Modergeruch-Fertighaus SOS

Hallo,

habe ein Problem mit einem Fertighaus Firma Okal Baujahr 1975
In meiner Kleidung haftet ein Modergeruch, den ich selber nicht wahrnehme, den aber andere riechen können.

Wer kann mir weiterhelfen?


Dany | 03.05.05

Suchen


Hallo Dany,

such mal hier im Forum nach okal (rechts oben). Da gibt es schon einiges.

Viele Grüße
keine Panik!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.05.05

SOS


Ersteinmal vielen Dank für die Antwort.Ich habe auch schon einiges gelesen, aber habe nicht das nötige Kleingeld um eine Sanierung vorzunehmen. Habe auch in jeden Raum Entfeuchter aufgestellt und mein Waschpulver, Weichspüler gewechselt.Dazu kommen noch Aktionen wie Schränke auswaschen und Düftöle aufstellen dazu.Ständiges Lüften gehört zum Tagesablauf.Was kann ich noch tun?


Dany | 04.05.05

modergeruch


hallo
schrillen da bei ihnen nicht die Alarmglocken???

Was kann den an Ihrem Haus "modern"? d.h. Was kan faulig werden?
Ist der Schimmel in der Dämmung?
Sind Holzbauteile vorhanden, die sich langsam verabschieden?

Da würde ich nicht mit den Schultern zucken und sagen: Duftöl + Lüften!
Holen Sie sich einen Sachverständigen, einen Anwalt - vielleicht nützt der noch was? Einen Baubiologen!
An sonsten: Sanieren - wenn noch was zu retten ist!
Tut mir leid - aber da würd ich schauen, dass man schnell Klarheit hat.
Das ist ja nicht nur ein "duftiges" Problem, sondern ein gesundheitliches und kann sich zu einem substanziellen auswachsen (wenn dieses Stadium nicht schon erreicht ist)! Wenn die Substanz gefährdet ist!!??

Also erst mal für Klarheit sorgen!
Was ist die Ursache des Modergeruches?
und dann Schritt für Schritt!

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro slow-house | | 04.05.05

Entfeuchter sind Geldverschwendung


behaupte ich mal mit aller nötigen Vorsicht, da ich Dein Haus nicht kenne.

Der Modergeruch wird bestimmt aus den Wänden kommen. Da brauchst Du schon Mauerwerkstrockner, um was zu erreichen. Die wiederum nur kurzfristig nutzen werden, da Du nur die Symptome bekämpfst und nicht die Ursache.

Ich muss da Florian zustimmen, ich würde meinem Haus genauer auf den Zahn fühlen (lassen). Vielleicht ist die Ursache gar nicht so dramatisch und Du kannst sie selbst beheben.

Viele Grüße
keine Panik!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 05.05.05

Modergeruch


dürfte Ihrer Beschreibung nach auf Chloranisole, bakterielle Abbauprodukte des berüchtigten Pentachlorphenols zurückgehen. Wo man die riecht, ist das andere auch noch drin.
Lesen Sie mal hier:http://www.agoef.de/schadstoffe_chemische/chloranisole.html#zusammenfassung

Jetzt denken Sie nur nicht ans warme Abbrechen: dann könnten nämlich auch noch Dioxine entstehen.
Abhilfe - wenn überhaupt möglich - könnten vielleicht spezielle Tapeten mit sehr hoher Aktivkohle-Oberfläche bringen: Hersteller ist die MHB-Filtertechnik in Erkrath.

Sonst hilft nur der schonende Abbruch und die Entsorgung in der Hochtemperatur-Verbrennung.

mit besten Grüßen
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 05.05.05

Hallo Dany,


ich habe mir im November 2004 ein gebrauchtes OKAL-Haus
gekauft. Leider war mir der Grund des Geruches noch nicht
so klar. Nach vielen Telefonaten mit Sanierungsfirmen
und der Fa. OKAL selbst, habe ich herausgefunden, daß
durch die damals verwendeten Holzschutzmittel, eine bio-
chemische-Reaktion in Deinen Wänden stattfindet.
Jetzt bitte nicht in Panik geraten. Solange nichts
durchfeuchtet ist, ist kein Grund vorhanden, an Schimmel, etc. zu denken. Ich kann Dir erst einmal raten, Dich mit
Herrn Hinze von der Fa. OKAL in Verbindung zu setzten, um
eine entsprechende Maßnahme zu erörtern.
--Du kannst auch den Geruch lassen, nur dann werden sich
wahrscheinlich Deine Freunde von Dir verabschieden ;-)

MfG Stephan


Stephan Quäschling | 01.06.05


Hallo Stefan,

danke für Deine Antwort. Ein Schreiben an die Firma OKAL ist unterwegs, ich warte auf die Antwort. Darf ich fragen, was Du gemacht hast?

Den Verlust meiner Freunde möchte ich wirklich nicht in Kauf nehmen!!!!!!!!

Dany


Dany | 02.06.05

Hallo Dany,


im Moment habe ich Kontakt zu Okal und anderen Sanierungs-
firmen aufgenommen. Eine Sanierung der Außenwände ist für
uns unumgänglich, daher möchte ich mich ausführlich beraten lassen und mir natürlich auch verschiedene Angebote zukommen lassen. Eine Firma kann ich Dir
schon mal verraten. Die Sanierungsmaßnahmen klingen
ganz gut. Das ist die Firma RENOPAN AG in Bad Honnef.
Vielleicht hast Du ja auch schon etwas Neues herausgefunden
und wir können uns so austauschen.

Frohes Schaffen

Stephan


Stephan Quäschling | 02.06.05

SOS


Hei Stefhan
tut mir leid ich habe imoment leider nicht viel Zeit,aber ich möchte Dir trotzdem Antworten.
soweit ich informiert bin ist eine Renovierung von innen angebrachter als von außen.Die Außenplatten sind ja nicht betroffen, sondern das Holz was dazwischen ist sondert diesen Geruch ab.Ich denke es muß so abgedichtet werden von innen, daß die Gerüche nach außen abziehen und nicht mehr nach innen.
Okey mehr kann ich auch nicht dazu sagen.Ja ich bin also auch nicht immer im Netz.
also bis zum nächsten mal Dany


Dany | 20.06.05

Hi Dany,


von inne geht es natürlich auch, aber nicht, wenn man gerade schon eingezogen ist, und alles komplett renoviert hat. Von außen kann man die Fassade `Diffusions-Offen` ausbilden, ein Wärme-Dämm-Verbund-System anbringen und
das Haus mit einem ordentlichen Putz versehen. Ich habe
mir jetzt einige Angebote der hier tätigen Handwerker
eingeholt und liege ca. 10.000 € unter dem Angebot der
Fa. OK-Bauservice. Ich werde diesen Sommer noch die Sanierungsmaßnahmen vornehmen. Eine gute Finanzierungsmöglichkeit bekommst Du bei Sanierungen
über die KfW-Bank. Falls Du also noch fragen hast, schreib einfach. Bis dahin

Gruß Stephan


Stephan Quäschling | 20.06.05


Hallo Stefan,

danke für die Info. Nun müssen wir mal sehen, wie es weitergeht.

Falls noch Fragen auftauchen, werden wir uns melden.

Bis dahin vielen Dank und herzliche Grüße

Dany


Dany | 27.06.05

Hallo Stephan und


bei mir steht das gleiche demnächst an. Auch ich bin aúf der Suche nach Anbietern und Angeboten.

Was für ein Haus hast Du denn und was genau lässt Du machen?
Und zuletzt natürlich - was zahlst Du dafür?
€ 10.000 unter OK Baservice ist ja nun schon ein Wort!

Sobald ich mit meiner Sanierung beginne (ich möchte ALLES raus haben was aus Spanplatte ist UND eben eine neue Außenwand, werde ich versuchen meine Erfahrungen hier zum besten geben - dieses Forum war bisher für mich eine ganz wichtige Quelle Informationen zu bekommen und hat mir auch bei meiner Kaufentscheidung sehr geholfen.

Auf eine gute Sanierung!
Grüße
Patrick


Patrick | 07.07.05

Hallo Stephan


bei mir steht das gleiche demnächst an. Auch ich bin aúf der Suche nach Anbietern und Angeboten.

Was für ein Haus hast Du denn und was genau lässt Du machen?
Und zuletzt natürlich - was zahlst Du dafür?
€ 10.000 unter OK Baservice ist ja nun schon ein Wort!

Sobald ich mit meiner Sanierung beginne (ich möchte ALLES raus haben was aus Spanplatte ist UND eben eine neue Außenwand, werde ich versuchen meine Erfahrungen hier zum besten geben - dieses Forum war bisher für mich eine ganz wichtige Quelle Informationen zu bekommen und hat mir auch bei meiner Kaufentscheidung sehr geholfen.

Auf eine gute Sanierung!
Grüße
Patrick


Patrick | 07.07.05

Hallo Patrick,


ich habe den Haustyp 117, Satteldach mit 28° Neigung,
Baujahr 1969.
Die Demontage der Außenfassade nehme ich selber in Angriff.
Für die Entsorgung kannst Du ca. 1000 € kalkulieren.
Das Gerüst wird ca. 900 € kosten.
Ein Zimmerei-Unternehmen kleidet den Rahmenbau, wie
vom OK-Bauservice vorgeschlagen, für 5000 € aus, setzt
außen eine Putzträgerplatte auf und das Wärme-Dämm-Verbund-System, mit 30mm Dämmung und Scheibenputz in Farbe kostet rund 7500 €.
Also round about ca. 15000 €.

Freue mich über weitere Anregungen

mfG Stephan


Stephan Quäschling | 07.07.05

PCP + Schimmel + Formaldehyd+ Dioxin


Liebe Leute, ihr habt ziemlich wahrscheinlich ein echtes Problem mit Wohngiften. Durch das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems erreicht ihr, dass die Giftstoffe garantiert nur noch nach innen entweichen. Wie weiter oben gesagt handelt es sich bei dem Geruch um eine Substanz, die bei der mikrobiellen Zersetzung von Pentachlorphenol (PCP, krebserregend, Nervengift) entsteht.
Ein Abbruch muss nicht sein. Aber eine fachgerechte Sanierung setzt von innen an: Austausch der Spanplatten (wegen Formaldehyd und PCP), Einsatz von PCP-sperrenden Folien.
Vor allem empfehle ich eine Fachplanung und sich nicht auf die Firmen die diese Giftmülldeponien gebaut haben zu verlassen. Teilweise haben die Firmen genau gewusst womit da hantiert wird (siehe Frankfurter Holzschutzmittelprozess).
Für genauere Informationen können Sie sich gerne telefonisch an mich wenden, wir machen seit Jahren Untersuchung und Sanierungsplanung solcher Objekte.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 07.07.05

Hallo,


vielen Dank für Ihre Ratschläge. Die Ursachen und Entstehung des Geruches sind mir allerdings bekannt.
Da ich selber Fachplaner bin, habe ich mich auch dazu
entschlossen, alles, bis auf den Rahmen, zu erneuern.
Der Rest wird mit einer formaldehyd-bindenden Substanz
eingestrichen, einer Folie abgedeckt und anschließend
alles neu ausgefacht. Ein Wärme-Dämm-Verbund-System
kommt dann nur noch zur Verbesserung des Wärmeschutzes
außen drauf. Das ganze wird diffusionsoffen ausgebildet.

MfG Stephan


Stephan Quäschling | 08.07.05

Wozu Formaldehyd binden?


Wenn Sie alle Spanplatten ausbauen (einschl. der im Fußboden) brauchen Sie doch keine formaldehydbindenden Anstriche mehr aufbringen.
Für die PCP-Abschottung reicht eine PE-Folie nicht aus. Hierfür müssen spezielle Folien eingebaut werden.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 08.07.05

Hallo Stephan, hallo Rainer,


zunächst allerbesten Dank für die bereitwilligen Infos.

Die Luftmessung welche ich im Vorfeld in Auftrag gegeben hatte ergab fogende Werte (nur mal so zum zeigen, dass die € 800 sich lohnen können:

PCP 0,1)
Lindan 0,034 µg/m3 (Kritisch ist > 0,1)

Also aus meiner Sicht kein Bedarf mit einer PCP-sperrenden Folie oder Anstrich zu arbeiten - oder?

und jetzt der Knaller:

Formaldehyd: 270,0 µg/m3 (WHO empfiehlt einen Wert nicht über 65 µg/m3 - also vierfach überschritten.

Nun wissen wir, dass das Haus aufgrund eines Wasserschadens im oberen Bad und vermutlich feuchten Stellen in der Außenwand einen solch hohen Wert aufweisen kann. Dazu kommt erschwerend und auch verfälschend, dass der Raum vollgestopft mit alten Möbeln aus Pressspan und hunderter von alten Büchern aus derselben Zeit war.

Ich selbst habe auch ein "117er" aus 72´ gekauft.
Mein "Vorteil" war allerdings schon im Vorfeld über z.B. dieses Forum gut informiert gewesen zu sein und daher einen entsprechenden Discount beim Preis bekommen zu haben, so dass sich eine Sanierung finanziell wesentlich einfacher erträgen lässt. Ich warte nun auf die Angebote für die Außenwandereuerung. Nur zur Vorbeugung: Der Preis war dann dennoch nicht soooo niedrig, dass sich ein Abriss und ein Neubau rechnen liese...

Aus der Erfahrung noch eine Frage. Kann man pauschal was zu den Stromleitungen und Wasserleitungen von Okal aus der Bauzeit sagen? Ohne die Rohre und die Leitungen genau in Augenschein genommen zu haben - empfiehlt es sich nach 30 Jarhen, wenn eh alles aufgerissen wird nicht auch gleichzeitig die Stromleitungen zu erneuern?

Baubeginn wird der 1.9. sein - hoffentlich genug Zeit alle Angebote zu bekommen und sauber planen zu können.

Beste Grüße
Patrick


Patrick | 09.07.05

PCP-Gehalt


Entscheidend ist, wie 1. die Probenahme gemacht wurde und 2. unter welchen klimatischen Bedingungen.
Bei den 0,1 µg/cbm handelt es sich als Richtwert (gemäß PCP-Richtlinie)ja um die mittlere jährliche Raumluftbelastung, die unterschritten werden soll.

Wie hoch ist die Belastung der verbleibenden Hölzer? Von diesem Wert würde ich es abhängig machen, ob mit einer PCP-sperrenden Folie saniert wird.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 10.07.05

Modergeruch Okal Haus


Hallo ihr Haussanierer,

ich saniere gerade mein Okal Haus Typ 117, 28 Walmdach.
Von aussen wird außer dem Holzrahmen und der inneren Platte alles entfernt und durch neue Dämmung, OSB Trägerplatte, und anschließender Montage eines zugelassenen WDVS, Styropor System mit Klinkerriemchen ohne Folien und sonstigen Schnickschnack fachgerecht verkleidet. Das WDVS muß Diffusionsoffen arbeiten und dann atmet auch die Wand mit der darin liegenden Dämmung. Folien brauchen nicht eingebracht werden, Winddichtigkeit wird erreicht, der Taupunkt der Wand muß vorher berechnet werden, also die Isolierungsstärke nicht geknobelt, sondern ermittelt werden. Die Giftstoffe der Spanplatten sind in 30 Jahren größtenteils verflogen, die Belastung im Haus ist durch Möbel und Bodenbeläge größer, als die Restausdunstung.
Ihr könnt mich gerne auslachen, aber glaubt auch Fachleuten, die heute Häuser in Rahmenbauweise erstellen und nicht den Plastiktüten Wahn mit absoluter Luftdichtigkeit verfolgen, sondern auch gesundem Menschenverstand eine Chance geben.
Gruß aus Schleswig Holstein


Sven | 14.08.05

Giftstoffe


Die Giftstoffe sind weder nach 30 Jahren noch nach 40 Jahren "verdunstet". Ich finde regelmäßig in solchen Häusern entweder im Staub oder im Material horrende Werte an Holzschutzmitteln der übelsten Sorte, sprich PCP, Lindan und PAK. Im holze finde ich PCP bis zu mehreren 1000 mg pro kg. Zuletzt in einem Haus von 1973. In manchen Häusern sind zudem die PCP-verseuchten Spanplatten eingebaut worden.
Die Spanplatten gasen über ihre gesamte Lebensdauer Formaldehyd aus.

Anmerkung: Die Plastiktüte, die Sie bemängeln bauen Sie sich gerade selber. Mit Styropor "atmet" gar nichts mehr!
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 15.08.05

Frage an Herrn Stasch


das mit PCP und DDT und der Feststellung von anhaltenden Belastungen kann ich noch nachvollziehen. Wie ist das aber nach über 15 Jahren mit Lindan? Was stellen Sie da noch für Belastungen fest und wie sind die Grenz- bzw. MAK-werte dafür? Beziehungsweise nach welchem Kriterium wird die gesundheitliche Beeinträchtigung hier bewertet?

Mit neugierigen Grüßen

Holger Schmidt-Schuchardt
Holz verbindet
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungsgemeinschaft Schmidt & Partner | | 15.08.05

Nun ist es auch


bei uns soweit. Auch wir haben eine nette Zimmerei gefunden, die uns neben zahlreichen guten Tips für Innenwandaufbau, Boden und Deckenaufbau auch noch das Dach und die Hauswand neu machen wird. In enger Absprache mit dem Meister wurden unsere Eigenleistungen besprochen wie z.B. das Entfernen der Außenfassade, des Lattenrostes und der Spanplatten im Außenbereich. Den neuen Aufbau außen übernimmt dann die Zimmerei - innen bauen wir neu auf.
Für die, die es interessiert oder ein Veto dazu haben, der Aufbau von innen nach außen:

15 mm Rigips
Installationsebene (40 mm - gefüllt mit 40 mm Steinwolle)
19 mm OSB Platte, Stöße mit Klebeband verklebt
80 mm Holzweichfasermatte
60 mm Holzweichfaserplatte
Windsperre
Hinterlüftung / Konterlattung
Holzfassade von "Cape Cod" 24 mm

Wie schon erwähnt, kommt ALLES andere aus dem Haus raus inkl. Spanplattenboden im EG...

Dafür haben wir danach ein quasi "neues Haus" - bitte erspart mir die Frage, warum wir nicht gleich neu gebaut haben :-)) Abreißen und neu bauen wäre einfach trotzdem wesentlich teuerer geworden.

Mehr, wenn es dann endlich losgeht!

Es grüßt,
Patrick


Patrick | 15.08.05

Lindan


Auch Lindan finden wir noch in erheblichen Mengen, aber seltener als PCP.
Eine Orientierung an MAK-Werten ist für Wohnräume nicht zulässig, da MAK die maximale Arbeitsplatzkonzentration angibt.

Orientierungswerte liefern das Bremer Umweltinstitut und die AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute).

Für die Bewertung des individuellen Risikos sollten Sie einen Umweltmediziner oder eine umweltmedizinische Beratungsstelle in Anspruch nehmen.
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 17.08.05

Modergeruch-Fertighaus SOS


Modergeruch-Fertighaus SOS
hallo Dany,
ich habe das gleiche problem, suche ebenfalls nach informationen zu diesem thema und kann ihnen zum thema OKAL Fertighaus folgendes sagen:
ich bin vor drei jahren mit meiner frau aus unserem 1973 erbauten OKAL-haus ausgezogen (geflüchtet). ich selbst wurde ein jahr nach bezug (also 1974) zuckerkrank, meiner frau wurde von der dermatologischen klinik in münchen unter allen umständen geraten dieses wohnklima zu verlassen. ich selbst wurde immer unter dem auf meine muffelnde kleidung angesprochen, habe jedoch nie etwas von diesem Geruch gemerkt. wir wollten dieses haus jetzt an eine familie mit einem neugeborenen vermieten und haben vorsichtshalber ein Gutachten der raumluft erstellen lassen, da ich vermutete, dass die asbestverschalung schadhafte ausdünstungen hat.
aber denkste:
das Asbest liegt unter dem grenzwert, aber alles was man sich an schadstoffen nur vorstellen kann, z.B. formaldehyd, lindan, und viele andere stoffe sind in einer konzentration enthalten, die bis zum 20fachen über dem bedenklichen wert liegt. wenn ein bauer seine kühe dort reinstellen würde wäre am nächsten tag eine tierschutzkommission vor der türe. wir können dieses haus also weder selber nützen, noch vermieten.
ich suche nach rat, bzw. einer vielleicht existierenden interessensgemeinschaft zu diesem problem der schadstoffbelasteten OKAL-häuser. anscheinend gibt es eine solche interessensgemeinschaft bereits. in den verkaufsunterlagen der fa. OKAL habe ich gelesen, dass die spanplatten in eigener produktion hergestellt wurden. also waren den inhaltsstoffen keine vorgaben gegeben.
ich würde mich über Ihre antwort freuen.
mit freundlichen grüßen,
A. Fischer


Alfred Fischer | 29.09.05

IHG


es gibt die Interessengemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten. Die können Ihnen sicherlich weiterhelfen.

Eine Sanierung ist möglich. Dazu müssen die Spanplatten ausgebaut und spezielle Folien eingebaut werden. Die Kosten dafür können evtl. als Sonderausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Die Alternative ist ein Abriss des Hauses. Von der Fa. Okal haben Sie in Sachen Schadensersatz oder ähnliches nichts zu erwarten.
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 29.09.05

Hilfe!!!Okal


Hallo ich heiße Jessy,ich habe mir vor drei Jahren ein Okal Haus gekauft 1978.Ich habe das gleiche problem,allerdinds riche ich den Geruch auch selber,besonders in den Haaren und Stoffen.Ich habe kontakt mit Okal die mir was von Chemischen reakionen der Außenwände erzählen.Sie haben mir auch schon ein Luftaustausch Gerät zuverfügung gestellt,was jedoch nichts gebracht hat.Die Frage die sich immer noch stellt:Kommt der Geruch nur aus den Wänden oder auch aus den Böden???Mein Haus hat kein Keller.In unserer Str. stehen mehrere Häuser von Okal,die haben die Probleme nicht,vielleicht liegt daran???das sie einen Keller haben.Ich habe ein fertig Holz Haus mit unterschiedlichen Aufbau,daß heißt unten ist die Fassade mit fertigplatten verkleidet und der Giebel ist aus Holz,so das es ober nicht stinkt und unter sehr.Ich suche auf diesem Wege Leute von überall, in der Hoffnung,daß wir gemeinsam etwas erreichen konnen.Anwälte raten nämlich die Finger davon zu lassen.Ich bin der Meinung,das man ein Haus was noch nicht mal 30 Jahre alt ist,nicht einfach abreißen kann,abgesehen davon,kann ich mir es finanziel nicht leisten.Ich würde mich sehr freuen von Dir zu hören oder auch von anderen Personen.Lg Jessy


Jessica Rex | 29.12.05

Sanierung von Holz-Fertig-Häusern


Der Modergeruch stammt, wie weiter oben schon erwähnt, aus dem chemichen Zerfall u.a. von Chloranisolen aus den Holzschutzmitteln wie Pentachlorphenol und seinen Verunreinigungen. Initiiert wird das ganze auch durch Diffusionsfeuchte in der Wand.
Oben "stinkt" es einfach weniger, da hier der Wandanteil geringer ist und dieser Prozess und damit die Geruchsprobleme im Dachbauteil nicht in diesem Maße in Erscheinung treten.
Jedes Haus ist durch das individuellen Wohnverhalten der Bewohner (Feuchte, Lüftung, Heizung) auch unterschiedlich betroffen.
Ob Sie etwas gegen die Hersteller erreichen können wage ich nicht einzuschätzen. Hier können Sie sich an die Interessen-Gemeinschaft der Holzschutzmittel-Geschädigten wenden. http://www.ihg-ev.de

Als Alternative zum Abriss und als Chance zur Erneuerung steht immer die Sanierung. Anhand einer Diplomarbeit sind auf der Webseite http://timberwork.de mehrere Varianten zur Sanierung und energetischen Modernisierung vorgestellt.
In jedem Fall gehört eine Sanierung aber gut geplant. Auch weiter oben ist eine Fachfirma genannt, die solche Sanierungen anbietet.

Grüße
Andi


Andi | 29.12.05

Macht Euch nicht im Vorfeld verrückt.


Hallo zusammen. Bevor ihr Euch zu kostspieligen Maßnahmen
hinreißen lasst, rate ich Euch, eine Raumluftmessung durch-
führen zu lassen. Aus zeitlichen Gründen hat meine Sanierung im letzten Jahr nicht stattfinden können, was mich allerdings auf den Gedanken gebracht hat, eine Raumluftmessung zu machen. Getestet wurde auf PCP, Lindan und Formaldehyd. Dieser Test hat ergeben, dass die Werte
WEIT unter den Richtwerten lagen. Somit kann man eine Menge
Geld bei der Sanierung sparen,da man nun z.B. keine "bindenden Anstriche braucht". Kosten für die Messungen belaufen sich in etwa auf rund 800 €.
Sorry Rainer, aber wie lange die Hölzer ausgasen oder wie lange nicht, kann niemand genau sagen.
Viele neue Möbelstücke, vor allem die, eines schwedischen Ursprungs, gasen ebenfalls eine große Menge Formaldehyd aus,
und das nicht über Jahre hinweg.
Und noch etwas. Der Geruch, welcher wahrgenommen wird, ist kein Giftstoff (nicht schädlich). Außer es handelt sich um eine sehr große Menge an Formaldehyd. Ansonsten sind die Gase gruchslos.
Also, investiert erst einmal in eine Messung, bevor Ihr
eine Sanierung in Angriff nehmt.

Grüße aus dem Sauerland
Stephan


Stephan Quäschling | 10.02.06

Geruch


Formaldehyd ist nicht geruchtlos. Die Schwelle, ab der Formaldehyd geruchlich wahrgenommen wird ist aber individuell sehr unterschiedlich. Es gibt einige Personen, die Formaldehyd schon weit unter dem WHO-Richtwert wahrnehmen können.
Über die Dauer der Ausgasung von PCP aus Holz habe ich nie eine Vorhersage getroffen! Ich weiß nur, dass sie häufig noch nach 30 Jahren erheblich ausgasen.
Nach welchen Richtwerten wurde denn die PCP-Belastung der Luft bewertet?
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 10.02.06


Ich will jammern!!!!Mein Haus Bauj.1978 von Okal!Meine Geschichte.Damals "Wir" habe uns ein OKAL-Haus gekauft,alles war gut!Heute bin ich geschieden...wie sagt man...wir konnten uns nicht mehr richen,hört sich lusttig an,die wahrheit ist,ich sitze im Alptraum!Mein Mann ist weg,ich habe zwei Kinder sechs und sieben,sogenannte Muffkinder.Das Haus gehört mir allein,tja ich könnte es gegen die Wand fahren und dann..........Wir stinken alle,viel schlimmer ist aber,daß andere Kinder nicht mehr zum spielen komen dürfen,weil sie hinterher stinken,wenn meine Kinder woanders sind,bekomme ich hinterher zu hören,bei uns stinkt es nach Deinem Haus.Ich dachte ich leide schon an Einbildung,aber auf der Arbeit habe ich nichts erzählt...Ich hatte Laktiz auf den Tisch gestellt und auf einmal sagte einer die schmecken aber alt,nein sie schmecken muffig.Selbst Lebensmittel nehmen diesen Geruch,geschmack an.Ich habe berührunds Ängste,weil ich ständig denke,gleich sagt jemand Du richst aber komisch.An einen neuen Partner brauche ich wohl auch nicht denken.Nun frage ich .....Was kann ich tun?Und bitte kommt mir nicht mit Luftaustausch Geräten...gespreche mit Herrn Hinze usw.Habe ich alles hinter mir.Ich habe auch kein Geld,aber eine riesen WUT!Antwortet Bitte!!Lg Jessy


Jessica Rex | 13.02.06


Ich will jammern!!!!Mein Haus Bauj.1978 von Okal!Meine Geschichte.Damals "Wir" habe uns ein OKAL-Haus gekauft,alles war gut!Heute bin ich geschieden...wie sagt man...wir konnten uns nicht mehr richen,hört sich lusttig an,die wahrheit ist,ich sitze im Alptraum!Mein Mann ist weg,ich habe zwei Kinder sechs und sieben,sogenannte Muffkinder.Das Haus gehört mir allein,tja ich könnte es gegen die Wand fahren und dann..........Wir stinken alle,viel schlimmer ist aber,daß andere Kinder nicht mehr zum spielen komen dürfen,weil sie hinterher stinken,wenn meine Kinder woanders sind,bekomme ich hinterher zu hören,bei uns stinkt es nach Deinem Haus.Ich dachte ich leide schon an Einbildung,aber auf der Arbeit habe ich nichts erzählt...Ich hatte Laktiz auf den Tisch gestellt und auf einmal sagte einer die schmecken aber alt,nein sie schmecken muffig.Selbst Lebensmittel nehmen diesen Geruch,geschmack an.Ich habe berührunds Ängste,weil ich ständig denke,gleich sagt jemand Du richst aber komisch.An einen neuen Partner brauche ich wohl auch nicht denken.Nun frage ich .....Was kann ich tun?Und bitte kommt mir nicht mit Luftaustausch Geräten...gespreche mit Herrn Hinze usw.Habe ich alles hinter mir.Ich habe auch kein Geld,aber eine riesen WUT!Antwortet Bitte!!Lg Jessy


Jessica Rex | 13.02.06


hallo Jessica Rex,
Ihr brief regt mich wieder mal an zu schreiben. mit großem interesse lese ich immer die nachrichten, aber die leute in diesem lande lieben es jeden tag um den heißen brei zu reden und das langweilt furchtbar.
ich habe bis ca. vor drei jahren in einem solchen OKAL-haus gewohnt, habe ein jahr nachdem ich mit meinen eltern eingezogen bin die zuckerkrankheit bekommen, meine mutter litt an allem möglichen, meine frau hat von der dermatologischen uniklinik in München akute lebensbedrohliche diagnosen bekommen und wir sind ausgezogen. ein endlich in auftrag gegebener bau-biologischer test hat ergeben, dass in meinem OKAL-haus aus dem jahre 1973 - warscheinlich egal welches baujahr - allein im Schlafzimmer die 20fache konzentration des zum auszug empfohlenen grenzwerts an formaldehyd vorhanden ist. wohl kein einziges aller anderen wohngifte, von denen wohl nur wenig auf dieser welt existente in diesem haus nicht in überhöhter konzentration vorhanden sind bleibt in diesem testgutachten unerwähnt. ich habe daraufhin die noch vorhandenen prospekt- und verkaufsunterlagen der firma OKAL nochmal durchgewälzt und bin auf einen interessanten vermerk gestoßen: tatsächlich hat die Fa. OKAL die spanplatten zum bau der häuser in eigenen werken ohne amtliche kontrolle hergestellt. das erinnert mich an die entsorgung der ost-berliner innenstadt-altbauten nach Öffnung der grenzen. diese arbeiten wurden nur in vollkörper-atomschutzanzügen ausgeführt, weil in der damaligen wirtschaft atommüll in die fehlböden entsorgt wurde. mit sicherheit hat die Fa. OKAL in diese spanplatten - mit sicherheit noch unwissend über die auswirkungen - formaldehyd, lindan, pcb und alles nur vorstellbare in unfassbaren mengen in diese platten und holzbaustoffe gepresst, um der beständigkeit im wohlwollen für die häuslebauer ein schnäppchen voraus zu sein. aber denkste. heute sind wir user und eigentümer leider die lackierten, weil exakt dieser bereich der bau-rechtsprechung eine der grauesten zonen der deutschen rechtsprechung ist. lediglich, wenn ich als eigentümer ein solches OKAL-häuschen an einen Mieter vermiete, und dieser - natürlich berechtigter weise - mängel anmeldet, dann weiß die rechtsprechung wieder wozu sie da ist, ... komisch, oder was finden Sie.
ich beobachte allerdings mit sehr großem interesse, dass sich die zahl der geschädigten in Deutschland verdichtet und ich warte sehnsüchtig auf den zeitpunkt, wo es uns endlich so gehen wird, wie Amerikanischen Malboro-geschädigten, die Klage erheben und erfolg haben. ein OKAL-haus ist nicht vergleichbar mit einer zigarrette, denn hier steht der dumme eigentlich vom ersten zug an fest. bei einem OKAL-haus muss man sich nahezu für verrückt erklären lassen für diese frechheit, die einem hierbei zugemutet wird zu ertragen, ohne einen müden Cent an entschädigung.
mit freundlichen grüßen,
A. Fischer


Alfred Fischer | 13.02.06


Hallo Herr Fischer,
ich kann ihre Aufregung gut verstehen. Wer in einem Schadstoffbelastetem Haus wohnt oder gewohnt hat und hier extreme körperliche Schäden davonträgt hat das Recht und die Pflicht Aufklärung zu betreiben und davor zu warnen.
Trotz allem möchte ich hier in einem Punkt widersprechen.

Natürlich wurden in den OKAL-Werken eigene Holzwerkstoffplatten hergestellt. Die sog. Röhrenspanplatte wurde sogar dort entwickelt. Gemäß der bis heute, für beinahe alle Spanplatten, üblichen Herstellungverfahren wurden auch dort Formaldehydharze verwendet.
Ja, auch ihre Spanplattenmöbel aus den großen Möbelhäusern beinhalten Formaldehyd und werden beinahe ausschließlich in Ländern ohne große Kontrolle der "Zutaten" produziert!
Die übermäßig hohe Konzentration von Formaldehyd in der Raumluft von Holz-Fertighäusern resultiert auch aus der sehr hohen Raumbeladung, dem Anteil der Spanplatte zum Raumvolumen und selbstverständlich auch daraus, dass die Formaldehydabgabe bei älteren Spanplatten höher ist. Trotzdem alles mit Zulassung.

Ebenfalls gemäß den damals gültigen gesetzlichen und baulichen Vorgaben wurden tragende Bauteile, als sowohl Holzwerkstoffe als auch Bauholz, vorbeugend gegen holzzerstörende Schädlinge imprägniert. Die eingesetzten Mittel werden seit jeher vom DIBT getestet und zugelassen.
Baustoffe finden in Deutschland nur mit amtlicher Zulassung Verwendung. Das beinhaltet auch die Produktion und höchstvermutlich eben auch die bei OKAL hergestellten Spanplatten, da auch diese eine geregeltes Bauprodukt waren.

Ob sich irgendwelche Entschädigungsansprüche ableiten lassen halte ich für unsicher, zumal Formaldehyd-Leime auch heute noch absolut üblich sind. Anders bei den Holzschutzmitteln, hier war sehr früh die Gefahr erkennbar die von den Mitteln ausgeht. Wissentlich wurde diese Erkenntniss, aber zumindest von den HSM-Herstellern verschwiegen und die Produkte weiter vertrieben, siehe Holzschutzmittel-Prozess.

Nichts desto trotz gibt es Möglichkeiten Belastungen soweit zu reduzieren, dass die Kriterien zur Raumluft, z.B. der WHO o.a., eingehalten werden.
Es kann auch nichts Schaden direkt beim Haushersteller anzufragen, bzw. eine Raumluftmessung zu beauftragen und diesen damit zu konfrontieren.
Abgesehen davon halte ich es auch sehr wichtig ein Blutuntersuchung zu machen. Hier kann die Körpereigene Belastung bzw. Anreicherung festgestellt werden. Anhand dessen kann die Dringlichkeit der Sanierung bzw. des Auszuges bestimmt werden.

...Eigentlich wollte ich nur der Behauptung widersprechen, dass die Herstellung von Baustoffen unkontrolliert geschah.

@Jessy
Raumluftaustauschgeräte sind sicherlich keine Maßnahme. Der muffige Geruch kommt, wie du sicherlich schon gelesen hast direkt aus den Wänden und ist das Abbauprodukt von Holzschutzmitteln.
Ob ein Gespräch mit Herr Hinze die erhofften Tipps bringt kann ich nicht beurteilen. Ohne stichhaltige Beweise (Raumluftmessung) wird dort vermutlich niemand tätig werden.

Am Ende bleibt nur die Lösung Sanierung oder Auszug.

Informiere dich doch einmal über zinsgünstige Kredite bei der KFW-Bank, die im Zuge einer Sanierung erbrachten energetischen Verbesserungen können hier zum Ansatz gebracht
werden. Auch gibt es immer noch eine Förderung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Möglicherweise kann hier ein Energieberater helfen.

Grüße
Andi


Andi | 14.02.06


hallo Andi,
mich würde interessieren ob Sie einfach nur mal mitreden also jetten wollen, oder ob hinter Ihren aussagen auch tatsächliche fundierte kenntnisse stecken.
meineserachtens handelt es sich hierbei nur um das erstere.
wenn Sie sich nach der E1-(Emissionsschutzklasse 1) richtlinie innerhalb der EU für den verbau von plattenwerkstoffen erkundigen, werden Sis feststellen, dass formaldehyd in heutigen plattenmaterialien nur noch im nahezu nicht messbarem bereich vorhanden ist. wir bauen solche plattenwerkstoffe in kindergärten, artzpraxen und krankenhäusern ein; demnach unterhalten Sie sich also mit einer schreinerei.
ich habe in meinem vorigen kommentar geschrieben, dass sich die fa. OKAL bei eigen-herstellung ihrer chemischen zusätze für baustoffe vor ca. 30 jahren natürlich noch keine gedanken über die gesundheitlichen spätschäden gemacht hat.
in wie weit dieses jedoch tatsächlich - bei der messbaren und verwendeten giftzusammenstellung - zutrifft wage ich zu bezweifeln. tatsächlich sollte man bei solchen verwendeten Konzentrationen bereits vorsatz unterstellen.
dass Sie heute noch behaupten, die großen möbelhersteller würden ihre platten ohne die kontrolle von zusatzstoffen im ausland herstellen lassen ist eine regelrechte rufschädigung und sollte mit einer anwaltlichen widerrufserklärung und geldstrafe geahndet werden. was Sie behaupten ist unseriös und stimmt nicht.
auch ist es grober unfug zu behaupten, dass ja auch heute noch alles von DIBIT getestet wird und somit die niemals aufhörende ausdünstung von umweltgiften in OKAL-häusern zu rechtfertigen wäre.
wenn die DIBIT heute einen plattenwerkstoff mit einer OKAL-ausdünstung im handel entdeckt wird dieser sofort aus dem
umlauf genommen und nicht mehr hergestellt. bei jeder öffentlichen ausschreibung und in jedem privaten leistungsverzeichnis werden herstellungs- und gütenachweise verlangt, die einen wohnbiologisch unbedenklichen nutzungsgrad ver verbauten materialien garantieren.
haben Sie jemals kenntnis von solchen regeln erhalten ?!
zuletzt möchte ich noch Ihren weisen rat an Jessy zurechtweisen:
die arme lebt anscheinend nicht in dem ausgewogenen luxus, sich nach anschaffung dieses OKAL-häuschens jetzt gleich ein kräftiges darlehen mit hinterlegung von ausreichend sicherheiten bei der bank leisten zu können. bei jedem Kauf eines gebrauchten rost-autos hat man mitlerweile mehr rechte als beim kauf einer Immobilie der fa. OKAL.
normalerweise kann dieses haus nur entsorgt werden, denn es bestehen sowohl die äußere platten-schicht, die inneren stützen, die innere plattenschicht, der boden und beide deckenplatten-schichten aus materialien die niemals mit der ausstrahlung von giften enden werden.

so, und jetzt möchte ich Ihnen, Andi sagen, dass meine kritik sich natürlich nicht gegen Sie persönlich richtet, sondern nur an die von Ihnen aufgestellten behauptungen.
auch bitte ich um entschuldigung für meinen sehr direkten tonfall, aber in anbetracht der ernsthaftigkeit der situation und des von Ihnen eingebrachten stoffes stehe ich 100%ig dazu.
mt freundlichen grüßen,
A. Fischer


Alfred Fischer | 14.02.06

nicht fundierter jetter


Hallo Herr Fischer,
gerne würde ich jeden Tag mal jetten, allerdings fehlt mir dafür das nötige Kleingeld. Das chatten an sich allerdings finde ich ziemlich langweilig. Ob ich nun fundierte Kentnisse habe überlasse ich ihrer Phantasie und dem ehrenwerten Leser zur Entscheidung.a
Spaß bei Seite und in media res.
Wenn Sie sich bemühen die Emissionsklasse E1 näher zu suntersuchen, würden Sie feststellen das der zulässige Prüfkammerwert hier bei <0,1ppm liegt. Vorraussetzung ist eine Raumbeladung von 1m²/m³ und eine Luftwechselrate von 1 h-1.
Nach neuesten Erkenntnissen gilt Formaldehyd im übrigen als Krebserregend (ironie:Wieviel Zigaretten darf ich eigentlich rauchen ohne das Risiko an Krebs zu erkranken einzugehen?), eine Toleranzschwelle müsste demnach hinfällig sein.
Neben der Einteilung in Emissionsklassen, die sich ausschliesßlich auf die Baustoffe beziehen kann man sich auch an weiteren Werten orientieren. Z.B. dere Eingreifwert des Bundesinstitut für Gesundheitlichen Verbraucherschutz liegt ebenfalls bei 0,1ppm, allerdings bezogen auf den Wohnraum. erts ab einem Wert von 0,01ppm gilt er als nicht belastet.
Der WHO-Richtwert für eine dringliche Sanierung liegt bei 0,08ppm.

Wie wollen Sie nun die Emissionsklasse E1 auf die tatsächliche Situatiuon umrechen?
Im übrigen brauchen sie wohl ein neues Messgerät, wenn sie E1 kaum mehr messen können.

Die Klasse E1 gilt für die unbeschichtete Werktoffplatte im Endzustand, d.h. Es werden auch Platten hergestellt, welche nicht E1 entsprechen. Durch das Aufbringen von Deckbeschichtungen werden diese dann in die strengere Klasse E1 gehoben (dies bezieht sich nun auf die Möbel). Natürlich alles im Labor getestet, unbeachtet bleiben aber die Bearbeitungen jede Bohrung für Regalbretter, jede Nutung für Rückwände, jede nicht abgedeckte Kante (vor allem die Kanten) geben Formaldehyd an die Raumluft ab.
Hej, welcher Möbelhersteller will mich denn für meine Aussagen Abmahnen und verklagen? Vielleicht sollten Sie sich ihren Text nochmals genauer durchlesen.
Wieso meine Sie werden Holzwerkstoffproduktionen in Asien oder sonstwo viel besser kontrolliert als hierzulande unsere Fleisch und Feinkostwaren unser Dioxinverseuchtes Futtermittel, unsere Nitrosamin-Pommes.........
Auch die im Hausbau verwendeten Holzwerkstoffplatten liegen direkt nach der Herstellung meist ber dem E1-Wert. Allerdings werden die Platten heute anders hergestellt (z.B. Dampfstossverfahren) und zweitens nach der Herstellung konditioniert. Beides bewirkt einen schnelleres Ausgaßen von freiem Formaldehyd.

Eigentlich habe ich keinerlei Ausdünstungen gerechtfertigt. Tatsache ist aber, dass alle Holzschutzmittel vom DIBT zugelassen werden müssen (nichts anderes habe ich behauptet). Vor einigen Jahren war das eben Mittel mit den Wirkstoffen PCP und Lindan, heute sind es u.a. Phyrethroide. Wobei Lindan bebenbei bemerkt nicht verboten ist! Wer ist so gutgläubig und meint die heutigen Holzschutzmittel wären auschließlich für tierische Schädlinge tödlich?

Natürlich sind heute die Spanplatten nicht mehr im Handel, wie sie vor 30Jahren hergestellt wurden. Allerdings sollten sie wissen, das nur geregelte Bauprodukte verbaut werden dürfen. Und diese Bauprodukte unterliegen einer Überwachung. Nutzt aber alles nichts, wenn die Regeln nichts taugen.
Was vor einigen Jahren als wohnbiologisch unbedenklich galt ist heute ein Fall für den Sondermüll.

Und zum Schluss noch,
den Schilderungen von jessy folgend ist es nicht schwer herauszulesen, dass der finanzielle Spielraum sehr eng ist.
Eine Energieberatung wird von der BAFA gefördert, auf Grundlage der Berechnungen des Energieberaters können Fördermittel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) beantragt werden. Hier gibt es verschiedene Maßnahmen, u.a. auch einen Teilschuldenerlass. Zusätzlich kann man die Kosten der eingesparten Energie mitkalkulieren.
Die Sanierung der Wohngifte kann im Zuge dieser Maßnhmen eben auch bearbeitet werden.
Alles in allem denke ich ein überlegenswerter Tip, zumindest weitaus konstruktiver als der Ratschlag alles platt zu machen.

Grüße
Andi


Andi | 14.02.06


sehr geehrter Andy,
Ihnen liegt ganz offensichtlich die übertreibung.
was im ersten text an oberflächlichkeit nicht gebracht wurde schlagen im neuen text hyperexakte messwerte und raumluft-anteilsmäßige flächenverteilungs-quotienten im indirekt proportionalem anstieg zu den vorhandenen ausströmungsflächen von spanplatten-kanten zu buche. das ist ja alles höchst interessant, interessiert aber jemanden der sich vom letzten euro an erspartem ein liebes kleines OKAL-häuschen finanziert hat und jetzt in jeder ecke seines gesellschaftlichen auftretens von muffligen gerüchen seiner erscheinung berichtet bekommt überhaupt nichts.
ein OKAL-haus aus den von bereits sehr vielen nutzern dieser seite beschriebenen baujahren ist und bleibt eine hochburg an zu lebzeiten ausdünstenden wohngiften der übelsten sorte.
jede versiegelung, beschichtung mit schellack, oder ähnliche methoden der Sanierung wage ich auf das schärfste zu hinterfragen, weil bekanntlich die geringste auftretende schwachstelle - sei es auch nur ein haarriss - genügt, um wiederum gifte ausströmen zu lassen. daher rate ich zu einer vollkommenen beseitigung der vergifteten baustoffe in einem OKAL-haus und das bedeutet nun einmal das ganze OKAL-haus, so leid es mir tut.
mein eigenes steht seit 3 jahren leer und ich kann es aufgrund fehlender finanzieller mittel leider nicht weiter verwerten, so weh das auch tut. die einzige möglichkeit im rahmen eines mietverhältnisses besteht darin, dieses objekt als reinen lagerraum zu vermieten mit dem ausdrücklichen hinweis auf nicht-nutzbarkeit zu aufenthalts- und wohnzwecken. mit ausgehändigt werden muss dann das gutachten. was ein Mieter dann damit macht bleibt ihm überlassen. er kann dann auf eigene gefahr drin wohnen.
Ihre empfehlungen an Jessy, das ist auch so eine sache. was denken Sie hat der käufer eines häuschens vor, sich als nächstes einzurichten ?! die komplette wohngift-sanierung in unverschuldeter auferlegung oder vielleicht eine neue einrichtung. ich frage Sie das allen ernstens weil so leichtfertig immer in dieser seite geschrieben wird, dass man halt dann einfach mal das häuschen sanieren muss. ja freilich, das macht ja spaß, gell?
die frage ist doch vielmehr, warum werden haufenweise geschädigte durch eine firma namens OKAL von der deutschen rechtsprechung so im stich gelassen, dass nicht zumindest eine beteiligung an den Sanierungskosten dieser firma auferlegt wird. in welcher form von rechtsstaat bewegen wir uns eigentlich?
ich hoffe nur, dass die gruppierung von geschädigten über kurz oder lang dazu führen wird, dass vielleicht sogar das interesse zum erfolg führen wird.
mit freundlichen grüßen,
A. Fischer


A. Fischer | 14.02.06


Ich frage mich allmählich wie es sein kann, daß überhaupt noch Personen am Leben sind, die jemals in einem OKAL Haus gewohnt haben.
Wenn ich das hier lese beschleicht mich der Verdacht, daß man mit Haussanierungen-speziell OKAL- offensichtlich sehr viel Geld verdienen kann. Bei den Baustoffen der 70er Jahre hat Niemand genau hingesehen was drin war. Holzschutzgifte finden sich in jedem Stück Bauholz ob von OKAL oder sonst wem verbaut.
Nur daß man mich hier nicht falsch versteht, ich bekomme kein Geld von OKAL und es gibt weißgott bessere und schönere Häuser, aber alle Gesundheitlichen Einschränkungen auf das pure Bewohnen eines bestimmten Hauses zurück zu führen halte ich für etwas bedenklich.
Wenn ich während meiner Montagetätigkeiten an bestimmten Orten und in bestimmten Betrieben bin bestehen ebenso latente Vergiftungsgefahren. Ich stelle es mir fast unmöglich vor eine direkte Abhängigkeit zwischen Wohnhaus und allen auftretenden Erkrankungen abzuleiten. Schimmel entsteht in konventionell gebauten Häusern ebenso, gerade mit dem modernen Dämmwahn -ja alles Luftdicht verpacken, aber wehe wenn irgendwo etwas kaputtgeht, dann vergammelt alles unbemerkt - und bekanntlich haben alle Häuser ein Dach und in der Regel nimmt man Holz zum errichten des Dachstuhles.
Es ist auch richtig, daß diese Häuser muffeln, aber Kaufen Sie mal Möbel und Teppiche, die riechen auch, nur nicht so unangenehm - ist es deshalb auch gesünder ?????
Und die schlimmsten Gifte riecht man nicht.


Peter | 14.02.06

ZURÜCK ZUM KERN !!!


Als Erstes möchte ich mal sagen, das dies hier ein Forum zur Problemlösung ist, und nicht als Arena für Kleinkriege
dienen sollte.
Fakt ist doch, dass Holz-Fertighäuser, egal welchen Herstellers, einen unangenehmen Geruch abgeben und teilweise auch Schadstoffe ausgasen.
Wie oben schon einmal erwähnt, rate ich auch dazu, einen
Fachplaner zu kontaktieren, der über Maßnahmen, Kosten und
Förderungen beraten kann.
Ich selber werde diesen Sommer meine "Aussenhaut" sanieren,
und diese Sanierung über die KFW-Bank finanzieren.
Die Beste Förderung hierfür ist die CO2-Einsparung, sprich
das Maßnahme-Paket 4 . Hierbei müssen nach der Sanierung 40 kg/m² CO2-Ausstoß eingespart werden.
Zu guter Letzt.
Meine Ergebnisse der Raumluftmessung haben ergeben:
Formaldehyd 0,0664 ug/m³ / Richtwert 0,12 bzw. 0,372
Lindan / PCP 0,02 ug/m³ / Richtwert 1,0 bzw. 0,1
Analytik erfolgte im Institut Fresenius.

WICHTIG FÜR DIE GESUNDHEIT: RICHTIGES und REGELMÄßIGES LÜFTEN SCHAFFT VORERST ABHILFE

MfG
Stephan Quäschling


Stephan Quäschling | 14.02.06


Sehr geehrter Herr Fischer,
ich kann sehr gut verstehen, dass die Schwierigkeiten finanzieller und gesundheitlicher Art Ihre Objekivität stark berühren.
Anstatt ebenfalls blind Vorwürfe anzubringen versuche ich wenigstens zu dem Thema mit fundiertem Wissen beizutragen. Ein kleiner Scherz am Rande sollte immer erlaubt sein, so verbittert bin ich nunmal noch nicht.
Mir Oberflächlichkeit vorzuwerfen kehrt sich sehr schnell in das genaue Gegenteil um. Vielleicht waren sie beim Kauf des Hauses auch etwas oberflächlich, denn schon 1973 waren (zumindest einigen) die Gefahren von Formaldehyd und Holzschutzmitteln bekannt.
Lassen wir es dabei bewenden, offensichtlich führt unsere kleine (beinahe) Privatdiskussion zu keinem befriedigendem Ergebniss.

Mit hyperexakten Grüßen
Andi

P.S.: Eines möchte ich doch gerne noch wissen.
Was haben denn die Verantwortlichen der Firma OKAL zu ihrer Forderung nach Beteiligung an etwaigen Sanierungskosten gesagt?
Nicht das sie mich nun schon wieder Falsch verstehen, ich bin auch der Meinung das die Industrie eine Verantwortung den Konsumenten gegenüber hat und demnach auch hier eine Lösung gefunden werden muss. Allerdings weniger eine Einzelfirmen- als Branchenspezifische.


Andi | 14.02.06


sehr geehrter Andy,
jetzt muss ich Sie schon als komiker bezeichnen, bei allem respekt, aber denken Sie tatsächlich, dass mein vater als käufer dieses OKAL-"giftmobils" im jahre 1973 allen ernstes nach formaldehyd gefragt hat ???!
aber wir sollten jetzt tatsächlich die diskussion beenden.
es führt jetzt zu nichts mehr.
auch eine anfrage bei OKAL führt nur zu erklärungen, die nichts bringen, da in diesem lande NOCH kein juristischer ansatzweg besteht.
ich hoffe das wird sich ändern.
und verbleibe mit freundlichen und respektvollem gruß,
A. Fischer, holzfischer.de


A. Fischer | 14.02.06


Hallo Alfred Fischer,vielen lieben Dank,für die Antwort.Als erstes möchte ich loswerden,daß es mir sehr leid tut was Ihnen und Ihrer Familie passiert ist,daß macht mich noch nachdenklicher,schließlich trage ich nicht nur für mich die Verantwortung.Ich erwarte gar nicht,daß ich für all das,was ich erlebe oder für den liebes endzug meiner Kinder,einen betrag X bekomme.In denn Staaten,wäre ich jetzt eine reiche Frau.Aber zur Realität zurück oder besser gesagt zu meinen Wunsch denken.Ich habe mit 14 Jahren angefangen zu arbeiten,hatte mit 17 J. eine mind. 70 Std.Woche,mein größter Wunsch,war es ein eigenes Haus zu haben.Ich habe keine Oma,Opa Mama usw. die mir das Geld in die Wiege gelegt haben.Und ich drehe mich immer noch.Ich arbeite sehr viel,kümmere mich so gut und so viel wie ich kann um meine Kinder.Langsam weiß ich aber nicht weiter,ich finde hier ist eine Firma wie Okal es ist am Zug,für die Fehler gerade zu stehen!?Für die Firma Okal ist es ein Kleines Lächeln,für mich und meine Jungs ein riesen Problem.Ich finde es toll,daß durch meinem Brief sich hier was bewegt,wenn es auch leider in die falsche Richtung geht.Ich glaube,daß auf diesen Seiten einfach nicht,daß Persönliche Leid,was dieser gestank auslöst erkannt wird .Hier schreiben Leute die wirklich keine Ahnung haben.Ich bedanke mich ganz doll bei Ihnen und hoffe,daß ich weiterhin mit Ihnen Kontakt haben werde.Lg Jessy


Jessica Rex | 17.02.06


Hallo Andi,auch bei Dir möchte ich mich bedanken,für den ein oder anderen Tipp.Ich habe keine Ahnung ob es etwas bringt auf diesen Seiten zu stehen oder nicht?Ich habe ,daß Gefühl ich habe etwas getan....Ich habe tatsächlich keinen cent für irgend....egal was auch immer,finaziel kann ich egal mit welcher hilfe,so denke ich nichts erreichen.Ich hoffe wenn ganz viele Leute zusammen kommen,daß man dann mehr erreichen kann,als wenn man allein ist.Deshalb suche ich hier Personen mit den gleichen Problemen und baue auf andere Erfahrungen.Vielleicht bringt es etwas...wer weiß... Lg Jessy


jessica rex | 18.02.06


Hallo, auch wir haben uns ohne (dummerweise) vorher Infos zu besorgen ein okal Haus von 1973 gekauft. Die Schadstoffbelastung ist im Rahmen laut Bundesgesundheitsministerium, die Werte liegen jedoch laut Empfehlung der WHO so, dass eine Sanierung empfohlen wird. Lange überlegt, haben wir den Verkäufer verklagt da er uns nicht mitgeteilt hat das die Fassade aus Asbestzementplatten besteht ... und verloren-da er sich mit Unwissenheit rausgelogen hat. Ich habe Kontakt zu der Firma Renopan aufgenommen um eine Sanierung in Betracht zu ziehen, da auch wir alle unzumutbar stinken. Hat jemand mit der Firma schon saniert- ist der Modergerudch verschwunden? Die Zimmerei sagte eine Fassadenrenovierung und Ummantelung der Holzständer würde den Geruch binden und kostet vermutlich ca. 30000€ ohne Fensteraustausch- aber genau zu sagen ist das erst nach einer Besichtigung, was aber auch ca. 200€ kosten soll- ist das so üblich? Wie könnte den eine Innensanierung stattfinden?
Wäre nett wenn jemand neue Erkenntnisse hat.Vielen Dank für Tips von "Erfahrenen".
Grüsse Anne


anne | 21.04.06

OKAL-Haus - Modergeruch


hallo Anne,
wie auch Jessy kann ich Ihnen nur mein Beileid zum Erwerb dieses Hauses erteilen. Aber ebenfalls zu der Ihnen empfohlenen Sanierung der Fassade mit Ummantelung der Innenbalken. Denn die eigentliche Problematik des nie aufhörenden Gestanks nach Formaldehyd liegt natürlich hauptsächlich an der Innenhaut dieses Hauses. Diese Innenhaut besteht nun einmal, zum Beispiel bei einem OKAL-Haus, aus firmen-eigen hergestellten Spanplatten mit einem viel zu hohen Gift-Anteil. Eigentlich gibt es nur eine Empfehlung, wenn Sie gesund leben wollen, und die besteht aus der kompletten Entkernung eines OKAL-Hauses. Das heißt: Innen-Böden und Decken und Innen-Wände sowie tragende Stützen und die Spanplatten-Außenhaut. Das einzige was an einem OKAL-Haus keine Giftstoffe ausstößt ist laut meinem Gutachten die komplette Asbestzement-Außenhaut. Sie können daher Ihrem Verkäufer tatsächlich mit der Anklage auf Verschweigung der Asbest-Zement-Außenhaut nicht an den Kragen. Aber er muss Sie beim Verkauf eines Hauses mit solch nachweislich hohen Gift-Belastungen natürlich auf den vorhandenen Schadstoff-Belastungszustand aufmerksam machen. Dies muss laut dem Rat meiner Rechtsberatung bei der vorhandenen Gift-Belastung meines eigenen OKAL-Hauses sogar folgendermaßen aussehen:
Ich darf mein OKAL-Haus tatsächlich nicht als Aufenthaltsfläche für Wohnzwecke vermieten, sondern NUR als Lagerfläche ohne die Nutzung als Aufenthaltsraum. Zusätzlich muss ich einem Mietinteressenten das Original-Gutachten in Kopie aushändigen und mir den Erhalt und die Kenntnisnahme bestätigen lassen. Was dann der Mieter mit dem Haus macht kann er selbst entscheiden. Sollte er es als Wohnhaus benützen habe ich keine Haftung zu tragen, da ich es nicht als solches vermietet habe.
Wenn Ihnen Ihr Sanier-Unternehmer empfiehlt die Fassade und die Innenstützen zu sanieren, dann saniert er zwar seinen Geldbeutel, aber leider nicht das Wohnklima Ihres Hauses, weil die Innen-Wände und Decken immer noch soviel Gift ausströmen werden, dass nicht nur Sie mit Ihren Kleidungen, Ihre Haut und - wie in einem oberen Bericht zu lesen - sogar die Lebensmittel immer weiter diesen Giftgeruch aufnehmnen und ausströmen werden.
Wir OKAL-Haus-Besitzer werden leider von der Juristik sehr im Stich gelassen. Jeder Auto-Käufer hat eine bessere Absicherung als der Käufer eines solch teueren Objekts. Vielleicht sollte man es an Tiere vermieten, dann wär nach spätestens einem Tag Greenpeace vor der Türe und die ganze Presse wäre informiert. Leider sind wir halt keine Viecher, wirklich schade.
Viele Grüße, A. Fischer


Alfred Fischer | 21.04.06


Hallo Anne,
Hallo Herr Fischer.

Um es nochmal klar zu sagen. Der Modergeruch, stammt von Chloranisolen, einem Zersetzungsprodukt der Holzschutzmittel in den Außenwänden!!
Ist es höchst unwahrscheinlich, dass Sie, das aus den Holspanplatten stammende Formaldehyd, riechen können. Wobei die Wahrnehmungsschwelle bei jedem unterschiedlich ist.
Das Formaldehyd ist allerdings trotzdem auch ein Problem.

Das für eine Besichtigung Geld gezahlt werden soll finde ich allerdings merkwürdig. Sie schreiben Zimmerei, die Renopan-Ag ist eigentlich keine Zimmerei. Da sollten Sie nocheinmal nachfragen.

Alles Gute
Andi


Andi | 21.04.06


hallo Andy,
Sie haben natürlich recht. Wenn´s muffelt kann es der von Ihnen benannte Stoff sein.
Aber, dass es auch Formaldehyd zu riechen gibt, und zwar nicht unter `wohlriechend` zu bezeichnend, können Sie unter der Adresse:
http://www.knr-muenster.de/html/beratung.html
nachlesen. Ich habe das jenige gleich herauskopiert.

... und glauben Sie mir: Formaldehyd riecht scheiße ! wer drin lebt kann´s Ihnen bestätigen (sorry, nicht böse gemeint).

Hier der Auszug aus der Adresse:

""Welche Symptome lassen auf einen formaldehydbelasteten Innenraum schließen?
Zunächst nehmen Personen, die sich in einem solchen aufhalten, eine Geruchsbelästigung wahr und spüren Reizerscheinungen der Schleimhäute. Bei höheren Konzentrationen können Augenreizungen, Atemnot, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Das Auftreten dieser Symptome ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und muss auch nicht zwangsläufig auf eine Formaldehydbelastung zurück zu führen sein. Eine objektivere Möglichkeit, die Formaldehyd-Konzentration in Innenräumen orientierend zu überprüfen, bietet die Firma Dräger mit ihrem BioCheck F. Wer es noch genauer wissen möchte, sollte sich an Fachleute wenden, die eine genaue Raumluftanalyse durchführen können. Diese kennen dann auch meist Sanierungsmöglichkeiten.""

In meinem 1973er OKAL-`Giftmobil` liegt die Belastung an Formaldehyd ca. um das Zwanzigfache über dem als bedenklich angegebenem Wert.

viele Grüße,
A. Fischer


Alfred Fischer | 21.04.06

Ammoniakbehandlung


Hallo,
nochmal kurz: Formaldahyd ist ein stechend riechendes Gas. Das nur nebenbei.

Herr Fischer und andere, haben sie sich schon einmal mit der Ammoniakbehandlung (Ammoniak ­ Begasungs Methode) beschäftigt? Wenn ihr Hauptproblem Formaldhyd ist, könnte diese abhilfe schaffen.

Auch kopiert: "Bereits 1991 wurde in einem DiBt-Projekt in Zusammenarbeit mit dem WKI die Eignung von Ammoniak zur nachträglichen Minderung der Formaldehydabgabe untersucht. Hierbei wird der im Holzwerkstoff freie Formaldehyd durch eine chemische Reaktion mit Ammoniak zu "Hexamethylentetramin", eine bei Raumlufttemperatur unflüchtige Verbindung, umgesetzt. Es ist anzumerken, dass auch nach der Behandlung noch immer Formaldehyd aus dem Bauteil austritt, allerdings in erheblich geringerem Umfang. Bei der vollzogenen Ammoniakbegasung stellten sich Minderungen der Formaldehydabgabe von 70- 90% bezogen auf das anfängliche Emissionspotential ein.
Nachteilig erweist sich hierbei die wochenlange Unbewohnbarkeit des Gebäudes und die große Gefahr der Verfärbung empfindlicher Hölzer, wie Parkett oder Möbel. Während der Behandlungsdauer von ca. 7 Tagen, in der das Gebäude nicht zu betreten ist. Auch Wochen nach der Behandlung können Geruchsbelästigungen auftreten.
Der Ursprung der Ammoniak-Begasungsmethode liegt bei der Neutralisation von Chlor und Formaldehyd nach Desinfizierungsmaßnahmen."

http://www.baufachinformation.de/artikel.jsp?v=5231

Grüße
Andi


Andi | 21.04.06


Hallo
vielen Dank für eine promte Antwort.
Unsere Formaldehydbelastung wurde als gering mit 76 ug/m³ eingeschaetzt, aber für mich trotzdem eine unzumutbare Situation-
Lindan mit 0,06ug/m³ also auch nicht überschritten,würde aber durch die Außensanierung wegfallen.
Wenn die Innensanierung bedeuten würde alle Spanplatten zu entfernen sind also Decken und Wände enthalten oder eine Thermotapete anzubringen? Was bleibt denn dann?
Ist das so sinnvoll? Was bedeutet das an KOsten?
Achso- die Zimmerei arbeitet für Renopan im Zusammenschluss mit mehreren Firmen im Bundesgebiet und da sie nich direkt vor Ort sind sollen diese Kosten entstehen- was natürlich hemmteinen Termin zu vereinbaren ,um nicht wieder Ausgaben zu haben falls es dann doch nicht in Frage kommt. Liebe Grüsse Anne


anne | 22.04.06


Guten Morgen
Ja, Renpan vergibt die Durchführung der Sanierung an eine Zimmerei "in der Nähe". Allerdings hätte ich nicht vermutet, dass für einen Vor Ort Termin extra abgerechnet wird.

Thermotapete kenne ich im Zusammenhang mit Schadstoffen nicht. An sich helfen Tapeten, bzw. die Bekleidung der Spanplatten mit Tapeten nicht. Im Gegenteil, die Polystyrolbeschichteten Tapeten können sich u.U. bauphysikalisch ungünstig(Innendämmung) auswirken. Das bezieht sich meist aber auf Massivbauten.
Wenn ich jetzt richtig umgerechnet habe liegt die Belastung mit Formaldehyd bei 0,076ppm. Also sogar unter dem WHO-Richtwert von 0,08ppm. Vielleicht wäre bei Ihnen eine andere Art von Beschichtung erfolgversprechend. Es gibt hier verschiedene Anstrichsysteme.

Grüße
Andi
--------------
Lesetips
# http://timberwork.de - "Sanierung und energetische Modernisierung von Holz-Fertighäusern"
# Fraunhofer-Institut für Holzforschung: "Untersuchungen zur Formaldehydabgabeminderung in Gebäuden durch Behandlung mit formaldehydbindenden Anstrichen", 1997
# DiBt-Richtlinie 100, "Richtlinie über die Klassifizierung und Überwachung von Holzwerkstoffplatten bezüglich der Formaldehydabgabe", von 1994


Andi | 22.04.06


Hallo Andy- das ist ja eine höchstinteressante Diplomarbeit,vielen Dank für den Tip. Kennst Du denn auch Firmen die diese Sanierungen in Norddeutschland ausführen?Denn diese Firma Renopan scheint ja nun genau das zu machen was der Verfasser beschrieben hat- wobei die Entdeckung des Schafvlies wohl doch nicht so neu ist wie mir gesagt wurde.Vielleicht kann man dann Vergleiche anstellen natürlich auch wegen der Kosten. Liebe Grüße von Anne


anne | 22.04.06

Zenker-Haus


Auch wir waren so naiv und haben unser Nachbarhaus gekauft... ein 35 J. altes Zenker-Haus. Es ist komplett renoviert, von innen, es stinkt immer noch. Wenn man draußen an den geöffneten Fenstern langgeht, schlägt einem sogar der Mief entgegegen. Mein Sohn muss nun leider nach viel Arbeit und Mühen sich wieder auf die Suche nach einer Mietwohnung machen. Die Firma Bien-Zenker hat auf mehrfache telefonische Nachfrage zugegeben, dass das Problem bekannt ist. Ein sehr netter Mensch der Firma hat mir aber auch gestanden, dass das alles sehr teuer sein wird und keine 100% Sicherheit besteht, dass der Geruch wirklich weg ist.
Wenn mein Sohn zu Besuch kommt, schlägt mir der Ihnen allen bekannte Mief entgegen. Und mir schießen die Tränen in die Augen. Eine Sanierung kommt für uns finanziell nicht mehr infrage. Wir sind einfach nur traurig und verzweifelt, aber anscheinend nicht allein auf der Welt mit diesem Problem. Ich wünsche allen Schreibern alles Gute. Gruß von B.R.


b.rehren | 12.05.06


Wir müssen doch was tun können?Alle hier,sind jetzt hoch verschuldet,einige ahnungslos und einige haben ganz viel Ahnung,aber das bringt auch nicht wirklich viel!Wenn wir alle zusammen an die Öffentlichkeit gehen....?Ich kann und will nicht glauben,daß wir alle keine Change haben.Ich habe nicht mehr wirklich viel zuverlieren!!Damit ist die Finanziele Sicht gemeint.Es kann doch nicht sein,daß viel,viel Geld in die Häüser gesteckt wird und dabei NICHTS raus kommt!Außer Gestank!!!!Ich gebe zu !!!!Ich weiß nicht wie,aber ich bin bei jedem Vorschlag dabei.Gemeinsam müssen wir es doch schaffen!Ich hoffe auf Eure Unterstützung.Denn Ihr könnt auch auf meine zählen.LG Jessy


jessica rex | 21.05.06

IHG - Interessen-Gemeinschaft der Holzschutzmittel-Geschädigten


http://www.ihg-ev.de/
als Platform wurde weiter oben schon genannt.
Hier gibt es sicherlich einen besseren Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten bzw. Chancen.


Andi | 21.05.06

Sanierung?


Hallo, wir haben uns jetzt mit dem Renopan- Sanierungskonzept auseinandergesetzt und herausgefunden, dass die Versprechungen einer Schadstoffumwandlung durch ein Absorbervlies nur bei PCB gegeben werden können- das Lindanproblem ist somit nicht gelöst. Wer weiß was über Aktivkohle in diesem Zusammenhang? Grüße Anne


anne | 11.07.06

Schadstoffe


Alle diejenigen, die sich mit eine Sanierung ihres altes Fertighauses befassen: unbedingt Formaldehyd-Messungen durchführen lassen. Hier kann es auch nach 35 J. noch zu erschreckenden Ergebnissen kommen. Gruß von Brigitte


Brigitte Rehren | 19.07.06

@Anne


Guten Tag,

Sie fragten nach Aktivkohle.
In Erkrath bei Düsseldorf ist die Firma MHB-Filtertechnik tätig. Sie rüstet eigentlich die US-Streitkräfte mit ABC-Abwehrausrüstung aus, stellt aber auch Tapeten mit eingelagerter Aktivkohle her. Ich bin selber nicht genügend chemisch bewandert, um über die Leistungen von Aktivkohlefiltern sprechen zukönnen. Fragen Sie doch dort einmal nach .

Viel Erfolg
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 19.07.06


Natürlich findet die Formaldehydabspaltung auch 35 Jahre nach Herstellung noch ungehindert statt. Erst mit völligem Zerfall der (hier) Klebstoffe in der Spanplatte ist das beendet.
Aktivkohle schön und gut, aber was bewegt die kontaminierte Raumluft ersteinmal durch den Filter zu strömen?
Andi


Andi | 19.07.06

Rausreißen + Abdichten


Ich persönlich würde die formaldehydabgebenden Materialien rausreißen und ersetzen. Das ist auch nicht teurer, als absperren. Der mir bekannte Hersteller von Tapeten mit Aktivkohlefilter empfiehlt sein Produkt ausdrücklich NICHT für Formaldehydbelastungen.
Die Holzschutzmittel können dann mit einer Spezialfolie, die PCP- und Lindansperrend, aber dennoch dampfdiffusionsoffen ist ausgesperrt werden.
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 20.07.06

wieder was neues-belüftung


hallo,
diese Aktivkohle soll wohl tatsächlich gegen Lindan helfen- wieder neue Infos über Belüftungssysteme habe ich jetzt von raum und Luft bekommen unter www.lassen-sie-lueften.de wer weiß hierüber was? genervte grüße von anne


anne | 21.07.06


Hallo Ihr,ich versuche es hier noch einmal!Hier ist alles sehr anunym.Ich für mein teil komme aus Hamburg-Niendorf.....Wenn wir uns alle treffen Zb. in Nov.oder Dez. hat jeder genug Zeit sich frei zunehmen und sich ein Ticket zu besorgen.Das ganze muß gut organisiet sein,vielleicht kennt Ihr wichtige Leute?Presse....usw.
Mein Vorschlag ist: Samstag 18.11.06.
Ihr wohnt bestimmt alle südlicher von mir.Ihr bestimmt den Ort.
Wir können doch nicht warten bis wir alle krank werden,wennwir es nicht schon längst sind?!
Gelitten haben wir auf jeden Fall schon genug.
Bin sehr gespannt auf Eure Reaktion.
glg Jessy


jessica | 29.07.06

abschied


hallo jessy, die idee mit dem treffen finde ich sehr gut. für uns kommt sie allerdings zu spät, denn wir werden das haus einfach nur noch abreissen. der Geruch macht mich echt fertig, obwohl ich nicht einmal darin wohne, sondern 10 m entfernt. wenn ich abends durch den Garten gehe und diesen mief sogar ganz intensiv von aussen rieche, kriege ich nur noch die wut oder bin einfach traurig. ich werde in diese verseuchte bude keinen cent mehr stecken. mein sohn wird im dezember ausziehen (ich hoffe nur, dass wir alle seine sachen entmieft kriegen!!) und dann werden wir uns um einen Abriss kümmern. ich kann das haus einfach nicht mehr ertragen. ich wünsche allen viel glück und erfolg und keinen finanziellen Ruin mit euren häusern. gruß von brigitte


brigitte | 31.07.06

modergeruch


Hallo,

endlich ein Boot, in dem auch wir unseren Platz finden, eigentlich ein Riesenfrachtschiff mit Chemiemüll.
Auch wir sind seit fünf Jahren "glückliche" Besitzer eines Okal Hauses Typ 117 von 1972. Und sind leider völlig blauäugig in die Moderfalle getappt. Wunderschönes Grundstück, großes Haus, der Preis war okay. Der muffige Geruch fiel uns zwar bei der Besichtigung auf, aber das Haus war seit einem dreiviertel Jahr unbewohnt(die alte Dame war aus gesundheitlichen Gründen ins Seniorenstift gezogen, seitdem tanzt sie wieder ChaChaCha). Nichts, was ausgiebiges Lüften, Entfernen der alten Tapeten und Teppiche nicht würden beheben können - dachten wir damals! Heute stinkt es immer noch, wenn es dank permanentem Lüftens auch besser geworden ist. Allerdings dünsten nur Nord,- und Ostseite der Außenwände den Geruch aus, besonders krass bei Wetterwechsel.
Nach Konsultierung eines Baubiologen war unsere erste Anschaffung ein Hygrometer(kostet bei Conrad Electronics 9,99, im Umweltladen 14,99) und erhöhte Raumfeuchtigkeit können wir nun als Ursache ausschließen. Bleinen dann wohl die berüchtigten Chloranisole.
Einen wohlüberlegten Austausch der Innenplatten können wir uns derzeit nicht leisten, haben aber akuten Handlungsbedarf, da unser neunjähriger Sohn im Zimmer hinten links schläft(zwei stinkende Außenwände!)und starke Konzentrationsstörungen hat, nebst Gereiztheit etc.
Elektrosmog als Störquelle(Leitungen im angrenzenden Elternschlafzimmer) haben wir durch abendliches Abschalten des Stromkreises(geht auch mit Netzfreischalter, kostet aber extra)ausgeschlossen und seitdem schläft das Kind auch besser und ist ausgeglichener. Bleibt natürlich noch der Chemikaliencocktail!
Als Sofortmaßmahme wollen wir eigentlich das Okalparkett rausreißen, den Boden mit Hanf dämmen, und dann geölte Kieferndielen(der qm kostet in unserer Holzhandlung 15 Euro) verlegen. Bleiben noch die Wände. Würde es Sinn machen, die mit Basko Maskierungsfarbe von Livos abzuschirmen, danach eine Dämmung aus Schafwolle(bindet Schadstoffe) aufzubringen und dann eine Verkleidung aus Lehmbauplatten? Ich hoffe, das klingt nicht zu sehr nach blindem Aktionismus! Aber die Farbe soll ja angeblich schon neun Jahre zuverlässig ihre Pflicht getan haben und für uns bedeutet es einen Zeitgewinn, bis wir Nägel mit Köpfen machen können. Wir möchten halt nur alle, die Gesundheit unseres Sohnes beeinträchtigenden, Faktoren zumindest mildern, dem Rest der Familie geht es bisher noch gut. Der Gestank ist übrigens bei uns nicht mehr ganz so penetrant, seitdem wir den Keller saniert haben.

Viele Grüße
Eva


Eva Kellermann | 02.08.06


Hallo
nur eine kurze Frage, warum wollt ihr gerade das Parkett rausnehmen? Mir ist bisher nicht bekannt, dass auch Parkett, als nicht tragendes Bauteil irgendwie behandelt wurde. Sicherlich ist hier mit einer Sekundärkontamination zu rechnen, die kann man aber auch anders in den Griff bekommen. Ich nehme an ihr wollt die Kellerdecke dämmen?
Ein Innedämmung ist bauphysikalisch immer etwas kritisch zu sehen. Ich bin der Meinung, dass der Aufbau (Anstrich,Schafswolledämmung, Lehmbauplatten) nicht wirklich billiger ist als die vorhandene Beplankung auszutauschen. In diesem Zuge natürlich gleich die älte Dämmung. Auch ist zu überlegen ob diese abschnittsweise Sanierung nicht eine zusätzliche Belastung (Staub usw.) bedeutet. Wo finde ich denn Infos zur Basko Maskierungsfarbe?

mfg
Andi


@brigitte
Schickst du mir mal deine Mailadresse?
r.jones@arcor.de


Andi | 02.08.06

Okal "Parkett"


Hallo Andi,

Also zunächst zum "Parkett". Die Gänsefüßchen deshalb, weil zumindest unsere Version aus Presspanplatten mit ca.1,5 mm Holzschicht besteht, wunderbar glänzend lackiert. Riecht allein schon beim Aufwischen streng chemisch. Und da unsere Kinder nun einmal keine gesetzteren älteren Herrschaften sind, fangen die einzelnen Platten an sich zu bewegen und es entstehen Spalten von mehreren Millimetern. Es ekelt mich auch, da ich nicht genau weiß, was da alles hochsteigt!
Und am Anfang hatten wir uns sogar noch gefreut, als unter den alten Teppichböden in den beiden Kinderzimmern Parkett zum Vorschein kam! Wie frisch verlegt, aber heute weiß ich, daß auch nix ausdünsten konnte. Wir haben den Boden auch im Wohnzimmer, aber da war er nicht zugekleistert, so daß er nicht ganz so riecht, werden ihn aber bestimmt auch gegen Holzdielen austauschen, wenn der Geldbeutel Ja sagt.
Google hilft unter "Basko Schadstoffmaskierung". Das System scheint Sinn zu machen, allerdings wird man als Besitzer eines Okal Hauses mißtrauisch, hat immer Angst den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Es ist nichts offensichtlich Negatives an diesem Produkt, aber vielleicht fällt einem Baubiologen unter Euch was auf. Ansonsten wäre es fast zu schön um wahr zu sein!
Die alten Platten wollen wir ungern von innen aufmachen, weil wir dann die ganze Sauerei im Haus haben und unsere Erfahrungswerte mit diesem Haus zeigen, daß selten etwas so einfach ist, wie es erscheint, sondern einen ganzen Schwanz von anderen Problemen nach sich zieht. Theorie und Praxis klaffen weit auseinander!
Lehmbauplatten deshalb, weil sie ein angenehmes Raumklima schaffen, wir haben während der Heizperiode eher sehr trockene Luft, außerdem sollen sie zudem Schadstoffe binden, gilt auch für Lehmputz, den wir an den Innenwänden auftragen wollen(alternativ wurde uns der Marmorfaserputz von Kreidezeit ans Herz gelegt). Eigentlich alles Materialien, die atmen und feuchtigkeitsregulierend wirken, deshalb wird dann auch nichts mit Dispersionsfarbe zugeklatscht, von Auro kommt dieser Tage eine neue Wandfarbe auf den Markt "Frischeweiß".
Wir wissen selbst, daß der Rest des Hauses dann immer noch belastet ist, aber irgendwo müssen wir anfangen und unsere Kinder haben ein Recht auf unbelasteten Schlaf.
Am liebsten würden wir das Haus auch abreißen, zumal es architektonisch keine Augenweide ist, was sich von Außen zumindest etwas mit Kletterpflanzen kaschieren läßt, aber da spielt der Etat nicht mit, insbesondere da Vater Staat von jedem mehrverdienten Cent zwei abhaben will. Aber es ist, wie's ist, man versucht das Beste draus zu machen!
Bei Schimmel hilft übrigens zum Putzen Soda zu nehmen, gibt's auch von Kreidezeit oder vielleicht auch in der Apotheke. Einen Esslöffel auf einen Liter warmes Wasser, mit Gummihandschuhen alle glatten Flächen abwischen, ich habe auch die Stoffrückseite eines Sofas(steht bei unserem Sohn an einer Stinkewand) zur Geruchsneutralisierung damit abgerieben. Übernehme aber für solche Experimente in fremden Haushalten keine Haftung. Sichtbaren Schimmel mit Kreidezeit Schimmelknacker behandeln, damit holt man sich nicht noch zusätzlich Chemie ins Haus. Ich habe keinen Beratervertrag mit dieser Firma, habe selbst erst kürzlich davon erfahren, hat mich aber bis jetzt überzeugt!

Viele Grüße
Eva


Eva Kellermann | 02.08.06

an Eva


Ihr solltet auf jeden Fall eine Messung machen lassen, wie es mit den Formaldehyd-Werten steht. Damit steht oder fällt doch auch die Entscheidung, ob man mit den Kindern dort wohnen bleiben kann. Wenn die Werte 60mg/pm³ überschreiten, sollte man unbedingt Konsequenzen ziehen. Viele Grüße und alles Gute!


brigitte | 07.08.06

OKAL-HAUS


Hallo Jessica, Hallo an alle anderen.
Also auch wir haben einmal (bis Mai 2005) für 25 Jahre in einem OKAL-Haus Bj. 1970 gewohnt und 24 Stunden lang gestunken. Dieser Modergeruch war so schlimm, wie Jessica ihn beschrieben hat. Als Kind wird man gemieden, überall hinterlässt man diesen Geruch. Als meine Schwägerin uns im Jahre 2003 darauf aufmerksam gemacht hat, war es noch unerträglicher. Überall wo man war, haben es 90% der Leute gerochen (nicht jeder riecht es!). Man fühlte sich einfach nur schlecht. Jessica, versuch von dort auszuziehen. Nimm dir mit den beiden Jungs eine Mietwohnung, immer noch besser als den ganzen Tag zu stinken. Wir haben von OKAL ein neues Haus bauen lassen, das andere wurde von jemandem kostenlos abgeholt, der es dann saniert und in der Nähe von Braunschweig wieder aufgebaut hat. Übrigens, die Möbel mussten wir größtenteils wegschmeißen, die haben ja auch gestunken. Und die Kleidung wurde 5x gewaschen, dann ist der Geruch wohl raus. Sätze wie "hier stinkt es nach euerm Haus" kenne ich nur zu gut !!

Hat jemand Erfahrung mit dem Ansatz als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuererklärung? Hat irgendeiner den Restwert des alten Hauses, die Kosten der Sanierung im Rahmen seiner jährlichen ESt-Erklärung angesetzt??? Das Finanzamt will das grad nicht so recht anerkennen, unverständlich, der Finanzbeamte hätte das Haus mal riechen sollen ... ;-)

Viele Grüße
OKAL-Hausbesitzer aus der Nähe von Hannover


Albert | 08.10.06

Ozongerät


Ich habe neulich gehört der Modergeruch könnte evt. mit einem Ozongerät für einige Zeit verschwinden. Hat jemand Erfahrung damit?


anne | 02.11.06

Ozongerät


hallo liebe betroffene, mein sohn hatte in dem zenker haus von 1971 wegen des modergeruches einige male in allen räumen dieses gerät aufgestellt. man hatte schon das gefühl, dass der Modergeruch zeitweise weniger war, aber eigentlich nur unterdrückt. modergeruch und ozon zusammen sind im übrigen auch nicht gerade lecker zu riechen.

wir haben gerade einen abrissunternehmer vor ort gehabt wg. kostenvoranschlag. gern sage ich demnächst bescheid, was der spaß kosten wird.
viele grüße aus hamburg von brigitte r.


b.rehren | 03.11.06

WRG-Lüftung Zentral


Nur so ein Gedanke:

Eine WRG-Lüftungsanlage als Zentralgerät-Version
in ein solch belastetes Haus nachgerüstet...
Und diese anders als normal, mit leichtem Überduck
(mehr Zuluft als Abluft)eingerichtet, sollte jedem
OKAL Hausbesitzer dauerhaft helfen!

Die "meffendenden" Bauteile sind ja nicht luftdicht
und somit würde der Überdruck im Inneren die Gerüche
immer nach aussen drücken! Bauteiteile Innen:Innen mal ausgenommen.

Das würde aber der gehobene Luftwechsel "mitnehmen".

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Grüsse
Schwabenalf


Schwabenalf | 22.12.06

Lüftungs für OKAL- Haus


Welche Luftwechselrate durch den Überdruck ist denn angedacht? Um den Mief nicht mehr zu spüren, müsste von einer mehrfachen Luftwechselrate pro h ausgegangen werden. Diese Menge durch die undichten Außenwände im Winter zu drücken, ist heizungstechnischer Blödsinn. Verringerst Du die Luftwechselrate deutlich, wird der Schimmel in den inhomogenen, anisotropen Bauteilen weiter mit warmer, feuchter Luft gezüchtet.

Gruß Georg
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 22.12.06

Passend zur Weihnachtszeit ----


--- ein paar Räuchermännchen aufstellen und laufend
Räucherkerzen " nachfüttern " - hilft auch !
Anfertigung von Verbundfenstern u. Isolierglasf. mit hist..getreuen Profilen und Rahmenquerschnitt
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Tischlerei Milling | | 22.12.06


@ Schwabenalf
wie Herr Böttcher schon sagt ist das energetischer Wahnsinn. Wie luftdicht die jeweilgen Bauteile oder vielmehr deren Verbund und Anschlüsse wirklich sind lässt sich abgesehen davon pauschal garnicht sagen.

@ Georg Böttcher
Ich halte nach wie vor nicht irgendwelche Schimmelpilze als Verursacher des "Modergeruchs" sondern vielmehr, wie u.a. in Fachberichten veröffentlicht, die Chloranisole als Abbauprodukt von Holzschutzmittelinhaltsstoffen für die wahren Übeltäter.
Für die restliche Leserschaft, größtenteils Fachlaien, erlaube ich mir "inhomogene(n) anistrope(n) Bauteile(n)" mit Holz und Holzwerkstoffe zu übersetzten.

@ Andreas Milling
Das Thema ist zu ernst um es mit solchen Vorschlägen zu geringschätzen. Meine Meinung!

Weihnachtliche Grüße
Andi


Andi | 22.12.06

Muff + PCP


Schimmel hat mit dem Thema nazürlich auch zu tun: meist schimmelt die äußere Span- oder Holzweichfaserplatte auf Grund der inneren Undichtigkeiten wie Steckdosen etc.
Wie groß muss denn der Überdruck sein um die Gerüche nach außen zu drücken? Wird das ganze an die äußeren Windgeschwindigkeiten angepasst? Denn je nach äußerem Winddruck und auch Luftdruck verändert sich die Menge an Luft die aus den Konstruktionen nach innen getragen wird.
Durch den Überdruck wird außerdem, völlig unkontrolliert, die warme Feuchte Innenraumluft in die Konstruktion gedrückt, wo sie zwangsläufig kondensieren muss!
Alles in Allem kein guter Vorschlag!
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 27.12.06


liebe schreiber und leser, ob man den mief nun per durchzuggeräten belüftet oder nicht, vergessen sie bitte nicht, dass in den mir bekannten alten fertighäusern im ganzen haus schadstoffe beinhaltet sind. sie können hier alle tolle ideen haben, aber es bleibt nur absolute kernsanierung oder abriss. wir haben alles durchmessen lassen. lieber lebe ich in einer lehmhütte als in dem verseuchten zenkerhaus. gruß von b


brigitte | 02.01.07


Hallo ich habe auch ein Okalhaus Baujahr 1976. Bei mir im Schlafzimmer ist auch ein Modergeruch. Es wurden vor 10 Jahren Rehgibsplatten von Okal angebracht da im Winter Schwitzwasser auf der Fußbodenleiste stand. Was mag hinter den Platten sein. Auch in meiner Kleidung ist dieser Geruch ,ich sebst rieche es nur wenn die Kleider in einer anderen Wohnung ausgepackt werden. Wo gibt es Hilfe.


Renate | 02.01.07

in kalten Zimmern ...


ist der Geruch sicherlich leichter wahrzunehmen, weil er nicht durch andere überlagert werden kann ....
mittlerweile (der Thread läuft seit Mai 2005 - bald 2 Jahre) würde ich dringend raten sich aus dem Haus zu entfernen ... es müssen ja nicht alle Fertighäuser "fertig" sein, aber "gesund" kann das m.E. nicht sein, wenn man i solch Räumen wohnen muss ...
Ob man nun langwierig saniert (fraglich ob das nicht eher einem Neubau gleicht) oder sich ein anderes Objekt sucht ist von Fall zu Fall zu entscheiden ...

Allen "Geschädigten" ein gutes Neues Jahr

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 02.01.07

Sind alle OKAL-Häuser (1976) so gefährdend ?


Hallo,
sind auch gerade im Begriff, uns ein OKAL Fertighaus von 1976 (gemauerter Keller mit Betonplatte; darauf 1 1/2 Geschosse OKAL) genauer anzusehen ... nach dem, was man hier hört, schwindet langsam die Lust am Top-Grundstück .-(
Dazu einige Fragen:
+ was kostet denn eine sinnvolle, fachmännisch ausgeführte Sanierung von Fachfirma (ca. 150qm WF) ?
+ haben alle Häuser diese Probleme oder nur bestimmte Typen ?
Vielen Dank
Guido


Guido Wirtz | 14.01.07

Fertighäuser der 1970er Jahre


Grundsätzlich gilt, dass alle Fertighäuser und Dachstühle ab Mitte der 1960er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre unter dem Verdacht stehen mit hochtoxischen Holzschutzmitteln (PCP, Lindan, DDT etc.) belastet zu sein. Sicherheit bringt immer nur die chemische Analyse der Raumluft, des Hausstaubs und der Materialien.
Kostenpunkt für eine Sanierung: ab 600 bis 1.000 Euro je qm Wohnfläche, je nach Außenwandaufbau, Deckenaufbau u.s.w.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 15.01.07

Grundsätzlich


Wenn man hier die Darstellungen verfolgt, sollte man es eigentlicg vermeiden ein Haus aus dem Bauzeitraum zwischen 1960 und 1990 zu kaufen. Es besteht immer die Gefahr in Fertighäusern verseuchtes Holz anzutreffen. Die Mengen von Spanplatten sind in Fertighäusern in der Bauform Okal, Zenker, Streif usw. naturgemäß bedeutend größer als bei konventionell gebauten Häusern.
Bei konventionell gebauten Häusern dieses Zeitraumes befinden sich die Schadstoffe aber sowohl im Dachstuhl als auch Holzschutz, als auch im Keller und an Aussenwänden in Form von Schimmel durch falsche und unsachgemäße Dämmung.
Meiner Meinung nach kann man hier keine Grundsatzentscheidungen fällen sondern sollte sich das betreffende Objekt sehr genau ansehen und durch fachlichen Rat eine Gefährdungsanalyse aufstellen lassen.
Auch wenn es hier nicht gerne gelesen wird, weil hier doch der Eine oder Andere mit Sanierungen von den verschiedensten Fertig - und Fachwerkhäusern verdient, es soll nachweislich Personen geben, die übe einen längeren Zeitraum Okal Häuser bewohnt haben die nicht stinken und älter als 30 geworden sind.
Will sagen, es gehört mehr zu einem schlechten Fertighaus als nur ein Stück Spanplatte, das nach den damaligen Regeln der Kunst hergestellt wurde.
Wer sagt uns denn, daß der Luftdicht - Wahn des frühen 21. Jahrhunderts in 20 Jahren noch das non + ultra darstellt???
In kürze wird man feststellen, daß die Baustoffe von heute der Sondermüll von morgen ist. Das war so und das bleibt so. Und dann kommen die nächsten Generationen von Sanierern und deuten zeitversetzt auf die Gefahren der vergangenen Jahre hin.
Übrigens bekomme ich kein Geld von der Fertighausmafia für mein Statement.


W. Bold | 15.01.07


Hallo Guido,ich darf mir hier nicht die Zunge verbrennen,
aber nehme Deine Familie und laufe,mehr darf ich Euch leider nicht schreiben.Ich würde Euch gern persönlich einladen,damit Ihr Euch ein live-Bild machen könnt,besser gesagt ein live-Geruch.
Da ich sehr viel arbeite,bin ich nur ganz selten hier.
Ich hoffe es noch nicht zu spät!!!
Gutgemeinte Grüße aus HH Jessy
P.s Vielen Dank noch mal an alle!!!!


Jessica | 21.01.07

Moderhaus-Modernes Haus?


Da kann ich Jessica nur zustimmen, tun Sie was für Ihre Zukunft und ziehen Sie weg, Spätfolgen haben immer nur andere, wenn man die Verantwortlichen fragt.
Sie werden nie die Wahrheit erfahren...

Nicht ist wichtiger als die eigene Gesundheit.

Alles Gute
Die Alten haben sich schon was dabei gedacht...
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| 21.01.07

Modergeruch ade


Also....
ich habe ein Muffelhaus gekauft und nun ist (Gott sei dank) alles vorbei. Nein.. ich hab es nicht verkauft, und ich bin auch keine Firma die sowas saniert. Ich bin ein sogenanter "Bleistiftheber" oder "Bürohocker" oder was man noch so alles kennt. Ich habe das Haus letztes Jahr gekauft, allerdings ohne dieses Forum zu kennen und habe mich damit in die Nesseln gestezt. Das hat gestunken, leider haben wir das zu spät festgestellt, denn das Haus stand ein Jahr leer und wir haben es, wie fast alle andere auch, auf das Lüften geschoben. Wir haben renoviert, gestrichen und das hat weitergemffelt. Meine Frau hatte schon "Pipi" in den Augen und ich war auch nicht weit davon entfernt, muss ich wirklich gestehen. Da wir auch keine Lottomillionäre sind, musste eine Lösung her, die nicht mehr als 20tsd € kostet (die man übrigens über die KFW Bank bekommt). Ich habe 4 Wochen Urlaub genommen und habe mich dran gemacht das Haus komplett von aussen zu renovieren, und siehe da, meine Freunde kommen wieder, man riecht nichts mehr, Auf der Arbeit macht keiner mehr eine Bogen um mich (Nachteil: mein Einzelzimmer ist nun weg, ich muss nun die Musik wieder leiser machen:-(()
Ich habe die Asbest Platten abgemacht, die Holzplatten abgemacht und die Glaswolle weggebracht. Die Kosten liegen bei ca. 1000€, nicht wie viele behaupten Asbest kostet 5000€ Entsorgung nein.. wie gesagt alles zusammen "nur" 1000€. Dann habe ich das mit ungelöschtem Kalk ausgestrichen, dann mit Multiporstein (es geht auch Ytong ist günstiger aber nicht so gute Wärmedämmung) ausgemauert. Dann mit 22mm OSB-Platten verkleidet und dann mit Klinker (mit PUR-Schaum) verkleidet. Nun ist das Haus fertig.. meine Frau und ich haben auch wieder ein schönes Leben, ich habe 12kg abgenommen durch den Umbau.
Übrigens das geht auch mit Putz und ist günstiger.
Ich denke es sollte jeder wissen, dass das vielleicht nicht für jeden das richtige ist, aber lasst euch nicht von allen Dipl.Ing. und Dr. Dr. sowas verrückt machen. Ich habe einen Sachverständiger geholt, der mir das Haus gemessen hat, ohne dass er wusste dass wir was gemacht hatten. Nun ist alles in Ordnung.
Lasst den Kopf nicht hängen, beißt euch da durch. Wer das nicht kann, darf sich so ein Haus nicht kaufen.

Übrigens: Freunde von mir haben ein Massiv-Haus. Die haben noch viel mehr Probleme.

Viel Glück an alle.
Wer Fragen hat einfach eine Mail an steffen1073@yahoo.de
ein strahlender Streif-Hausbesitzer ohne!!! Muffelgeruch.
Muffelhaus ade:-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 05.06.07

Fragen


Hallo Steffen,
sehr erfreulich, dass Ihr Haus nicht mehr stinkt. Ein paar Fragen hätte ich noch:
- Was für Messungen eines Sachverständigen sind durchgeführt worden (Schadstoffe, Blower-Door...)?
- Ist vorab eine bauphysikalische Berechnung bezügl. Tauwasserausfall durchgeführt worden?
- Haben Sie innenseitig für Luftdichtigkeit gesorgt? Und wenn ja, wie?
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 06.06.07

@Herr Stasch


Natürlich wurde auf Lindan usw geprüft. Wie gesagt, ich bin ein Schreibtischmensch und kein Architekt oder Baubiologe. Das hat ein Profi gemacht, der wie Sie Baubiologe ist. Der hat mir u.a. dazu geraden das Haus mit ungelöschtem Kalk auszustreichen. Der Aufbau sieht nun folgendermaßen aus
(von aussen nach innen)
- Tonklinker (2cm mit 6cm PUR Schaum)
- 22mm OSB-Platten
- Multiporstein (damit wurde das Gefäche ausgemauert)
nun wird noch von innen die Innenwand gemacht, aber nach und nach und zwar
- OSB-Platten 18 mm
- RIGIPS-Platten oder Fermacellplatten

das kommt wie geasgt noch dran. Wenn ich innen umbaue, werde ich das Zimmer für Zimmer machen. d.h. auch die kompletten Fußböden bis zur Kellerdecke werde ich machen und die Decke.
Wie gesagt nach den Messungen sind nun keine gefährlichen Schadstoffe im Haus, allerdings tu ich das für mich und meine Family. Natürlich gbt es Firmen die sowas machen, allerdings wenn man Handwerkliches Geschick hat kann man das selber machen. Übrigens es gibt einige Firmen die sowas anbieten. Was ich noch anmerken muss. Wenn ausgemauert wird, darf die Dampfbremsfolie nicht mehr vorhanden sein.
Muffelhaus ade:-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 06.06.07

Modergeruch Fertighaus


Hallo Steffen,
Deine Anmerkung, das eine Dampfbremsfolie (oder meinst Du damit eine Dampfsperre) bei einem ausgemauerten Fachwerk nicht mehr vorhanden sein muß, halte ich für fachlich bedenklich, wenn ich mir den von Deinem Baubiologen vorgeschlagenen Wandaufbau ansehe. Bei einem konsequent diffusionsoffenen Wandaufbau mit klassischen Baustoffen wie Lehm, Leichtlehm und Kalk mag das zutreffen.
Der inhomogene Wandaufbau mit Schaumpolystyrol, Steinen, Holz und OSB- Platten birgt durch die geringe Fehlertoleranz in den Fügungen ein großes Schadenspotential in sich. Das betrifft die Winddichtigkeit, den Schutz gegen Schlagregen und das Eindringen von feuchter, warmer Innenluft in die Wandkonstruktion.
Von einem zeitgemäßen Dämmwert will ich gar nicht erst reden.Der Baubiologe scheint kein Bauingenieur zu sein.
Das zeigt mir übrigens der Vorschlag, das Haus mit UNGLÖSCHTEM Kalk auszustreichen. Mal abgesehen von der Kunst, ungelöschten Kalk auf Wände zu bringen, was soll das bewirken? Das und Wie Du das gemacht hast, interessiert mich, vielleicht kann ich ja was dazulernen.

Viele Grüße
Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 06.06.07


Aussen dichter als innen? Irgendwie sind die neusten bauphysikalischen Erkenntnisse an mir vorbei gegangen.
Macht nix wenn die Feuchte nicht raus kann/will, der Porenbeton wirds schon speichern... Von der Wirtschaftlichkeit zweier OSB mal ganz abgesehen.
Aber 4 Wochen ist respektabel.


R.J. | 06.06.07

aber Hallo!


Das säuft doch alles ab!
Baubiologe hin oder her - Nachhaltig ist das meiner Meinung nicht - aber modern!

mfG

FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | | 06.06.07

Geeigneter Dämmstoff


Vor allem frage ich mich, wie die Steine fugenlos an das Ständerwerk angeschlossen worden sind. Mattenware (Flachs, Hanf etc.) wäre da wohl sinnvoller gewesen, bzw. wäre die Fugenlosigkeit damit einfach herzustellen gewesen.

Im übrigen: Baubiologe ist kein geschützter Begriff; Architekt bzw. Bauingenieur dagegen schon, was aber auch nicht gegen Ahnungslosigkeit von manchem spricht.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 06.06.07

an alle Zweifler


Also es gibt nun schon ca. 300 Häuser, die auf die Art und Weise renoviert wurden. Das älteste ist nun knappe 10Jahre alt und immernoch keine Schadstoffe (Das ist ein bekannter von mir, der mir auch dazu geraten hat dass so zu machen). Der lässt alle 2 Jahre die Schadstoffe messen und alles super in Ordnung. Übrigens der PUR Schaum ist Diffusionsoffen, daher darf man keine Dampfschutzfolie drin haben.
Wisst Ihr was mich so stört, das typische verhalten von den Leuten, die immer jammern und bei Vorschlägen die man hat 1000 Probleme sehen und aber, aber, aber und nochmals aber. Von mir ist das ein Vorschlag wie ich das so gemacht habe, ich bin glücklich, bei mir ist es auch zu dieser Jahreszeit relativ kühl in meinem Haus (zumindest besser als vorher), ich habe kein Geruch in meinem Haus, es kommen wieder Freunde zu mir, die sich gerne bei mir aufhalten, weil die Klamotten nicht mehr stinken. Das war mir das Geld gleich Wert.
An den netten Herrn Baubiologe: Den Baubiologe an den ich mich gewannt habe, der genießt mein Vertrauen und ich bin ein bisschen entäuscht über dass, was Sie sagen. Wie können Sie sagen, dass Baubiologen nicht gleich Baubiologe ist. 1.hat mir den ein bekannter empfohlen der auch bei der KFW arbietet, der so einen Umbau nun schon 30 mal gemacht hat, außerdem wer sagt mir, dass Sie nicht einer sind, der nicht possitiv bewertet wir (sachte ausgedrückt). Man sollte nur über Menschen Richten die man kennt.
Ich werde mich also hier wieder ausklinken. Schade, dass Vorschläge immer so runtergemacht werden. Selbst wenn ich in 10 Jahren komplett renovieren müsset, ich habe kein Muffhaus mehr, ich habe keine Belastung von den Giftstoffen mehr und wenn schon Häuser in den Form fast 10 Jahre gibt, hebt mein Haus auch 10 Jahre.. und ich wohne Gesund. Wie heißt es so schön. Vielleicht ist das auch Sondermüll von Morgen was ich hier habe, kann alles sein, da habt ihr alle recht, aber bis dahin habe ich kein Jucken, keine Husten, kein Tränen von den Augenreizen.
Das war mir das auf alle Fälle das Ding wert.
Es gibt leider nur 2 Wege. Entweder hinsetzen und jammern und weiter darin wohnen, oder was machen, das mindestens!!!!! 10 Jahre (das ist nun das älteste Haus das ich kenne) hält.
Ich wünsche hier jedem der betroffen ist, den für sich richtigen Weg zu finden und damit glück zu haben.

Schöne Grüße
Steffen
Muffelhaus ade:-)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.06.07

Na dann...


viel Spass damit, Steffen.
Jeder hat hier das Recht seine Meinung und Überzeugung so zu vertreten wie es ihm passt, selbst die Zweifler und Nörgler.
Die allermeisten, die hier antworten gehören der bausachkundigen Fraktion an und den meisten davon ist bekannt, dass man für seine Sanierungsvorschläge haften muss, wenn man in dieser Branche planend tätig ist.
Selbst wenn diese Informationen kostenlos über das Internet in einem Forum preisgegeben und empfohlen wurden!!!
Mit diesem Hintergrund würde ich einen Teufel daran tun, hier Dinge zu schreiben, die ich nicht selber vor mir vertreten kann oder die ich nicht mit meinem Wissens- und Erfahrungsschatz belegen kann, selbst wenn sie manchmal konträr anderen Meinungen gegenüber stehen.
Schönes Wochenende
Martin Malangeri
planen + bauen mit holz
Mitglied der Fachwerk.de Community
Malangeri - planen + bauen mit holz | | 08.06.07

@ Steffen - ein dickes Lob


Hallo Steffen, herzlichen Glückwunsch zum wiedergefundenem Wohnwohlgefühl! Es gibt wohl kaum etwas wichtigeres. Wir bauen nun seit Generationen Häuser von höherer und minderer Qualität. Wir haben diverse Studiengänge von Statikern, Architekten, Bauingeneuren, Baubiologen und was noch alles,hinzu die diversen handwerklichen Gewerke aber das Problem hat keiner in den Griff bekommen. Auch in diesem Forum sind keine Hinweise auf konstruktive Lösungen zu finden. Sie sind endlich mal jemand, der ein Lösung aufzeigt und nicht nur alles zerredet.


Lösungsuchender | 01.08.07

FERTIG SANIERT - MODERGERUCH ADÈ


Hallo zusammen,
wir sind nun endlich fertig mit unserer Sanierung.
Lang hat`s gedauert, und viel Blut und Wasser ist geflossen.
Nun kann ich aber, ein dreiviertel Jahr später, sagen, dass
der Modergeruch weg ist.
Der Modergeruch ist, wie auch schon einmal zu Anfanges beschrieben, kein Giftstoff. Er hängt in der äußeren Spanplatte.
Als wir die Vorhang-Fassade (Faserzement-Platten) abgenommen haben, schlug ins der Modergeruch mitten ins Gesicht. Die Intensität diese Geruches hängt von der Witterung und auch von der Lage zur Himmelsrichtung ab.
Als zusätzliche Maßnahme, da wir die Inneren Spanplatten
nicht entfernt haben, werde ich nach und nach, den formaldehydbindenden Anstrich "FALIMA F" auf die Spanplatten bringen.
Die Spanplatten haben wir deshalb nicht entfernt, da erstens
unsere Messungen keine Bedenken gegeben haben und zweitens
die Platten an dem Holzrahmen nicht nur genagelt, sondern auch geleimt sind.

Für weitere Fragen stehe ich gerne auch telefonisch zur Verfügung

Grüße aus dem Sauerland
Stephan Quäschling


sq-plan | 12.10.07

entfernen der Aussenplatten Streif 1971


Hallo! Kann mir jemand sagen wie ich die Faserzementplatte eines Streif Hauses von 1971 entfernen kann ohne dass sie kaputt geht.
Ich würde gerne sehen (riechen) wie die Spanplatte dahinter aussieht.


Vielen Dank

Erik


Erik | 30.10.07

Demontage Wandplatten


Da einige Schrauben nachträglich verputzt wurden, besser gesagt über geschmiert, ist es eigentlich fast unmöglich die Wandplatten unbeschädigt zu demontieren. Allerdings sollten die dahinter verborgenen Spanplatten und die noch schlimmer riechenden Hartfaserplatten bei der jetzt herrschenden Luftfeuchtigkeit auch ohne zerstörende Massnahmen zu riechen sein.
- Kleiner Tipp: der Nachbar riecht es manchmal eher als man selbst.


Sven | 30.10.07


hallo,
habe vor etwa 1 jahr mein streifhaus sanieren lassen. die firma, die das machte, hatte das schraubenmuster für die asbestfaserplatten. man mußte also nur die stellen markieren und den Putz vorsichtig abkratzen um an die schrauben zu kommen. das hat alles supergut geklappt. es ist auch nur eine einzige Platte gebrochen.
mit der fasadensanierung bin ich vollkommen zufrieden. würde das auf jeden fall nochmal machen. immerhin hat man nach einer solchen Sanierung ein haus, das wesentlich weniger Energie verbraucht als vorher. und der Modergeruch ist komplett verschwunden. gebe sehr gerne infos weiter!!!

gruß michel


michael hofer | 21.12.07


Hallo,
ich wäre (aus Energieeinspargründen) an den Details des ausführenden Betriebes sehr interessiert.

Den Moder- und Nikotingeruch (von meinem Vorgänger) in unserem Haus bin ich übrigens durch Begasung mit Ozon losgeworden (Ozongenerator mit 7000mg/h - meinen hab ich von e-bay als Neugerät).
Vorher habe ich eine Dampfsperre zur Decke hin einziehen lassen, darunter Schafwollvlies von Doppelmeyer, darunter wurde zum Zimmer hin alles mit Rigips verkleidet. Dadurch habe ich dann auch noch nachweislich das Formaldehyd auf einen unschädlichen Wert gedrückt.

Am Schluß wurden alle Wände mit Sto Climasan gestrichen. Seitdem riecht man nichts mehr und die Raumschadstoff Tester (Dräger) zeigen auch nur noch unschädliche Werte an.

Das Ozon hat übrigens auch noch den schönen Nebeneffekt, dass sogar Schimmelsporen absterben (das sieht dann aus wie Schneegestöber im betroffenen Zimmer).

Gruß
Bjarne


Erik | 26.12.07

Schadstoff-Tester


Hallo Erik,
ich hoffe, dass die Maßnahmen tatsächlich dazu geführt haben, dass die Schadstoffbelastung deutlich reduziert wurde. Dies würde ich allerdings nicht an den von Dir genannten Tests festmachen. Die Ergebnisse können sowohl falsch positiv als auch falsch negativ sein. Zudem spielen sovielen Nebenfaktoren eine Rolle (andere Schadstoffe, Temperatur, Feuchte, Luftgeschwindigkeit u.v.m.), dass man dem Ergebnis (wurde denn auch exakt nach der vorgeschriebenen Zeit abgelesen und war der arbumschlag wirklich eindeutig?) leider sehr misstrauen muss.

@ Hofer
Sehr geehrter Herr Hofer, ich bin auch sehr interessiert an dem bei Ihnen angewandten Sanierungsverfahren. Ich bitte um Informationen.
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 27.12.07

Wer war denn erfolgreich?


Hallo zusammen,
das ist doch mal ein super Forum (bis auf die Kleinkriege:-)).

Ich sitze auch in einem Okal Haus, habe aber vorher ein Gutachten machen lassen. Hat wohl auch wenig geholfen. Ich gehe davon aus, dass ich nach einer erneuten Messung nur die Aussenwände sanieren muss.

Wer hat das erfolgreich gemacht?
Welcher Anbieter ist kompetent?
Worauf muss ich bei einem Anbieter achten?
Was kann man selber machen (handwerliches Geschick ist vorhanden)?

Ich habe schon ein Angebot von OK-Bauservice (Aussenwand inkl. Fenster). Das ging so schnell, dass da sicherlich noch ein guter Puffer drin ist. Ich finde die nicht schlecht, da sie sicherlich sehr viel Erfahrung haben.
Wenn ich lokal (Hamburg) jemand anderen suche befürchte ich auf einen Laien zu treffen, der die typischen Probleme nicht kennt.

Wenn wir also davon ausgehen, dass bei mir nur ein Problem mit den Aussenwänden vorliegt, wer hat eine solche Sanierung gemacht und ist bereit seine Erfahrung zu teilen?

Viele Grüße,
Stephan

P.S.: Die ersten Freunde sprechen auch mich auf den Geruch an
P.P.S.: Bitte keine Hinweise auf weitere Schadstoffe. Ich habe alles gelesen ;-)


anonymus | 17.01.08

Sanierung


Guten Tag,

wie saniert der OK-Bauservice? Nur von außen? Dann bekommen Sie die Gerüche zwar weg, aber nicht die Schadstoffe. Es ist eher unwa´hrscheinlich, dass nur die Außenwände saniert werden müssen - wer sagt das, bzw. welcher Gutachter gibt Ihnen das schriftlich?
Im Hamburger Raum haben wir mehrere Sanierungen durchgeführt, d.h. als Planer begleitet. Dort mussten wir immer die Innenwände mitsanieren - schon alleine aus dem Grund, um auf der Innenseite eine luftdichte Ebene erstellen zu können.

Viele Grüße
Rainer Stasch
Altbauten qualitätvoll sanieren
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Planung + Baubiologie Rainer Stasch | | 18.01.08


hallo zusammen!
mein streif-haus (1978)ist folgendermaßen saniert worden: da es zum sanierungszeitpunkt unbewohnt war, haben wir die rigipsplatten an der Innenwand entfernt, und die alte Mineralwolle herausgenommen. die holzständerkontstruktion wurde mit einem mittel gestrichen, daß eventuelle schadstoffausdünsungen unterbindet,anschließend wurde ein schafswollflies eingezogen, daß schadstoffe bindet. die Innenseite der Wand wurde dann mit osb-platten beplankt, die unter anderem als Dampfbremse fungieren.
die asbestzemntplatten an der aussenseite der Fassade wurden abgeschraubt (das lochbild für die schrauben hatte die ausführende firma). anschließend wurden die freigelegten spanplatten, die wirklich extrem gestunken haben, entfernt. die freigewordenen seiten der holzständerkonstruktion wurde dann auch gestrichen.
das gefache wurde dann mit holzwolle ausgefüllt. dann wurde die wand nochmals mit einer 6mm dicken holzfaserplatte verkleidet. ganz am schluß wurde das haus noch mit einem mineralputz verputzt.
an der innenseite der wand habe ich dann mit fermacellplatten verkleidet.
ich würde auch heute diese Sanierung wieder machen!!

für weitere fragen, könnt ihr mir gerne eine email schreiben, ich gebe euch sehr gerne auskunft!!! :-))

m.hofer@t-online.de

gruß michel


michael hofer | 19.01.08

holzfaserplatte


nachtrag: die holzfaserplatte ist 60 mm dick, nicht wie im artikel 6 mm!
michel


michael hofer | 19.01.08


Hallo ,

hat vielleicht jemand Information zu einem Hjältevads-Schwedenhaus gebaut von der Firma Viking-Hus. Wir leiden leider auch an dem Muffproblem und suchen Mitleidende
mit guten Tips zur Sanierung.
Tanja


tanja | 31.01.08

Kleinkrieg und Chloranisole


Auch wir haben ein Okal Haus aus den 70er Jahren besessen und es ist mir unbegreiflich wie man sich hier in diesem Forum mit Haarspaltereien aufhalten kann.
Wer sich hier ausschließlich Sorgen um Modergerüche und den daraus resultierenden Abruch sozialer Kontakte macht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Wir haben 3 Jahre gebraucht um festzustellen, daß das Haus die Ursache unserer gesundheitlichen Probleme war und ist. Nachdem das baubiologische Gutachten vorlag sind wir innerhalb von 1 Woche ausgezogen - viel blieb uns ja auch nicht mehr, da die Biozide sich ja "netterweise" mit den Einrichtungsgegenständen verbunden haben und die Chloranisole sehr anhänglich sind. Wenn man sich an Okal wendet, dann ist man ein bedauerlicher Einzelfall oder die Schadstoffbelastung wird auf Laminatböden, Teppiche oder Einrichtungsgegenstände geschoben (in meinen Augen absoluter Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen). Ach ja, und wo wir schonmal dabei sind: Der "Parkett"boden und die schrecklich knarzende Holztreppe sind übrigens mindestens so belastet wie die dünne Spanplatte die vor den Ethernitplatten sitzt. Jeder der die Schadstoffbelastung die von diesen Häusern ausgeht auch nur ansatzweise schönredet oder verharmlost sollte sich ernsthaft schämen. Leider ist es wirklich schwierig die breite Masse zu erreichen. Wer die Sendung "Willkommen in der Nachbarschaft" auf RTL2 verfolgt hat, weiß wovon ich rede, denn dort wurde ja sogar ein OKAL Haus von 1971 verschenkt. Ich habe an den Spiegel und auch an Fernsehsender geschrieben und auf die Schadstoffbelastung hingewiesen, aber man hat kein Interesse daran das Thema aufzugreifen. Ich bin kein Fachmann, aber ich habe mein Kind im Arm gehalten was mir in diesem verdammten Haus fast erstickt wäre. Noch heute leiden wir unter den Folgen der Vergiftung durch PCP, Lindan, Formaldehyd etc. Ich kann nur empfehlen diese Häuser entweder gar nicht erst zu kaufen, sie abzureissen oder sehr sehr sehr umfassend und unbedingt auch von INNEN zu Entkernen (was einem Abriss nahezu gleich kommt).
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.02.08

Ich habe...


..keinerlei Ahnung von OKAL Häusern. Habe die, mittlerweile, doch zahlreichen Diskussionen hier aber mit hohem Interesse verfolgt.

Der letzte Beitrag von Sascha scheint mir hoch interessant, denn da schreibt wohl jemand, ohne Umschweife, wie es ihm mit solch einem Haus ergangen ist.

Aus meiner Sicht ein wertvoller Beitrag und der Meinungsbildung sehr zuträglich!

Gruß
Martin


anonymus | 13.02.08

Was sind denn die Auswirkungen ??


Hallo Sascha,

das hört sich ja dramatisch an. Welche gesundheitlichen Auswirkungen waren es denn? Wie haben die sich geäußert? Welche Auswirkungen hat denn Chloranisol? Dazu habe ich bisher noch keine vernünftige Aussagen gefunden.

Gruß,
Stephan


anonymus | 15.02.08

Reizende Wohnluft - tränende Augen


Reizende Wohnluft tränende Augen

Reportage aus dem Brückenbauer Nummer 4, Januar 1987. Nach mühseligen Kämpfen mit Architekt, Generalunternehmer und Handwerkern zieht die Familie Schawinski ins verdienter Eigenheim. Zwar riecht der Kellerraum säuerlich, und in der Luft der Wohnzimmer hängt trotz intensivem Durchzug ein beißender Geruch.

Ina Schawinski, Frau des Radio 24- Gründers, traut der Sache nicht und möchte den Umzug verschieben – zu Recht, wie sich bald herausstellt. Kaum eingezogen, wird sie krank: Die Augen brennen, der Brustkorb schmerzt, ihre Atemwege sind entzündet, die Beine schwer. Nachts wälzt sich die Familie schlaflos in den Betten. Die Kleinkinder Kevin und Joelle werden von Tag zu Tag quengliger. Sie klagen über Rücken- und Nasenschmerzen. Dann bekommt Ina Schawinski am ganzen Körper braune Flecken; ihr fallen ganze Haarbüschel aus. Später diagnostizieren die Ärzte Hormonstörungen und eine Veränderung des Blutbildes wie bei Leukämiekranken.

Erst nach Wochen bestätigen auch die Mediziner, was Ina Schawinski als erste vermutete: Ursache ihrer Krankheit ist eine Vergiftung – schuld sind die Chemikalien im Haus. Die ganze Familie ist durch Wohngifte geschädigt worden.

Die herbeigerufenen Toxikologen der ETH Zürich verspüren bei ihrer Visite leichte Schleimhautreizungen, einige auch Augenbrennen und später Kopfweh. Die Wohnung wird mit Akribie auf mögliche Gifte abgesucht. Doch die Messungen bringen kaum etwas:“ Mit unseren Untersuchungen haben wir keine chemischen Substanzen gefunden, die nach heutigem Wissensstand im gefundenen Konzentrationsbereich Reizwirkungen verursachen können“, hält das Toxikologische Institut als Schlussfolgerung in seinem Gutachten fest. Allenfalls käme auch eine Allergie auf Pollen frühblühender Bäume in Frage, rätseln die Experten.

Die niederschmetternde Antwort erreicht die verseuchte Familie im Innerschweizer Exil. Denn Schawinskis haben ihr Traumhaus, das zum Alptraum wurde, in Sorge um ihre Gesundheit verlassen.

Mit Wissenschaftlich erhärteten Fakten wollten sie für ihr Recht kämpfen und den Generalunternehmer zur Rechenschaft ziehen. Doch allmählich geht ihnen auf , dass sie am kürzeren Hebel sitzen, weil Wohngifte für den Gesetzgeber offensichtlich kein Thema sind. Selbst die Entdeckung, dass im Hausinnern völlig unnötig über 80 Kilo Holzschutzmittel verpinselt wurden, hilft nichts. Denn gegen ein Heer abblockender Baufachleute und Giftexperten sitzen sie auf verlorenem Posten.

Ihrer Empörung machen Roger und Ina Schawinski im Erlebnisbericht „Vergiftet!“ Luft:“ Wie wir ein Haus bauten, das uns krank machte. „Denn sie glauben, bei weitem nicht die einzigen Opfer zu sein. Mit ihrem Fall wollen sie die Öffentlichkeit wachrütteln, in der Hoffnung, der eingeleitete Bewusstseinsprozess verhelfen der Schweizer Bevölkerung zu einem besseren Schutz vor dem Gift in den eigenen vier Wänden.

Kantonschemiker bestätigen, dass die prominenten Opfer mit ihrem Problem tatsächlich nicht allein dastehen. Immer mehr Leute stellen die bange Frage, ob ihre ausgetrockneten Schleimhäute, der hartnäckige Husten, das chronische Kopfweh oder die Schlaflosigkeit etwas mit der neuen Wohnung zu tun haben könnten.

Der Basler Kantonschemiker Martin Schüpbach wehrt sich dagegen, diese Besorgnis einfach als Hysterie abzutun. Denn die Angst vor Wohngiften ist berechtigt. Von der breiten Bevölkerung wird das Giftpotential in Innenräumen eher unterschätzt, weil viele Leute mit unklarem Krankheitsbild wohl zuletzt an eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch Chemikalien in der eigenen Wohnung denken. „Kleine Giftmengen wirken unspezifisch; das gibt diffuse Symptome. Deshalb lässt sich kaum etwas beweisen“, erklärt Martin Schüpbach.

Doch dieses Gift ist heute überall. Schuld daran ist die „Chemisierung“ der Baubranche in den letzten Jahrzehnten. Bestanden die Häuser früher weitgehend aus natürlichen Materialien, pflastern und pinseln die Handwerker inzwischen mit unzähligen Chemikalien um sich. „Diese Stoffe werden eingesetzt , weil sie sich technisch bewähren; doch nach der Gesundheit fragt niemand“, kritisiert Martin Schüpbach und meint:“ Da wird mit einer Sorglosigkeit umgegangen, die einem den Schrecken einjagt.“

Die Wahl der Materialien bei Um- und Neubauten treffen selten die zukünftigen Bewohner. Sie sind ganz dem Gutdünken von Architekt und Bauführung ausgeliefert. Da werden Isolierschäume in Hohlräume gespritzt, aus denen während Monatender Reizstoff Formaldehyd dampft.

Das Gift entweicht auch aus billigen Import-Spanplatten, die etwa in Einbauschränken Verwendung finden. Schädlingstötende Substanzen in Holzschutzmitteln und Farben können über Jahre die Raumluft verseuchen. Hochsiedende Lösungsmittel aus Lacken, Farben, Klebern und Dichtungsmassen verstinken die Atmosphäre. Auch Zusätze in Beton, Gips und Mörtel, Kunstharzputze, Teppichklebern oder Weichmacher sind Belastungsquellen.

Der Schaffhauser Kantonschemiker Roger Biedermann wirft der Branche vor, dass sie häufig versuche, mit viel Chemie – etwa Schutzanstrichen gegen Feuchtigkeit – schlechtes Bauen zu kaschieren. Als eigentliche Falle erweist sich dabei die immer bessere Fensterisoliertechnik mit Gummi-Fugen, durch die kaum mehr Frischluft ins Innere dringt. Wo schlecht oder sparsam gelüftet wird, ballt sich so binnen Stunden ein Schadstoffgemisch zusammen, das kann von den Bewohnern über die Atemwege aufgenommen wird.

Bei minimem Luftaustausch stauen sich nebst den Chemikalien aus Baumaterialien und Spanplatten-Möbel auch noch andere Gifte: Tabakrauch, Stickoxide von Gasherden, Putzmitteldämpfe, Lacke, Insektenvertilgungs-Sprays und weitere Haushaltchemikalien.

Albert Aebi, Chef der Abteilung Gifte beim Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG), betont, hier liege die Verantwortung beim Bewohner, weil er selbst die Belastung erzeuge. Als Beispiel erwähnt er die Insekten-Sprays:“ Was die Insekten tötet, atmen wir auch ein. Das ist natürlich auch für uns giftig.“

Menschen, die nicht im Freien arbeiten, verbringen durchschnittlich 90 Prozent ihrer Lebenszeit in Innenräumen. Die Qualität der Raumluft ist deshalb besonders wichtig. Doch gerade hier treten je nach Bauart und Benutzer Schadstoff-Konzentrationen auf, die atemberaubender sind als die Luftverschmutzung in den Hauptstrassen abgasverpesteter Städte.Falsche Prioritäten

Die Informationsstelle Umweltchemie (ISU), eine Dienstleistung der großen Umweltschutzorganisationen, kritisiert, dass ausgerechnet für eines der wichtigsten “Lebensmittel“, nämlich die Luft in Wohn- und Aufenthaltsräumen, ein griffiges Gesetz fehle. Weder die Luftreinhalte-Verordnung noch Lebensmittel- oder Giftsgesetz decken diesen Bereich genügend ab. „Das Bundesamt für Gesundheitswesen hat diesbezüglich maßlos geschlafen; da werden vollkommen falsche Prioritäten gesetzt“, ärgert sich Roger Biedermann:“ uns stinkt es langsam, jedem Detail nachzurennen, derweil die großen Probleme nicht gelöst sind.“

Bereits anfangs der achtziger Jahre, als in der BRD Vergiftungsfälle durch Pentachlorphenol in Holzschutzmitteln für Aufsehen sorgten, forderten die Kantonschemiker den Bund zum handeln auf. Für erstmals in Verkehr gebrachte Grundstoffe oder Chemikalien, zu denen neue Erkenntnisse vorliegen, ist in der Schweiz der Fachausschuss zur Beurteilung von Giften zuständig. In diesem Gremium sind Experten mehrerer Bundesstellen, das Toxikologische Institut der ETH sowie die Kantonschemiker vertreten. Der Ausschuss besorgt die Giftklassen-Einteilung und ordnet jedem Stoff eine Gefährdungszahl zu.

Mit dem Anliegen eines Anwendungsverbots von Pentachlorphenol für Innenräume kamen die Kantonschemiker in diesem Gremium nicht durch. Der Einfluss der Industrie sei eben auch ohne direkt Vertretung groß, weiß Martin Schüpbach. Insbesondere dem BAG wird vorgeworfen, sich zu einseitig auf die Argumente der Produzenten abzustützen. Im Fall der umstrittenen Holzschutzmittel schien der Giftbehörde „der schlüssige Beweis von spitalkranken Menschen zu fehlen“. Wie der Basler Kantonschemiker erklärt. „Da wird eben viel zu viel auf die akute Toxizität abgestellt und zuwenig auf die Gesamtgefährlichkeit“, bemängelt Roger Biedermann.

Was das Bundesamt für Gesundheitswesen unterließ, hat inzwischen das Bundesamt für Umweltschutz (BSU) getan. In der Stoffverordnung wird die Verwendung von Pentachlorphenol- Holzschutzmitteln ab September 1989 verboten, und zwar aus Umweltschutzgründen: Bei der Verbrennung des Stoffs kann nämlich das hochgiftige Dioxin entstehen.Langwieriges Prozedere

Zu einem Seilziehen im Fachausschuss kam es auch beim Thema Formaldehyd. Ebenfalls vor Jahren forderten die Gesundheitsbehörden der Kantone vom Bund einen maximal zulässigen Wert für die Raumluft. Das Gas reizt schon in kleinster Konzentration die Schleimhäute und kann bei Allergikern Kopfweh und Migräne auslösen.

Es dauerte Jahre, bis sich das BAG zu einem Richtwert von 0.2 Kubikzentimetern Formaldehyd pro Kubikmeter Raumluft durchdringen konnte – und diese Grenze ist erst doch doppelt so hoch wie in der BRD angesetzt.

Die Betroffene Industrie habe „faustdick gelogen“, um solche Einschränkungen abzuwenden, meint Martin Schüpbach. Dem Druck einer empörten Öffentlichkeit begegneten die attackierten Spanplatten – Hersteller im Inland vor gut einem Jahr mit einem freiwilligen Gütezeichen für giftarmes Pressholz.

Die Informationsstelle Umweltchemie weist auf den unverbindlichen Charakter solcher Regelungen hin, liegt doch die ganze Beweislast bei den betroffenen Bewohnern. „ Der Einwohner spielt dabei die Rolle eines Versuchskaninchens, bis klar ist, ob eine Gesundheitsgefährdung vorliegt oder nicht“, verdeutlicht Martin Schüpbach die Misere.

„Mehr Gesundheitsschutz in der Wohnung erfordert die Umkehrung der Beweislast auf der Basis neuer gesetzlicher Regelungen“, hält die Informationsstelle Umweltchemie fest. Hersteller und Anwender müssten die unbedenkliche Verwendung ihrer Produkte im Wohnungsbau nachweisen. Ziel der befragen Kantonschemiker ist eine Positivliste erlaubter Stoffe, die einen präventiven Gesundheitsschutz garantieren könnte.

Kantonschemiker Roger Biedermann glaubt, Gift- und Lebensmittelgesetz sowie eine Verschärfung der Stoffverordnung sollten ausreichen, um das Problem auf Verordnungsstufe zu lösen, wenn man nur wollte. Beim BAG deutet freilich derzeit nicht viel auf ein forsches Handeln. Wie erklärt sich denn die hart kritisierte Abteilung von Albert Aebi die Aufregung der Kantonschemiker? „Sie stehen eben im Schussfeld, weil sich der Bürger an sie wendet“, antwortete der Bundesbeamte. Die Enttäuschung beruhe im übrigen auf Gegenseitigkeit, hätten die Kantone den Vollzug des Giftgesetztes doch zum teil auch verschlafen.

Zumindest in der Baubranche sorgen die Warnsignale der Kantonschemiker für Bewegung. Architekten besinnen sich auf die Wissenschaft der Baubiologie und versuchen, das Wohlbefinden des Menschen wieder ins Zentrum ihrer Tätigkeit zu stellen. Die Problematik der Raumluft-Belastung durch abbröckelnde Spritzasbest-Fasern hat die Gefahren moderner Bautechnik dem letzten vor Augen geführt. So sind denn natürliche Materialien erneut gefragt, man schont Energie, vermeidet Wasseradern und Störungszonen auf dem Baugrund.

Der Chemikalien-Boom hat das Arbeitstempo auf dem Bau zum Teil beträchtlich gesteigert. Doch der Preis, den wir alle dafür zahlen, ist hoch. Denn er ruiniert gleichzeitig die Gesundheit von Handwerkern und Bewohnern.

Beat Jordi

Mladen Klepac
gesund bauen
Mitglied der Fachwerk.de Community
Limestone-Kalkbaustoffe | | 16.02.08

Auswirkungen


Hallo Stephan,
die Auswirkungen sind sehr weitreichend. Lindan ist z.B. ein Nervengift und führt sogar zu Wesensveränderungen. D.h. unser innerfamiliärer Umgangston wurde im Laufe der Zeit immer unfreundlicher. Meine Frau wurde immer kurzatmiger und litt an Konzentrationsstörungen. Unsere Tochter hat Asthma und eine extreme Pollenallergie bekommen.
Skeptiker werden jetzt vielleicht anmerken, daß man eine Pollenallergie auch locker ohne verseuchtes Haus bekommen kann, aber dann sollte man mal überlegen warum meistens Leute aus der Stadt an einer Pollenallergie erkranken. Der Grund ist recht einfach und kann an unserem Beispiel gut erklärt werden: Überall im Haus befand sich belasteter Hausstaub, wenn nun Pollen ins Haus gelangen, dann verbinden sie sich mit dem Hausstaub und dadurch wird die Polle im Grunde erst so aggressiv, daß man sehr leicht an einer Pollenallergie erkrankt, wenn man diese belasteten Pollen einatmet. In der Stadt verbinden sich die Pollen z.B. mit Russ, Dreck u.s.w. und werden dadurch aggressiv. Auf dem Land bleibt die Polle reiner und deshalb erkrankt man nicht so schnell an einer Pollenallergie.
Außerdem hat meine Tochter ganz empfindliche Haut bekommen, sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes immer dünnhäutiger. Kurz bevor wir das Haus verlassen haben, waren Ihre Wangen aufgerissen, ähnlich wie bei Neurodermitis und der ganze Mund war wund. Ihre Augen waren geschwollen und juckten furchtbar. Sie war einfach in einem erbärmlichen Zustand und litt fast ständig unter Atemnot. Meistens Nachts kamen dann die Asthmaanfälle.
Außerdem war sie noch durch Elektrosmog belastet. Dadurch dass in dem Fertighaus die Kabel ja nicht "Unterputz" verlegt sind, sondern in den Röhren oder Zwischenwänden, waren die Elektrischen Feldstärken an der Stelle wo das Bett unserer Tochter stand 6x höher als der international akzeptierte Richtwert für COMPUTERarbeitsplätze. Das führte dazu, daß sie jede Nacht ins Bett gemacht hat. Das hat unmittelbar nach unserem Auszug aufgehört.
Ich selbst habe jede Nacht so geschwitzt, dass wir täglich das komplette Bettzug waschen mussten. Wir haben unser Wasserbett abgeschafft, weil wir zunächst dort die Ursache vermuteten, aber seit wir das Haus verlassen haben, habe ich dieses Problem nicht mehr.
Ich bin Diabetiker (war ich aber schon bevor wir das Haus gekauft haben), aber als wir in dem Haus wohnten war es den Ärzten nicht mehr möglich mich richtig "einzustellen". Normalerweise hat man als Diabetiker solche Probleme wenn man irgendeinen Infekt hat.
Selbst unser Hund hat unter der Schadstoffbelastung gelitten, er hatte ständig Durchfall, der nach unserem Auszug fast sofort weg war.
Leider ist es so dass die Schadstoffe sich im Fettgewebe des Körpers anlagern. D.h. das was man an Bioziden aufgenommen hat, baut der Körper nicht mehr ab. Die in unserem Haus gefundenen Schadstoffe sind in hohem Maße KrebsERZEUGEND. Prognosen zu Folge ist bei unserer Tochter das Risiko an Darmkrebs zu erkranken sehr sehr hoch. Auch die Pollenallergie und das Asthma sind natürlich auch nach unseren Auszug geblieben.
Ach ja, irgendwer hatte in diesem Forum noch nach den Chloranisolen gefragt. ALSO: Chloranisole ansich sind nicht toxisch, sie sind "nur" verantwortlich für diesen Modergeruch, über den man hier ja schon hinreichend geschrieben hat. Allerdings: Da wo Chloranisole sind, ist der Giftstoff nicht weit.
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.02.08

Sorry Stephan


...das mit den Chloranisolen hattest ja auch Du gefragt...
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.02.08

Modergeruch


Hallo,
wir wollen demnächst das Okalhaus (Typ 117, 1969) meines Vaters übernehmen. Nur leider haben wir auch das Problem mit dem Modergeruch. Wir möchten am Liebsten das Haus erst einmal nur von innen sanieren. Wie viel kostet so eine komplette Kernsanierung ungefähr (Boden rausreißen, Dampfsperre usw.)?

Danke für eine Antwort


Ina | 07.03.08

sanierung


hallo,
ich kann euch die firma renopan empfehlen. mit der habe ich sehr gute empfehlungen gehabt.

gruß michel


michael hofer | 08.03.08

Okalhaus


Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Wir haben uns mit der Firma in Verbindung gesetzt.
Viele Grüße


Ina | 12.03.08

Renopan


Was empfehlen die denn so bei der Fa. Renopan? Fassade abhängen und erneuern und dann ist die Welt in Ordnung?
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.03.08

Renopan


Wir haben demnächst einen Termin mit der Firma. Dann kann ich Informationen weiter geben.


Ina | 15.03.08

Wahnsinn?


Wie können die hier versammelten Experten erklären, daß es Menschen gibt, die fast 38 Jahre in so einem gefährlichen Chemiebunker gelebt haben?
Es gibt keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie sie hier beschrieben worden sind.
Die Leute tragen mit ihren fast 75 Jahren eine normale Brille, leiden nicht an Krebs, leiden nicht an Demenz oder Sinnestäuschungen, haben keine Hautausschläge.
Ok, das Haus riecht nicht besonders angenehm, wenn man aussen entlang geht, insbesondere bei feuchter Witterung.
Kann es eventuell sein, daß die eine oder andere Gesundheitsstörung einen unbekannten Ursprung hat, der auf das Haus projeziert wird, weil man in dem momentanen Schadstoffwahn natürlich Giftstoffe in Holzhäusern findet und diese dann als ursächlich betrachtet.
Es sind mehrere tausend Kinder in Okal, Streif und ähnlichen Häusern aufgewachsen - sind diese Menschen alle wahnsinnig, oder mit 30 tot? - Sicher nicht, ausserdem lebt man nie nur in einem Haus und sonst in völliger Isolation. Die Welt ist voll mit Giften.
Hat mal jemand der hier anwesenden Bauexperten konventionelle Häuser dieser Baujahre gecheckt? - Wie sind denn dort die Dachstühle???? - Doch auch nicht aus Chemielosen Stoffen!
Selbst Beton ist voll mit Bauchemie.
Wir leben hier in Deutschland nicht in Lehmhütten und bewegen uns in einer hochtechnisierten Welt, und sitzen vor strahlenden Comuterbildschirmen. - Das ist auch nicht gesund!
Okal hat hier viel Mist gemacht, daß ist klar, jedoch nach damaligen Wissen, - deshalb zu behaupten, daß man sich in Lebensgefahr begibt sobald man ein Okal Haus betritt halte ich für übertrieben.
Ich wüsste zu gerne über welche Gesundheitsschäden meine Tochter in 35 Jahren berichtet, die durch die heute als Optimum dargestellte Bauweise hervorgerufen wurden.
In diesem Sinne - saniert schön weiter, der Schimmel wird Euch früher oder später eure Niedrigenergiehäuser zerfressen!


Sven aus L. | 15.03.08

Schadstoffe


Also ich bin auch der Meinung, dass keine Schadstoffe in unserem Okalhaus vorhanden sind. Nur wir möchten den Geruch loswerden. Deshalb sanieren wir unser Haus.


Ina | 15.03.08

Unfassbar


Hallo Sven,
woher kommt denn Dein FACHWISSEN??? Du stelltst hier die Behauptung auf daß die beschriebenen Krankheiten alle nicht durch das Wohnen in Fertighäusern oder Okal Häusern entstehen oder entstanden sind. Woher weißt Du das? Wieviele 75 Jährige kennst Du denn, die mit normalen Brillen, ohne Hautausschlag, Krebs und sonstige Erkrankungen fröhlich im Okal Haus leben?
Die Großtante meiner Frau hat Anfang der 70er ein Okal Haus gekauft. Sie ist vor 15 Jahren an Krebs verstorben. Ihr Sohn ist vor 2 Jahren im Alter von 70 Jahren gestorben, er hatte einen Hirntumor. Die Familie die vorher in unserem Ex-Haus gelebt hat ist auch nicht gesund. Der Mann ist an Krebs gestorben und die Frau und die Kinder leiden unter Asthma. Also diese Leute fallen dann schonmal aus Deiner Statistik. Wie bereits gesagt, diese Erkrankungen können sicher auch andere Ursachen haben, aber wenn man in einem Biozid verseuchten Haus lebt dann liegt der Verdacht wohl mehr als nah, dass die Erkrankungen darauf zurückzuführen sind. Ich habe ein Baubiologisches Gutachten von unserem Ex-Haus und daraus geht ganz klar hervor welche Schadstoffe im Haus gefunden wurden und auch welche BAUTEILE des Hauses die Schadstoffe enthalten.
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.03.08

Sascha der Experte


Nun lieber Sascha,
zunächst maße ich mir hier kein FACHWISSEN an, sondern gebe lediglich einen Denkanstoß.
Des Weiteren habe ich niemanden persönlich angegriffen oder verunglimpft.
Darüber hinaus bestreite ich die Zusammenhänge nicht Grundsätzlich, sondern stelle lediglich in Frage, daß alle Krankheiten wie Asthma, Ausschlag und auch Krebs zwangsweise nur vom bewohnen eines Holzfertighauses ausgehend sind.
Wenn ich richtig gerechnet habe ist die Großtante mit ca 77 Jahren an Krebs verstorben, nun das ist tragisch, passiert aber auch Menschen die in ihrem Leben niemals ein Okal Haus betreten haben.
Der Sohn mit 70, ist auch nicht schön. Hier gilt das Gleiche.
Ist die Ableitung daraus, daß man nach 25 Jahren im Okal Haus stirbt?
Ich denke hier macht man es sich etwas zu einfach.
Selbstverständlich ist es völlig in Ordnung, ein Krankheitsbild sauber durch nachgewiesene Gifte zu erklären.
Und natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn man hier nachgewiesene Gifte herunterspielt, nur in welchem Altbau darf man denn wohnen???
Ich denke man sollte grundsätzlich jedes Haus auf Schadstoffe hin untersuchen lassen, wenn man Klarheit haben möchte.
Höchstwahrscheinlich wird sich dann aber auch kein Haus finden, welches alle Wünsche und Ansprüche vereint.....
Wenn wir heute neu bauen oder nach bestem Wissen sanieren und dann in 25 Jahren an Gehirntumor sterben, wird jeder die Ursache in der Handy Benutzung sehen.
Kaum jemand wird es wagen die Luftverschlechterung der Blow - getesteten modernen Dichtgedämmten Häuser als Ursache zu nennen.
So hat jede Generation ihren Fluch und ihren Segen.


Sven aus L. | 16.03.08

Denkanstösse


Hallo Sven,
ich habe nie gesagt jemand wäre von Dir verunglimpft worden. Ich habe lediglich festgestellt daß du Deine persönliche Meinung als Tatsache hinstellst und das ist nicht in Ordnung. Du hast keinen Denkanstoss gegeben sondern wörtlich behauptet: "Es gibt keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie sie hier beschrieben worden sind."

Meine ganze Familie ist in einem Fertighaus erkrankt. Die Schadstoffe die man in den Bauteilen des Hauses gefunden hat sind eindeutig krebserzeugend. Folgende Konzentrationen von Schadstoffen wurden in unserem Haus gemessen:

Formaldehyd 0,106 ppm
Pentachlorphenol (PCP) 2,11 mg/kg
Tetrachlorphenol (TCP) 2,43 mg/kg
Lindan 1,76 mg/kg

Insgesamt wurde in unserem Hausstaub als Summe 6,3 mg/kg Biozide gefunden, dies stellt extreme Anomalien dar.

Zum besseren Verständnis:

Wir nehmen Biozide an erster Stelle über unsere Haut auf, über Kontakt mit direkt behandelten oder indirekt kontaminierten Materialien. Hierbei geht es z.B. um das Anfassen belasteter Holzflächen, das Laufen mit nackten Füßen oder Krabbeln mit klebrigen Kinderhänden auf belasteten Böden, das Tragen kontaminierter Kleidung.

An zweiter Stelle steht die Atemluft und hier ist es besonders kontaminierter Staub, der eingeatmet oder verschluckt wird und sich so auf Schleimhäuten ablagert. Solche Giftstoffe reichern sich im Laufe der Zeit in den Atemwegen, Lungen, im Blut und langfristig im Fettgewebe des Körpers an.

Man erkannte Biozide wie z.B. PCP als Langzeitgift mit erbgutschädigender und krebserzeugender Wirkung und kennt die vielen von Pestiziden ausgelösten Krankheitssymptome: Allergien, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verhaltensstörungen, neurologische Störungen, Entzündungen, Herzbeschwerden, Leberschäden, Atemwegsprobleme, Schädigung des Immunsystems.

PCP ist wegen seiner Giftigkeit längst verboten, wurde aber vor über 20 bis 40 Jahren häufig als Pestizid in Holzschutzmitteln eingesetzt. In Fertighäusern aus der Zeit von 1960 bis 1980 wurde PCP oft in sehr hohen Mengen zum Schutz der recht feuchteanfälligen Spanplatten vor Pilzen, also als Fungizid eingesetzt.

Auch der in der Raumluft wahrnehmbare muffige Geruch hängt in erster Linie mit der Holzschutzmittelanwendung in den 70er Jahren zusammen. PCP kann mit der Zeit, speziell unter Wasser- bzw. Feuchteeinfluss, sowie durch Bakterien zu äußerst geruchsintensiven Abbauprodukten zersetzt werden, den sogenannten Chloranisolen. Chloranisole reichern sich ebenfalls gerne an Oberflächen, vorallem Textilien und Nahrungsmitteln an und bleiben regelrecht dort 'hängen', so daß auch diese beständig riechen. In manchen Fertighäusern aus älterer Zeit traten die charakteristischen Gerüche schon sehr früh auf, manchmal aber auch erst nach 20 oder 30 Jahren.

Grundsätzlich zu sanieren sind die beschriebenen Schadstoffproblem nach den Erfahrungen anerkannter Baubiologen oft nur durch einen Ausbau aller Holzschutzmittelbehandelten Materialien (also der Spanplatten) im Haus. Auch Dämmaterialien wie Mineralwolle oder andere Faserstoffe können sich mit der Zeit mit Schad- und Geruchstoffen 'vollsaugen' so daß ein Ausbau notwendig wird.

So lieber Sven, das war dann mein Denkanstoss an Dich.

Sascha
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.03.08

OKAL HAUS (BJ.1976)


Hallo @ all,

habe nun das ganze Forum durchgelesen! Wir haben auch eines dieser wahrscheinlich Belasteten Häuser unwissentlich gekauft. Einweing Modergeruch ist auch dabei (Nordwand). Halb so wild. (wird es aber vielleicht i.l.d. Zeit werden).
Nun will ich die Innen und Aussenwand wegreissen und gegen "Steine" (Ytong, etc..) mit Aussenputz und Wärmedemmung tauschen.

Aber wer kann mir da im Raum Nürnberg weiterhelfen.
Ich suche hiermit Informationen von Firmen oder anderen Sachkundigen Personen, die mich dabei (gerne auch gegen entgeld) professionell und Parteilos Unterstützen können und wollen.

Freue mich auf sinnvolle Hiweise / Unterstützung;

An alle anderen die mit der Sache Probleme haben - Ich hoffe das Ihr nun wieder Zufrieden mit eurem Wohnklima seid und ruhig Schlafen könnt. Andernfalls drücke ich euch die Daumen.

Danke für das Lesen meines Beitrags... Alex & Petra und Tochter Cora;


Alexander Hahn | 18.04.08

Renopan


Hallo,
die Firma hat uns ein Angebot für die Sanierung unseres Okalhauses gemacht. Demnach werden die Außenwände auf jeden Fall erneuert. Die Innenwände müssen nicht gemacht werden, aber die Kernsanierung. Das Ganze wird ca. 30.000€ kosten, mit Entsorgung und neuen Fensterbänken.


Ina | 18.04.08

Hallo Ina, Frage an das Renopan [forum 90632]


ist die Sanierung schon vollzogen worden? Meine Eltern leben in Schleswig Holstein in einem Streif Fertighaus, was seit Jahren übel ausünstet. Sie riechen es selber nicht, leider, ist aber bekannt, dass derjenige der drin lebt den Geruch nicht wahr nimmt. Meine Fragen an dich, wie seit ihr vorgegangen? habt ihr erst eine Raumluftanalyse machen lassen? oder einen Baubiologen beauftragt? Und warum wurden nur die Außenwände erneuert, wenn doch evtl. auch die Innenwände ausdünsten. Ich muss dazu sagen, wenn ich mich in dem Haus aufhalte rieche ich leider auch nichts, nur wenn ich wieder zuhause bin, muss ich sämtliche Klamotten waschen auch die die ich nicht getragen habe, aus der Reisetasche bekomme ich den Geruch auch nur teilweise raus, mit Febreze und tagelangem lüften.

Ich würde mich freuen, wenn ich von dir (euch) eine Antwort bekäme, danke im Voraus.

MfG Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 03.07.08

Hallo Aenne, Renopan


die Sanierung ist quasi schon vollzogen. Es muss nur noch der Außenputz aufgetragen werden. Wir haben überhaupt keine Raumluftanalyse oder derartiges machen lassen, da uns die Firma Okal mitgeteilt hat, dass der Geruch nicht schädlich ist, sondern einfach nur vom Holzschutzmittel ausgelöst wird. Nur die Innenplatte von der Außenwand dünstet diesen Geruch aus. Deshalb müssen auch nur die Außenwänden mit den Innenplatten erneuert werden. Die Innenwände an sich dünsten keinen Geruch aus. Es stimmt, dass die Personen, die in dem Haus leben, den Geruch selber nicht wahrnehmen. Auf jeden Fall riecht unser Haus jetzt nicht mehr!!! Worüber wir selbstverständlich sehr froh drüber sind.

mfG Ina


Ina | 03.07.08

Danke Ina


vielen Dank für deine schnelle Antwort, ich habe mir einen Kostenvoranschlag, für eine Raumanalyse, von einer Baubiologin zusenden lassen; danke mir war schon schlecht;

Zu Ihrer Orientierung hier eine grobe Kosteneinschätzung für eine
ausführlichen Beratungstermin mit entsprechenden Untersuchungen:

Ortstermin ca. 350,00 Euro + 19 % MwSt. 66,50 Euro = 416,50 Euro
Anfahrt ca. 180,00 Euro + 19 % MwSt. 34,20 Euro = 214,20 Euro
Laborkosten ca. 650,00 Euro + 19 % MwSt. 123,50 Euro = 773,50 Euro
Bericht ca. 480,00 Euro + 19 % MwSt. 91,20 Euro = 571,20 Euro
Gesamt ca. 1.660,00 Euro + 19 % MwSt. 315,40 Euro = 1.975,40 Euro

was habt ihr gemacht um den Geruch zu analysieren? bevor ihr die Firma; Renopan AG beauftragt habt? und weißt du ob das Unternehmen eine Kooperationsfirma hat die in der Nähe von Schleswig Holstein tätig sind? und falls ich fragen darf; seit ihr mit 30000 Euro ausgekommen incl. Arbeitslohn? Wäre nett wenn du mir in den nächsten Tagen darauf antworten kannst, danke Ina, im Voraus.

Liebe Grüße aus HH Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 03.07.08

Kein Problem


ganz ehrlich?? Ihr braucht meiner Meinung nach keine Analyse durchführen zulassen. Ihr werdet sicherlich auch das Problem wegen dem Holzschutzmittel haben. Aus welchem Jahr stammt denn das Haus? Wir haben auch keine Analyse machen lassen. Wir haben uns nur mit Okal in Verbindung gesetzt und die haben uns mitgeteilt, dass der Geruch vom Holzschutzmittel ausgelöst wird und nicht schädlich ist. Danach haben wir Renopan beauftragt. Ich weiß leider nicht, ob die eine Kooperationsfirma in eurer Nähe haben. Ich würde einfach mal Kontakt mit denen aufnehmen. Dann werdet ihr es sicherlich erfahren. Wir sind sogar mit nur 24.ooo Euro insgesamt ausgekommen.

Liebe Grüße
Ina


Ina | 04.07.08

Hallo AUFWACHEN!!!


Hallo,
tatsächlich ist der muffige Geruch nicht toxisch und vermutlich stammt er von den Holzschutzmitteln. DUMM ist nur daß die Holzschutzmittel als solches hochgiftig sind. Ich würde mich keinesfalls nur auf die Aussagen von Renopal oder Okal verlassen. Es gibt auch "abgespeckte" baubiologische Untersuchungen, außerdem hat unsere Untersuchung die sehr umfassend war 1500 gekostet.
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 04.07.08


Hallo Ina, hallo Sascha,
Sascha was meintest du mit; "abgespeckte" baubiologische Untersuchungen? wie ich ja schon geschrieben hatte, ein baubiologisches Gutachten würde;Gesamt ca. 1.660,00 Euro + 19 % MwSt. 315,40 Euro = 1.975,40 Euro kosten. Welche Erfahrungen hast du gemacht und was für Probleme hattest du?

Frage an Ina, hattet ihr schon Probleme mit dem Geruch in den Möbeln und Klamotten und wie bekommt man den Geruch aus den Möbeln raus, sollte das Haus saniert werden?! man kann doch nicht die Möbel entsorgen, da müsste es doch auch eine Möglichkeit geben, oder? freue mich auf eine Antwort von euch. Lg.Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.07.08

Hallo Aenne


die Möbel und die Kleidung haben den Geruch natürlich auch angenommen. Die Kleidung muss sehr häufig gewaschen werden, um den Geruch heraus zu bekommen. Holzmöbel oder Kühlschränke usw. können gereinigt werden, dann ist das wieder in Ordnung. Aus Polstermöbeln und Teppichen geht der Geruch kaum raus, die sollten neu gekauft werden. Im Haus selber werden wir neue Böden Verlegen und neu tapezieren. Aber unser Haus an sich riecht kaum noch, allein durch die Außersanierung. Das hat sehr viel gebracht!

Viele Grüße
Ina


Ina | 07.07.08


Danke Ina, aber mit welchen Mitteln bekommt man die Gerüche raus? Gibt es da was spezielles? Wenn ich von meinen Eltern komme, reicht es aus, die Klamotten einmal zu waschen dann ist der Geruch weg. Aber die Sachen von der Familie hängen ja schon länger im Schrank, da muss wohl öfters gewaschen werden.

Danke erstmal, lieben Gruß Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.07.08


Hallo Aenne,
ich wüsste nicht, dass es ein spezielles Mittel für die Reinung gibt. Wir haben die Möbel mit Spüli oder Holzreinigungsmittel gesäubert. Danach haben wir sie zum Lüften raus unter ein Dach gestellt oder in die Garage.

Gruß
Ina


Ina | 07.07.08

Die halbe Wahrheit


Hallo Aenne,
bitte entschuldige die verspätete Rückmeldung. Wir waren in Urlaub. Ich kann es eigentlich nicht wirklich glauben daß der muffige Geruch immer noch als Hauptproblem gesehen wird. Der muffige Geruch ist nur dann da wenn das Haus sehr belastet ist durch Schadstoffe die nicht nur krank machen KÖNNEN, sondern die tatsächlich krank MACHEN. Ohne vorher einen Baubiologen im Haus gehabt zu haben würde ich keine Sanierungsmaßnahme versuchen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Baubiologischen Institut Maes gemacht. Unser Ansprechpartner war Herr Mierau. Es kann sicher nicht Schaden wenn ihr euch da mal unverbindlich beraten lasst.
Viele Grüsse
Sascha
Augenwischerei hilft Niemandem!
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| 18.07.08

Nachtrag


Hallo Aenne,
Folgende Konzentrationen von Schadstoffen wurden in unserem Haus gemessen:

Formaldehyd 0,106 ppm
Pentachlorphenol (PCP) 2,11 mg/kg
Tetrachlorphenol (TCP) 2,43 mg/kg
Lindan 1,76 mg/kg

Insgesamt wurde in unserem Hausstaub als Summe 6,3 mg/kg Biozide gefunden, dies stellt extreme Anomalien dar.

Leider haben die Biozide die lästige Angewohnheit sich mit allem zu verbinden was in so einem Haus herumsteht. Wir mussten uns z.B. von allen Möbelstücken aus Massivholz trennen.

Der in der Raumluft wahrnehmbare muffige Geruch hängt in erster Linie mit der Holzschutzmittelanwendung in den 70er Jahren zusammen. PCP kann mit der Zeit, speziell unter Wasser- bzw. Feuchteeinfluss, sowie durch Bakterien zu äußerst geruchsintensiven Abbauprodukten zersetzt werden, den sogenannten Chloranisolen. Chloranisole reichern sich ebenfalls gerne an Oberflächen, vorallem Textilien und Nahrungsmitteln an und bleiben regelrecht dort 'hängen', so daß auch diese beständig riechen. In manchen Fertighäusern aus älterer Zeit traten die charakteristischen Gerüche schon sehr früh auf, manchmal aber auch erst nach 20 oder 30 Jahren.
Grundsätzlich zu sanieren sind die beschriebenen Schadstoffproblem nach den Erfahrungen anerkannter Baubiologen oft nur durch einen Ausbau aller Holzschutzmittelbehandelten Materialien (also der Spanplatten) im Haus. Auch Dämmaterialien wie Mineralwolle oder andere Faserstoffe können sich mit der Zeit mit Schad- und Geruchstoffen 'vollsaugen' so daß ein Ausbau notwendig wird.

Weiter oben im Forum habe ich schonmal recht ausführlich geschrieben was für Auswirkungen die Schadstoffe auf die Gesundheit haben.

Nochmal Grüsse
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.07.08


@Sascha,

wenn du ein registriertes Mitglied wärest, würde ich dir nun einen Punkt für "hervoragenden Beitrag" geben.
Da du aber keins bist, hier nun auf "verbalem" Wege.

Anschaulich erklärt und verständlich!
Toll!

Gruß
Martin

UUppps: Nachtrag vom 19.07:
Habe wohl übersehen, dass du doch registriert bist. Sorry!
Dann hält hat doppelt besser ;-)


anonymus | 18.07.08


Hallo Ina, hallo Sascha,

danke erstmal für eure Antworten, da kann ich Herrn Martin Wittwar nur zustimmen, sehr gut erklärt.

Wo hat das Institut denn seinen Hauptsitz? meine Eltern wohnen in Schleswig-Holstein?

Baubiologischen Institut Maes gemacht. Unser Ansprechpartner war Herr Mierau.

Hast du die komplette Adresse mal für mich? Was hat das Gutachten gekostet? und wie lange ist die Untersuchung schon her? Wer hat die Sanierung bei euch gemacht und was hat sie gekostet?

Freue mich auf eine Antwort von dir Sascha, ich hoffe ihr hattet einen tollen Urlaub.

Liebe Grüße aus Hamburg, Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.07.08

Baubiologe


Hallo Aenne,
Bei Maes ist man soweit mir bekannt ist bundesweit tätig. Herr Mierau wird dir aber ggf. bestimmt helfen einen Ansprechpartner in Schleswig Holstein zu finden falls ich mich irre. Schau einfach mal unter www.maes.de nach. Unser Gutachten war sehr umfassend und hat 1500 Euro gekostet.

Wir sind innerhalb von 1 Woche ausgezogen nachdem uns das Gutachten vorlag. Bis wir festgestellt haben daß unser Haus nicht zu retten ist hat es dann nochmal 2 Jahre gedauert. Wir haben uns sehr genau über Sanierungsmöglichkeiten informiert und keine gefunden bei der man uns garantieren konnte daß alle Schadstoffe beseitigt werden oder zumindest 100%ig sicher nicht mehr in den Wohnbereich gelangen.

Eine der diversen Sanierungsmöglichkeiten sieht vor daß sämtliche Innenwände mit besonderen Platten versehen und versiegelt werden inkl. Gasdichter Steckdosen und Schalter. Es gibt aber keine Garantie daß die Schadstoffe nicht nach einiger Zeit doch wieder in den Innenraum dringen können. Statt 1x im Jahr in den Urlaub zu fahren hätten wir dann höchstwahrscheinlich 1x im Jahr den Baubiologen zur Prüfung kommen lassen...

Als Okal und auch andere Hersteller in den 70er Jahren diese verseuchten Häuser verkauft haben, wußte niemand etwas über die Auswirkungen. Die verwendeten Holzschutzmittel, die ja die Belastung ausmachen, waren damals erlaubt. Das ändert aber nichts daran daß diese Stoffe hochgiftig sind. Es ist auch ein Irrglaube daß die Spanplatten irgendwann mal keine Schadstoffe mehr abgeben. Je älter die Häuser sind um so schlimmer wird es meiner Meinung nach, denn der Zahn der Zeit nagt an den Platten und sie zerfasern und salzen aus.

Wenn ich in diesem Forum Beiträge lese in denen die Schadstoffbelastung dieser Häuser verharmlost wird dann möchte ich mir nicht ausmalen was für Folgen das für all diejenigen haben kann die sich auf solche Aussagen verlassen.

Unser Haus wird nun voraussichtlich in diesem Jahr abgerissen.

Viele Grüße
Sascha

P.S. Hallo Martin, ich bin schon seit längerer Zeit Mitglied, anscheinend ist da ein Fehler passiert. Freue mich aber auch ohne Punkt über das Lob.
Augenwischerei hilft Niemandem!
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| 19.07.08

Modergeruch Fertighaus SOS


Hallo Sascha,

danke für deine schnelle Antwort. Wie lange habt Ihr denn in dem Haus gelebt? Habt ihr es so schon gekauft? oder bauen lassen? Meine Eltern leben seit ca.35 Jahren in ihrem selbst erbauten Haus, ein Umzug oder Neubau ist finanziell leider nicht drin. Das heißt; es müssen Maßnahmen getroffen werden,die dieses Haus erhalten. Ich werde mich mal an den Baubiologen wenden, den du mir empfohlen hast, vielleicht weiß der ja Rat, wie man das Haus sanieren kann um es noch zu retten. Aber danke erstmal für deine ausführliche Beschreibung, das hat mir sehr geholfen.

Liebe Grüße aus Hamburg sendet Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.07.08

Häuser aus den 70er Jahren


Hallo Aenne,
es freut mich sehr daß ich Dir weiterhelfen konnte.
Unser Haus war ist/war von 1972 und wir haben es im Jahr 2003 quasi im Original Auslieferungszustand gekauft. Sogar die Küche war noch vorhanden.Gesundheitliche Probleme, besonders bei den Kindern, haben sich sehr schnell ergeben. Bei den Renovierungsarbeiten haben wir ja auch alle reichlich Staub geschluckt... Gewohnt haben wir insgesamt 3 Jahre in dem Haus.
Wie ist es bei deinen Eltern? Von welchem Hersteller ist das Haus? Haben sie gesundheitliche Probleme?
Grüße
Sascha
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.07.08

Modergeruch Fertighaus SOS


Hallo Sascha, das Haus meiner Eltern ist von der Firma Streif. Ich meine es ist aus dem Jahre 1974. Die Ausdünstungen nehme ich seit ca.17 Jahren wahr. Aber nur wenn man das Haus verlässt und die Klamotten zuhause riecht. Meine Eltern riechen es leider nicht, da sie seit ca 35 Jahren in dem Haus wohnen. Ich selber habe nur noch ca. 7 Jahre dort gewohnt, bis ich in eine andere Stadt gezogen bin. Zu der Zeit gab es den Geruch auch noch nicht, dass kam Jahre später. Bis auf Erkältungskrankheiten und normale Kopfschmerzen, die jeder mal hat, konnte ich bisher bei meinen Eltern nichts feststellen. Allerdings bin ich Allergiekerin und reagiere bei einem Besuch oft mit Augenjucken und Asthma, allerdings haben wir auch einen Hund, den ich über alles liebe, allerdings nicht ganz allergiefrei, daher weiß ich nicht wer oder was die Allergie auslöst. Allerdings auch nicht bei jedem Besuch. Du siehst es ist schwer eine Diagnose zu stellen.

Davon ganz ab, erkläre mal jemanden der diesen Geruch nicht war nimmt (Eltern) das dieser Geruch schädlich sein könnte.

Meine Eltern beziehen eine kleine Rente, damit wäre die Sanierung gar nicht möglich, auch wir haben nur ein kleines Gehalt, was gerade mal so die Kosten deckt. Meine Mutter hat bei unserem letzten Gespräch sehr geweint, da sie den Geruch nicht wahr nimmt und nicht weiß was wir von den beiden wollen. Da mein Bruder das Haus später mal übernehmen soll (Erbe)muss er für sich selber wissen was er dann macht, er weiß ja Bescheid. Meine Eltern konnten wir nicht überzeugen, aber selbst wenn wir es geschafft hätten, das Geld für eine Sanierung können wir uns nicht aus den Rippen schneiden, leider. Sonst würde ich sofort was machen.

Danke Sascha, danke dir Ina für eure hilfreiche Unterstützung, schön zu wissen, dass wir nicht alleine mit dem Problem da stehen.

Lg. aus Hamburg eure Aenne
schaffe, schaffe kein Fertighaus bauen!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.07.08

Modergeruch und die Auswirkungen


Hallo Aenne,
daß Du Allergikerin bist wundert mich nicht.

Inzwischener sind Biozide wie z.B. PCP als Langzeitgift erkannt mit ERBGUTSCHÄDIGENDER und KREBSERZEUGENDER Wirkung und man kennt die vielen von Pestiziden ausgelösten Krankheitssymptome: ALLERGIEN, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verhaltensstörungen, neurologische Störungen, Entzündungen, Herzbeschwerden, Leberschäden, ATEMWEGSPROBLEME wie z.B. ASTHMA, Schädigung des Immunsystems.

Wir nehmen Biozide an erster Stelle über unsere Haut auf, über Kontakt mit direkt behandelten oder indirekt kontaminierten Materialien. Hierbei geht es z.B. um das Anfassen belasteter Holzflächen, das Laufen mit nackten Füßen (oder Krabbeln mit klebrigen Kinderhänden) auf belasteten Böden, das Tragen kontaminierter Kleidung.

An zweiter Stelle steht die Atemluft und hier ist es besonders kontaminierter Staub, der eingeatmet oder verschluckt wird und sich so auf Schleimhäuten ablagert. Solche Giftstoffe reichern sich im Laufe der Zeit in den Atemwegen, Lungen, im Blut und langfristig im Fettgewebe des Körpers an.

Die Vorbesitzer unseres Hauses sind alle Asthmakrank und der Mann ist bereits vor vielen Jahren an Krebs verstorben.

Der Onkel meiner Frau hat in einem Fertighaus gelebt was exakt baugleich ist mit unserem. Seine Mutter, die mit ihm dort lebte ist vor etwa 20 Jahren an Leber-Krebs verstorben und er verstarb im vergangenen Jahr an einem Gehirntumor. Als sich das mit unserem Haus herausstellte hat auch er ein Gutachten machen lassen - mit ähnlichem Ergebnis. Die Frau des Onkels lebt trotzdem weiterhin in dem Haus, sie hat lediglich ein spezielles Luftreinigungsgerät in Betrieb. Am muffigen Geruch ändert das aber nichts. Selbst Sachen die sich nur wenige Stunden in dem Haus befunden haben stinken extrem.

Ich glaube es liegt auch am Alter daß Deine Eltern die Belastung in ihrem Haus nicht erkennen möchten. Die wenigsten 70er/80er Jahre-Fertighausbesitzer erkennen ihr Haus als Ursache für ihre Krankheiten. Es gibt ja auch keine Studien die das belegen.

Die Eltern meiner Frau halten unser Vorgehen für völlig übertrieben obwohl sie miterlebt haben wie wir alle krank wurden.

Im Zuge der Baubiologischen Untersuchung stellte sich in unserem Haus zudem heraus daß z.B. im Kinderzimmer am Bett unserer Tochter der international akzeptierte Richtwert für COMPUTERARBEITSPLÄTZE um das 6-fache überschritten war. Das kommt u.a. daher daß im Fertighaus die Kabel ja lose in den Zwischenwänden oder in Kabelschächten verlegt sind und nicht unter Putz.

Als wir meinem Schwiegervater davon berichteten und auf die gesundheitlichen Konsequenzen hinwiesen, hat er uns für total bescheuert erklärt.

Ich weiß nicht wieviele Häuser Streif gebaut hat, aber
im Hinblick darauf daß allein Okal in den 70er Jahren etwa 5000 Häuser pro Jahr verkauft hat bist Du GANZ SICHER nicht allein mit Deinem Problem...

In diesem Sinne nochmal
herzliche Grüße
Sascha
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.07.08

Fertighaussanierung


Eine Möglichkeit den Modergeruch und mehr loszuwerden:
Fragen Sie nach Referenzen in Ihrer Nähe

http://feldmann-klinker.de/refs/referenzen.html

eifelgruß
schorch


Georg | 01.12.08

N A J A........


mal nicht ganz so schnell Sascha.
Vielleicht sollte nach deinem obigem Beitrag folgendes in die Krebstodstatistik mit einfließen.
Wer sich in den 70er Jahren ein solches Haus kaufte und damals 40Jahre alt war ist heute 2009 zwischen 70-80 Jahre alt.
Ein Alter in dem es nicht so abwegig ist von gevatter Tod besucht zu werden. Die wenigsten überleben eben Ihr Haus.
Und da ists dann auch egal ob es Krebs Infarkt oder Schlaganfall war.

Was die gemessenen Luftwerte durch lose Kabelführung in Fertighäusern anbelangt, wie hoch glaubst du sind die Luftwerte in einer Steinhöhle in der ein Drucker betrieben wird?

Nicht vergessen, die damals benutzten Holzschutzmittel verlieren Jahr für Jahr an Substanz und sind heute mehr als 30 Jahre alt!
Was nicht heißt das ich ein Fertighausfan bin oder das Wohnraumgifte mit nem Lächeln abgetan werden sollten!
Etwas weniger Hysterie und Panikmache aber bitte schon.


viel Grüße
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Bauwerksanierung-PAAS | | 01.12.08

Gesundes ? Halbwissen


Ho ho ho... wie schnell denn dann Jens?
Ist bei der Krebstodstatistik denn auch unterschieden worden zwischen Menschen die im Fertighaus oder konventionell gebauten Häuseren lebten? Und hast Du evtl. eine Statistik zur Hand die Auskunft darüber gibt wieviele Fertighäuser aus den 70er Jahren derzeit leerstehen und quasi unverkäuflich sind? Ich behaupte nicht, dass Menschen die 30 Jahre oder länger in ihrem Fertighaus gelebt haben nicht altersbedingt sterben könnten und ich behaupte auch nicht dass jeder der in einem Fertighaus aus den 70er Jahren lebt, automatisch an Krebs erkrankt. Ich habe lediglich meine Erfahrungen und die Informationen und Erkenntnisse von anerkannten Baubiologen hier wiedergegeben.

Als in der Bauwerksanierung Tätiger ist dir sicherlich bekannt, dass die in meinem Haus gefundenen Schadstoffe eben nicht in hohem Maße an Substanz verlieren. Als wir unser Haus gekauft haben, befand es sich Ausstattungstechnisch noch im Original-Zustand. D.h. Außer den Tapeten hat man im Laufe der Jahre NICHTS an dem Haus verändert. Das Haus ist über 30 Jahre alt und die im Haus gefundenen Schadstoffe sind in derart hoher Konzentration messbar, dass der Baubiologe von extremen Anomalien spricht. Es ist, soweit ich das verstanden habe, ein absoluter Irrglaube dass die Schadstoffbelastung im Laufe der Zeit/Jahre nachlässt.- Im Gegenteil, denn die Spanplatten fangen im Laufe der Jahre an zu zerfasern und geben mehr Schadstoffe frei und somit in die Raumluft ab.
Mich persönlich interessieren die Werte des Hauses in dem ich WOHNE, in dem meine Kinder sich ständig aufhalten, in dem wir Freunde empfangen und beherbergen und da ist es mir ehrlich gesagt ziemlich egal wie die Luftwerte in einer Steinhöhle sind wenn man dort einen Drucker betreibt. Wie hysterisch oder panisch Du reagieren würdest wenn eins deiner Kinder (sofern Du welche hast) schwer erkranken würde und zwar durch das Haus in dem Du wohnst, weiß ich selbstverständlich nicht, aber ich weiß ganz sicher daß ich sehr sehr gern auf diese Erfahrung verzichtet hätte.
Grüße
Sascha
Augenwischerei hilft Niemandem!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.12.08


Sascha, ich kenn nicht deinen spez. Fall.
Ich bin auch kein Experte für kontaminierte Häuser und Wohnraumgifte.
Dafür gibt es Spezialisten, Umweltbüros u.d.g.
Wie ich lesen konnte hast Du Dich an eben einen solchen gewandt.
Soweit doch alles bestens, oder eben auch nich.
Der wird Dir doch sicher auch ne Empfehlung gegeben haben!?
Der solltest Du auch folgen.

Mir verschließt sich allerdings völlig der tiefer Sinn wenn Du hier hingehst und allen die ein Fertighaus besitzen erklärst wer wann wo an welcher Krankheit in einem Fertighaus verstorben ist!
Seit es Menschen gibt versterben die unter anderem auch an Krebs. Und eben zu hauf im eigenen Heim.
Das ist bedauerlich, gelegentlich Gottgegeben(genetische Defekt u.a.). Und richtig ist auch das es Umwelteinflüsse und Giftstoffe gibt die diese Erkrankung fördern. Aber eine Generalwartung für Fertighausbesitzer auszusprechen ist in meinen Augen eben Panikmache.

Ich bedaure sehr das Du mit Deinem Fertighaus solch Ärger hast. Dein Zorn kann sich doch jetzt aber nicht gegen eine ganze Branche richten?!

Das Problem ist schlicht dass das Menschen einen KFZ Mechaniker in der Familie haben den sie zum Autokauf mitschleppen um bei einer Investition von 20td€ Sicherhit zu haben.
Wenn ein Haus gekauft wird, wird dergleichen für nicht notwendig erachtet.
Das wäre also hier mein General- Ratschlag.
Sucht Euch vor der Unterschrift auf dem Kaufvertrag einen Architekten, Bauingenieur, Sachverständigen, kurz jemanden der Euch berät.
Das ist längst nicht so teuer wie allgemein Angenommen!!
Vielleicht die besten 300-500€ die Ihr je Ausgegeben habt.

gruß
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Bauwerksanierung-PAAS | | 01.12.08

Neues "Opfer" von OKAL-Fertighaus


Hallo alle zusammen, ich hoffe, meine Nachricht wird gelesen. Ich habe mich jetzt durch das Forum gekämpft was die Probleme von OKAL-Fertighäusern angeht...
Wir haben im Sommer diesen Jahres ein OKAL-Haus aus dem Jahr 1984 bezogen. Leider sind wir nie auf die Idee gekommen danach zu fragen ob gesundheitsschädliche Baustoffe verbaut sind. Schließlich haben die Vorbesitzer ja auch 25 Jahre drin gewohnt. Sie leben auch noch (allerdings mehr oder weniger gesund). Nach ca. 6 Wochen nach Einzug und kompletter Renovierung haben wir durch Dritte erfahren, dass in der Außenwand Asbest ist - was uns uach nicht gesagt wurde, weder von Makler noch von Verkäufern. Mit Hinblick darauf sind wir im INternet auf solch tolle Sachen wie Formaldehyd etc. gestoßen und haben eine Raumluftmessung machen lassen. Das Ergebnis. Formaldehydwert liegt bei 200 (also deutlich über dem von der WHO empfohlenen Wert). Monatelange Recherchen haben nichts ergeben. Keine Variante war für uns eine Lösung für die Ewigkeit, ob nun Folien, besondere Anstrichen etc. Die einzig für uns richtige Alternative - Entfernung sämtlicher Spanplatten (Decken, Böden, Wände). Wir haben damit dann auch angefangen, für uns als Laien aber neben Job und Kind unmöglich zu schaffen. Die Konsequenz - wir ziehen Mitte Januar aus. Zahlen erstmal lustig Miete und Abtrag und hoffen, dass wir über einen Anwalt SChadensersatz bekommen. Sollte das der Fall sein steht für uns eigentlich der Abriß und Neuaufbau im Vordergrund. Der Keller ist massiv. Wenn wir sämtliche Spanplatten entfernen würden und dann zu gegebener Zeit noch die Fassade zwecks Asbest - was würde dann noch bleiben - das Gerüst. Bei einem Abriß und Neuaufbau hätten wir dann wenigstens ein neues Haus und wissen was für Baustoffe verbaut werden. Fertighaus kommt dann jedenfalls nicht mehr in Betracht.
Meine Frage ist nun - hat jemand die gleiche Erfahrung gemacht? Sprich, hat jemand den Mist abgerissen und neu aufgebaut? Hat jemand Rechtsstreite geführt und was kam bei raus? Ich find es wirklich schlimm wieviel Leute betroffen sind und wirklich vor einem finanziellen und wohl auch meist gesundheitlichem Disaster stehen.
Für uns gibt es jetzt erstmal nur eine Lösung - raus hier und dann nach vorne gucken. Wir erwarten im Mai unser zweites Kind und haben kein Interesse daran, dass es auf einer Baustelle aufwächst wo gesundheitsschädlicher Staub rumfliegt.

Also, ich hoffe es kann uns jemand weiterhelfen mit seinen Erfahrung.

LG Susanne


Susanne | 02.01.10

Okal-Haus Sanierung


Hallo Susanne,
wir hatten auch Probleme mit unserem Okal-Haus und haben die Probleme in den Griff bekommen. Bei Interesse schick mir einfach mal ne e-Post.


Andreas | 11.03.10

E-Mail


jeroll_flint@yahoo.de


Andreas | 11.03.10

ebenfalls Opfer eines Okal Hauses


Hallo erstmal an allen anderen Bertroffenen

Es ist viel zu lesen zu dem Thema Okal Haus. Viel Unsinn aber auch viele Beiträge mit Sinn ( so ist das nunmal in Foren ) .
Zu mir erstmal:
Wir haben 2005 ein Okal Fertighaus gekauft .Dies stank nach " Muff " .Wir dachten natürlich es liegt an der Mieterin die stark raucht und nie lüftet das sie alleinstehend ist und nur Schichten arbeitet.Die Tapeten und Bodenbeläge sowie Küche und Bad waren natürlich so alt, wie das Haus. Also dachten wir uns ...Alles raus und neu machen.Gesagt getan Böden zum Teil raus und diese Spanplatten mit Fertiessstrich ersetzt. Deckentapeten und Tapeten entfernt. Alles gespachtelt Grundiert und geweißt.Alle Undichtigkeiten der Wände ( zum Teil 3 cm offenen Fugen zum Boden ) beseitigt.Ebenfalls zur Decke hin alles abgedichtet. Anschließend Decken schön vertäfelt neu Tapeziert neues Bad eingebaut neue Türen mit neuen Maßgefertigten Zargen. Neue Küche rein einen Kamin von Kago im Wohnzimmer eingebaut und überall Parkett rein.
Somit war alles schön einzugsfertig renoviert und neu gemacht.
DANN der HAMMER.
Wir "stanken" nach einem jahr nach "muffelig" wäääääh.
Lüfteten halt konsequent aber es wurde nicht besser.Naja so lebten wir erstmal damit. Wir bekamen Familienzuwachs und es stank immernoch ( wie sollte sich das auch ändern).
Wir googleten und wollten die Aussenfassade samt Fenster erneuern und das haus dämmen. Wenn schon denn schon .
Nunja verunsichert ob eine nochmalige Investition von 50-60 Tsd € uns wirklich vom Geruch befreit ließen wir von einem Baubiologen ein raumluftgutachten erstellen.
Dann der Schock für UNS ( der Baubiologe sagte es uns schon vorraus )Formaldehyd und Lindan in erschreckend hoher Dosis nachgewiesen.Diese Nachricht kam Samstagabend. Sonntagmorgen sind wir SOFORT in unseren ausgebauten Keller gezogen( zum Glück ist eine komplette Gästewohnung im Keller nur Küche mußten wir mit runterschleppen und aufbauen ).Nun wohnen wir im Keller und reissen das Haus bis zur Kellerkante ab und bauen ein neues Haus auf den vorhandenen Keller.
Ich fühle mich im Stich gelassen! Denn ich bin der letzte in der Kette und habe die gesamten KOSTEN für mich allein . Dem Vorbesitzer kann ich nicht nachweisen, das er es wußte. Okal ist sowieso nicht haftbar dafür.Somit haben wir die " Arschkarte".
So nun kennt ihr so halbwegs den Werdegang, den ich versuchte mal ebend kurz zusammenzufassen.
Selbst der Abriss kostet 15 Tsd € und ist somit nicht billig und auch den muß ich tragen soweit ich weiß. ^^
hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt? oder gar wen verklagt etc ?
hm naja soweit ich weiß nicht ....oder ich habe es überlesen.

lg Marco
Nie wieder Okal Fertighaus !!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.01.11

Okal Muff und Co.


Hallo,

ich habe endlich wieder die Kraft gefunden in diesen Foren zu lesen und möchte mal hören ob mittlerweile irgendjemand anders aus der Nummer herausgekommen ist als "Dumm gelaufen"?
Ich habe mit meiner Familie Ende letzen Jahres ein Okal-Haus
(1978) gekauft. Nach einer kompletten Renovierung haben wir genau 1 Woche in diesem Haus gewohnt. Zum Glück haben uns unserere Familien auf diesen beißenden Geruch hingewiesen. Die Raumluftmessung hat bedenkliche Werte bei den besagten Giften ergeben. Makler und Verkäufer haben davon noch nie etwas gehört. Anwälte konnten uns auch nicht weiterhelfen. Okal-Haus verharmlost die Situation und schiebt die Ergebnisse auf das Wohnverhalten und Möbel. Unsere mittlerweile 4 Köpfige Familie sucht Hilfe. Gibt es schon irgendetwas in Richtung Sammelklage oder ähnliches? Das kann es doch nicht gewesen sein?!

Gruß
Marcus


Marcus | 03.10.11

Geruch-Bilder aus der Bilddatenbank: