Fachwerk.de - Welches Holz zum Anschuhen von Ständern in den Außenwänden?

Hallo liebe Fachwerkgemeinde, wer kann mir einen Rat geben. In den Außenwänden sind an einigen Ständern die Fußpunkte abgefault. Um sie zu sanieren sollen Ständerstücke angeschuht werden. Welches Holz dafür geeignet ist, da gehen die Meinungen auseinander. Neues Holz? Altes Holz aus dem Innenbereich? Altes Holz aus dem Außenbereich? Getrocknetes Holz usw. Wer kann mir mit Erfahrung oder Wissen oder beidem oder seiner Meinung weiterhelfen. Alles ist gewünscht. Gruß Frank
Traum oder Albtraum, die Zeit wird es uns zeigen
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Frank | 12.06.03

hallo, wir haben im gleichen fall das eichen-fachwerk unseres hauses durch altes Eichenholz von einem Scheunenabriss ergänzt. die Zimmerleute haben schwer geflucht, weil sie die Balken zum teil nachschneiden mussten. ein gatter, ein Blatt für die Handkreissäge und zirka 30 ketten für die motorsägen gingen dabei über den jordan, aber das ergebnis ist perfekt; der Zimmermann hat jetzt ein musterhaus zum vorzeigen und strahlt bei jedem besuch mehr. nur bei unseren dachsimsen haben wir neues, abgelagertes eichenholt genommen, weil wir so lange und gerade alt-balken nicht hatten und nicht so viel stückeln wollten.
gruß günter flegel, wagenhausen in unterfranken (zu besichtigen am tag des offenen denkmals 2003)
Unser Traum wird wahr!
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günter flegel | 12.06.03
Holzauswahl
Guten Tag,
prinzipiell sollte immer die Holzart verwendet werden, die im Bestand vorhanden ist. Z.B. Kieferbestand=Kieferschuh. Für die Schwelle ist Eiche jedoch meist besser geeignet als Nadelholz. Ganz wichtig ist, daß das Holz Trocken ist. Unter 20 % Holzfeuchte. Bei neuer Eiche wird solches Holz sehr schwer und sehr teuer zu beschaffen sein. Wegen der Trockenheit ist vor allem bei Eiche Altholz eine Alternative. Nadelhölzer könen durchaus neu sein, hier sind technisch getrocknete Hölzer gleichwertig mit Altholz. "Holz von Innen nicht nach außen" steht in einem relativ neuen Fachwerkbuch, ist aber eigentlich Unsinn. Ob das Holz innen oder Außen verbaut war hat keinen Einfluß auf die Witterungsbeständigkeit oder die Rissneigung.
mfG.
Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
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Planungs-/Gutachterbüro Arnold | Ulrich Arnold | 12.06.03
Meinung
Das ist eine Frage der Kosten. Wenn eine abrissreife Scheune neben dem eigenen Grundstück steht, sollte man dieses Holz wiederverwenden. Wenn der Zimmerer für das ehemals verbaute den gleichen Preis haben will wie für das neue entscheide ich mich für das Neuere.
... für ein Gebäude mit Seele.
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Dritte Haut® Architekten | Peter Garkisch (Architekt, Dipl.-Ing.) | 13.06.03

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