Um- und Ausbau niederdeutsches Hallenhaus

Hallo Zusammen,
vielleicht kann uns einer der sich hier tumelnden "alten Hasen" weiterhelfen?
Wir haben ein denkmalgeschütztes niederdeutsches Hallenhaus gekauft, das angeblich vollständig saniert und restauriert war. Augenscheinlich machte es auch einen sehr ordentlichen Eindruck. Leider mußten wir jetzt eine Vielzahl von Schäden und Problemen feststellen, die einen Um-/Ausbau bzw. eine Sanierung durch uns erforderlich machen.
Zum Beispiel ist das gesamte Haus nicht bzw. in Teilen des Reet-Dach-Bereiches falsch gedämmt. Es ist extrem kalt im Haus und zieht an allen Ecken und Enden.
Es macht sich also u.a. erforderlich, das Haus zu dämmen sowie die Heizung zu erneuern. Der vorhandene gemauerte Kamin ist zur Zeit aufgrund eines vor relativ Kurzem stattgefundenen und uns verschwiegenen Schornsteinbrandes nur noch bedingt nutzbar. Durch die hohe Innenhalle geht außerdem sowieso viel Wärme verloren. Fenster und Türen schließen nicht richtig, Hinter- und Vordereingang befinden sich in einer Linie, sodaß es sehr zugig ist.
Wir möchten den Charakter des Hauses im Grundsatz erhalten, für die bessere Bewohnbarkeit wäre es aber von Vorteil diverse neue Wände und Türen einzubauen - was wir nicht wirklich wollen.
Hat jemand kostengünstige Ideen für uns, die auch durch den versierten Heimwerker umgesetzt werden können?
Auch Innenausbau-/Gestaltungs-Ideen sind uns willkommen.
Vielen lieben Dank!

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.10.12

Sanierung Hallenhaus


Kostengünstige Ideen sind nicht das Problem.
Aber: Sie können nur entstehen wenn man das Haus in seinem Zustand gründlich analysiert hat. Das geht nur vor Ort.
Mit Ihrer Anfrage können Sie leider keine konkreten Vorschläge erwarten, dazu ist die Zustandsbeschreibung einfach zu wage.

Eine habe ich vielleicht doch:
Für den Immobilienkauf haben Sie wie für jedes andere Wirtschaftsgut bei Mängeln ein Recht auf Gewährleistung, sei es nun Nacherfüllung, Wandelung, Minderung bis hin zur Rückabwicklung. Sie sollten darüber mal mit einem Anwalt reden.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 24.10.12


Hallo,

zugige Fenster und fehlende Dämmung wären für mich ein Grund, den Kaufvertrag mal genauer zu inspizieren. Ist Ihnen vielleicht auch ein Energieausweis in die Hand gedrückt worden ? Und den Hinweis des Kollegen Böttcher, einen Anwalt zu konsultieren, sollten Sie ernst nehmen.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 26.10.12

Einen


Anwalt haben wir kontaktiert. Der Rechtsstreit ist in vollem Gange.
Eine Rückabwicklung ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch undurchführbar. Der Vorbesitzer hat das Geld nicht mehr und da kommt auch nix rein.
Es gibt eine Vielzahl von unglaublichen Problemen, die ich hier so öffentlich gar nicht schildern will.
Wir werden alle möglichen Rechtswege gehen und Mittel nutzen, die zur Verfügung stehen.
Aber bis eines schönen Tages vielleicht mal tatsächlich Recht gesprochen wird und dass dann durch alle Instanzen durch ist und dann auch rechtskräftig ist, kann viel Zeit ins Land gehen und wir können mit der Sanierung nicht bis dahin warten, weil das Haus sonst weiteren Schaden nehmen würde. Man kann viel machen aus dem Haus, wenigstens das tröstet ein wenig.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 26.10.12

Hallenhaus-Bilder aus der Bilddatenbank: