Hinterlüftetes Sichtfachwerk im Neubau

Hallo,

nachdem ich ja bereits in super Rückmeldung zum Thema Innendämmung bei Sanierung bekommen habe, habe ich eine weiter Frage:

Ich habe mich interessehalber mal über Fachwerksneubauten erkundigt und dort wird meist das Fachwerk hinterlüftet ausgeführt. Die Hinterlüftung wird im Sockelbereich teils über die Bodenplatte realisiert.

Der Aufbau ist meist wie folgt (aussen - Innen):

- Fachwerk (Gefache ausgemauert)
- Konterlattung
- Holzweichfasserplatte (ähnlich Unterdeckplatten fürs Dach)
- Innendämmung
- Vorsatzschale Innen.

Damit entspricht dies einem klassichem Aufbau eines Massivhauses, wobei hier die äussere Hülle tragend und die Inner nur verblendend ist. (also genau umgekehrt).

Gibt es Erfahrungen hierzu? Worauf muss man ggf. besonders bei dieser Variante achten? Ich bin etwas skeptisch bezgl der Hinterlüftung über die Bodenplatte, da dieser Bereich beim Fachwerk kritisch ist.

Es geht hier um den Neubau und somit ist von einem vollständigen Konzept für das Haus auszugehen.


Grüße

Flemming

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.17

Ja


es gibt schlechte Erfahrungen zur Hinterlüftung im Neubau.

Die Fachwerkneubauten die wir begleitet haben verfügen über einen monolithischen und kraftschlüssigen Wandaufbau ohne Luftschichten.

Die Luftschicht ist immer ein Sperre für den Feuchtigkeitstransport und das kann bei einer Fachwerkfassade die nicht schlagregendicht ist leicht einen Feuchtschaden zur Folge haben.

Grüße aus Koblenz
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 13.01.17

Fachwerkneubau


Es gab schon Beiträge zu Fachwerkneubau.

Ich würde die Gefache nach außen mit Holzfaserdämmplatten dämmen und Verputzen wie bei üblichen WDVS-Fassaden.

Innen mit Abstand zum Fachwerk zB eine Lehmsteinwand errichten und den gesamten Zwischenraum mit Zellulose ausblasen.

Bauphysikalisch entspricht dies einer unproblematischen Außendämmung,
dadurch kann auch auf Passivhausniveau gedämmt werden.
Innen gibts durch die massive Wand genügend Speichermasse als Hitze-, Brand- und Schallschutz.

Eine Klinkerfassade wäre nur durch auf Heraklithplatten aufgeklebte Klinkerriemchen möglich, wozu von alten Feldbrandsteinen innen- und außenseitig schmale Streifen geschnitten werden könnten (auch wenns etwas Fake ist)

Andreas Teich

Fachwerksanierung


Wie ich sehe versuchen Sie sich immer noch als Fachwerkplaner, zwar ohne Grundkenntnisse aber dafür mit der Versuch-Irrtum- Methode.
Die Methode "Man hat mir gesagt" oder "ich habe gehört" bzw. die "Variante Teich" hilft auch nicht weiter.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.01.17

Wozu ist ein Forum da?


Ich befinde mich in einer Vorplanungsphase und versuche mich in die Materie einzuarbeiten. Hierzu sammle ich Informationen und kann nicht fuer jede Frage einen Fachmann konsultieren. Daher ist ein Forum wie dieses ein guter Anlaufpunkt um Erfahrungen und weitere unabhängige Meinungen zu bekommen. Aber Augenscheinlich darf man hier nur Fragen stellen nachdem man die Antwort von Fachleuten bereits kennt.

Herr Boettcher,

Ich verstehe ihre herablassende Art immer noch nicht und finde es Schade wie sie mit Neulingen wie mir umgehen! Fachliche Antworten kommen nur nach mehrfacher Bittstellung und Eingeständnis in die eigene Unwissenheit. Das lässt tief Blicken.

Bitte diese Thema schiessen, falls ich zur Fragestellung in diesem Forum nicht geeignet bin!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.17

Fachwerkneubau


was spricht aus fachlicher Sicht gegen die 'Variante Teich'???

Welcher Teil der Konstruktion könnte welche Probleme verursachen?
Grundsätzliche bauphysikalische Bedenken fallen mir dabei nicht ein.
Die Fugenausbildung zum Fachwerk muß wie bei historischem Fachwerk und der Sanierung sorgfältig ausgeführt werden.

Und da es um einen Neubau geht kann der Schlagregenschutz und konstruktive Holzschutz durch entsprechende Dachüberstände und Sockelausbildung gewährleistet werden.

Argumente wären interessant und ggf hilfreich zur Problemlösung

Andreas Teich

ob das Technisch möglich ist


so ne Holzweichfaserplatte als Gefachefüllung zu nehmen da sollte sich mal ein Hersteller dieser Platten Äussern..

dieses Herumlaborieren mit irgendwelchen Zweckentfremdeten Baustoffen um auf Biegen und brechen das Fachwerkhaus neu zu erfinden , wird nicht funktionieren zumindest würde ich mich als Handwerker strikt weigern das zu Basteln..

mein Bauchgefühl sagt mir das in die Gefache halt Lehmsteine gehören da kann man dann zumindest wenn das ganze durchgetrocknet ist von einer Wandversteifenden wirkung reden.
Und ja ich weiss Fachwerk steht von allein aber ist trotzdem n Besseres Gefühl mit Steinen im Gefach

ob das mit Holzweichfaser und Flocken auch so ist das weiss die Magische Kugel:)

greets Flakes..
mehr Bäume Pflanzen als Bäume Fällen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.17

Also um es nochmals zu sagen,


ich mag keinen Gips oder Gipsplatten auch verwende oder empfehle ich welche.

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 19.01.17

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