Keller tieferlegen und Fussbodenaufbau mit Heizung

Keller tieferlegen und Fussbodenaufbau mit HeizungHallo zusammen,

nachdem wir das Haus von oben bis unten saniert und umgebaut haben bin ich nun im Keller angelangt. Ein Raum davon (die alte Waschküche) soll nun ein Kinderzimmer werden. Dazu haben wir bei der Außensanierung schon eine Böschung angelegt und zwei Fenster eingebaut. Nun zu meinen Fragen:

Der alte Keller war nur 1,90 hoch und hatte einen ca. 5cm dicken Betonfussboden auf eine dünnen Kiesschicht. Darunter Lehmboden.
Diesen haben wir schon komplett entfernen müssen, um die Abwasserrohre zu sanieren.
Bodenplatte hat das Haus nicht. Die Wände stehen auf einer Reihe Ziegel. (siehe auch das Bild.
Nun soll der Raum zukünftig etwas höher werden und eine Fussbodenheizung bekommen.
1. Frage: Für einen ordentlichen Aufbau muss ich weiter ausschachten. Kann ich dies ohne weiteres tun, solange ich die Ziegelfundamente nicht unterhöhle, oder muss ich die ringsum Stück für Stück unterhöhlen und abfangen?
2. Frage: Als Aufbau habe ich folgendes geplant:
- 5cm Betonestrich als Sauberkeitschicht auf den Lehm
- Schwebebahn oder Kunststoffbahn verschweißt als Feuchteschutz
- 15-20 cm Sturodur als Dämmung
- ca. 5cm Estrich mit Fussbodenheizung
Oder ist es notwendig nochmal 30-50 cm tiefer zu schachten und unter die Sauberkeitsschicht Kies 0732 oder 16/32 einbringen?
Als Feuchteschutz ist ja die Schwebebahn gedacht und der gewachsene Lehmboden sollte ja stabil genug sein, oder nicht?
3. Frage. Die Außenwände sind aus Mauerbeton gegossen, die Innenwände normaler Ziegel. Was für Putz sollte ich da nahmen?

Danke Thomas
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| 21.06.17

Fußbodenaufbau


Der Fußbodenaufbau sollte minimiert werden:
ca. 5 cm Sauberkeitsschicht
Schweißbahn o.ä. als Abdichtung
100 mm Dämmung
Schrenzlage
Heizestrich
Mehr wie 20 cm Aufbauhöhe sollten nicht herauskommen.
Allein das ergibt, zuzüglich der Erweiterung der lichten Raumhöhe auf ca. 2,20 m eine Schachttiefe von 0,50 Meter.
Das ist verdammt viel.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 21.06.17


Danken für den Kommentar. So wie auf dem Bild zu sehen ist habe ich 2,40m Höhe. Dies war wie gesagt notwendig um die Rohre neu zu verlegen.
Mein angedachter Aufbau hat incl. Bodenbelag ca. 30cm Höhe.

Wenn ich nicht tiefer schachten muss, bin ich ja froh, aber der Aufbau sollte ja nicht nur minamlistisch sein, sondern auch funktionieren.
Aber wenn ich dich richtig verstehe ist dein Vorschlag vom Aufbau her so wie meiner, nur mit dünnerer Dämmung.

Ciao Thomas
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| 21.06.17

Fußbodenaufbau


Mehr wie 10, max. 12 cm Dämmung bringen dämmtechnisch nichts, erhöhen aber das Setzungsmaß des Estrichs rapide. Die max. zulässigen 3 mm Stauchungsmaß bei Heizestrich sind schon mit 10 cm Dämmung schwer einzuhalten.
Abdichtung, Dämmung und Heizestrich sollten Sie am besten an eine Firma vergeben.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 21.06.17

Kellerboden


Da die Kellerwänden sicher mehr Wärme verlieren als der Boden wäre Wandheizung mit Dämmung innen oder außen mMn sinnvoller.
Je nach Heizsystem auch größere Plattenheizkörper (Typ 10 oder 11) mit höherem Strahlungsanteil

Bodenaufbau zB
0,2 mm PE-Folie auslegen
50 mm Estrich
Feuchtigkeitssperre bis Oberkante Fußleisten
80-100 mm Holzfaser-Dämmplatten oä -alternativ Schüttung mit dünner Holzfaserplatte.
ca 14 mm Fertigparkett oder Korkparkett verlegen

Das ergibt nur 17 cm Aufbauhöhe und einen immer fußwarmen, elastischen Boden, der besonders in Übergangszeiten angenehmer zu begehen ist als Estrich mit FB-Heizung, die nicht immer in Betrieb ist und sehr träge reagiert.
Zudem kann alles günstig und schnell selber hergestellt werden.

Auf sauberem, tragfähigem Untergrund Kalkputz mit geringer Zementzugabe

Andreas Teich

Wandheizung


Wie würde denn so eine Wandheizung mit Dämmung innen aufgebaut sein? Wieviel Wandstärke nimmt diese weg?

Danke Thomas
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| 21.06.17

Innendämmung


Eine Innendämmung ist unbedingt empfehlenswert, die Kombination mit einer Wandheizung nicht.
Heizkörper, Innendämmung, gedämmter Fußboden- das reicht schon für Wohlfühlatmosphäre.
Die Art der Innendämmung hängt vom Untergrund ab, also Ebenheit und Durchfeuchtungsgrad der Wände.Schon 20 mm Dämmstärke (032) bringen fühlbare Verbesserungen und Minimierung der Schimmelgefahr.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 21.06.17


Hallo,

die Wände innen sind trocken. Es gibt so gut wie keine Feuchtigkeit. Was wäre da an Innendämmung empfehlenswert? RigiTherm oder was anderes?

Warum keine Wandheizung?

Cu Thomas
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| 21.06.17

Keller-Bilder aus der Bilddatenbank: