Ersatz von Nachtspeicherheizungen durch Infrarotstrahlungsheizkörper

Um nicht Werbesprüchen "auf den Leim zu gehen", hat ein Kunde eine Energieberatung angefragt, bei der zahlenmäßig richtig, mögliche Energieeinssparungen bei Ersatz von Nachtspeicheröfen durch elektrische Strahlungsheizkörper auszuweisen sind. Da im Projekt nur eine vorwiegend abendlich (instationäre) Beheizung der meisten Räume vorgesehen ist, sehe ich durch diese Nutzungsart schon ein mögliches Einsparpotenzial. Nicht außer acht lassen will ich jedoch die Schimmelgefahr an den komplett mit Gipskarton/5cm Styropor innen gedämmten Wänden.Ich möchte mich auch nicht auf die "wissenschaftliche Studie" der UNI Kaiserslautern verlassen, da innen gedämmte Wände die Wärme-Speicherkapazität massiver Wände minimieren. Schließlich wird das Innenseitige Temperaturniveau der massiven Außenwand hinter den Dämmplatten nach "Glaser" sowohl jetzt als auch nachher weit unter die 12,7 Grad-Grenze absinken.
Gibt es dazu nützliche Infos?
leben und leben lassen
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| 30.04.13

Ich verstehe das Problem nicht.


Der Kunde gibt Dir das Wunsch-Ergebnis vor und Du sollst es hinrechnen?

"Glaser" kannst Du eh vergessen bei Bauteilaktivierung (wie auch immer geartet) und instationären Zuständen...

Das mit dem instationären Abendheizen wird sich eh' nach der zweiten Frostnacht und dem anschließenden morgendlichen Gang ins Bad erledigt haben... Außerdem werden dann Äpfel mit Birnen verglichen...

Was soll die ominöse 12,7°-Grenze?

Was für Informationen möchtest Du einholen?

MfG,
sh
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
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| 30.04.13

Ach Gottchen, ja...


... die Geschichte kann man doch wirklich nicht ernst nehmen...

MfG,
sh
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| 30.04.13

Ersatz von Nachtspeicherheizungen durch Infrarot-Strahlungsheizkörper


Hallo Herr Kurz, da Sie das Problem ja "mit Links" lösen können, wäre ich Ihnen für Ihre fachlich richtige Antwort sehr dankbar. Mir sind sowohl die bauphysikalischen Zusammenhänge der Heizwärmebedarfsermittlung als auch die anlagentechnischen Bewertungskriterien nach zutreffenden DIN-Normen entgegen Ihren Vermutungen hinreichend bekannt und blabla-Kritik nützt mir wenig!
Da ist die Info von Sebastian schon etwas hilfreicher- es soll halt auch Leute geben, die zugunsten von Heizkosteneinsparung zeitweilig auf den Komfort einer dauernd beheizten Wohnung verzichten, sofern keine Kinder vorhanden und beide Ehepartner nur abends zuhause sind.


Hermann Kempter | 30.04.13

Nun gut...


... Heizenergie via Strom zu erzeugen ist ein ziemlich teurer Spaß, was die Betriebskosten angeht. Direktstrom/Tagstrom ist hier bei uns für rund 27Ct/kWh zu haben, Nachtspeicherstrom/Wärmepumpentarif liegt bei rund 17Ct. Regional mag das anders aussehen...
Gas kostet rund 7Ct/kWh, selbst wenn man den nicht optimalen Wirkungsgrad und Hilfsenergie mit einbezieht, bleibt da immer noch der Faktor drei bis vier bei den Betriebskosten gegenüber Direktstrom.

Dem gegenüber steht die deutlich geringere Investition und der geringere Wartungsaufwand.
Das alles wird Dir nix Neues sein.

Für eine wirklich nur sporadisch beheizte Wohnung mag das OK sein, aber nicht für ein dauerbewohntes Haus... und die nur abendliche "Lustbestrahlung" reißt da auch nix raus...

Eine Kilowattstunde ist eine Kilowattstunde und bleibt eine Kilowattstunde...

Erzähle doch bitte mehr über das Projekt, dann kann man auch detaillierter darauf eingehen...

MfG,
sh
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| 30.04.13

Wen genau interessiert,


was der Herr Kurz von Energieberatern hält? Noch viel wichtiger: Wer hat hier danach gefragt?

Lieber Herr Kurz, ein Energieberater, welcher hier eine solche Frage stellt, beweist mehr Kompetenz, als ein Architekteningenieur, welcher unentwegt Worthülsen produziert.

Zitat FK:
"Wie soll da der Kunde (im Allgemeinen gesehen), der hier mitliest Vertrauen bekommen in die Zunft der E-Berater, wenn schon die Grund lagen fehlen …??"

Ersetzen Sie E-Berater durch Architekt, schauen Sie in den Spiegel und stellen Sie sich diese Frage ganz laut, nachdem Sie alle Ihre Beiträge auf Fachwerk.de nochmal gelesen haben.

Hartmut
PS: Da Ihre Einwürfe nun gar nichts mit der Frage zu tun haben, habe ich Sie auf "community-only"-gesetzt.
Alles unter Dach und Fach
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Fachwerk.de | | 30.04.13

endlich


mal eine angemessene Reaktion aus dem Maschinenraum auf die Vorverurteilung von Fragenden und in die Ecke stellen von Anders Denkenden/Fragenden.
Wer die Frage richtig liest - Herr Kempter schreibt ja nicht, daß er selber Energieberater ist, sondern "hat ein Kunde eine Energieberatung angefragt"
- aber er wird sofort von FK als unfähiger Energieberater betitelt: "Wenn Sie's nicht können, hängen Sie nicht das Plakat raus: "Hier Energieberatung"
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 30.04.13

Ich glaube nicht,


daß auf dem Rechenwege ein verwertbares Ergebnis zustande kommt.

Natürlich sind die sog. "Infrarotstrahlheizkörper" mangels Masse ganz schnell an und heizen. Die warme Luft bringt aber noch kein angenehmes Wohngefühl, wenn alle Bauteile kalt sind. Außerdem sehe ich die Gefahr der Kondensatanreicherung zwischen Dämmebene und Wand ganz besonders dann, wenn nur punktuell geheizt wird.

Der Bau sollte also moderat durchgeheizt werden. Dann aber werden strombetriebene Heizungen schlicht zu teuer.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 01.05.13

Ersatz von Nachtspeicherheizungen durch Infrarot-Strahlungsheizkörper


Erst mal herzlichen Dank an Die Herren Hartmut Stölper, Sebastian, Thomas und Olaf für ihre aufmunternden Beiträge.
Die Beheizung des Gebäudes(UG 60m²,EG und OG je 80m² beheizte WFL)geschieht gemessen an der installierten Heizleistung zu 50 Prozent durch Nachtspeicheröfen, 20 Prozent durch E-Direktheizung und ca. 30 Prozent durch einen Stückholz-Kaminofen im Wohnzimmer des EG, der den Treppenbereich und das Schlafzimmer im EG angeblich "Mitbeheizt". Wieweit die einzelnen Wärmeerzeuger die Heizarbeit bereitstellen, kann nur grob aus den Stromverbrauchsanteilen und dem Brennholzverbrauch abgeschätzt werden.
Selbstverständlich braucht man gar nicht erst anfangen zu rechnen, wenn man davon ausgeht, daß dieselbe Wärmemenge in kWh/24h, die bisher vom "billigen" Nachtstrom durch den "teuren Tagstrom geliefert werden soll. Die Frage stellte sich ja nach der möglichen, intermittierenden Teilbeheizung einzelner nicht dauernd genutzter Räume.
Ich stelle mir das weitere Vorgehen folgendermaßen vor:
1.Erstellen einer groben Gesamtenergiebilanz des Bestandsgebäudes unter anteiliger Berücksichtigung der verschiedenen Wärmeerzeuger
2.Kalkulation einer Variante mit Ersatz der Nachtspeicheranteile durch Direktheizung, wobei aus dem Verhältnis der Strompreise die tageszeitlich reduzierte Wärmebereitstellung ermittelt werden kann. Vereinfacht gesagt wäre bei 50 Prozent höheren kWh-Kosten des Tagstroms nur 2/3 der Wärmemenge kostenneutral zu beziehen, was bei unveränderter Heizlast bedeutet, daß diese Räume nur während zwei Drittel von 24 Stunden beheizt werden könnten(ohne Berücksichtigung der thermischen Speicherfähigkeit der Gebäudemasse durch einen Wiederaufheizfaktor)!
Eine kürzere Heizdauer der jeweiligen Räume pro Tag brächte somit aus Sicht des Kunden eine Heizkostenersparnis!
Da ich den Einfluß der Speichermasse gerade hinsichtlich der vorhandenen Innendämmung nur unzureichend beziffern kann,hat mich diese vereinfachte Betrachtungsweise dazu veranlasst, die Frage an die Forumsteilnehmer zu stellen.
Wie weit man die Wiederaufheizfaktoren nach DIN 12831, mit welchen die Heizleistungszuschläge zum Wiederaufheizen nach Raumauskühlung infolge Nachtabsenkung dazu verwenden könnte, die zusätzliche Heizarbeit während der Heizzeit zu ermitteln, würde mich interessieren!
Selbstverständlich habe ich energetisch gesehen, erheblich optimalerere Lösungen parat, die jedoch alle ein für den Kunden auf den ersten Blick teures Wärmeübergabesystem erfordern.


Hermann Kempter | 01.05.13

Jetzt wird es aber...


... fast schon esoterisch...

... ein paar kritische Beiträge zur Thematik Kompetenz eines Energieberaters wurden gesperrt/entfernt, ich zweifele inzwischen im konkreten Fall auch daran... und jetzt kommt sowas...

Du kannst mit erhöhten Kosten bei verringerter Heizzeit nicht rechnerisch Energie kompensieren. Ein Watt ist ein Watt. Tausend davon nennt man Kilowatt, das ist eine übliche Einheit für Leistung [P]; über die Zeit gesehen ergibt sich dann z.B. Kilowattstunde als Einheit für die Energie, die aufgebracht werden muss, um die Leistung zu verrichten, dies nennt man auch "Arbeit" [W].
Die ganze Rechnerei ist Quatsch. Dann sollen einfach die Speicheröfen tagsüber ausbleiben. Die IR-Strahler machen's auch nicht besser...

Ganz oder garnicht...
... wobei das "Ganz" noch gefunden werden muss... das "garnicht" ist wohl klar...

und ich bin raus hier...

MfG,
sh
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Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.05.13

Ersatz von Nachtspeicherheeizungen durch Infrarot-Strahlungsheizkörper


Hallo Sebi, schade daß Sie meine Sicht nicht nachvollziehen können- Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt: Um bei intermittierender Heizung einen Raum "Warm" zu bekommen, müssen nur während der "Heizzeit" der Wärmestrom/Wärmeverlust durch die Außenhülle kompensiert und zudem zusätzliche Wärme zum Aufheizen der davor abgekühlten Masse der Gebäudehülle/Raumhülle soweit aufgewendet werden, daß die raumseitige Oberfläche die gewünschte Raumtemperatur nahezu erreicht. Toleriert man ein Absinken der Raumtemperatur in der "heizfreien Zeit" ohne Temperaturbegrenzung, so spart man doch währenddessen die(kW x h)= kWh, die nötig wären, um den Raum auf normaler Temperatur zu halten. Ich habe versucht, genau diese Energiemenge bei nahezu reiner Strahlungsheizung(ohne notwendige Temperaturüberhöhung der Außenwände) zahlenmäßig zu bewerten und gehofft, Gedankenanstöße bzw. Hinweise auf fehlerhaften Ansatz zu erhalten. Bei herkömmlicher Beheizung mit vorwiegendem Konvektionsanteil der Heizkörper und vorwiegender Wärmeübertragung über die Raumluft stimmt meine Betrachtung nicht, obwohl auch hier durch Nachtabschaltung/Absenkung der Raumtemperatur um 3 Kelvin ca. 5 Prozent Energieeinsparung möglich sind!
Den dabei auftretenden Komfortverlust durch Raumauskühlung sehe ich genauso kritisch wie Sie!
Trotzdem, vielen Dank für Ihre Antworten!


Hermann Kempter | 01.05.13

Heizkörper-Bilder aus der Bilddatenbank: