Fußboden Schlafzimmer: Holzfaserplatten?

Hallo zusammen,

Nach dem Bad und der Dachdämmung geht es nun an die nächste Baustelle und auch da gibt es wieder eine Frage. Die Situation ist folgende:

Unser Schlafzimmer liegt über einer Durchfahrt zum hinteren Teil des Grundstückes, es gibt also keinen darunter liegenden Wohnraum. Die Decke der Durchfahrt besteht aus den Holzbalken und Lehm/Stroh ausgefüllten Zwischenräumen.
Der derzeitige Aufbau des Boden (soweit derzeit erkennbar) im Schlafzimmer besteht aus den alten Holzdielen, darüber 20 mm Styropor, 20 mm Pressspanplatte, alter Teppichboden und als Abschluss Laminat.

Ich würde ungern den kompletten Dielenboden entfernen, der Boden ist nämlich eigentlich noch schön eben. Stattdessen habe ich überlegt, die Styropor/Pressspan/Teppich-Kombination durch Holzfaserplatten(z.B. Steico) mit dazugehörigen Verlegeleisten zu ersetzen und darauf wieder alminat zu legen.

Ist das so machbar? Mir ist klar, dass die Dammleistung nicht mit einer Komplettsanierung des Bodens mithalten kann, wenn mir aber nach Entfernung der Dielen nur die Balken und die Lehmfüllung, die ich in der Durchfahrt schon sehen kann, entgegen schauen ist da ja auch so nicht mehr viel zu holen...
Gelassen läuft's!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.10.16

Laminat und Holzfaserdämmplatten


Ich gehe mal davon aus, dass Du mit "Alminat" Laminat meinst. Also die Formaldehydlastigen Kunststoffdinger mit Holzfoto und so rund 10mm dick.

Diese kannst Du nicht auf dem System Holzdämmplatten mit Verlegeleisten auflegen. Dafür wäre der Laminatbelag statisch zu schwach. Du brauchst eine flächige Auflage - also wieder Pressspan - besser jedoch OSB.

Noch besser:
Du entscheidest Dich für eine massive Diele auf dem System Hozfaser/Verlegeleiste.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
Mitglied der Fachwerk.de Community
Natural Naturfarben Shop | | 27.10.16

Fußbodenaufbau


Bis auf die Dielung alles zurückbauen. Wenn die noch gut ist aufarbeiten. Wenn nicht Trockenestrichelemente mit aufkaschierter Dämmung verlegen, darauf Teppichboden oder anderen Belag. Alternativ gehen auch trittfeste Dämmplatten aus Holzfaser und OSB- Platten schwimmend und mit verklebten Stößen verlegt.
Das halte ich aber für nebensächlich, wichtiger ist die Unterseite. Da sollte unbedingt eine Unterhangdecke, bestehend aus Direktabhängern und Feuerschutzbeplankung mit eingeschobener Wärmedämmung verlegt werden.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 27.10.16

Unterseite


Danke für die Antworten, das Wort sollte natürlich Laminat heißen.
Mittlerweile war ich auch eher bei der Lösung mit Trockenestrichplatten angelangt.
Bzgl. der Unterseite: Ich hatte gehofft, dort die Sichtbalken und die Lehmwicklung offen lassen zu können, da das auch zum Charme unseres Hauses und der Durchfahrt unter dem Zimmer beiträgt. Dass das dämmtechnisch nicht optimal ist, ist uns klar, aber auch die bisherige Lösung war für uns ausreichend.
Spricht denn sonst etwas dagegen die Unterseite offen dazu lassen?
Gelassen läuft's!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.10.16

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