Fachwerk.de - Was genau Spircht gegen Glas/Steinwolle ?

Ich Plane eine komplette Wäremdämmung von innen.

Aufbau bisher:

(von Aussen nach innen)

Putz

Bimsstein / Lehm (Teilweise Fächer noch lehm teilweise Bimsstein)

Tapete.



Nun plane ich (wie ichs seit jeher in Häusern mache):
Glaswolle/Steinwolle, und Gipskarton.

oder

Glas-/Steinwolle, OSB, Fermacell.



Ich möchte keine Öko-Antworten, sondern eine Sachliche Auskunft warum ich genau diese Baustoffe bezüglich der Bausubstanz meines Fachwerkes nicht verwenden sollte, und interssiere mich dabei auch um Preiswerte Alternativen.



Habe dieses Forum nun 1h nach antworten durchsucht, aber nix gefunden, liegt vielleicht auch an der Unübersichtlichkeit.



Vielen Dank für eure Mühe im vorraus.

MFG Nico
...Von der Wahrheit gibt es keine Versionen...
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Nico Küster | 18.09.07
Innendämmung mit Mineralwolle
Wenn ich lese ..." wie ichs seit je her in Häusern mache"... und Sie das noch weiter anscheinend beruflich zu tun gedenken, sollten Sie sich ernsthaft und professionell mit der Materie befassen.
Kaufen Sie sich gute Fachbücher, Laden Sie die betreffenden WTA- Merkblätter herunter, besuchen Sie Fachtagungen und Weiterbildungsveranstaltungen.

Viele Grüße
Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 18.09.07
LOL
Nee, genau so antworten brauche ich nicht.

Ich mache es so, weil ich nichts anderes kenne, und ich bin beruflich in der IT-Branche.

Vielen Dank für die Sachliche Info
...Von der Wahrheit gibt es keine Versionen...
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Nico Küster | 18.09.07
Innendämmung mit Mineralwolle
Wenn Sie Laie sind,
dann empfehle ich Ihnen die Finger von der Innendämmung mit Mineralwolle zu lassen oder sich zumindest dafür einen Fachmann zu suchen.
Dazu ist die Materie zu komplex, um Sie über ein Forum quasi nebenbei zu erlernen.
Für Selbstbauer eignen sich Naturmaterialien wie Leichtlehm, Schilf und diffusionsoffene Dämmplatten in Verbindung mit Lehmputz besser, da die Fehlertoleranz geringer ist (trotzdem kann man als Laie noch eine Menge falsch machen).

Um Ihre Frage nach den Nachteilen von Miwo als Innendämmung in Beispielen zu beantworten:

...," Materialien für die inneren Dämmschichten sollten so ausgewählt wwerden, das der kapillare Wassertransport innerhalb der Wand nicht unterbrochen wird... Luftschichten, Mineralfaser- oder PS- Schaumplatten unterbrechen den Transport..."
..." Auf der Innenseite muss die Wand luftdicht ausgeführt werden. So werden Luftströme vom Raum in die Konstruktion verhindert. Ziehen aber Luftströme in die Wand, so kann Tauwasser ausfallen- Feuchteschäden wären die Folge."
(Zitate aus dem Aktualitätsdienst Bautechnik, Cornelsen Verlag Berlin)

Weiter:
..." Eine hochdimensionierte Innendämmung hat tiefe Temperaturen im gesamten Fachwerkquerschnitt zur Folge. Damit steigt, bedingt durch die höhere relative Luftfeuchtigkeit, die Ausgleichsfeuchte des Querschnitts, und es steht so eine geringere Speicherreserve für eindringenden Schlagregen zur Verfügung. Zugleich werden im kalten Außenquerschnitt die Austrocknungsmöglichkeiten durch Diffusion aufgrund eines geringeren Wasserdampf- Teildruckgefälles zusätzlich verschlechtert. Beweitterte Sichtfachwerke vertragen daher keine hochdimensionierte Innendämmung..." (Zitat aus Rainer Oswald: Mängel, Schäden, Streitigkeiten, DVA Stuttgart)

Trotz richtiger Ausführung kommt bei Miwo ein Bunkerklima dazu.

Viele Grüße
Georg Böttcher

p.s. ich lerne lieber, als das ich andere für mich lernen lasse!
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 18.09.07

Jemand wer vorgibt, in der IT-Branche zu arbeiten (was machen sie da eigentlich? Kabel tragen, Kaffee für die Facharbeiter kochen,...?) und von sich gibt: "ich möchte keine Öko-Antworten", der verdient eigentlich aufgrund seiner ausreichend unter Beweiß gestellten Dümmlichkeit keine Antwort. Ein jeder, der sich bemüht, macht sich verdächtig. Weiter so! IT-ler ! Haha...


Der Spax-Max | 19.09.07
Miwo innen
Hallo Nico,

ich glaube, die Antwort von Herrn Böttcher dürfte sachlich genug gewesen sein. Selbst bei einem Nichtfachwerk ist es äußerst kritisch, so Innen zu dämmen. Spätestens an den Anschlüssen zur Decke, Innenwänden oder zum Boden sind Probleme nahezu vorprogrammiert, von Durchdringungen der Dampfbremse/-sperre wie Steckdosen mal ganz zu schweigen. Hier im Forum überwiegt naturgemäß die Zahl derjenigen, die einer Innendämmung mit einem Material wie Miwo sehr kritisch gegenüberstehen, aber die bauphysikalischen Probleme hätte man auch außerhalb des Forums nach ca. 2 Minuten googeln erfahren können. Also die Hinweise von Herrn Böttcher zu Gemüte ziehen, im Internet mal noch etwas suchen und dann genau überdenken, ob Sie es wirklich weiterhin so machen möchten oder sogar sich bereits ausgeführte Innendämmungen mal genauer unter die Lupe nehmen. Von dem auch bereits angesprochenen Raumklima einer solchen Konstruktion mal ganz zu schweigen.

Gruß Patrick Neika.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Patrick Neika | 19.09.07
hie ein typisches Bauschadensbild mit Analyse für die von Ihnen geplante
Dämmvariante:
1) In der Glas/Mineralwolle bildet sich Kondensfeuchte.
2) die Wassertröpfchen machen die Wolle schwer, sie sackt zusammen= es gibt erstmal Kältebrücken.
3) Da die Wolle keine kapillare Feuchte transportieren kann, tropft das Wasser langsam und gemächlich nach unten= die Fußschwelle verfault langsam aber sicher vor sich hin
4) Insgesamt ensteht Staufeuchte, die für Schimmelpilze hervorragende Lebensräume schafft.
Fachwerksanierung mit Lehm- und Naturbaustoffen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
TEX-BIS Naturbaustoffe GmbH | Klaus Schillberg | 19.09.07
Meist sind
halt doch die "Ökoantworten" die sachlich wertvollen Antworten, gell Nico. Schöne Grüße. Jürgen Maier
Jeden Tag dazulernen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
rote Fäden | Jürgen Maier 'Unternehmernetzwerk rote Fäden' | 20.09.07
DAnke
Vielen dank, das war doch mal eine Schöne Antwort. Mit Öko-Antworten meinte ich übrigens: Das macht man nicht weil es umwltschädlich ist... hab ich schon oft genug gehört.

Werde mir also einmal die im Forum reichlich vorhandenen aufbauten zu gemüte führen.

@ Spax-Max:
Ich glaube nicht das ich Rechenschaft schuldig bin, da ich eine Firma mit 23 Angestellten Leite, und Kaffee kocht sich hier jeder Selber. wieder mal sehr sachlich... HOLZKOPF
...Von der Wahrheit gibt es keine Versionen...
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Nico Küster | 20.09.07

Der "Holzkopf" geht zurück. Schließlich war es nicht ich, der mit schwammigen Begriffen sachliche Antworten einforderte.

Nachzulesen weiter oben: „Ich möchte keine Öko-Antworten, sondern eine Sachliche Auskunft„

Wer darauf 'ne blöde Antwort kriegt, braucht sich eigentlich nicht zu wundern. Viel Erfolg trotzdem bei Ihrem Projekt.

der Spax-Max


Der Spax-Max | 20.09.07

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