Haus Kauf

Ich bin einen kleinen Schritt weiter in meinem Wunsch, ein bestimmtes altes Fachwerkhaus Kaufen zu wollen. Ich kenne das Haus nur von früher, wir wohnten dort schon einmal. Die jetzigen Eigentümer wissen nicht, wie lange sie das Haus noch nutzen wollen und haben mir das Gespräch angeboten. Das Haus macht von aussen trotz des Alters einen soliden, sauberen und intakten Eindruck, ist vor mehreren Jahren grundrenoviert worden. Von daher gehe ich davon aus, dass es innen auch nicht schlechter aussieht.
Nun ist ein Hauskauf kein Hobby von mir, bin also nicht unbedingt geübt in solchen Dingen und mich würde interessieren, auf was ich bei dem ersten Gespräch alles zu achten habe und hellhörig werden muss. Sollte das Gespräch doch schon im Objekt stattfinden, kann ich mir das Haus schon zeigen lassen oder wirkt das zu aufdringlich? Sollte das Gespräch so verlaufen, dass auf beiden Seiten der Kauf- bzw. Verkaufswunsch bestehen bleibt, was kommt dann als nächstes auf mich zu? Bin für alle Anregungen dankbar.
Grosse Leidenschaft für kleine Kotten
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| 18.01.10

Warum soll


es aufdringlich wirken?Die Leute wollen doch eventuell Verkaufen oder?Ich würde einen Sachkundigen mitnehmen der weiß wo man hinschauen muß.Der muß sich ja nicht als Sachkundigen ausgeben.
Alt aber schön....Häuser meine ich natürlich
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| 18.01.10

Hauskauf


ich würde auch sagen, wenn das Gespräch schon angeboten wurde, einfach ein Päckchen Kaffee und eine Flasche Korn für den Hausherren mitnehmen und dann an der Türe klopfen.

Wenn die Verkäufer nix zu verbergen haben, lassen sie Dich auch rein...



Andreas
Wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man `nen Arbeitskreis
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| 18.01.10


Der Besuch eines Experten ist kein Misstrauensvotum - auch der Verkäufer weiss dann, woran er ist. Ist der Verkäufer dagegen, dann Finger weg vom Objekt.
Honorar vorher besprechen.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
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| 19.01.10

Haus Kauf


Danke für die netten Tips wie Kaffee und Korn ... ;-))
Mich dünkt die Mitnahme eines Experten/Gutachter als verfrüht. Es handelt sich ja erst nur um ein Gespräch. Wir wollen uns kennenlernen und er ist gespannt, was für ein Mensch an seinem Haus interessiert ist und welche Historie mich mit dem Haus verbindet ... Ich denke nicht, dass es schon eine Art Kaufverhandlung sein wird. Aber dennoch gibt es bestimmt Dinge, denen ich besondere Aufmerksamkeit schenken sollte sehr hellhörig sein sollte? Über Veränderungen in der näheren Umgebung weiss ich Bescheid und sie stören mich weniger.
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| 19.01.10


Na, dann geh halt hin und sondiere mal Preis, Verkaufsgrund und Lage. Du hast den Vorteil, dass Du nicht einer unter vielen bist, also hast du Zeit.
Wenns passt, erwähnst du, dass Du mal in aller Ruhe kommen und die Sache genau anschauen willst. Dann nimmst Du eine Taschenlampe und gesunden Menschenverstand mit. Grobe Schäden und arge Vernachlässigung sieht oder ahnt man ziemlich bald. Das ist von Abnutzung durch normalen Gebrauch zu unterscheiden. Wenn Du Dir dann immer noch nicht sicher bist oder berechtigte Zweifel hast, fragst Du die Verkäufer, ob du mit einem Experten wiederkommen darfst.

Heikel wirds, wenn sie Dich bitten, eine Preis zu machen. Da solltest Du dann schon wissen, wie der Markt in der Region ist.
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| 19.01.10

Der erste Termin


sollte schon am/im Objekt stattfinden. Das ist auch nicht aufdringlich. Falls du das Haus dann immer noch Kaufen möchtest solltest du dir sobald es akut wird einen Fachmann suchen, der bei einer Besichtigung mitkommt

Ein Kotten in Owl? Kannst du mir vielleicht per mail schreiben wo genau? Keine Angst, ich will ihn dir nicht wegschnappen. Wir haben selbst genug zu tun (ich geh gleich wieder Steine klopfen). Aber wir haben dort vor einem Jahr auch noch gesucht und vielleicht kenne ich das Objekt oder den Markt dort ein bißchen.
Warum macht das das?
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| 19.01.10

zu 134560


Hallo Herr Paulsen, danke für die vielen Anregungen. Jau, heikel wird es mit dem Preis. Wie erwähnt, ist der Hauskauf kein Hobby von mir und ich habe so gar keine Ahnung. In der Region werden Neubauten von 180.000 bis ganz neu 340.000 EUR ge- bzw. verkauft. Solche alten Objekte werden leider zu selten angeboten. Für einen denkmalgeschützten Kotten, fein renoviert mit tollem, grossen Anwesen unweit meines Traumhauses möchte der Besitzer utopische 490.000 EUR. Viel zu überteuert in der Gegend, in der in den kommenden Jahren ein Industriegebiet, eine Autobahn und eine Entlastungsstrasse die Nachbarschaft bilden werden. Von diesem Umfeld wird dann auch mein Wunschhaus betroffen sein, mir ist dann allerdings das Haus wichtiger, als die Umgebung. Das Grundstück ist viel kleiner als oben beschriebenes (ich schätze, nicht mal die Hälfte) und der jetztige Besitzer hatte den damals (vor vielleicht 20 Jahren) unrenovierten Kotten angeblich für ca. 100.000 DM gekauft.
Grosse Leidenschaft für kleine Kotten
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| 19.01.10

Hört sich ein bischen nach


"nur in gute Hände abzugeben" an.

Wenn du das Haus von früher kennst, werden dir Veränderungen ja auffallen. Im Gespräch kannst du das ja einfliessen lassen ("Hier war doch früher das...") - i.d.R. sind die Leute ja stolz auf das, was sie alles hergerichtet haben und erzählen dir auch, was sie gemacht haben.

Ansonsten: Immmer der Nase nach - viele Mängel kann man riechen (Feuchte, Schimmel).

Über Preise spreche ich immer zuletzt, wenn man ein wenig "warm" geworden ist und die geschäftliche Ebene verlassen hat, dazu gehört dann auch ein ungefährer Termin.

Wenn das gut gelaufen ist, würde ich samt Fachmensch + Fotoapparat nochmal kommen und nur die technische Seite anschauen incl. deiner Umbauwünsche - dann wird gerechnet.

Zu sagen "Ich hab soundsoviel für Kauf und Ausbau und der Ausbau kostet mich bereits xxxx" ist ein zumindest menschlich nachvollziehbares Preisargument.

Heizkosten sind natürlich immer Thema....

Überleg dir halt vorher mit welchem Ergebnis du aus dem Gespräch wieder herausgehen möchtest.

Viel Glück, Boris
Wer viel fragt, kriegt viel Antworten....
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| 19.01.10

zu 134582


Hallo Boris, die Idee hatte ich auch. Jau, das Haus kann ich blind aufs Papier bringen, die Räumlichkeiten und die Einrichtung. Unsere damalige Wohnung sowieso, aber auch die der Dame, die damals unten wohnte. Seltsam, wie das im Kopf hängen bleibt, dabei ging ich zu der Zeit noch in den Kindergarten ... Ich bin schon sehr gespannt, was sich im Haus alles verändert hat. Nur wenn ich dann vor lauter Euphorie zu oft "ich erinnere mich, damals war hier die Wand aber anders" oder ähnliches anbringe, könnte der jetztige Besitzer womöglich denken, mir gefiele nichts, was er alles verändert hat und ich stehe dumm da. Aber tragende Wände werden sicher noch so sein, wie ich es kenne ... Obwohl, eine halbe Aussenwand wurde verändert und die würde ich dann gerne wieder rückbauen wollen. Könnte das grosse Probleme in der Statik oder sonst was geben?
Grosse Leidenschaft für kleine Kotten
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| 19.01.10


Du erwähnst, dass in der Umgebung viel verändert werden wird und dass Dir das Haus wichtiger ist. Überleg Dir das gut. Die Lage ist entscheidend. Ändern kann man fast alles, aber wenn Du wegen dem neuen Autobahnzubringer den halben Vorgarten verlierst, ist das alles andere als egal.
Blick in die langfristige Planung der Gemeinde ist bei geringstem Verdacht über solche Vorhaben ein Muss!
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| 19.01.10

Dass das


schon soo lang her ist, war da jetzt nicht rauszulesen......:-)

Kindheitserinnerungen sind jedoch eher ein trügerischer Begleiter, habe ich festgestellt (wenn auch jetzt nicht in Bezug auf Hauskauf...). Erschrick halt nicht, wie klein dir jetzt alles vorkommt......:-)

Ich kann mich zunächst nur Jens anschliessen: Eine Autobahn kann dir den ganzen Lebensabend versauen......

Zu der Aussenwand kann dir nur jemand vor Ort was sagen, zu klären wäre auch, ob das genehmigt war - vorm Kauf unbedingt die Unterlagen im Bauamt einsehen....das habe ich noch 2 Std. vorm Notartermin gemacht und das war auch gut so!

Das Problem die Leute nicht zu brüskieren, hast du ja erkannt.....andererseits bist du "Kunde" und dir muss das nicht alles gefallen... Schweigen hilft.....

Schau dir beim ersten mal nur das an was da ist, wenn du da schon alle Änderungen reindenkst, wirst du schnell bekloppt in der Birne.

Gruss, Boris
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| 20.01.10

zu 134603 & 134610


Ja, mir ist klar, dass ich die Räumlichkeiten heute sicher viel kleiner empfinden werde, als damals. Aber wenn ich realistisch an die Grösse herangehe, sollten die qm dicke ausreichen für 2 Personen. Was die Umgebungsänderung angeht, habe ich mal einen Plan angehängt. Die Nr 1 ist mein Wunschkotten, leider gerade noch innerhalb des Bebauungsplans, die Nr 2 der angesprochene, überteuerte Kotten, der gerade noch ausserhlab steht. Farben: sonnengelb = neue Autobahn, blassgelb = Entlastungsstrasse, pink = neuer Bahnzubringer, blau = Gewerbegebietszubringer, grün = angeblich von Bebauung ausgeschlossen, weil "seltener Boden". Die Autobahn sollte weit genug entfernt sein, die Entlastungsstrasse evtl. auch. Der Garten wird nicht tangiert. Vielleicht wird die Grünfläche sogar bewaldet (als Lämschutz).
Aussenwand = Genehmigung und Bauamt = guter Tip. Danke. Dann müsste ich mir auch eine Genehmigung einholen, wenn ich die Wand wieder rückbauen wollte? Auch wenn der Kotten nicht unter Denkmalschutz steht?
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| 20.01.10

Autobahndauerrauschen


geht an die Nerven.....Wunschkotten hin oder her...ist natürlich auch ne Frage wie du jetzt wohnst, könnte ja auch ne Verbesserung sein.

Wenn ich dich richtig verstehe ist das "Drumrum" noch in Planung, d.h. der tatsächliche Lärm noch nicht hörbar. Dann weiss ich zumindest, wieso sie dich gerade jetzt angesprochen haben.......

Warte noch die zwei Jahre bis der Kram fertig ist, dann kriegst du's für die Hälfte.......

Gruss, Boris
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| 20.01.10


"Gute Verkehrslage" nennt sich das im Ausschreiben eines Maklers, oder auch "in Zone mit Entwicklungspotential".
Je nach Industrie, die sich da ansiedelt, kommt womöglich auch sonst noch einiges.
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| 20.01.10

Oh


Das ist eine heikle Sache. Du musst dir das gut berlegen. Falls du es dann immernoch möchtest würde ich mich mal nach Hauspreisen informieren die in ähnlichen Gebieten mit ähnlichen Straßenverhältnissen.
Warum macht das das?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.10

Das


mit der Lage würde ich mir aber sehr gut überlegen!

So ein Haus und mag es noch so schön und billig sein, würde ich in meiner Gegend (M-V) jedenfalls NICHT Verkaufen können, aber das mag ja in Ostwestfalen anders sein.

Herzliche Grüße aus dem Norden
Cornelia Stoll
Alte Häuser berühren unsere Seele
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AltesHaus | Historische Immobilien | | 28.01.10

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