Füllung, Dachgeschoß, Lehm

Hallo zusammen,
Wir haben uns ein Haus von 1920 gekauft und wollen dieses wieder aufhübschen. Wir fangen mal beim Boden an....im Dachgeschoß müssen wir die Holzbalken ausgleichen. Durch stöbern hier im Forum und auch den Tipps von Bekannten gefiel mir die Lösung mit seitlichem Verschrauben von Bohlen.
Die Balken sind ca 47-55cm auseinander und sind ca 8cm Breit. Es wurde ein Blindboden mit Sparschalung,Stroh und Lehm auf ca. 7cm Tiefe eingesetzt. Von Oberkante Balken bis Lehm haben wir knappe 3cm Luft.
Die Dielen sind weg und in einem kleinen Raum haben wir die Füllung rausgenommen um sauber arbeit zu können.

Nun meine Frage:
Die Füllung habe ich noch und bevor ich jetzt alles raushole oder die Füllung entsorge, kann ich die Füllung nach ausrichten wieder reinfüllen. Gebunden ist sie ja jetzt nicht mehr. Meine Vorstellung wäre:
Sparschalung gegen OSB 12 oder 15mm auszutauschen und darauf evtl. Rieselschutz. Dann Lehm-Stroh Schüttung wieder rein. Auf die Ausgleichsbohlen kommt ein schwimmend verlegter OSB-Boden. Darauf dann Estrichplatten mit Trittschalldämmung. Als Fertigboden kommt Vinylboden. Die Etage darunter ist normal beheizt und das Dachgeschoß ebenfalls beheizter Wohnraum. Wir bewohnen das Haus selber, ist also keine Mietswohnung oder so. Aber im Dachgeschoß turnt unsere 2 jährige nach Einzug rum.

Natürlich habe ich im Vorfeld auch schon hier gesucht und viel gelesen aber bei den ganzen Möglichkeiten verliert man schnell den Überblick und verrennt sich in Lösungen.
Sorry an die Experten die sich also immer wieder wiederholen müssen.

Gruß Ronny
Man lernt nie aus!
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| 10.10.16

Kostenrechnung und Komfort


Vielleicht lohnt es sich mal, den Quadratmeterpreis für Deinen geplanten Bodenaufbau ( nicht nur das Vinyl)mit dem Preis zu vergleichen, den Du für einen Dielenboden bezahlen würdest, vom besseren Wohnkomfort und der Arbeitsleistung mal abgesehen.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
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| 10.10.16

guter Tipp!


danke schon mal für deine Antwort. Bringt mich auf jeden Fall zum grübeln. Wie würde ich denn den Aufbau realisieren um den Trittschall zumindest auf ein erträgliches Maß zu bringen. Aber hast schon recht da kommt Qm mässig echt was zusammen.
Man lernt nie aus!
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| 10.10.16

Auf die Homepage


von Georg Böttcher gehen, dort gibt es fantastische Aufbautipps für alle Arten von Böden.
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| 10.10.16

Deckensanierng


Auf jeden Fall den Lehmschlag in der Decke lassen. Luftschallschutz braucht Masse. Für den Trittschallschutz muss ein Konzept an Ort und Stelle entwickelt werden, das die vorhandenen Aufbauhöhen/Raumhöhen berücksichtigt.

Die alten Dielen wäre besser verblieben. Darauf hätte eine möglichst leichte Ausgleichschüttung und darauf z.B. ein Trockenestrich + TSD + Bodenbelag oder eine Holzfaserplatte mit Einschublatten zur direkten Verschraubung der Dielung aufgebracht werden können.

Nicht vorschnell handeln, sondern erst ein Sanierungskonzept entwickeln (lassen). Ist der Dachausbau zum Wohnraum vom Vorbesitzer baubeantragt und genehmigt worden ? 2. Fluchtweg ?
... den Dingen auf den Grund gehen ...
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Will Pickartz Architekt AKNW | | 10.10.16

leider noch keine richtige Antwort auf meine Frage!?!


Hallo Herr Pickartz,

ja vielleicht war ich ein wenig übereifrig musste aber erstmal sehen warum der Boden so schief ist. wir haben am tiefsten Punkt ca. 7cm differenz, da sich die Dielen nicht zerstörungsfrei entfernen ließen fielen die schon mal raus. Nun war ja meine Frage ob ich den Lehmschlag später in die Deckenfelder wieder einfüllen kann und muss ich dabei was beachten. Das ein Rieselschutz drunter muss ist mir klar. Vielleicht habe ich mich ja nicht richtig ausgedrückt aber das von mir bezeichnete Dachgeschoß ist eigentlich ein 2. Obergeschoß welches schon immer Wohnraum war. hat in einem Raum eine geringe Dachschräge daher Dachgeschoß. Ebenso bezweifle ich das es in vielen Einfamilienhäusern mehrere Fluchtwege im Dachgeschoß gibt.
Man lernt nie aus!
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| 11.10.16

neuer Fußboden


Hallo Ronny,
Willi Pickartz hat Recht.
Ein 2. Fluchtweg ist Pflicht, aber anscheinend geht es um einen Altbestand.
Direkt auf die Balkenlage gehört in der Regel eine Schalung, die für das Gebäude die Austeifung übernimmt. Darauf kann man dann schwimmend weiter arbeiten. Die Schalung direkt auf der Balkenlage kann aus OSB- Platten oder aus Rauhspundbrettermn bestehen, die allerdings nach bestimmten Regeln befestigt werden müssen.
Hierzu kann man einen Statiker vor Ort befragen. zur Verlegung von Rauhspundbrettern gibt es eine Skizze in meinem Profil.
Der Weg ist das Ziel
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Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | | 11.10.16

Dachgeschoß-Bilder aus der Bilddatenbank: