Fachwerk.de - Solar für WW oder Heizungsunterstützung; technik

Hi,

wir bauen neu (KFW60/40) mit niedertemp Fußbodenheizung (35°Vorlauftemp) und Solaranl (4,4qm). Gäbe es Nachteile, die Solaranlage zur Heizungsunterstützung anzuschliessen? Damit kann ich doch auch mein WW erwärmen oder sehe ich das falsch? Und dank der niedrigen Vorlauftemp wäre in der Übergangszeit durchaus auch Heizen /zumindest für den Abendzeitraum möglich... (Ist wahrscheinlich sogar wirkungsvoller, als das WW; hier brauche ich ja höhere Temperaturen... Anders herum gehts ja nicht. Damit bekäme ich NUR Warmwasser.

Danke,
Bernhard


bernhard | 11.07.08
Solar für heizungsunterstützung
Na klar geht das. Sie sollten aber mit Ihrem Hersteller sprechen, der Ihnen wahrscheinlich einen größeren Pufferspeicher mit 2 innenliegenden Wärmetauschern und ein paar Quadratmetr mehr empfehlen wird.

Die Heizungsunterstützung ist selbst dann noch wirksam, wenn nur die Vorlauftemperatur ein paar Grad angehoben wird, weil dies den Wirkungsgrad des Brenners verbessert.

Wagner+Co hat Beispiele auf der homepage.

Grüße vom Niederrhein
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 11.07.08
fussbodenheizung
Hi,

habe mir die Seite mal angesehen. Leider taucht da nirgends etwas von Fußbodenheizung und deren Besonderheiten (hohe Speichermasse, Trägheit, besonders niedrige Vorlauftemp) auf.
Ich dachte ich könnte mir damit einen Riesenspeicher Sparen und somit Investitionskosten sparen...

Gruß,
Bernhard


Bernhard | 11.07.08
Solarwärme
Nein, das geht nicht. Je größer der Speicher umso besser für die Solarnutzung. Aber dessen Größe hat etwas damit zu tun, für wie lange die Solarwärme gespeichert werden soll.

Die Besonderheiten der Fußbodenheizung kommen der Solarwärmenutzung zweifellos, was das Temperaturniveau angeht, entgegen. Sie können da aber nicht speichern.

Grüße
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 11.07.08
Neubau ?
Hallo,
die WW-Speicherung von in Kollektoren gewärmtem Wasser findet in Speichern statt, das kann ein gut gedämmter Wasserbehälter sein, aber neuerdings auch Paraffin, das die Wärme länger hält.
Die Wärme selbst wird natürlich auch im Boden (Estrich, Fliesen etc.) gespeichert.

WW-Speicher nur für Brauchwasser werden bei kleineren Häusern mit ca. 300 Litern oder weniger verbaut, bei einer zusätzlichen Speicherung für die Wohnraumheizung sollten es aber deutlich mehr sein.

Ebenso werden 4-5 qm Solarkollektorenfläche für Brauchwasser reichen, aber wohl nicht für eine Heizungsunterstützung - egal ob Fußbodenhzg. oder normale Radiatoren.

Wir haben ein kleines Fachwerkhaus (120 qm) mit einer üblichen 15kw Gas-Brennwertheizung (5 kw hätten gereicht, so kleine Heizungen gibt es aber nicht). Im Erdgeschoß wird ausschließlich mit Fußbodenheizung geheizt, bei uns vorerst leider ohne Kollektorunterstützung - diese ist nur für Brauchwasser und belegt ca. 5,5 qm Kollektorfläche auf dem Dach.

Die Vorlauftemperatur bei einmal aufgeheiztem Fußboden liegt bei bei uns morgens bei 25 und abends 20 Grad Celsius, wobei die Hzg nur ca. 8 Stunden/Tag in Betrieb ist. Um diese Temperatur durch Kollektoren zu errreichen, wären etwa 12 qm auf dem Dach nötig - die Gastherme würde dann garnicht mehr gebraucht, es sei denn es gibt drei Tage Wolken - hört sich gut an. Aber:

Das Problem bei Kollektoren ist die Überhitzung: Meist ist die Brauchwassertemp. oder die Hzgs-Temp. schnell erreicht, und die Pumpe zu den Kollektoren schaltet ab - aber auf dem Dach erreichen die Wassertemperaturen im Kollektor durchaus 140 und mehr Grad, d.h. sie altern durch die starken Temperaturwechsel sehr schnell und die Dichtungen verschleißen. Wenn man nach 10 Jahren die Anlage erneuern muss, rechnet sich die Ersparnis eventuell nicht.
Wenn man aber sowieso neu baut und das Geld hat, ist es zumindest kein Nachteil - viel gewinnen wird man aber nicht.

Viele Grüße,
Kai
Wer Holzwürmer hat, ist nie allein ...
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Kai | 16.07.08

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