto besteht übrigens auch zu einen erheblichen Teil aus Abfall, nämlich Schrott, ebenso wie ein Teil der Bierflaschen im Kühlschrank aus Glasabfall hergestellt wurden, das Klopapier...)

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 03.06.10

Gipskarton


@Georg
Gipskartonplatten ist Müll und bleibt Müll

darum verstehe ich es nicht...
-"Wieso also die Aversion gegen Gipskarton? Nur weil er aus Kraftwerken kommt?
Dein Auto besteht übrigens auch zu einen erheblichen Teil aus Abfall, nämlich Schrott, ebenso wie ein Teil der Bierflaschen im Kühlschrank aus Glasabfall hergestellt wurden, das Klopapier...)"

Viele Grüße

Mladen
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Mladen Klepac | | 03.06.10


Ich muss mich nochmals an euch wenden.
Habe eien Vorschlag bekommen den ich persönlich eigentlich für sehr gur halte und ihn auch gerne verwirklichen würde, vorausgesetzt die Statik spielt mit.

Und zwar, rigips,Mineralwolle etc. runter sind, zwischen den Sparren 3 cm Rauspund mit Nut und Feder einbauen, dann als 2. Lage ebenfalls 3-4 cm Rauspund mit Nut und Feder versetzt drauf, zwischen die Lagen unkaschierte Kreppappe.
Die sichtbare Holzseite ist gehobelt und wird später mit einer Leinöl Lasur eingelassen, sieht etwas rustikal aus.
Im Badezimmer wird in der Decke ein Abluftventilator der auf Feuchtigkeit reagiert eingebaut, die Luft wird über das Dach abgeführt, dasselbe im Treppenhaus.

Im ungedämmten Dachboden wird ein oder zwei Abluftstutzen eingebaut evtl. ein Ventilator der in diesem Bereich die Luft nach drausen befördert.

Es wird also keine Dampfsperre eingebaut, dafür 5- 8 cm Holzdielen, das soll auch gleichzeitig sehr gut die sommerliche Hitze drausen halten, es stinkt mir seit wir im Haus wohnen das es im Sommer in den oberen Räumen unerträglich Heiß ist, was auch kein wunder ist, denn die jetztige Konstuktion ist, wie mir erst jetzt klar geworden ist, absoluter Leicht Billig Ramsch, dünne rigipsplatten mit Styropor, Plasikkdampfbremse, Minerallwolle die man auf 0,5 cm zusammendrücken kann, da ist überhaupt keine Masse da die Hitze, aber auch Kälte ordentlich abpuffern kann.

Mir ist aber etwas unwohl, obwohl man früher auch so gebaut hat, speziell im Randbereich ist die Konstruktion doch offen wie ein Scheunentor, ist das egal? soll man das Abdichten bsw. mit Akryl o.ä.
Wer hat mit sowas Erfahrung? ich meine hier darüber schon mal was gelesen zu haben, finde aber nichts,

Gruß+ grübel

Willi
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 12.06.10


Hallo,

mir fehlt die Dämmung, was soll da rein?
Rauspund allein wird den Hitzeschutz verbessern aber erwarten Sie hier keine Wunder.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 12.06.10

Dämmung


Nch Auskunft genügen 6-8 cm Rauspund,bsw. 2x4 cm, eine zusätzliche Dämmung ist nicht notwendig, sei sogar eher nachteilig.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 12.06.10

Dämmung


Lieber Willi,
Einen Wollpullover kann man auch zusammendrücken, trotzdem zieht man so was im Winter an.
Anscheinend hast Du noch nicht kapiert, das eingeschlossene Luft der beste Dämmstoff außer einem Vakuum ist. Die Wolle dient nur dazu, die Konvektion möglichst zu verhindern.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.06.10

Einen


Wollpullover ziehe ich aber nicht im Sommer an, oder?
Hier soll es (auch) darum gehen die sommerliche Hitze im Dach abzupuffern und das geht nur über Masse. Bei Kälte wird es sich ähnlich verhalten, oder?
Holzbretter haben eine Rohdichte von 600-700, Mineralwolle von 15-20, Schallschutz kann man hier eh vergessen.
Mein Haus wird auch noch richtig gut :-)
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| 13.06.10

Dämmung


Nein, es verhält sich bei Kälte eben nicht ähnlich.
Wärmeschutz hat etwas mit Infrarotstrahlung, Wärmebeharrungsvermögen und Wechsel der Temperaturbelastungen im Stundenbereich zu tun.
Wärmedämmung hauptsächlich mit Wärmeleitung und Konvektion, relativ wenig mit Infrarotstrahlung.
Wenn Du mehr wissen willst, wie Dämmung funktioniert, auf meiner Homepage gibt es unter der Rubrik Informationen etwas dazu.
Was den Pullover betrifft:
Genau das ist der Unterschied. Wolle dämmt gut gegen Wärmeverluste, ist aber durchlässig bei Infrarotstrahlung, sie besteht ja fast nur aus Luft. Deshalb trägt man so was im Winter, nicht im Sommer. Sommerlicher Wärmeschutz ist eine andere Sache. Dann müsstest Du im Sommer eine Rüstung aus Holzbrettern als Wärmeschutz gegen die Sonne tragen.
Mag funktionieren.
Aber trag das mal im Winter, was meinst Du was da wärmer ist, ein Pullover oder Deine tragbare Hundehütte?
Da wir in unseren Dächern nicht zweimal im Jahr den Aufbau wechseln, wäre eine Kombination aus dem Prinzip Dämmung durch Wirrgelege mit der Wärmespeicherkapazität von Holz sinnvoll.
Und, man wird es kaum glauben, so was gibt es schon.
Man nennt es Holzfaserweichplatten.

Viele Grüße

p.s. Wenn Du überzeugt bist, Dein System funktioniert, dann wären handelsübliche Gartenlauben mit ihren ca. 5 cm Blockbohlenwänden doch ideal gedämmte Wohnhäuser!
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.06.10

Und darum z.B.


Zwischensparrendämmung als Wärmedämmung, hier Hanf!


[pubimg 21795]


anonymus | 13.06.10

Und ...


…als Hitze- und Schalleschutz eine Aufdachdämmung aus, hier, Weichfaserplatten.

[pubimg 21794]


Grüße aus Schönebeck


anonymus | 13.06.10

der


beste Hitzeschutz ist, über eine gute Lüftung die Hitze unter der eigentlichen Dachhaut über große Lüftungsquerscnitte am First abzuleiten, dabei spricht man con 200-500 cm2 je Traufenmeter ! Wenns draußen natürlich 35° sind, wird über die Luft und aufsteigende Wärme im Haus keine 25° mehr im DG bleiben. Da brauchte man schon massive Innenwände, die aber auch in der Nacht wieder die aufgenommene Wärme abgeben könnten. Mein Wohnzimmer hat im Sommer 22° C, im DG trotz guter Dämmung und Hinterlüftung 25-30° C, früh sind es dann wieder um die 20°. Ansonsten bliebe nur eine Klimaanlage.
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 13.06.10

Ich hab mal


spintisiert, ob man nicht beispielsweise durch einen stillgelegten Kaminzug kalte Luft aus dem Keller in die Hinterlüftungsebene des Dachs blasen könnte und damit die Aufheizung der DG-Räume verringern. Könnte das irgendwie klappen?
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.06.10


Klar kann das klappen, bis der Keller dann erstmal nass, und dann auch irgendwann warm ist.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 13.06.10

Ok, leider


eigentlich logisch... warme Luft strömt in den Keller nach und das wars irgendwann. Dabei klingt es auf den ersten Blick so praktisch ;-)
Des woa scho immer so!
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| 14.06.10

Latten-Bilder aus der Bilddatenbank: