Hausbock in Thoma Holz 100 Haus

Hausbock in Thoma Holz 100 HausGuten Tag,
ich bin Besitzer eines Thoma Holz 100 Hauses und habe jetzt einen Hausbockbefall, in einer Hauswand (innen), festgestellt. Das Haus wurde 2007 erbaut. Der typische Wandaufbau ist hoffentlich auf dem Foto zu erkennen. Es handelt sich um einen 17cm dicken Wandaufbau.
Ich hätte zu dem Problem folgende Fragen:
-Ist es möglich das der Hausbock, bzw. die Eier, bereits in der Wand mitgeliefert wurden?
-Welcher Handlungsbedarf besteht?

Über Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Gruß Heiko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.15

Hausbockbefall


Haben Sie einen aktiven Befall festgestellt: deutliche und sehr laute Fraßgeräusche, frische Ausflugslöcher (oval, 5-7mm) mit frischem Holzmehl?

Es ist jetzt die Zeit, da der Hausbock schlüpft. Die Larven können mehrere Jahre im Holz überdauern, bis sie aktiv werden. Es ist also durchaus möglich, das sich die Larven bereits in den angelieferten Holzbauteilen befunden haben.

Andererseits wird das Holz technisch vor der Vearbeitung getrocknet, bei Temperaturen um die 60°C , um genau diese Holzschädlinge abzutöten.
Der Hersteller sollte dazu eine dementsprechende Garantie gegeben haben.

Maßnahmen gegen aktiven Befall können Sie nur mit einem Holzschutzgutachter besprechen.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
Mitglied der Fachwerk.de Community
pickartz architektur | | 15.09.15

Hausbockbefall Thoma Holz 100


Hausbockbefall Thoma Holz 100Vielen Dank für ihre Nachricht.
Ja, ich habe einen aktiven Befall festgestellt.
Eine Larve habe ich stellen können. Fraßgeräusche kann ich jedoch noch immmer hören. Es scheinen also mehr zu sein. Identifiziert hatte ich ein Ausflugloch, incl. Holzmehl auf der Fußleiste.
Der Hersteller (Fa. Thoma) sagt er ist außerhalb der Gewährleistung.
Ich habe ihn nach der Dokumentation, der Hitzebehandlung, meiner Holzcharge gefragt. Diese wollte er mir nicht zukommen lassen, da er nur mit der Fa. Fischer Holzbau in einem direkten Vertragsverhältnis stünde. Dann habe ich die Dokumente über Fa. Fischer Holzbau angefragt. Daraufhin kam von Fa. Thoma die Aussage, dass es sich bei diesen Dokumenten um ein Betriebsgeheimnis handele und diese somit nicht zur Verfügung gestellt werden können.
Ferner sagt die Fa. Thoma: "Weiters hat der Hausbock einen Entwicklungszyklus von 3 bis 5 Jahren."
... somit sei der Eintrag werkseitig ausgeschlossen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.15

Versteckte Bewohner


Lieber Heiko

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Befall durch die Larven des hausbockkäfers bereits bei der Errichtung bestand, ist in deinem Fall doch sehr hoch. Nach unseren Erfahrungen ist der größte Teil der Befallserscheinungen mit Holzschädlingen in neueren Gebäuden bereits bei der Errichtung im gelieferten Bauholz vorhanden.
Die Behandlung der Hölzer in Trockenkammern ist wie der Name schon sagt auf die Trocknung fixiert. Unsere Erfahrungen bei der Untersuchung von Trocknungsprozessen in den entsprechenden Anlagen zeigen immer wieder, dass die Abtötung von Larven besonders im Inneren der kompakten Trocknungsstabel nicht sicher gewährleistet ist.

Um den Befall und seinen zeitlichen Ursprung bewerten zu können, erscheint jedoch eine genauere Untersuchung notwendig.

Gruß
L. Parisek
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 16.09.15

Widerspruch zur Philosophie


Ist es nicht meines Wissens im Widerspruch stehend, dass das System Holz 100 Haus von Thoma aus 100% Mondphasenholz besteht und somit ein Befall eigentlich nicht möglich sei?
Also eben auch extra Verzicht auf zusätzliche Schutzmaßnahmen, außer dem konstruktiven Holzschutz natürlich?

Aufklärung erbeten bitte.

Wie steht THOMA denn selbst zu dieser Problematik?

FG Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 17.09.15

Mondphase


Nun, zum Monphasenholz sollte man vielleicht seriöse Untersuchungen studieren:
z.B.:
Triebel, J. 1998: Mondphasenabhängiger Holzeinschlag – Literaturbetrachtung und Untersuchungen ausgewählter Eigenschaften des Holzes von Fichten. Diplomarbeit, Professur Forstnutzung, Fachrichtung Forstwissenschaften Tharandt, TU Dresden
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 17.09.15

@ Lutz


Mal eine Erklärung an die ungeübten "Holzwürmer"?
Ursache, Wirkung und warum?
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 17.09.15

Holzwurm Thoma Holz 100 Haus


Holzwurm Thoma Holz 100 HausHallo Udo,

Erwin Thoma hat sofort, zu 100%, ausgeschlossen, dass der Befall bereits Werkseitig vorlag.
Er ist jedoch nicht bereit mir die Trochnungsprotokolle der Holzcharge zukommen zu lassen. Eine detailierte Verfahrensbeschreibung über den Trochnungsprozess bekomme ich ebenfalls nicht. Ist alles Betriebsgeheimnis, sagt er. Seitens Thoma bekomme ich keinerlei Unterstützung.

Anbei ein Foto, eines Exemplares das ich ausbauen konnte.

Gruß Heiko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.09.15

Hausbock Thoma Holz 100


Hausbock Thoma Holz 100Hallo,

bzgl. der Bekämpfung habe ich folgende Information von Erwin Thoma bekommen (Auszug Original Text):

"...Nun aber endlich einige Erkenntnisse zu Ihrer Beruhigung. Es ist bekannt, dass der Holzbock für seine Entwicklung Jahrzehnte benötigt. Je trockener das Holz ist, desto langsamer geht es. Deshalb ist es so wichtig, dass keine Kondensate auftreten und keine Wassereintrag in die Konstruktion geschieht.

Wenn die Trockenheit gesichert ist, dann muss dieser „Mitbewohner“ eigentlich nicht mehr gefürchtet werden. In den allermeisten historischen Holzbauten, die Jahrhunderte alt sind, gibt oder gab es Bockkäferbefall. Je älter das Holz wird, desto weniger schmeckt es ihm. Das heißt, meist wird es nach Jahren wieder ruhiger.

Zudem gibt es noch eine Eigenschaft, die dem Burschen seine Gefährlichkeit nimmt. Er frisst praktisch nur Splintholz, also die Schichten, die sich im Baum in den äußeren 5 bis 10 Zentimeter befinden. Nun gibt es in fast jedem Brett und insbesonders in den tragenden Kernlagen der Wände überwiegend Kernholzanteile. Das heißt, statisch wirksame Schäden sind bei dieser Art der Kreuzlagenkonstruktion praktisch ausgeschlossen..."

Kann ich mich wirklich entspannt zurück legen und das Problem löst sich über die Zeit von selbst auf?

Gruß Heiko

Ps: Auch der Bauunternehmer (Fischer Holzbau), der das Haus aufgebaut hat, zeigt wenig Interesse an dem Problem. Sehr schade das es nur um das Verkaufen geht und man bei Problemen alleine da steht.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.09.15

Ignoranz


Hallo Heiko
Die Antwort von Firma Thoma strotzt von fachlich inhaltlichen Fehlern was die Holzschädlinge betrifft. Technische Trocknung ist kein Betriebsgeheimniss sondern ein gängiger Arbeitsprozess, daher kann eine Protokollierung dieses Arbeitsprozesses nicht plötzlich zum "Betriebsgeheimniss" erklärt werden. Diese Antwort zeigt in ihrer Gesamtheit Ignoranz und die Weigerung für seine Arbeit Verantwortung zu übernehmen.
Ich würde meinen Anspruch auf Lieferung einer mangelfreien Ware (hier verdeckte Mängel) schnellstmöglich mit Fristsetzung durch einen rechtsanwaltlichen Vertreter geltend machen.
Gruß
Lutz
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 18.09.15

Erstaunen


Ich bin auch gerade etwas stirnrunzelnd, was die Herangehnsweise bzw. Analythikunterstützung der Firma THOMA betrifft.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 20.09.15

Thoma Holz 100 - Fisccher Holzbau


Thoma Holz 100 - Fisccher HolzbauHallo,

vielen Dank für die zahlreichen Informationen soweit.
Eine derartig abweisende Reaktion hätte ich seitens Thoma auch nicht erwartet. Er unterstreicht weiter die Unmöglichkeit das der Befall bereits ab Werk verbaut wurde.
Hier unsere letzte Konversation:

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Sehr geehrter Herr Uthe,

mit den Internetforen ist das so eine Sache. Natürlich ist es leicht möglich jetzt gegenteilige Meinungen aus dem Internet zu zitieren. Aber das hilft Ihnen doch nicht.

Bitte haben Sie daher Verständnis dafür, dass ich das nicht mehr kommentiere. In Internetforen werden oft anonym alle möglichen und unmöglichen Standpunkte vertreten.

Sehr wesentlich und gewichtig erscheint für mich auch der Umstand, dass wir in diesem Jahr und aus den gesamten Holzlieferungen der Zeit keinen einzigen zweiten Fall von Hausbockbefall registriert haben. Das kommt noch dazu. Wären die Chargen befallen gewesen, dann müsste das Problem zwingend auch in anderen Bauten aufgetreten sein. Laut gängiger Lehrmeinung und Stand der Wissenschaften ist das Befallsrisiko nach entsprechender Hitzebehandlung aber ohnedies ausgeschlossen.

Herzliche Grüße

Erwin Thoma

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Leider fehlen mir die Mittel um andere Wege gegen H. Thoma zu beschreiten.
Ich jedenfalls würde das Risiko, ein Thoma Holz 100 Haus zu kaufen, kein zweites Mal eingehen!

Herzliche Grüße
Heiko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.09.15

Alternativen


Lieber Heiko,

wenn du keinen Rechtsweg beschreiten willst, musst du ja trotzdem etwas gegen den Befall unternehmen. Besteht da schon eine Strategie?

Gruß

L. Parisek
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 26.09.15

Thoma Holz 100


Mir stellt sich hier eine ganz andere Frage:

Es wird viel Geld für ein besonderes Haus ausgegeben.

Vermute mal, weil man sehr „Öko“ eingestellt ist??

Jetzt ist es „Öko“ mit kleinen Tierchen. Die will man aber nicht.

Ich habe in den letzten 20 Jahren große Mengen Holz auf dem Hof verbaut. Wurmfrei ist es nicht überall. Wo es ein Problem darstellt, wird es behandelt, ansonsten bleibt es so.
Auch Unkraut bekämpfe ich. Nicht überall. Werde auch nie damit fertig und im nächsten Jahr gibt es auch wieder Unkraut.

Warum reagiert der Hersteller nicht? Wie es aus dem Wald herausschalt steht hier geschrieben. Wie wurde in den Wald hineingerufen???

Normalerweise müßte dem Hersteller daran gelegen sein, auch einen älteren Kunden zufrieden zu stellen und das gute Image zu erhalten??

Heinz-Josef
Kleines Fachwerkdorf
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.09.15

Thoma Holz 100 Holzschädlingsbekämpfung


Lieber Herr Parisek,

bzgl. Strategie Schädlingsbekämpfung habe ich mir den BSE, Bio Schädlingseliminator, bestellt. Dieser arbeitet mit einem speziellen Frequenzmuster, wodurch der Schädling in seinem Biorythmus gestört wird und abstirbt. Das Gerät ist ohne Expertenwissen anzuwenden. Klingt erstmal gut. Unter diesem link sind nähere Informationen zu finden.

http://www.media-consult.at/pdf/ProduktinformationBSEHolzwurmV2.1%20August2013.pdf

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CCwQFjABahUKEwj8t9fb0pbIAhXFOxQKHWJZC5Q&url=http%3A%2F%2Fwww.matrix3000.de%2Ffileadmin%2Fuser_upload%2Fdocuments%2FPages_from_matrix_band77_Holzwurm.pdf&usg=AFQjCNHzZX1Upjt1Q_D7C7xDXLT818_tgQ&bvm=bv.103388427,d.bGg

Vielleicht hat ja schon jemand Erfahrung mit dem Gerät und kann berichten.

Hallo Heinz-Josef,
wie wurde in den Wald herein gerufen? Ich habe freundlich die Frage gestellt, ob der o.g. Befall bereits werkseitig eingetragen hätte sein können.

Herzliche Grüße
Heiko Uthe

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.09.15

Ohne weitere Worte


Oh je!
Mutabor
Mitglied der Fachwerk.de Community
PARISEK saniert GmbH & Co KG | | 27.09.15

BSE


Guten Morgen,

mir ist bewusst, wenn das genannte Gerät wie beschrieben funktioniert, betrifft dies wenigsten zwei Branchen nachhaltig. Gibt es bereits negative Erfahrungen mit dem Gerät? Ansonsten verstehe ich die Haltung nicht.

Herzliche Grüße
Heiko

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.09.15

Holzschutz


Ich habe mir mal den ersten Link angeschaut.
Ich zitiere zwei Sätze aus diesem Werbeprospekt für einen Ultraschallgenerator:

"Mit dem neuen Verfahren wird den Holzwürmern die Lebensfreude rasch genommen."

"Schall macht nicht nur Menschen, sondern auch Holzwürmer sterbenskrank."
Wie poetisch.

Da lob ich mir das gute alte Mückentötolin.
Das nimmt mir nicht die Lebensfreude.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 28.09.15

Was war noch mal BSE?


Guten Tag
ich erinnere mich wieder, BSE war ein Wort für Rinderwahnsin.
Ich persönlich habe Zweifel, ob das dargestellte Verfahren die gewünschte Wirkung der Auslöschung des Insektenbefalls entfalten wird.
Hat der Anbieter Ihnen erklärt was es bedeutet von anerkannten Regeln der Technik abzuweichen?
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Arnold


Ulrich Arnold | 28.09.15

Allgemein anerkannte Regeln der Technik


Moin zusammen,

ich gehe davon aus, dass mit der Entstehung der Menschheit nicht zeitgleich die "Allgemein anerkannten Regeln der Technik" entstanden sind. Diese haben sich aus Ideen und Praxistests und Praxiserfahrungen entwickelt. Auch unterliegen sie einer ständigen Veränderung. Ich könnte mir vorstellen, dass die Veränderungen aus dem Einsatz neuer Techniken oder veränderter Prozesse entstehen. Ich hoffe nicht, dass wir auf dem derzeitigen Stand stehen bleiben.
Gerne werde ich über meine Ergebnisse in einem anderen Thread berichten, falls Interesse besteht. Auch wenn diese negativ sind.

Herzliche Grüße
Heiko


Heiko | 12.10.15

Hausbock-Bilder aus der Bilddatenbank: