Fußboden (Holzbalken) neu aufbauen

Fußboden (Holzbalken) neu aufbauenHallo Mitglieder,

wie würdet Ihr einen alten Fußboden neu aufbauen?

























IST-Zustand: siehe meine weiteren Bilder 1-4

Der IST-Aufbau von unten nach oben:
1. Profilholzdecke 19mm
2. Holzlatten quer als Unterkonstruktion 25mm
3. Glaswolle auf Papierbahn 100mm
4. Holzbalken 170mm
4.1. Holzbretter zwischen den Balken 20-30mm
4.2. Lehm-Stroh-Dämmung 40mm
4.2.1 Staub, Schmutz, Sand 10-30mm
5. Profilholz quer als Unterkonstruktion 25mm
6. Verlegeplatten 23mm

Der SOLL-Aufbau: neuer gedämmter Boden mit Massivholzdielen 23 mm

Sollte ich die alte Lehm-Stroh-Dämmung herausreißen?
Scheinbar ist diese bereits nicht mehr überall vorhanden und es sind zwischen Lehm-Stroh-Dämmung und Holzbalken recht große Fugen vorhanden.

Von Kellerseite aus, wurde die Decke vor x-Jahren bereits erneuert, deshalb die Verkleidung mit Profilholz.

Es kann sein, dass es diese Frage hier bereits gibt, aber ich habe nichts gefunden.

Grüße
Mabt
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| 17.02.14

Kellerdecke


Wie wurde der Raum bis jetzt beheizt?
Wie soll er später beheizt werden?
Wie wurde und wird der Kellerraum genutzt
Wie sehen die Balkenköpfe aus, bzw. sind die Balken noch funktionstüchtig?
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.02.14

Kellerdecke


Danke für die Fragen Herr Georg Böttcher.

1) Der Raum wurde bis jetzt mit Nachtspeicherofen und einem Kohleherd beheizt. Also, immer so überschlagen. Die Wohnung wurde 25 Jahre nicht bewohnt. Doch baulich in gutem Zustand.
Vor kurzem wurden die Fenster (60er Jahre) durch Kunststofffenster gewechselt. Das Holz (im Querschnitt) der Fenster war immer noch fast wie neu.

2) Die Wohnung soll mit einem Pelletofen mit Warmluftzentrierung beheizt werden.
Die Außenwände sollen von innen mit Holzfaserplatten und Lehmputz isoliert werden.
Für dieses System, von diesem Hersteller: http://www.claytec.de
Ich hoffe ein Link ist hier erlaubt.

3) Der Kellerraum unter der Wohnung ist teilweise ein ehemaliger Ersatzteileraum und Lagerraum.

4 a)Die Balkenköpfe habe ich noch nicht kontrolliert.
4 b)Balken sind nicht durch Hausschwamm/Porenschwamm/Kellerschwamm oder ähnliches zersetzt, also funktionstüchtig.
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| 18.02.14

Fußboden


Deshalb also die völlig verstaubte Mineralwolle, die Ofenheizung hatte Luft aus dem Keller angesaugt.
Falls der Keller trocken und belüftet ist kann die Holzbalkendecke verbleiben, vorausgesetzt die Balken sind in Ordnung.
Neuaufbau wie folgt (von unten nach oben):
Putz auf Heraklithplatte, alternativ 15 mm Feuerschutzplatte,
Traglattung (Dachlatten), dazwischen Mineralwolledämmplatten ,
Balken,
eventueller Höhenausgleich,
15 mm OSB Nut/Feder verklebt, an den Rändern zu den Wänden mit Dichtband abgeklebt.
Dielung.
Der Fehlboden (Dachlatten, 20 mm OSB) wird mit Unterspannbahn als Rieselschutz belegt, darauf 40 mm Gehwegplatten oder 60 mm Rechteckpflaster. Der Zwischenraum
zwischen den Balken unterhalb des Fehlbodens mit Mineralwolle dämmen- keine Zwischenräume lassen!

Falls die Höhe dafür reichen sollte:
oberer Aufbau runter,
1 Lage OSB wie oben,
darauf 60 mm Steicofloor,
Dielung.
Unten die Profilholzdecke weg dafür 15 mm Feuerschutz oder 2 x 9 mm Gipskarton oder Heraklth/Putz. Der Rest kann bei dieser Variante in der Decke verbleiben.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 18.02.14

Fußboden


Nur mal eine kurze Zwischenmeldung Herr Georg Böttcher, denn mich hat ein Erkältung etwas außer Tätigkeit gesetzt.

Ich weiß nicht, ob der viele Staub und Schmutz wirklich von dem Nachtspeicherofen kommt. Scheinbar wurde noch vor meiner Zeit, die Innenwände abgestützt und die Außenwände erneuert. In den 60er Jahren wurde in den Bauboomzeiten wohl ein wenig anders gearbeitet und der ganze Dreck oft mit verarbeitet.
Ich vermute, dass vor dem PVC und den Verlegeplatten ein Holzdielenboden verlegt war. Zum Bodenausgleich und eventuell Dämmung an den Stellen an denen die Lehm-Stroh-Dämmung fehlte, wurde dann einfach Bauschutt verwendet.

Ihre Beschreibung des Bodenaufbaues muss ich mir in Ruhe ansehen, wenn der Kopf wieder klar denken kann.
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| 25.02.14

Fußboden Erdgeschoss - Decke Keller


Sehr geehrter Herr Georg Böttcher, danke für Ihre Ausführungen. Ich wäre nicht hier, wenn ich alles wissen würde, deshalb habe ich ein paar Fragen:


Neuaufbau wie folgt (von unten nach oben):

1) Putz auf Heraklithplatte, alternativ 15 mm Feuerschutzplatte,

Wo soll denn die Herakitplatte, alternativ die Feuerschutzplatte hin?
Die Kellerdecke mit der Holzvertäfelung (aus den 80er Jahren) ist von unten aus gesehen ist einwandfrei, auch die Mineralwolle ist in Ordnung.


2) Traglattung (Dachlatten), dazwischen Mineralwolledämmplatten ,
Balken,
eventueller Höhenausgleich,

Verstanden.


3) 15 mm OSB Nut/Feder verklebt, an den Rändern zu den Wänden mit Dichtband abgeklebt.
Dielung.

Warum die OSB Platten? Ich wollte eigentlich den Holzdielenboden auf die Traglattung direkt Verlegen um an Höhe zu sparen. Ist dies mit 21mm Holzdielen nicht durchführbar?


4) Der Fehlboden (Dachlatten, 20 mm OSB) wird mit Unterspannbahn als Rieselschutz belegt, darauf 40 mm Gehwegplatten oder 60 mm Rechteckpflaster. Der Zwischenraum
zwischen den Balken unterhalb des Fehlbodens mit Mineralwolle dämmen- keine Zwischenräume lassen!

Da komme ich nicht ganz mit. In Punkt 1 – 3 beschreiben Sie den Aufbau bis zur Dielung.
40 mm Gehwegplatten oder 60 mm Rechteckpflaster. Aus welchem Material?
Können Sie bitte Punkt 4 nochmal erläutern.


Alternative:

1a) Falls die Höhe dafür reichen sollte:
oberer Aufbau runter,
1 Lage OSB wie oben,
darauf 60 mm Steicofloor,
Dielung.

Hört sich gut an, nur wird durch die 60 mm Steicoflor der Abstand Fußboden zur Zimmerdecke zu klein.


2a) Unten die Profilholzdecke weg dafür 15 mm Feuerschutz oder 2 x 9 mm Gipskarton oder Heraklth/Putz.

Verstanden.
Doch aus welchem Grund müsste die Profilholzdecke entfernt werden? Im Keller befindet sich kein Ofen, kein Heizraum etc.


3a) Der Rest kann bei dieser Variante in der Decke verbleiben.

Verstehe ich richtig, dass mit dem „Rest“ Sie den bisherigen Aufbau inklusive der alten Lehm-Stroh-Dämmung meinen?


Fazit:
Die Alternative hört sich gut an, wenn da nicht die 60mm Steicofloor wären. Muss Steicofloor verlegt werden oder kann man auch darauf verzichten?
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| 02.03.14

Deckenaufbau


Unabhängig davon wie der jetzige Nutzungszustand der Räume oben ist sollte die Decke zum Keller einen ausreichenden Feuerwiderstand besitzen. Die hat sie jetzt nicht.
Gehwegplatten oder Rechteckpflaster aus Beton (Carrara- Marmor geht auch). Es geht hier ums gewicht nicht ums aussehen. Die Decke muß mit Masse thermisch träge eingestellt und statisch vorgespannt werden. So werden Schwingungen und Resonanz gemindert.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.03.14

Holzbalken-Bilder aus der Bilddatenbank: