Frage zum Injektionsverfahren gegen feuchte Wände - welches Mittel ist geeignet

Hallo zusammen,
nach zwei Wochen in Brandenburg sind wir nun wieder zurück, am Boden im ersten Zimmer ist noch immer nichts passiert, die Baufirma hat uns versetzt, hatte in der ersten Woche (obwohl Termin) auf einmal keine Zeit und in der zweiten Woche hat er sich garnicht mehr gemeldet, langsam reicht es. Wir sind nun am Überlegen auch wegen den Kosten fast alles selber in Angriff zu nehmen.Durch die aufsteigende Feuchtigkeit und teilweisen Salzausblühungen hat uns der Baumensch zum Injektionsverfahren mit Weber.tec 946 Injektionscreme geraten. Auch das sollte er jetzt bevor der Bodenaufbau gemacht werden sollte einbringen aber ich befürchte er wird sich auch zum nächsten eingetragenen Termin Mitte August nicht sehen lassen.
Nun meine Frage ob jemand Erfahrungen mit diesem Mittel hat oder uns für die Selbstanwendung ein anderes funktionierendes Mittel empfehlen kann. Es bleibt uns nichts anderes übrig, selber die Initiative zu ergreifen und brauchen deshalb nochmal Ratschläge.
Unten am Fundament bei den Außenmauern sieht man die Feldsteine, darauf sind die Wände mit Ziegelsteinen gemauert, die Innenwände sind nur mit Ziegelsteinen aufgebaut soweit wir das sichten konnten.
Wir bedanken uns für Eure Hilfe.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17


Am besten du lässt die Finger von dem Injektionsverfahren und den Baumensch der dir mit so was kommt, solltest du schon deswegen von deiner Baustelle verjagen. Solche Schlaumeier machen Show um einfach an dein Geld zu kommen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17

Feldsteine


Wieweit schaut der Feldsteinsockel über die Oberkante Gelände außen über? Und innen? Über den Feldsteinsockel gibt es eher keine aufsteigende Feuchte, da dies ja "nur" über die Mörtelfuge geschieht, der Feldstein selbst ist durch seine dichte Kapillarstruktur eher nicht kapillaraktiv.Eine Injektage in solche Feldsteinsockel ist nicht von Erfolg gekrönt.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17

verjagen ist gut,


da wir nach dem Abklopfen des alten Putzes im unteren Bereich festgestellt haben das auch das Mauerwerk gut abgetrocknet ist.Ich bin zwar auf dem Gebiet kein Fachmann doch blöd ist man ja auch nicht, man sieht ja was aus dem mit Möbeln, Unrat vollgestellten Raum nach dessen Entleerung geworden ist, die Wände können jetzt wieder atmen, der Feuchte marode Dielenboden ist weg. Ich weis nun auch nicht ob die Neuverputzung der Wände mit Kalk-Zementputz, die Einbringung einer Schweißbahn und die anschließende Bodendämmung ausreichend ist. Das Haus steht seit 1868 und ist bisher noch nicht zusammengefallen. Wenn wir im nächsten Jahr eventuell dauerhaft dort wohnen ist auch für ausreichende Belüftung gesorgt, ich weis nicht ob man nun die Wände mit Chemie vollpumpen soll.

@Pope
so wie es ausssieht hat man früher dort das Fundament nur aus einer 15-20cm Feldsteinschicht gebaut wo dann die Ziegel aufgemauert wurden und auch nur an den Außenwänden, warscheinlich aus genau dem Grund das die Feldsteine keine Feuchtigkeit transportieren sondern nur die Mörtelfugen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17

Oberkante Innenfußboden


Eine Injektage ist überhaupt nur dann sinnvoll (wenn überhaupt), wenn sie unter OK Innenfußboden eingebracht wird.In Deinem Fall also eher nicht. Wichtig scheint mir noch zu sein, dass draußen ein ordentlicher Sockel gegen Spritzwasser angebracht wird und Wasser durch die Geländegestaltung vom Haus weggeleitet wird.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17

Fußboden


ist ja noch nicht fertig, es ist ja nur die Sauberkeitsschicht drin. Die sichtbaren Feldsteine will der Baumensch entfernen und untermauern, dann sollte in die erste Lagerfuge das Weber.tec Zeug eingespritzt werden. Ich denke wir werden aber davon Abstand nehmen.
Wir werden draußen am Sockel das Regenwasser vom Haus wegleiten.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.07.17


Injektionsverfahren

Mitglied der Fachwerk.de Community
BAUST Bau & Sanierung Struve | | 16.07.17

Feuchtigkeit und Salze


Hallo.
Du schreibst so, als wäre dein Problem hier bekannt. Ich finde aber nichts.
Na gut!
Bist Du sicher, dass es eine " aufsteigende " Feuchtigkeit ist?
Ich renoviere auch gerade ein altes Haus und habe ein Kellerraum mit Feutigkeit am Kaminsockel. Es handelt sich bei uns definitiv um Schwitzwasser. Diese tritt immer auf, wenn es sehr warm draussen ist. Ich dachte erst es würde reinregnen und den Kamin durchnässen. Der Kamin ist aber innen trocken. Das Haus stand auch längere Zeit leer und wir hatten ein Problem mit feuchten Kellerwänden. Nachdem ich aber regelmäßig im Haus gearbeitet, geheizt und gelüftet habe, hat sich das Problem von allein erledigt.
Ruhe
Mitglied der Fachwerk.de Community
Gerüstbau u. Asbestsanierung im ganzem Ruhrgebiet | | 16.07.17

sicher bin ich nicht das es aufsteigende Feuchtigkeit ist,


die Feuchtigkeit hat sich seit dem ersten Betreten Ende 2015 auch sehr verändert, es ist besser geworden. Ich war nach einigen Monaten auch der Meinung das es am Lüften, Heizen usw. lag, mein Schwiegervater hatte das nie richtig gemacht und außerdem stand es in den 90igern auch einige Jahre leer und wurde nur sporadisch geheizt. An den Wänden sind teilweise noch uralte Ölfarben und vielleicht auch noch Latexfarbe aus DDR Zeiten drauf und wir denken es kommt alles nur daher, die Wände können nicht atmen.
Ich denke wir werden das Problem auch ohne teure und vielleicht sinnlose Injektion in den Griff bekommen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.17


"Aufsteigende Feuchtigkeit" ist es definitiv nicht. Der Begriff wird lediglich als Beschreibung für bestimmte Symptome genutzt um bestimmte Sanierungsverfahren und -produkte zu verkaufen. Die Ursachen sind vielfach durch mehrere Sachverhalte bedingt. Kapillarer Feuchtetransport findet von ein paar besonderen Situation abgesehen nur in sehr begrenzten Umfang statt.

Die Salzbelastung kommt nun vielleicht nicht vom falschen Lüften und Heizen. Die hygroskopische Feuchte verstärkt diese Probleme. Die Salzbelastung kann durch Putzentfernung und auskratzen der mürben Fugen gemindert werden.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.07.17

Feuchte im Grundbereich


Man muss es wirklich am Objekt besichtigen!

Deine Probleme werden nicht weniger und kommen auch schlecht zu einer Lösung.
Viele unsachliche Meinungen verderben auch die Lust am bauen.
Und fantastisch, wie deine angeblich georderte Baufirma sich positioniert.

Wir sollten uns doch mal kontaktieren, um bessere Umsetzungen zu finden.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 18.07.17

Danke für die Antworten


Danke für die Antwortenüber die ich mich sehr gefreut habe. Leider ist es mit der von mir vorher gelobten Baufirma nicht so gelaufen wie wir wollten, leider. Erst hieß es ich solle den alten Sand ausschachten, dann beim nächsten Besuch hat er die Sauberkeitsschicht eingebracht, auf der rechten Seite ist es ok. aber warum er auf der linken Seite nur bis zu den Steinen gemacht hat weis ich nicht, dann wurde wieder gesagt bevor die Schweißbahn reinkommt müssen die Feldsteine raus damit die V60 einen Wandanschluss hat. Da die Feldsteine halb unter die Mauer reinragten habe ich mich nicht getraut diese zu entfernen. Nun haben wir eine schiefe Sauberkeitsschicht drin und die Feldsteine schauen heraus wo ich nun keine V60 oder ein Kaltschweißbahn einbauen kann. Habe mir schon überlegt dort wo die Feldsteine liegen eine Art Sockel aus Betonestrich zu machen dort könnte man dann die Kaltschweißbahn vernünftig legen und mit XPS Dämmung das Ganze aufbauen, obendrauf dann die Schrenzlage und erdfeuchten Estrich auftragen.
Was meint Ihr, ist das so machbar ?

Ich möchte hier keine Baufirma schlecht reden aber mit der gewählten Firma habe ich nichts gutes an der Hand oder er will nur nicht bei diesem Bau tätig werden.
Udo, zu Deinem Vorschlag werde ich das nochmal mit meiner Frau durchsprechen und dann telefonieren wir mal. Es ist eben blöd weil wir nur kurze zeit vor Ort sind da kann man kaum Leute und Material organisieren.
Das Bild hatte ich ja schon mal.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.07.17

Feldsteine


Ich würde die Feldsteine auf keinen Fall rauskloppen, das lockert die ganze Wand zumal nicht klar ist, wie weit die ins Mauerwerk reinragen. Was heißt "schiefe Sauberkeitsschicht" ? Ist die nicht im Wasser oder wie ist die schief? Ich würde so wie von Dir angedacht weitermachen: eine kleine Schalung bauen und einen Sockel gießen, im x-el eine Hohlkehle ausbilden, sodass die Abdichtung gut eingebracht werden kann.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.07.17

die Sauberkeitsschicht


die Sauberkeitsschichtist schon etwas schief, weil auf der rechten Seite ist sie höher als auf der linken, scheinbar sollten die Steine frei bleiben. Ich habe sie jetzt leider nicht mit der Wasserwaage nachgemessen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.07.17

schief


siehts schon aus, dann einfach nachbessern (lassen) und planeben und im Wasser auffüllen, dann sollten auch die Feldsteine mit verschwinden. Und in den Ecken Höhenrisse machen, damit mal Anhaltspunkte vorhanden sind.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.07.17

Injektionsverfahren-Bilder aus der Bilddatenbank: