Heraklith als Fachwerkinnendämmung

Liebe Forumsteilnehmer,
bin dabei, ein altes Fachwerkhaus (1840) zu sanieren. Die Außenhülle (Eiche, Fächer mit Ziegelsteinen ausgemauert) ist fertig. Jetzt steht das Problem der Dämmung. Außendämmung entfällt wegen Sichtfachwerk (Denkmal).

Ich habe ein kostengünstiges Angebot, die Außenwand (innen)mit Heraklith in 3 Lagen (15 (Ausgleich), 35 und 70 mm) zu Verkeben und zu verschrauben/vernageln und mit Putzträger (Draht) zu versehen. Da dieser Wandaufbau Hohlraum- frei ist, die Dämmwirkung begrenzt ist (soll ja Fachwerk nicht zuträglich sein) und das Material diffisionsoffen ist(oder nicht??) fand ich die Variante recht gut.

Die Taupunktberechnung zeigt allerdings einen hohen Tauwasserausfall (1,1 kg) in der Wand, was sicher nicht gut ist.

Hat jemand Erfahrungen bezüglich der Verwendbarkeit und des Feuchteverhaltens mit Heraklith als Innendämmung von Fachwerk?
Gibt es vielleicht bessere Alternativen (die ähnlich kosten-günstig sind).

Vielen Dank in Voraus.

Guido Hingst


Guido Hingst | 13.03.04


Informieren Sie sich am besten mal über Isolierung mit Lehm!!!
Mfg Landau


Horst Landau | 14.03.04

Verweis auf ähnliche Fragestellung


Bei Heraklith wära aber noch weiter zu klären, ob zement- oder magnesithgebunden!
Innenschalen aus Holzweichfaser und einer zusätzlichen Wandheizung sind auch funktionstüchtig und bauphysikalisch sinnvoll.
Weiteres im vorangegangenen Beitrag

---Forenreferenz-----------
Innendämmung -
Hallo liebe Forumsteilnehmer,
ich möchte einen Teil meiner Außenwände (Fachwerk) von innen dämmen.
Folgenden Aufbau möchte ich realisieren:
- Holzständerwerk (KVH 6x6cm) Vorwandmontage (nicht an der Wand befestigt). Abstand zur Fachwerkwand so gering wie möglich.
- Beplankung des Ständerwerks mit Schilfplatten oder Holzwolleleichtbauplatten (d=5cm)
- Verfüllen des Hohlraumes zwischen Schilfrohrplatte bzw. Holzwolleleichtbauplatten und Fachwerwand mit Leichtlehm oder Zellulose, Hanf, Flachs.
- Auf die Schilfrohrplatte bzw. Holzwolleleichtbauplatte soll eine Wandheizung verlegt werden.
Wer hat Erfahrung mit einem solchen Aufbau?
Welche der o.g. Baustoffe sollten kombiniert werden?
Viele Grüße
Thomas Kunz mehr ...
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MfG die ARGE LehmWerk
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 15.03.04

Innendämmung der Außenwände


Hallo,

also wir haben von innen mit Lehm, Holzweichfaserplatten und wieder Lehm gedämmt.

Viele Grüße


sally | 16.03.04

Re zu Sally


Ist ja gut, doch ohne einer Wandtemperierung (Fußleiste, noch besser eine Wandheizung in Lehm!) kann die Holzweichfaserplatte zu Fäulnis in den ungünstigen Kontaktebenen (schlechte Thermik!!) neigen bzw. führen. Zu dieser Thematik kann auch der Hr. Nothhelfer in dieser Plattform tiefgründigere Erläuterungen geben. Telefonisch ist er am besten zu erreichen, da er ein Architekt alter Schule ist und mit E-Mail's er keine große Ahnung haben will.

MfG die Oberlausitzer Lehmhandwerker.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 17.03.04

Zur Antwort vpom Lehmhandwerker :-)


Ja sicher hängt das von der Wand ab. In unserem Fall ist das im 1. Stock und auf der Sonnenseite. Insofern mache ich mir da nicht so große Sorgen wegen der Holzweichfaserplatten.

Danke auch für den Kontakttip.


Sally | 17.03.04

Re Heraklith Innendämmung


Vielen Dank für die Tipps.

Ich verstehe das so, dass die Innendämmung mit den Holzfaserplatten (die Berechnung wurde übrigens mit magnesitgebundenen Platten gemacht FP) möglich ist, aber schon die Gefahr des Feuchteausfalls birgt. Deswegen besser mit Wandheizung.
Verklebt (am Fachwerk?) und verputzt sollten die Platten am besten mit Lehm werden?

Ohne Wandheizung kann es also zu Problemen kommen? Würde sich ja mit der Tauwasserbereichnung decken.

Bezüglich Heizsystem bin ich mir eben noch nicht sicher, was ich mache. Baue Stück für Stück, so dass noch einige Zeit ins Land geht bis das Haus bewohnt und geheizt wird. Wollte nach der Außenhülle dämmen und Fenster einsetzen, alles andere später. Außerdem werden ja nicht alle Räume permanent geheizt.

Kurz und gut mir wäre eine Variante, die passabel dämmt und auch ohne bestimmte Heizvariante trocken bleibt, so dass das Fachwerk keinen Schaden nimmt, am liebsten.

Gibt es vielleicht bessere Varianten? Habe im Forum Lehm + andere Faserplatten (Diffutherm oder Flaxfaser) gesehen.
Sind ja aber auch Platten aus anderen Material mit Kontaktproblemen - oder?

Vielen Dank im Voraus

Guido Hingst


Guido hingst | 17.03.04

Andere Lösungen....


.... sind schon denkbar und auch möglich, doch hängt dies immer von einer örtlichen objektbezogenen Begutachtung ab, wo man sämtliche Möglichkeiten einer Lösungsfindung und auch deren Umsetzbarkeit in Augenschein nehmen kann.
Mittels Lehmdämmsteinen in homogener Wandausführung ist dies aber eben auch möglich.

Zu weiteren Fragen können Sie uns doch auch einfach einmal telefonisch kontaktieren, um weitere Details abfragen zu können.
MfG die Lausitzer
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 18.03.04

Innendämmung-Bilder aus der Bilddatenbank: