Fussbodenheizung zwischen Holzbalken

Hallo zusammen,

nachdem ich mich nunmehr schon ein wenig durch das Forum 'gefressen' habe und es durch und durch interessant fand, möchte ich auch eine Frage stellen, die mir auf dem Herzen liegt:

Ich habe vor kurzem ein Haus (Baujahr ~1950)in Oberbayern erworben, das früher als herrschaftliches Landhaus/Villa konzipiert war, vom vorigen Eigentümer aber leider vollkommen heruntergewirtschaftet wurde. Darum bauen wir nun seit fast zwei Monaten um... Die Kellerdecke besteht aus Beton, die Zwischendecke zwischen Parterre und Dachgeschoss aus Holzbalken, zwischen denen eine massive Kiesschüttung eingebracht ist. Nun möchte ich einen Raum im Dachgeschoss zum grosszügigen Badezimmer umbauen, hierbei soll eine Fussbodenheizung zum Einsatz kommen. Leider können sich die beteiligten Fachleute nicht über die Art des Bodenaufbaus einigen. Der eine möchte Estrich legen, der andere Verlegeplatten. Der eine hat Angst vor dem Arbeiten des Holzes und etwa entstehenden Undichtigkeiten vor allem im Bereich des Ablaufes der geplanten bodengleichen Dusche, der andere hat Angst vor dem Estrichgewicht. Bei der FB-Heizung soll die velta minitec (http://www.velta.de/de/start_bauherr/) mit einer minimalen Aufbauhöhe von 15mm zum Einsatz kommen, darauf soll gefliest werden. Ich gebe zu, dass ich langsam nicht mehr durchblicke, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige. Und ja, ich hasse kalte Füsse, besonders morgens ;-))

MfG
H. Siebmanns


Heinrich Siebmanns | 23.03.05

hallo herr siebmann,


doch mal dort

http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?fid=&forum=2&uebersicht=1#bottom

hier werden sie vermutlich nicht viele leute mit fbh finden. hier sind mehr die leute den holzfußböden und die sind der natürliche feind der fbh.
was mich interessieren würde, ist ob sie den ganzen aufwand tatsächlich nur für ein bad betreiben? da gäbe es billigere alternativen: filzschuhe oder ein anderer Bodenbelag (holz)mit Fliesen nur im spritzwasserbereich.
ob die decken einen Estrich tragen, kann ihnen ein Statiker sagen - nur haben sie dann ja auch eine gewisse aufbauhöhe und wie verträgt sich das mit den anderen räumen? und wenn sie estrich als alternative in betracht ziehen, müssen sie bei einem reinen trockenbausystem dann doch nicht zwischen die Holzbalken verlegen?
Zwei linke Hände und Spass dabei
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.03.05


Hallo Frau Ingenkamp,

Vielen Dank für den Link. Ich bin hier durch eine Google-Recherche zum Thema FBH und Holzbalkendecken gelandet. Und ja, 'nur' für ein Bad den ganzen Aufwand. Allerdings ein Bad, das von kleinen Kindern genutzt wird. Und denen kann man noch so oft sagen, sie sollen Ihre Hausschuhe nicht ausziehen, beim Spielen wird einfach vergessen, dass es kalt ist...

Eine Stufe zu den anderen Räumen wegen der Aufbauhöhe würde ich in Kauf nehmen, zumal sie wegen der Verlegung von Korkparkett mit Trittschalldämmung auf 28mm Verlegeplatten in den anderen Räumen nicht so hoch ausgefallen wäre.

MfG
H. Siebmanns


Heinrich Siebmanns | 24.03.05

FBH auf Holzbalkendecke


Hallo Herr Siebhahn,

sicher gibt es hier in diesem Forum die klassische Auffassung das eine Fußbodenheizung nicht in ein Fachwerkhaus gehört und ein Estrich schon garnicht.
Ist ja auch korrekt, wir sind ja hier in einem Forum für Fachwerkbauten.
Trotzdem möchte ich Ihnen kurz unser Fußbodensystem mit Warmwasser-Fußbodenheizung vorstellen und Sie müssen selbst entscheiden ob sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Unser Fußbodensystem SilCar-Therm basiert auf eine mineralischen gebundenen Schüttung (ca. 500 kg/m³). Auf diese Schüttung wird unsere Fußbodenheizung, welche auf Gewebematten geliefert wird, befestigt und dann mit einem Dünnestrich zugegossen wird. Bei einem Gesamtmindestaufbau von 45 mm ergibt sich daraus eine Flächenlast von ca. 30-35 kg/m². Ein herkömmlicher Heizestrich hat ein Gewicht von mindestens 100-120 kg/m². Auf diesem Bodensystem können sie alle Arten von Belägen verlegen.
Selbstverständliche wäre auch eine elektrische Fußboden-heizung möglich.

Mit der o.g. Schüttung kann auch ein Ausgleich von Unebenheiten erfolgen, jedoch sollte eine Mindeststärke von ca. 30 mm eingebaut werden. Versorgungsleitungen können eingebunden werden, bei Berücksichtigung der Mindest-überdeckung von 25 mm über diesen Leitungen.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

Rost & Partner
SilCar-Systembaustoffe
Rummelsburger Landstraße 1
10318 Berlin

Tel.: 030-67890337
Fax: 030-67891930
Email: info@silcar-systembaustoffe.com
Handy: 0163-6012121

Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest.

MfG Andreas v.Bielinski
Fußbodenprobleme leicht genommen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
Rost & Partner, SilCar-Systembaustoffe | | 24.03.05

Fussbodenheizung zwischen Holzbalken


Guckst Du auch hier:

http://www.janssen-fussbodenheizung.de

bes. unter Trockenaufbau.
Alte Schule
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.03.05

Danke!


Danke an alle, die sich meines Problemes angenommen haben. Wenigstens habe ich inzwischen die Bedenken der einzelnen Handwerker verstanden... Wens interessiert: die Entscheidung ist inzwischen gefallen für eine velta minitec FBH in Verbindung mit einem bodenebenen, befliesbaren Duschsystem der Firma Illbruck (wegen der Dichtigkeit des Abflusses).

MfG
H. Siebmanns


H. Siebmanns | 31.03.05

FBH mit Holzbalkendecke


Hallo H. Siebmanns,
falls Sie hier noch rein sehen: Welche Erfahrungen haben Sie mit IHrem System "velta minitec FBH in Verbindung mit einem bodenebenen, befliesbaren Duschsystem der Firma Illbruck (wegen der Dichtigkeit des Abflusses" gemacht? Wir stehen gerade vor einer ähnlichen Frage und es ist so wie Sie schreiben: je mehr man sich damit beschäftig, desto ratloser wird man ...
Danke für Ihre Antwort, rita2408
Altbremer Haus ist noch viel schöner ;-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.09


Hallo rita,

ja dieses Forum hatte ich schon fast vergessen ;-)
Aber ich berichte gerne. Wir haben damals die Kiesschütttung entfernt und durch eine normale Isolation mit Steinwolle ersetzt. Das 'gewonnene' Gewicht wurde dann durch einen auf sog: Schwalbenschwanzplatten' verlegten Estrich mit eben jener Velta minitec genützt. Diese Platten haben ein Profil, dass eine dünne Estrichschicht mit trotzdem hoher Festigkeit erzeugt (siehe http://www.lewis-schwalbenschwanzplatten.baubedarf-spezialartikel.de/ ). Der Duschabfluss ist letztendlich ganz 'normal' mit einem bodenebenen Abfluss realisiert worden. Dieser Abfluss hatte aussen bereits ab Werk eine ca 30 cm umlaufenden Dichtfolie aus Gummi angebracht. Das ganze vor dem Fliesen noch von einem professionellen Isolierer isoliert und fertig. Und ja, das ist auch nach vier Jahren noch dicht (auf Holz klopf...).

H. Siebmanns


H. Siebmanns | 19.07.09


Hallo H. Siebmanns,
vielen Dank für Ihre Antwort. Wir haben nun einen Termin mit einem Architekten vereinbart, mal sehen, was der sagt. Viele Grüße
Altbremer Haus ist noch viel schöner ;-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 22.07.09

Gewicht der Konstruktion


Hallo Herr Siebmann,

wenn Sie nochmal hier vorbeischauen würden, die ein oder andere Frage habe auch ich.
Mir steht im Moment das gleiche bevor, einen Termin mit einem Statiker habe ich nochmals in der kommenden Woche. Das System mit den Schwalbenschwanzplatten ist mir auch schon über den Weg gelaufen. Können Sie den Aufbau von Platte bis Fliese in der Höhe in etwa beschreiben und welches ca.-Gewicht pro m² dort herauskommt? Wie hoch haben Sie die Heizrohre mit Estrich überdeckt!?
Zuguter letzt noch die Frage: die Versorgungsleitungen und vor allem die Abwasserleitung liegt somit in der Höhe der Balkendecke unter dem Boden?
Herzlichen Dank für Ihre Mühe und MfG, Kristian


Kristian Klabunde | 04.09.09

Gewicht der Konstruktion


>Aufbau von Platte bis Fliese in der Höhe in etwa beschreiben

Ganz unten eine Schwingungsentkopplung direkt auf den Balken, Schwalbenschwanzplatte, direkt darauf Befestigung der Heizungsrohre, darauf/hinein Heizestrich , Fliesenkleber, Fliese. Bei den Maßen haben wir uns an die Vorgaben der Hersteller gehalten.

> welches ca.-Gewicht pro m²

keine Ahnung, hab nicht gewogen ;-) Da wir eine 15 cm Kiesschütte zwischen den Balken entfernt haben, war das Gewicht mit Sicherheit nicht höher als vorher...

>die Versorgungsleitungen und vor allem die Abwasserleitung liegt somit in der Höhe der Balkendecke unter dem Boden?

So ist es. Die Lage der Balken machte es uns einfach, da sie parallel zum geplanten Rohrverlauf lagen.

Sorry, aber noch genauer weiß ich das nicht mehr, es ist ja immerhin schon etwas her...

H. Siebmanns


Heinrich Siebmanns | 13.09.09

Heizung-Bilder aus der Bilddatenbank: