Fachwerk.de - Fachwerk - Was passiert hier?

Hallo allerseits!
Hier habe ich ein Foto aus unserem Familienalben:

http://img102.imageshack.us/my.php?image=fachwerk8fc.jpg

Ich sag mal, was ich als interessierter Laie sehe:
- ein Fachwerkhaus in der Endphase des Rohbaus

- Fast alle Gefache der Außenwände sind schon verfüllt, es fehlt noch etwas Giebelwand.

- Die Gefache sind mit mitteldicken Ästen gefüllt. Kein Weidengeflecht.

- Es wird von oben nach unten gearbeitet.

- Innenwände sind noch "roh" (Blick durchs Fenster!)

- im Vordergrund steht ein Rührtrog, wie man ihn noch von heutigen Baustellen kennt, daneben eine Giesskanne und noch ein kleiner Eimer mit einer unbekannten Substanz!

- Auf dem Gerüst der Firma Unfalltod&Selbstmord stehen zwei Bauarbeiter, die gerade die Gefache füllen.

Mal ausgehend davon, dass in dem Rührtrog der Lehm für die Gefache gebrauchsfertig angerührt wird: Wasser ist in der Gießkanne, Lehm im Boden - aber was ist in dem kleinen Eimer??

Welche historischen Zusatzstoffe wurden im Lehmbau eingesetzt? - Das Foto beweist m. Meinung, dass nicht nur Lehm und Wasser in die Gefache kam!
Fachwerk kann ganz interessant sein...
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Carsten | 02.04.06
Bütte zu Schwer für Gerüstmodell?
Vielleicht ist die Bütte (Rührtrog) einfach zu schwer zu handhaben, deshalb steht ein leerer Eimer daneben, um den Lehm zum Arbeiten auf dem Gerüst umzufüllen?

Schönen Sonntag noch,
Herbert
Hoch hinaus, Zerstört das Haus. Rein und klein, Bewahrt es fein. (Eyth, Meyer; Malerbuch)
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Herbert Glühspiess | 02.04.06
Im kleinen Eimer ist wahrscheinlich
...Sangria!

Nein, vielleicht diese Strohhäcksel mit denen man den Lehm vermischen kann? Ich finde es sieht weniger aus wie ein Eimer und mehr wie ein Sack (Farbe, Form)

Rätseln macht spaß!
Gruß Kate
:) Juhu, ein Backsteinhäuschen
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Kate | 03.04.06
Bei uns kam immer noch was ganz besonderes hinzu :-)
Als wir vor der Aufgabe standen, zerstörte Gefache wieder mit Strohlehm aufzufüllen , bekamen wir einen ganz besonderen Tipp. Wir sollten Mist unterrühren, da der Ammoniakgehalt (aus dem Tierurin) gegen unerwünschten Schimmelbefall und tierische Schädlinge helfen soll.
Nun wohnen wir zwar auf dem Dorf, aber auch der letzte Landwirt hat kein Vieh mehr im Stall. Woher also den Mist nehmen ?
Also bekamen alle mitarbeitenden Personen den Auftrag , in einen bereitgestellten Eimer zu urinieren.
Die gesammelten Werke wurden dann zum "Verfeinern" des Strohlehms verwendet :-)))))

Gruß,
Claudia

Ach ja, ein ähnliches Gerüst der Marke Unfalltod&Selbstmord haben wir auch noch hinterm Haus stehen, hat jemand Interesse ? ZU VERSCHENKEN ! Aber das werde ich noch mal gesondert anpreisen...
Ein Haus hat eine Seele, es möchte geachtet und respektiert werden
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Claudia Junghans | 03.04.06

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