Hartböden im Fachwerkhaus richtig pflegen

Damit ein Fachwerkhaus nicht nur von außen den besonderen Charme wiederspiegelt, sondern auch das Innere wohnlich ist, ist Raumhygiene ein wichtiges Thema. Wie Hartböden und Wände im Fachwerkhaus richtig behandelt werden und warum Staubsauger in jeden guten Haushalt gehören, erklärt dieser Beitrag.

Woher stammt der Staub?

Wir Menschen sind der größte Staublieferant. Über 80 Prozent der Teilchen stammen von abgestorbenen Hautzellen. Je mehr Personen in einem Haus wohnen, desto mehr Staub fällt an. Neben den Hautschuppen finden sich Pflanzenspuren und kleinste Essensreste, die unter anderem Bakterien anlocken. Die Ausscheidungen von Schimmelpilzen oder Milben vergrößern die Staubmenge zusätzlich.

Das Leben in einem Fachwerkhaus bringt noch einen weiteren Aspekt mit sich, der sich auf die Staubmenge auswirkt: Zwischen Gefachen sind oft Lehmziegel verbaut oder eine Lehm-Stroh-Mischung angebracht. Hier kommt es häufig zu rieselnden Wänden. Auch so mancher Holzwurm sorgt für zusätzlichen Staub. Deshalb ist es wichtig, ein leistungsstarkes Staubsaugermodell zu wählen. Dieser schafft auch kleinere Mengen an Baustaub, wobei es immer besser ist, diesem mit einem Spezialsauger zu beseitigen. Die Gefahr, einen handelsüblichen Staubsauger damit irreparabel zu schädigen ist hoch, weil Baustaub extrem fein und zudem kalkhaltig ist. Das greift so manchen Beutel an und zerfrisst im schlimmsten Fall die Dichtungen im Gerät.

Die Wahl der richtigen Staubsaugerausstattung

Lästigen Staub loszuwerden kann zu einer Herausforderung werden. Damit Feinstaub zurückgehalten wird, empfiehlt sich die Verwendung von Mikrofiltern, da sie durch ihre elektrostatische Aufladung sehr effektiv sind. Standardmäßig enthalten Mehrfachfilter mit einem doppellagigen Papierbeuten zusätzlich einen Motorschutz.

Reichen diese Mikrofilter nicht aus, weil beispielsweise Allergiker oder staubempfindliche Personen im Haushalt leben, sind spezielle HEPA-Filter oder ULPA-Filter die Lösung. Staubsauger für Allergiker-Haushalte sollten mit einem von beiden ausgestattet sein. Diese Filter halten mehr als 99 Prozent der Kleinteilchen zurück. Dazu gehören Pollen, Bakterien und Ausscheidungen der Hausstaubmilbe.

Natürlich darf der regelmäßige Wechsel der Beutel und Filter nicht vergessen werden, um das beste staubfreie Ergebnis zu erzielen.

Staubsauger
Die richtige Ausstattung schont Ihre Böden

Damit der Sauger in jede Ecke des Hauses kommt, gibt es verschiedene zusätzliche Aufsätze, Düsen und Bürsten. Meistens sind Teppich- und Bodendüsen kombiniert und je nach Anwendung mit dem Fuß leicht auswählbar. Um unter die Möbel zu gelangen, erleichtern Kipp- oder Drehelemente das Saugen.

Rückenschmerzen können Verbraucher durch verstellbare Teleskoprohre vermeiden, indem sie diese weit genug ausfahren und auf die gewünschte Höhe arretieren. Umfassende Informationen sowie einen Vergleich aktueller Markengeräte helfen dabei, den passenden Staubsauger auszuwählen.

Beutellose Staubsauger als Alternative

Ein großer Vorteil der beutellosen Alternative ist die langfristige Kostenersparnis, denn Filterbeutel sind nicht mehr notwendig. Der Staub landet in einer Saugbox, die separat in der Mülltonne zu entleeren sind. Das sind die zwei häufigsten Gerätetypen:

  • Der Zyklonstaubsauger arbeitet mit kleinen Luftwirbeln. Die Zyklone und Rotationen befördern die Teilchen in einem Kegel. Die Rotation im Kegel steigert sich im unteren Teil. Die schweren Staubpartikel fallen in die Staubbox und die feinen Teilchen entfernt ein Filter. Danach gelangt die gereinigte Luft wieder in den Raum.
  • Der Multizyklonstaubsauger arbeitet zusätzlichen mit noch kleineren Luftwirbeln, die feine Teilchen besser abfängt und in die Staubbox befördert. Das hat zum Vorteil, dass er Filter nur gelegentlich gereinigt werden muss.
  • Als Nachteil sehen viele Nutzer, dass die Staubbox nach dem Saugen direkt entleert wird. Außerdem ist der Kontakt mit den Partikeln für Allergiker ein großes Problem.

    Fachwerkstadt
    Die Schönheit von Fachwerkhäusern auch im Inneren bewahren

    Stromsparen mit grünem EU-Energieverbrauchslabel

    Soll der neue Staubsauger sparsamer sein, als der letzte? Dann achten Verbraucher auf das EU-Energieverbrauchslabel. Seit 2017 haben die sparsamsten Sauger die Effizienzklasse A+++. Wichtig zu wissen: Je "grüner" das Label, desto energieeffizienter das Gerät. Zudem dürfen seit September neue Staubsauger höchstens 43 kWh im Jahr verbrauchen und eine Leistung von 900 Watt nicht überschreiten. Doch keine Angst, das tut der Saugleistung keinen Abbruch. Die Hersteller haben Methoden entwickelt, und die Saugkraft erhalten und zum Teil sogar verstärkt.

    Saugleistung

    Mit der derzeit erlaubten Leistung von 450 Watt bis 900 Watt gil: Je höher die Leistung, desto höher ist der Stromverbrauch. Dabei kann nicht gesagt werden, dass Staubsauger mit einer höheren Watt-Zahl mehr Staub und Schmutz aufnehmen. Dies hängt mit der gesamten Technik und Ausstattung zusammen.

    Es gibt zwei Arten die Leistung selber zu regulieren. Dabei gilt, dass die Saugleistung schwächer wird, je mehr Nebenluft in das Saugrohr eingeführt wird.

  • mechanische Regulierung mit drehen oder schieben eines Verschlusses
  • Änderung in Stufen oder stufenlos durch elektrische Steuerung
  • Mobilität bei der Nutzung

    Handstaubsauger sind in Sachen Mobilität schwer zu überbieten, doch ihr Fassungsvermögen und die Saugleistung sind im Vergleich zu Bodenstaubsaugern wesentlich geringer

    Stopuhr
    Akkusauger halten manchmal nur 15 Min.

    Mittlerweile finden Sie auch Akkustaubsauger auf dem Markt. Ihr Nachteil besteht darin, dass Ihre Laufzeit begrenzt ist. Soll das komplette Haus in einem Zug gesaugt werden, sind deshalb Zwangspausen angesagt.

    Die Kabelstaubsauger laufen, solange sie am Stromkreis hängen. Ihr Aktionsradius hängt von der Länge des Kabels und des Staubsaugerrohres ab.

    Besonderheiten für Hartböden in Fachwerkhäusern

    Zu den Hartböden in Fachwerkhäusern zählen Dielen, Parkett- und Laminatböden. Unter den Bodenstaubsaugern für den Haushalt gibt es Trockenstaubsauger und Nassstaubsauger. Von den Nassstaubsaugern ist abzuraten, da diese schlimme Schäden auf Hartböden verursachen können.

    Besitzer von Fachwerkhäusern mit Echtholzböden achten darauf, dass der Bürstenkranz der Düse ausgefahren ist, damit keine Kratzer durch grobe Teilchen entstehen. Das gilt auch für Laminatbeläge. Die Bürste sollte generell sauber gehalten werden, damit sie nicht verkantet und harte Gegenstände den Boden beschädigen.

    Nicht nur den Boden saugen

    Viele Staubsauger sind mit einer Polster-/ Fugenbürste oder einem Möbelpinsel ausgestattet. Das ist mit Blick auf die Bauweise eines Fachwerkhauses günstig. Um die Wände schonend zu reinigen, dürfen Bewohner nicht mit Putzmitteln arbeiten, da diese die Gefache angreifen. Viel besser ist es die Gefache mit einem weichen Bürstenaufsatz abzusaugen. Mit der Fugendüse lassen sich auch hartnäckige Staubablagerungen vorsichtig aus den Ritzen ziehen. Gleiches gilt auch für die Deckenflächen. Schonend mit der Bürste abgesaugt, verschwinden die Spinnenweben, ohne dass das Material Schaden nimmt.

    Abbildung 1: pixabay.com © jarmoluk (CC0 Public Domain)
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