Fachwerk.de - Erfahrungen mit 24 volt Elektrofussbodenheizung

Hallo, wir sind gerade dabei unser Wohnzimmer neu zu gestalten. Dabei wollen wir eine Fussbodenheizung einbauen. Nun haben wir von einem System gehört, welches mit Heizmatten arbeitet und ganz einfach direkt unter dem Lamitboden verlegt werden kann. Betrieben wird es mit 24-Volt aus der Steckdose. Laut Hersteller soll es durch die Nutzung zu Kostenersparnissen ggü anderer Heiztechniken kommen. Nun meine eigentliche Frage: Hat hiermit jemand Erfahrungen gesammelt und kann in etwa die zusätzlichen Stromkosten beziffern, die dadurch enstehen?


Nadine Lüder | 03.10.08

Heizen mit Strom ist Verheizen von Strom und, abgesehen vom ökologischen Unsinn solchen Tuns, teuer und unwirtschaftlich.
Klar, dass der Hersteller sein Produkt bewirbt.
>Laut Hersteller soll es durch die Nutzung zu Kostenersparnissen ggü anderer Heiztechniken kommen
Das heisst nur, dass die Installation billiger ist.
Wenn es so einfach wäre, würde sich ja niemand den Aufwand machen, Schläuche unter Böden zu Verlegen und darin Wasser zirkulieren zu lassen.
Diese Heizmatten sind eine Möglichkeit für kleinflächige Heizungen, wo eine Installation von Rohren unmöglich oder unverhältnismässig wäre, z.B. wenn Sie einen geheizten Duscheboden wollen und keine Fussbodenheizung im Bad ist. Für ein ganzes Wohnzimmer ist das im Betrieb hinausgeworfenens Geld.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe! Nicht für das, was Du verstehst!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Jens Paulsen | 03.10.08
Heizmatten
Herr Paulsen hat recht. Heizen sollte man, wenn nötig, dann mit Erneuerbaren.
Allenfalls als Unterfrierschutz für Tiefkühlhäuser haben Heizmatten eine Berechtigung, wenn sie nämlich den Boden auf 10 Grad + halten sollen. Dann sind sie, wegen des geringen Energiebedarfs, der dafür nötig ist, auch unschlagbar wirtschaftlich.
Bei Heizen sollten Sie bedenken:
Der notwendige Trafo für Kleinspannung nagt am Wirkungsgrad und der Strom ist mit ca. 27 ct drei mal so teuer wie Erdgas.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 04.10.08
Wir
haben diese Heizmatten des öfteren eingesetzt, allerdings nur begrenzt. Das heißt, dort wo man sich viel aufhält oder öfters steht. (unter Esstischen, im Bad/ WC, oder Küchenböden) Allerdings nur in Verbindung mit Steinböden, da die Heizmatte direkt im Kleberbett eingebaut werden kann und die Wärme direkt übertragen wird. Diese Art von Heizung ist nur dazu da, die Bodentemperatur (bei zB. kalten Steinböden) zu erhöhen und damit den Wohnkomfort. Als Heizung unter einem Laminatboden ist sie sicher nicht das richtige, da viel Energie verloren geht. Grüße H. Köhler


anonymus | 04.10.08

Vielen Dank für die Hinweise und Rückmeldungen. Ich denke wir werden von dieser Variante Abstand nehmen, denn eigentlich sollte dies - wenn überhaupt - in Kombination mit einer "Dachwindturbine" und somit eigenem Strom erfolgen. Da dies nicht klappt, hat sich die Wirtschaftlichkeit und der ökologische Aspekt erledigt.


Nadine Lüder | 08.10.08

Passende Bilder aus der Bilddatenbank:

Baumhaus III - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
... Conluto - Lehmputz - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Oberflächentemperaturen - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
@Fred Heim - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Wandheizung im Aufbau - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Wandheizung im Aufbau - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo