Fachwerk.de - Estrich auf alte Holzbalken

Hallo,
ich möchte den 1.Stock eines alten Hauses (Bj.ca.1907) renovieren.
Da ich für den Boden das "Lewis Schwalbenschwanzplatten - Estrich" System verwenden möchte (ca.90 kg/m²), kommen mir Bedenken bezüglich der Statik.
Die Zimmer sind ca. 4,2*4,2m groß. Tragende Holzbalken 5Stk. mit Querschnitt 16*20cm.

Tragen die Balken, bzw die Mauer das Gewicht von ca. 90kg/m² (gesamt rund 1500kg)?
Ist das kein Problem für die Balken oder bestelle ich mir besser einen Statiker?

Vielen Dank
Mfg.Binder


Klaus Binder | 02.03.09
Bei
diesem Gewicht sollte schon fachlicher Rat eingeholt werden zumal das ja noch nicht das Ende ist. Da kommen ja noch der Endbelag, Möbel etc. drauf.
Ich würde Trocken- Estrich Platten verwenden (Fermacell odr Knauf) Die sind erheblich leichter und vermutlich einfacher zu verarbeiten. Gruß H. Köhler


anonymus | 02.03.09
Estrich auf alte Holzbalken
Hallo,

der Balkenquerschnitt ist ja nicht alles. Es kommt auch auf deren Zustand, inbesondere den der Köpfe an. Die müssen intakt sein.
Normalerweise sind Sie im grünen Bereich, wel die Lewisplatte eine ausreichende Querverteilung der Lasten bewirkt, mit der Folge, daß die maßgebliche Nutzlast von 200 auf 150 kg/m² reduziert werden kann.
Aber entscheidend ist die Verformungsbegrenzung, die Sie hier vorgeben sollten.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 02.03.09
Misch-Masch
Hallo
Ein Misch-Masch von weichem statischen Tragwerk (Holzbalkendecke) und starrem statischem Verhalten (Blech und Beton) ist nicht immer ganz einfach zu bewerkstelligen.
Bei Belastung und Bewegung reisst der Verbund auf oder der Estrich reisst.
Tip: Trennen oder "weich"-bleiben.

Immer im Gesamtsystem der Aufgabe denken und dem entsprechend richtig handeln!

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | Florian Kurz | 02.03.09
Danke
Vielen Dank für die Antworten!
Da es leider nicht wie erhofft "kein Problem" ist, werde ich die Idee mit dem Trocken-Estrich verfolgen - diese erscheint mir am unkompliziertesten (bezogen auf Gewicht,Unebenheiten und "Misch Masch" etc).

Gruß K.Binder


Klaus Binder | 03.03.09

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