Holzestrich inTeilbereichen erneuern

In unserem Haus wurde 1926 ein Holzestrichboden eingebaut. Jetzt haben wir Wände versetzt, bzw. entfernt. Die nun offenen Bodenbereiche (ca. 3-5 cm dick, mit einer Füllung aus Holzspänen und irgendwas ???, vermutlich Kalk, Holzspäne und Sand), sind relativ fest und die tragfähige Deckschicht ist nur 1 cm dick!!! und sehr hart. Woraus diese besteht weiß ich überhaupt nicht. Offensichtlich ist sie aber in einem Guss mit dem Untergrund erstellt worden. Ich will nun folgendermaßen vorgehen um die fehlenden Bereiche zu ersetzen:
Mischung aus Kalk, Sand und Holzspänen anrühren im Verhältnis 1:3:5. Circa 2-3 cm dick einfüllen und den fehlenden Rest mit "Lugato" Ausgleichsmasse auffüllen.

Hat jemand einen weiteren Ratschlag oder Tipp für mich?
Vorteile des alten Baumaterials erhalten und nutzen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.01.05


Hallo Reiner Helmrich,
mit Holzestrich kennen sich heute nur noch sehr wenige Fachleute aus. Die praktische Ausführung geriet ganz in Vergessenheit. Ich kenn leider auch nichts dazu sagen.
Einfach mal Deine Variante & Rezept ausprobieren und dann dazu berichten. Ist dieser Originalestrich event. auch farblich mit Pigment eingefärbt?
Gutes Gelingen wünscht
Dietmar
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
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Dipl.-Restaurator (akad.) | | 18.01.05

Magnesitestrich


Meine Wenigkeit im Büro  1   (der junge Kerl)Hallo Reiner

Hier auf die Schnelle die Rezeptur. Du mußt sie auf deine Menge runterrechnen. Einbauanleitung könnte ich nachliefern:

40 Eimer Sägemehl (ohne Eiche)
9 Eimer trockener gemischter Sand
2 Säcke kaustisches Magnesit
1 1/4 Sack Magnesiumchlorid
auf 200 Liter Wasser
auf 18°° nach Beaurne Aerometer bringen

Viel Spaß

Lutz
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 18.01.05

Magnesitestrich (Frage dazu)


Das mit dem Magnesitestrich finden wir hoch interessant. Kann uns Lutz da noch mehr darüber berichten? was bedeutet "auf 18°° nach Beaurne Aerometer bringen" und was muß man noch alles für den Einbau wissen?
Viele grüsse und ganz wissbegierig
robert


Robert Knöbel | 05.02.05

Dichte


Hallo Reiner

Ein Aerometer ist ein extrem genau messender Dichtemesser. Mit einem Ärometer kann man bis auf wenige tausendstel Stellen die Dichte einer Flüssigkeit bestimmen. Sieht aus wie ein großes Fieberthermometer. Du kannst dich aber auch grob an die Rezeptur halten.

Lutz
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 07.02.05


Am 18.01.05 schrieb Lutz die Rezeptur für den Holzestrich/Magnesitestrich. Ich möchte bei mir in einem 30 qm großen Raum einen solchen Estrich machen oder machen lassen. Lieber machen lassen, da ich allein mit der Rezeptur ohne Anwendungs-, bzw. Einbauanleitung mir das nicht zutraue. Gib es eine Firma im Raum Lörrach (Postleitzahlraum 79....) die das noch macht? Wenn nein, was für eine Alternative hätte ich?
Viele Grüsse Conni


Cornelia Claas | 09.11.05


Ist ein solcher Steinholzboden auch als "Ausgleichsschüttung ( Niveauunterschiede ca 20 mm) und zugleich als Fussboden geeignet?

Immerhin liesse sich so eine kleinstmögliche Höhe von Schüttung und Boden - und dies erst noch als Einheit erzielen.

Zur Zeit liegen ca 20 mm dicke Fichtenriemen auf den Balken des 100jährigen Hauses. Die Zimmergrösse von 11 - 15 qm benötigt ja keine Dilutationsfugen.


Monte Spluga | 16.02.06