Holzverkleidung/ Fenstergewände außen

Hallo zusammen,
unser Fachwerk ist von außen sichtbar.
Die 3-flügligen Holzfenster werden fachmännisch in die Gefache eingebaut. Mit Stopfhanf usw..Haben zwei Fachbücher über "Fachwerkhäuser restaurieren" gekauft und gelesen.

Die Fenster werden nach innen versetzt eingebaut und es soll eine Holzverkleidung (Rahmen) um das Fenster und außen auf die Fachwerkwand kommen. Also nur um den Bereich der Fenster herum, nicht die ganze Fachwerkwand! Ich hoffe ihr versteht was ich meine ;-)Dies ist in unserem Raum so üblich und schreibt der Denkmalschutz vor. Später oder wenn es das Finanzielle zulässt kommen dann noch Holz-Klappläden dran.
Jetzt stellt sich die Frage wie die Holzverkleidung fachmännisch gemacht wird, bzw. macht dies ein "normaler" Schreiner?
Gibt es im Netz so etwas zu kaufen, wo man dann nur noch anpassen muss?
Über jegliche Erfahrung und Infos sind wir sehr dankbar.
Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.06.17

Fenster in Fachwerk verkleiden


Mach ein Foto vom jetzigen Zustand und eins wie es fertig aussehen soll.
Es gibt einfache Varianten mit Lärche- oder Eiche-Glattkantbrettern oder sehr aufwendige, profilierte, gefräste Ausführungen.

Der obere Abschluß muß so ausgeführt werden, dass das Wasser abtropfen kann.
Welche Bücher meinst du und was schlagen die vor?

Andreas Teich

Anschluss oben!


Diese Rahmen (Fensterfutter) sieht man oft bei barocken oder barock veränderten Fenstern im Fachwerk. Fertig Kaufen kann man das wohl selten, höchstenfalls bekommt man vielleicht "barock profilierte" Bretter zu kaufen. Ein normaler Schreiner sollte das schon verarbeiten/herstellen können.
Ganz wichtig ist dabei der Anschluss des oberen Bretts an das Fachwerkholz über dem Fenster (Sturzriegel).
Wenn das hier offen bleibt oder (Gott Hilf!) versuchsweise mit Silikon abgedichtet wird, läuft das Wasser auf die Kästen und drumrum und die Fachwerkwand, speziell der Sturzriegel, aber auch die seitlichen Ständer und der Brustriegel werden dauerfeucht und fangen an zu verrotten.
Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, das obere Brett leicht abzuschrägen und einen schmalen Zink- oder Aluminiumblechstreifen in den Sturzriegel einzunuten und auf dem Brett zu verschrauben. Sieht man von unten nicht und hält dauerhaft dicht.
"500 Jahre Garantie" - alte Bautechniken für morgen nutzen
Mitglied der Fachwerk.de Community
AltBauPlan | | 28.06.17

Vielen Dank


für eure Antworten.
Das hilft mir schon weiter.
Ich habe diese Bücher:
https://www.amazon.de/Fachwerkh%C3%A4user-restaurieren-modernisieren-Materialien-Instandsetzung/dp/3816789498
https://www.amazon.de/Fachwerkinstandsetzung-Arbeitsschritte-Fallbeispiele-Detailzeichnungen-Leistungsverzeichnis/dp/3816793118/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1498628846&sr=1-3&keywords=Fachwerkhaus+sanieren

Ich hoffe die Links sind OK. Will keine Schleichwerbung machen!
Dort werden schon 90% aller Fragen beantwortet. Wenn dann fehlen halt ein paar Details wie jetzt in diesem Fall.

Bilder werden folgen!
Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.06.17

Fensterfutter


Ich musste bei mir auch an einem kleineren Fenster die Laibung wegen Wurmbefalls austauschen. Ich war verwundert wie einfach diese aufgebaut war. Dabei handelte es sich um lauter glatte Bretter in unterschiedlichen Breiten. Bei mir ist das im Moment ein Provisorium, aber das sollte jeder Schreiner leicht nachbauen können.

Bei mir ist das übrigens nicht Barock. Mein Haus ist zwar älter, aber die entsprechenden Fenster stammen alle aus dem 20. Jh.

Übrigens sind bei mir die Fenster recht gut wettergeschützt und an der Oberseite ist nur ein einfaches Brett. Aber da so selten Wasser hinter die Verkleidung kommt, kann das auch wieder austrocknen. Die meisten Fenster kann ich auf Mitte der 50er Jahre datieren und es gibt keine Schäden, obwohl einfaches Nadelholz verarbeitet wurde.
Ein Fachwerkhaus ist romantisch und hat große Vorteile. Die Raumaufteilung ist nicht vernünftig
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.06.17

Holzverkleidung-Bilder aus der Bilddatenbank: