Grundofen auf Baustelle?

Hallo,

in unserem Haus (reinste Baustelle) wurde vor einem knappen viertel Jahr ein Grundofen fertiggestellt. Der Ofenbauer meinte, es sei kein Problem ihn sporadisch zu nutzen, wenn wir auf der Baustelle sind. Wir wohnen nicht im Haus und können daher keine regelmäßige Befeuerung ermöglichen. Ist ds für den Ofen schädlich? Der Ofenbauer meinte nein, doch im Internet gibt es auch gegenteilige Meinungen, sehr wohl aber ohne Begründung.

Außerdem interessiert mich, was passieren kann, wenn man gleich nach einem Abbrand nachlegt - ungefähr so viel Holz wie zum Anfeuern, also knapp die Hälfte des Feuerraums gefüllt. Wir haben die ersten Male immer gleich nachgelegt und dabei immer gleich viel Brennholz verwendet. Letztens meinte jemand, dass das nicht notwendig sei. Man müsse beim Nachlegen sogar deutlich weniger Holz rein tun; außerdem würde es reichen zweimal am Tag Holz rienzulegen und nicht dreimal hintereinander. Kann dadurch was am Ofen kaputt gehen, also überhitzen o. Ä.?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.12.15

Spannungen


gab es früher schon. Ich kenne da ein Beispiel wo der Ofen tatsächlich ganz anders gemauert war. Da war das Innenleben massiv gemauert oder gegossen. Da konnten dann schon enorme Spannungen im Gefüge des Ofens auftreten. Dieser Ofen musste in einer Prozedur in drei Tagen bis einer Woche langsam aufgeheizt werden, wenn das nicht beachtet wurde mussten die Risse vom Ofenbauer wieder geschlossen werden.

Das dürfte heute mit den gemauerten Zügen nicht mehr so auftreten, da nicht mehr diese Massen von Stein erwärmt werden müssen. Ich würde dennoch langsam anfangen und nicht sofort auf maximale Hitze gehen.
Ein Fachwerkhaus ist romantisch und hat große Vorteile. Die Raumaufteilung ist nicht vernünftig
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.12.15


Vielen Dank für Ihre Antwort.
Unser Ofen ist komplett gemauert: der Feuerraum und die Züge.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.12.15

Bitte nicht


gleich volle Pulle einen Grundofen anheizen, das kann wirklich schnell zu Rissen führen.
Für die Baustelle würde ich einen schnell heizenden Blecheimer aufstellen und den Grundofen in Ruhe lassen, bis alles fertig ist.
Die Alten erhalten!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.12.15


Der Ofen steht ja schon eine Weile. Und was für Risse? Im Putz oder in den Schamottesteinen? Also Grundofen ist gar nicht für Baustelle geeignet, ja? Wegen der Heizintervalle?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.12.15

Stell


doch mal ein Foto von dem Ofen rein.
Jeder Ofen ist unterschiedlich!
Dem Grundofen tut ein kontinuierliche Befeuerung gut. Das reduziert auch die Spannungsrisse.
Meiner ist auch mal ein paar Tage aus und wird dann langsam wieder angefeuert.
Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 17.12.15


Leider klappt das mit dem Bilder upload nicht so ganz, darum hier mal ein Link zu unserem Ofenbauprojekt mit Fotos.

http://fachwerk-restauration.blogspot.de/2015/08/grundofen-im-fachwerk.html

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.12.15

Baustelle-Bilder aus der Bilddatenbank: