Fachwerk.de - Holzkitt selber machen

Wir haben ein altes Fachwerkhaus und wollen die alten, nun freigelegten, Balken gerne sichtbar lassen. Zum Teil sind sie vom Wurm ziemlich angeknabbert, jedoch noch alle im brauchbaren Zustand. WIr würden gerne die "größeren" Stellen mit Holzkitt ausbessern, dann anschließend Schleifen und beizen. Man kann Holzkitt selber machen, ist das ratsam? Oder was nimmt man für einen Kitt und wo bekommt man den? Wir haben ein Rezept gefunden in dem steht als Zutat "Wasserglas", was können wir uns darunter vorstellen, und wo bekommt man das, bzw. wie macht man das?????
Vielen Dank für gute Ideen und Tips


Simone Roß | 11.03.09

Hallo,

Kaliwasserglas gibt es für den Privatkunden als Gefahrstoff m.W. nicht zu kaufen.
Die Firma KEIM z.B. stellt Wasserglas als Träger zum Vermischen mit Purkristalat-Farben und als Grundierung her. Vielleicht können Sie beim Maler ein Eimerchen kaufen.
Vorsicht: ätzend.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 11.03.09
Kitt und Keile
Hallo Simone

Vor "Ausbesserungen" von Fachwerk (besonders im Außenbereich) mit Holzersatzmassen kann nur dringend abgeraten werden. Dies führt mittelfristig zu massiven Schäden an den Fachwerkhölzern. Hier sind nur Ausbesserungen mit fachgerecht angebrachten Vierungen zulässig.

Auszug aus dem WTA Merkblatt 8-6-99 D Beschichtungen auf Fachwerkwänden Holz
"....Kapitel 4.1.4 Spachtelmassen und Holzersatz Spachtelmassen oder Holzersatz dürfen nur in Ausnahmefällen und auf kleinsten Flächen, beispielsweise für Löcher, in denen Wasser stehen bleiben könnte, verwendet werden. Ein flächiges Auftragen verringert die Wasserdampfdurchlässigkeit so stark, dass das Holz unter dieser Schicht durchfeuchten und faulen kann. Das Wasser darf aber im Holz nicht eingesperrt werden. Größere Risse sind durch Ausspänen auszufüllen. Holzersatz- und Spachtelmassen, die nicht den Holzbewegungen und dem Dampfdiffusionsverhalten des Holzes angepasst sind, dürfen nicht eingesetzt werden. Das gleiche gilt auch für mineralische Mörtel und thermoplastische Spachtelmassen, Acrylkitte u. a., die in der Vergangenheit nachweislich zu erheblichen Feuchte- und Fäulnisschäden an Fachwerkhölzern geführt haben....."


Mit besten Grüßen und dem Wunsch auf ein wirklich gutes Gelingen
L. Parisek
Mutabor
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PARISEK saniert GmbH & Co KG | L. Parisek | 11.03.09
Also
ich frage mich, warum überhaupt mit Kitt arbeiten, man kann es doch so lassen das Holz. evtl Bürsten.

Grüsse Thomas
Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen. Henry Ford
Mitglied der Fachwerk.de Community()
NEW.... | Th. Kehle | 11.03.09

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Risse in Stufen unbedingt Kitten ? - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
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