Fachwerk.de - Rohes Metall im Innenbereich
ich möchte mein Anliegen von vor über einem Jahr nochmal aufgreifen.
---Forenreferenz-----------
Metall im Innenbereich roh lassen? - Hallo zusammen,
wir bekommen morgen eine Faltwerktreppe und in Kürze Geländer, beides aus Metall roh. Und ich glaube, so soll es auch bleiben, also ungestrichen. Nun denke ich dass dies so völlig ungehandelt nicht bleiben kann (Luftfeuchtigkeit...). Gibt's da was (Öle, Wachse...?), das das "Roh-lassen" ermöglicht?
Alternativ: welcher Farbanstich kommt blankem Metall am nähesten?
Wir danken fürs denken!
Rainer mehr ...
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Wir haben eine Faltwerktreppe und ein Geländer, welches im Innenbereich "roh" eingebaut wurde. Das heißt, die Oberfläche hat diesen dunkelgrauen "Belag" - ich weiß, da gibt's ein Fachwort, das habe ich aber vergessen...
Grundsätzlich gefällt uns das so, rosten tut auch seit über einem Jahr rein gar nichts, es ist ja auch keine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden.
Das optische "Problem" sind die Montagestellen:
- blank geschliffene Schweißstellen an der Treppe
- blanke, mit leichtem Flugrost versehene Schweißstellen am Geländer
- Flugrost an Stellen, wo er schon zu Einbauzeiten dran war.
Im o.g. Thread gab es folgende Tipps:
"Mittelchen zum patinieren"
"brünieren"
Weiß da jemand etwas genaueres?
Meine Idealvorstellung:
Ich streiche das ganze Metall mit diesem Mittelchen ein, dann wird's nach einiger Zeit halbwegs gleichmäßig "edel-rostig", dann schleife ich ggf. fein leicht drüber, schließlich wische ich etwas (Lein?)öl drüber - fertig.
Ich danke für eure Tipps!
Wädd scho wern, sachd die Fraa Kern. Bei der Fraa Horn is a wos worn...
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Rainer Hübsch | 05.02.11
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Rainer Hübsch | 05.02.11
blanke Stelle an Stufe
blanke Stelle an Stufe
Wädd scho wern, sachd die Fraa Kern. Bei der Fraa Horn is a wos worn...
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Rainer Hübsch | 05.02.11
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Rainer Hübsch | 05.02.11
Geländer
Geländer
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Rainer Hübsch | 05.02.11
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Rainer Hübsch | 05.02.11
Handlauf
Handlauf
Wädd scho wern, sachd die Fraa Kern. Bei der Fraa Horn is a wos worn...
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Rainer Hübsch | 05.02.11
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Rainer Hübsch | 05.02.11
So lassen ...
würde ich´s. Auch andere Gewerke haben ihre Arbeitsspuren am Bau hinterlassen. Eine Treppe in Rohstahl passt doch gut zu einem Altbau. Alles ändere hätte vor dem Einbau entschieden werden müssen. Die "Mittelchen", sofern gesundheitlich unbedenklich" nutzen sich nach einiger Zeit ab und es beginnt von vorne. Gerade am Geländer, das man "begreift" . Öle sind nicht nett, wenn man anderes danach anpackt.
würde ich´s. Auch andere Gewerke haben ihre Arbeitsspuren am Bau hinterlassen. Eine Treppe in Rohstahl passt doch gut zu einem Altbau. Alles ändere hätte vor dem Einbau entschieden werden müssen. Die "Mittelchen", sofern gesundheitlich unbedenklich" nutzen sich nach einiger Zeit ab und es beginnt von vorne. Gerade am Geländer, das man "begreift" . Öle sind nicht nett, wenn man anderes danach anpackt.
retrogarde
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pickartz.architektur | Will Pickartz Architekt AKNW | 05.02.11
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pickartz.architektur | Will Pickartz Architekt AKNW | 05.02.11
Brüniert
wird z.B. alles metallische an Langwaffen wie Büchsen oder Flinten.Ob das jetzt auch bei Treppen geht ist wohl eine Kostenfrage.
wird z.B. alles metallische an Langwaffen wie Büchsen oder Flinten.Ob das jetzt auch bei Treppen geht ist wohl eine Kostenfrage.
Alt aber schön....Häuser meine ich natürlich
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Idefix | 05.02.11
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Idefix | 05.02.11
Walzhaut
Walzhaut heißt die graue Schicht.
Ich würde die rostigen Stellen mit Vaseline dünn einreiben
und kräftig abpolieren sodaß kein "Fettfilm" mehr übrig
bleibt. Kann man sogar hautfreundlich mit sog. Melkfett
oder Weißöl machen.
Das Ganze hält natürlich nicht ewig, die Behandlung müßte
sicherlich ab und zu wiederholt werden.
Grüße,
Rich
Walzhaut heißt die graue Schicht.
Ich würde die rostigen Stellen mit Vaseline dünn einreiben
und kräftig abpolieren sodaß kein "Fettfilm" mehr übrig
bleibt. Kann man sogar hautfreundlich mit sog. Melkfett
oder Weißöl machen.
Das Ganze hält natürlich nicht ewig, die Behandlung müßte
sicherlich ab und zu wiederholt werden.
Grüße,
Rich
Lieber auf neuen Wegen stolpern, als auf der Stelle treten
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Rich | 05.02.11
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Rich | 05.02.11
Klärung der Begriffe:
Öle: müssen nicht nett sein, aber trocknende Öle sein (auf Basis von Leinöl z.B.) Denn gibt es auch keine Fettflecken am Schlips. Trocknende Öle sind rutschhemmend und korrosionsschützend. Ferner schützen sie auch ggf. aufgebrachte Nachdunklungen (Brünierungen).
Vaseline, Melkfett, Weißöl: mögen höchst vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten am/im Männlein und Weiblein haben, auf der Treppe haben sie nichts zu suchen. Diese Produkte härten nicht aus, es ist somit zu erwarten: Rutschgefahr, Staubbindung, Fettflecken an der Kleidung.
Das klassische Brünieren unter Abbrennen von Leinöl auf dem Stück ist hier nicht praktikabel. Es sind verschiedene Brünierungslösungen im Handel, auf Basis Säure oder (seltener) Lauge erzeugen sie eine dünne Oxidschicht. Oft verwendet scheint höherkonzentrierte Essigsäure zu sein. In jedem Fall muß nach der Säure / Lauge - Behandlung ein großzügiges Abspühlen mit Wasser und ein beschleunigtes Abtrocknen sichergestellt sein (Abpusten mit Kompressor, Heizung), da die erzeugte Oxidschicht kein Korrosionsschutz ist - es würden sich bei aufstehendem Wasser Rostflecken bilden.
Eine Behandlung mit härtenden Ölen danach ist wichtig. Sehr dünner Lappenauftrag genügt.
Gänzlich andere Ansätze wären das Phosphatieren (Phosphorsäure), das eine dünne Schicht von schützendem Eisenphosphat schafft, oder die dünne Ablagerung edlerer Metalle (mit Kupfersulfat, Silbernitrat). Ob letzteres hinreichend abriebfest ist, hängt aber sehr von den Gegebenheiten ab. Abspülen und Ölen wie vor.
Grüße
Thomas
Öle: müssen nicht nett sein, aber trocknende Öle sein (auf Basis von Leinöl z.B.) Denn gibt es auch keine Fettflecken am Schlips. Trocknende Öle sind rutschhemmend und korrosionsschützend. Ferner schützen sie auch ggf. aufgebrachte Nachdunklungen (Brünierungen).
Vaseline, Melkfett, Weißöl: mögen höchst vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten am/im Männlein und Weiblein haben, auf der Treppe haben sie nichts zu suchen. Diese Produkte härten nicht aus, es ist somit zu erwarten: Rutschgefahr, Staubbindung, Fettflecken an der Kleidung.
Das klassische Brünieren unter Abbrennen von Leinöl auf dem Stück ist hier nicht praktikabel. Es sind verschiedene Brünierungslösungen im Handel, auf Basis Säure oder (seltener) Lauge erzeugen sie eine dünne Oxidschicht. Oft verwendet scheint höherkonzentrierte Essigsäure zu sein. In jedem Fall muß nach der Säure / Lauge - Behandlung ein großzügiges Abspühlen mit Wasser und ein beschleunigtes Abtrocknen sichergestellt sein (Abpusten mit Kompressor, Heizung), da die erzeugte Oxidschicht kein Korrosionsschutz ist - es würden sich bei aufstehendem Wasser Rostflecken bilden.
Eine Behandlung mit härtenden Ölen danach ist wichtig. Sehr dünner Lappenauftrag genügt.
Gänzlich andere Ansätze wären das Phosphatieren (Phosphorsäure), das eine dünne Schicht von schützendem Eisenphosphat schafft, oder die dünne Ablagerung edlerer Metalle (mit Kupfersulfat, Silbernitrat). Ob letzteres hinreichend abriebfest ist, hängt aber sehr von den Gegebenheiten ab. Abspülen und Ölen wie vor.
Grüße
Thomas